Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (4), item 109

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Werde dazu kommandiert ein

kleines Waldfeuer unschädlich

zu machen, indem ich mit 2 anderen

einen schmalen Graben

bis zum Grundwasser rund

herum grabe. Nachmittags

im Stand als du jour, d.h.

ich wasche ab, koche Kaffee etc.

                                      5.XI

Es regnet, regnet, regnet. Die Wälder

dampfen vor Feuchtigkeit. Der

Lehmboden wird grundloser

Matsch. Bei jedem Schuss

geht mir die gelbe Sauce in

den Rücken. Ich sehe hinten aus

wie eine Dogge. Hätten wir nicht

rechtzeitig eine Bettung gebaut,

würde unser Geschütz

einfach versinken. So droht


...[next page]


sie jeden Augenblick von der Bettung

herunterzurutschen. In

der Nacht habe ich bei dem leidlichen

Wetter Wache. Man sieht

die Hand nicht vor Augen.

Der Regensturm peitscht durch

die Kleidung. Da kein Weg

oder Steg vorhanden ist, sinkt

man immer wieder bis zu

den Schäften in den Lehmmatsch.

Die Füsse sind total

durchnässt. Ein Versuch, im

dichten Walde Schutz zu finden,

missglückt wegen der Dunkelheit.

Zitternd suche ich an

den Türen der geheizten Unterstände

etwas Schutz und

Wärme. Bis zur 2. Wache

hat sich das Wetter geändert.


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Werde dazu kommandiert ein

kleines Waldfeuer unschädlich

zu machen, indem ich mit 2 anderen

einen schmalen Graben

bis zum Grundwasser rund

herum grabe. Nachmittags

im Stand als du jour, d.h.

ich wasche ab, koche Kaffee etc.

                                      5.XI

Es regnet, regnet, regnet. Die Wälder

dampfen vor Feuchtigkeit. Der

Lehmboden wird grundloser

Matsch. Bei jedem Schuss

geht mir die gelbe Sauce in

den Rücken. Ich sehe hinten aus

wie eine Dogge. Hätten wir nicht

rechtzeitig eine Bettung gebaut,

würde unser Geschütz

einfach versinken. So droht


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sie jeden Augenblick von der Bettung

herunterzurutschen. In

der Nacht habe ich bei dem leidlichen

Wetter Wache. Man sieht

die Hand nicht vor Augen.

Der Regensturm peitscht durch

die Kleidung. Da kein Weg

oder Steg vorhanden ist, sinkt

man immer wieder bis zu

den Schäften in den Lehmmatsch.

Die Füsse sind total

durchnässt. Ein Versuch, im

dichten Walde Schutz zu finden,

missglückt wegen der Dunkelheit.

Zitternd suche ich an

den Türen der geheizten Unterstände

etwas Schutz und

Wärme. Bis zur 2. Wache

hat sich das Wetter geändert.



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  • February 25, 2017 06:31:08 Barbara Kneidinger

    Werde dazu kommandiert ein

    kleines Waldfeuer unschädlich

    zu machen, indem ich mit 2 anderen

    einen schmalen Graben

    bis zum Grundwasser rund

    herum grabe. Nachmittags

    im Stand als du jour, d.h.

    ich wasche ab, koche Kaffee etc.

                                          5.XI

    Es regnet, regnet, regnet. Die Wälder

    dampfen vor Feuchtigkeit. Der

    Lehmboden wird grundloser

    Matsch. Bei jedem Schuss

    geht mir die gelbe Sauce in

    den Rücken. Ich sehe hinten aus

    wie eine Dogge. Hätten wir nicht

    rechtzeitig eine Bettung gebaut,

    würde unser Geschütz

    einfach versinken. So droht


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    sie jeden Augenblick von der Bettung

    herunterzurutschen. In

    der Nacht habe ich bei dem leidlichen

    Wetter Wache. Man sieht

    die Hand nicht vor Augen.

    Der Regensturm peitscht durch

    die Kleidung. Da kein Weg

    oder Steg vorhanden ist, sinkt

    man immer wieder bis zu

    den Schäften in den Lehmmatsch.

    Die Füsse sind total

    durchnässt. Ein Versuch, im

    dichten Walde Schutz zu finden,

    missglückt wegen der Dunkelheit.

    Zitternd suche ich an

    den Türen der geheizten Unterstände

    etwas Schutz und

    Wärme. Bis zur 2. Wache

    hat sich das Wetter geändert.



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  • 53.017127|| 20.890587||

    Przasnysz

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Location(s)
  • Story location Przasnysz


ID
840 / 3962
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Jörn Sieglerschmidt
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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  • Eastern Front
  • Western Front




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