Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (4), item 129

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                                      5/XII. 15.


Liebster, lieber, unendlich

lieber, wie danke ich dir für

deine Briefe vom 18/11, 22/11,

24/11, 26/11, die ich gestern

Abend und vorgestern Abend

erhielt. Du unsagbare

Nähe, dein Liebhaben ist

mir ja alles Glück. Seit

gestern bin ich in so froher

Stimmung. Ich hatte so sehr

auf Nachricht waren müssen.

Und nun kommt

dazu das goldige Bild, über

das ich dir noch schreibe.

       Mein volles Glück, ich

schreibe dir in aller Eile.

Heute mittag gehen nämlich


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die Leute ab, die von Königsberg

die Weihnachtspackete

abholen sollen. Da habe

ich noch Gelegenheit dir

eine schnelle Nachricht

zu schicken. Wie wird unser

Mütterschen und unser

Hei wieder froh sein, wenn

der Brief von Papa ankommt.

Wenn ich von Arbeit sprach,

so meinte ich damit körperliche.

Auch am Geschütz gab es in

dieser Stellung Arbeit, aber

kein feindliches Feuer. Es

sieht nicht so aus, als wenn

der Russe unsere Stellung

herausfinden würde. Er

macht dazu auch gar keine

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                                      5/XII. 15.


Liebster, lieber, unendlich

lieber, wie danke ich dir für

deine Briefe vom 18/11, 22/11,

24/11, 26/11, die ich gestern

Abend und vorgestern Abend

erhielt. Du unsagbare

Nähe, dein Liebhaben ist

mir ja alles Glück. Seit

gestern bin ich in so froher

Stimmung. Ich hatte so sehr

auf Nachricht waren müssen.

Und nun kommt

dazu das goldige Bild, über

das ich dir noch schreibe.

       Mein volles Glück, ich

schreibe dir in aller Eile.

Heute mittag gehen nämlich


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die Leute ab, die von Königsberg

die Weihnachtspackete

abholen sollen. Da habe

ich noch Gelegenheit dir

eine schnelle Nachricht

zu schicken. Wie wird unser

Mütterschen und unser

Hei wieder froh sein, wenn

der Brief von Papa ankommt.

Wenn ich von Arbeit sprach,

so meinte ich damit körperliche.

Auch am Geschütz gab es in

dieser Stellung Arbeit, aber

kein feindliches Feuer. Es

sieht nicht so aus, als wenn

der Russe unsere Stellung

herausfinden würde. Er

macht dazu auch gar keine


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  • February 26, 2017 07:03:56 Barbara Kneidinger

                                          5/XII. 15.


    Liebster, lieber, unendlich

    lieber, wie danke ich dir für

    deine Briefe vom 18/11, 22/11,

    24/11, 26/11, die ich gestern

    Abend und vorgestern Abend

    erhielt. Du unsagbare

    Nähe, dein Liebhaben ist

    mir ja alles Glück. Seit

    gestern bin ich in so froher

    Stimmung. Ich hatte so sehr

    auf Nachricht waren müssen.

    Und nun kommt

    dazu das goldige Bild, über

    das ich dir noch schreibe.

           Mein volles Glück, ich

    schreibe dir in aller Eile.

    Heute mittag gehen nämlich


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    die Leute ab, die von Königsberg

    die Weihnachtspackete

    abholen sollen. Da habe

    ich noch Gelegenheit dir

    eine schnelle Nachricht

    zu schicken. Wie wird unser

    Mütterschen und unser

    Hei wieder froh sein, wenn

    der Brief von Papa ankommt.

    Wenn ich von Arbeit sprach,

    so meinte ich damit körperliche.

    Auch am Geschütz gab es in

    dieser Stellung Arbeit, aber

    kein feindliches Feuer. Es

    sieht nicht so aus, als wenn

    der Russe unsere Stellung

    herausfinden würde. Er

    macht dazu auch gar keine


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  • 53.017127|| 20.890587||

    Przasnysz

    ||1
Location(s)
  • Story location Przasnysz


ID
840 / 3982
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Jörn Sieglerschmidt
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



  • Balkans
  • Eastern Front
  • Western Front




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