Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (5), item 102

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

lieb ist, durch die Bergwiese gegangen,

und hat an sein Einziges auf der Welt

gedacht, an seine 3 einzigen Menschen.

  Zum Arbeiten für mich bin ich wenig

gekommen. Einerseits nimmt mir der

Unterricht, den ich abhalte, und das Reiten

doch Zeit fort, andererseits fühlt man

sich nach dem Urlaub doch zu allem

etwas unlustíg.

Heute kam die Kunde, dass Czernowitz

gefallen ist. Allmählich - in einigen

Worten - wird der Russe auch hier

von dannen ziehen. Dann kommt

wieder die Zeit einer Offensive - mit

guter Kost, voraussichtlich geringer

Gefahr - aber nicht unregelmässiger

Post. Möchte sie darum, wenn

sie kommt, nicht zu lange dauern. Nun

wir sind ja schon im August.

 

...[next page]

 

             Möchte die Nachrichten

aus Flandern vor allem das

Standhalten verbürgen. Sorge

habe ich allerdings trotz der

Riesenformen des Angriffs

kaum.

      Mein Heleneich, wenn

ich bei dir sein könnte,

für 5 Minuten bei dir

sein könnte, das liebe

Gesicht sehen, alles grenzenlose

Liebhaben einmal

um dich strömen könnte.

Aber wir müssen tapfer

sein. Eine stille Hoffnung

habe ich. Ich glaube,

dass die Beförderung

in einigen Wochen kommen

wird. Dann muss ich mich

 

 

 

Transcription saved

lieb ist, durch die Bergwiese gegangen,

und hat an sein Einziges auf der Welt

gedacht, an seine 3 einzigen Menschen.

  Zum Arbeiten für mich bin ich wenig

gekommen. Einerseits nimmt mir der

Unterricht, den ich abhalte, und das Reiten

doch Zeit fort, andererseits fühlt man

sich nach dem Urlaub doch zu allem

etwas unlustíg.

Heute kam die Kunde, dass Czernowitz

gefallen ist. Allmählich - in einigen

Worten - wird der Russe auch hier

von dannen ziehen. Dann kommt

wieder die Zeit einer Offensive - mit

guter Kost, voraussichtlich geringer

Gefahr - aber nicht unregelmässiger

Post. Möchte sie darum, wenn

sie kommt, nicht zu lange dauern. Nun

wir sind ja schon im August.

 

...[next page]

 

             Möchte die Nachrichten

aus Flandern vor allem das

Standhalten verbürgen. Sorge

habe ich allerdings trotz der

Riesenformen des Angriffs

kaum.

      Mein Heleneich, wenn

ich bei dir sein könnte,

für 5 Minuten bei dir

sein könnte, das liebe

Gesicht sehen, alles grenzenlose

Liebhaben einmal

um dich strömen könnte.

Aber wir müssen tapfer

sein. Eine stille Hoffnung

habe ich. Ich glaube,

dass die Beförderung

in einigen Wochen kommen

wird. Dann muss ich mich

 

 

 


Transcription history
  • February 21, 2017 09:01:50 Barbara Kneidinger

    lieb ist, durch die Bergwiese gegangen,

    und hat an sein Einziges auf der Welt

    gedacht, an seine 3 einzigen Menschen.

      Zum Arbeiten für mich bin ich wenig

    gekommen. Einerseits nimmt mir der

    Unterricht, den ich abhalte, und das Reiten

    doch Zeit fort, andererseits fühlt man

    sich nach dem Urlaub doch zu allem

    etwas unlustíg.

    Heute kam die Kunde, dass Czernowitz

    gefallen ist. Allmählich - in einigen

    Worten - wird der Russe auch hier

    von dannen ziehen. Dann kommt

    wieder die Zeit einer Offensive - mit

    guter Kost, voraussichtlich geringer

    Gefahr - aber nicht unregelmässiger

    Post. Möchte sie darum, wenn

    sie kommt, nicht zu lange dauern. Nun

    wir sind ja schon im August.

     

    ...[next page]

     

                 Möchte die Nachrichten

    aus Flandern vor allem das

    Standhalten verbürgen. Sorge

    habe ich allerdings trotz der

    Riesenformen des Angriffs

    kaum.

          Mein Heleneich, wenn

    ich bei dir sein könnte,

    für 5 Minuten bei dir

    sein könnte, das liebe

    Gesicht sehen, alles grenzenlose

    Liebhaben einmal

    um dich strömen könnte.

    Aber wir müssen tapfer

    sein. Eine stille Hoffnung

    habe ich. Ich glaube,

    dass die Beförderung

    in einigen Wochen kommen

    wird. Dann muss ich mich

     

     

     


  • February 21, 2017 09:01:12 Barbara Kneidinger

    lieb ist, durch die Bergwiese gegangen,

    und hat an sein Einziges auf der Welt

    gedacht, an seine 3 einzigen Menschen.

      Zum Arbeiten für mich bin ich wenig

    gekommen. Einerseits nimmt mir der

    Unterricht, den ich abhalte, und das Reiten

    doch Zeit fort, andererseits fühlt man

    sich nach dem Urlaub doch zu allem

    etwas unlustíg.

    Heute kam die Kunde, dass Czernowitz

    gefallen ist. Allmählich - in einigen

    Worten - wird der Russe auch hier

    von dannen ziehen. Dann kommt

    wieder die Zeit einer Offensive - mit

    guter Kost, voraussichtlich geringer

    Gefahr - aber nicht unregelmässiger

    Post. Möchte sie darum, wenn

    sie kommt, nicht zu lange dauern. Nun

    wir sind ja schon im August.

     

    ...[next page]

     

                 Möchte die Nachrichten

    aus Flandern vor allem das

    Standhalten verbürgen. Sorge

    habe ich allerdings trotz der

    Riesenformen des Angriffs

    kaum.

          Mein Heleneich, wenn

    ich bei dir sein könnte,

    für 5 Minuten bei dir

    sein könnte, das liebe

    Gesicht sehen, alles grenzenlose

    Liebhaben einmal

    um dich strömen könnte.

    Aber wir müssen tapfer

    sein. Eine stille Hoffnung

     

     

     


Description

Save description
  • 44.88998250157895||26.58415066249995||

    bei Ploesti, Rumänien

    ||1
Location(s)
  • Story location bei Ploesti, Rumänien


ID
841 / 4145
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Jörn Sieglerschmidt
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



  • Balkans
  • Eastern Front
  • Western Front




Notes and questions

Login to leave a note