Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (4), item 51

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 linke Seite: 

des Schultergelenkes, der

eine ausserdem einen Fleisch-

schuss durch´s Bein. Einen

dritten hat eine dicke russische

Kupfermünze in der Geld-

tasche vor einer Verletzung in

der Leistengegend bewahrt. Er

ist mit dem Schreck davon-

gekommen. Nach längerem Halt

entschliesst sich der Batterieführer

zum Bleiben am Orte. Eigentlich

sollten wir noch über das freie,

vom Russen bestrichene Feld

weiter. Die Beobachtung wird

feindwärts der Höhe eingerichtet.
Wir sehen vor uns eine weite Ebene,

in der Ferne von Waldungen

unterbrochen. 4 Dörfer sind in

Brand geschossen, teils in unserem,

 

 rechte Seite: 

 teils in russischem Besitz. Tüchtiges

Konzert! Übernachten ziemlich

warm im Zelt. Der Sturm

hat nachgelassen.

                                            21. IX.

Wir kommen nicht weiter. Es ist

als sicher anzunehmen, dass inzwi-

schen ein Teil der Russen aus

Wilna entkommen ist. Wetter

noch immer kalt, aber wenig

Wind und Regen. Das weite,

ebene Gebiet vor uns ist ein übersicht-

liches interessantes Schlachtfeld. Bren-

nende Dörfer. Deutsche und russische Gräben.

Wir entdecken eine feindliche Batterie-

stellung. Fühle mich ausnahmsweise durch

Magenverstimmung etwas elend.  .Einfügung: Dasselbe Biwak.   


                                                                  22. IX

Immer noch die gleichen Stellungen.

  

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 linke Seite: 

des Schultergelenkes, der

eine ausserdem einen Fleisch-

schuss durch´s Bein. Einen

dritten hat eine dicke russische

Kupfermünze in der Geld-

tasche vor einer Verletzung in

der Leistengegend bewahrt. Er

ist mit dem Schreck davon-

gekommen. Nach längerem Halt

entschliesst sich der Batterieführer

zum Bleiben am Orte. Eigentlich

sollten wir noch über das freie,

vom Russen bestrichene Feld

weiter. Die Beobachtung wird

feindwärts der Höhe eingerichtet.
Wir sehen vor uns eine weite Ebene,

in der Ferne von Waldungen

unterbrochen. 4 Dörfer sind in

Brand geschossen, teils in unserem,

 

 rechte Seite: 

 teils in russischem Besitz. Tüchtiges

Konzert! Übernachten ziemlich

warm im Zelt. Der Sturm

hat nachgelassen.

                                            21. IX.

Wir kommen nicht weiter. Es ist

als sicher anzunehmen, dass inzwi-

schen ein Teil der Russen aus

Wilna entkommen ist. Wetter

noch immer kalt, aber wenig

Wind und Regen. Das weite,

ebene Gebiet vor uns ist ein übersicht-

liches interessantes Schlachtfeld. Bren-

nende Dörfer. Deutsche und russische Gräben.

Wir entdecken eine feindliche Batterie-

stellung. Fühle mich ausnahmsweise durch

Magenverstimmung etwas elend.  .Einfügung: Dasselbe Biwak.   


                                                                  22. IX

Immer noch die gleichen Stellungen.

  


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  • June 5, 2017 16:14:09 Eva Anna Welles (AUT)

     linke Seite: 

    des Schultergelenkes, der

    eine ausserdem einen Fleisch-

    schuss durch´s Bein. Einen

    dritten hat eine dicke russische

    Kupfermünze in der Geld-

    tasche vor einer Verletzung in

    der Leistengegend bewahrt. Er

    ist mit dem Schreck davon-

    gekommen. Nach längerem Halt

    entschliesst sich der Batterieführer

    zum Bleiben am Orte. Eigentlich

    sollten wir noch über das freie,

    vom Russen bestrichene Feld

    weiter. Die Beobachtung wird

    feindwärts der Höhe eingerichtet.
    Wir sehen vor uns eine weite Ebene,

    in der Ferne von Waldungen

    unterbrochen. 4 Dörfer sind in

    Brand geschossen, teils in unserem,

     

     rechte Seite: 

     teils in russischem Besitz. Tüchtiges

    Konzert! Übernachten ziemlich

    warm im Zelt. Der Sturm

    hat nachgelassen.

                                                21. IX.

    Wir kommen nicht weiter. Es ist

    als sicher anzunehmen, dass inzwi-

    schen ein Teil der Russen aus

    Wilna entkommen ist. Wetter

    noch immer kalt, aber wenig

    Wind und Regen. Das weite,

    ebene Gebiet vor uns ist ein übersicht-

    liches interessantes Schlachtfeld. Bren-

    nende Dörfer. Deutsche und russische Gräben.

    Wir entdecken eine feindliche Batterie-

    stellung. Fühle mich ausnahmsweise durch

    Magenverstimmung etwas elend.  .Einfügung: Dasselbe Biwak.   


                                                                      22. IX

    Immer noch die gleichen Stellungen.

      

  • February 22, 2017 12:12:06 Barbara Kneidinger

    des Schultergelenkes, der

    eine ausserdem einen Fleischschuss

    durch´s Bein. Einen

    dritten hat eine dicke russische

    Kupfermünze in der Geldtasche

    vor einer Verletzung in

    der Leistengegend bewahrt. Er

    ist mit dem Schreck davongekommen.

    Nach längerem Halt

    entschliesst sich der Batterieführer

    zum Bleiben am Orte. Eigentlich

    sollten wir noch über das freie,

    vom Russen bestrichene Feld

    weiter. Die Beobachtung wird

    feindwärts der Höhe eingerichtet.
    Wir sehen vor uns eine weite Ebene,

    in der Ferne von Waldungen

    unterbrochen. 4 Dörfer sind in

    Brand geschossen, teils in unserem,

     

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    teils in russischem Besitz. Tüchtiges

    Konzert! Übernachten ziemlich

    warm im Zelt. Der Sturm

    hat nachgelassen.

                                                21. IX.

    Wir kommen nicht weiter. Es ist

    als sicher anzunehmen, dass inzwischen

    ein Teil der Russen aus

    Wilna entkommen ist. Wetter

    noch immer kalt, aber wenig

    Wind und Regen. Das weite,

    ebene Gebiet vor uns ist ein übersichtliches

    interessantes Schlachtfeld. Brennende

    Dörfer. Deutsche und russische Gräben.

    Wir entdecken eine feindliche Batteriestellung.

    Fühle mich ausnahmsweise durch

    Magenverstimmung etwas ... Dasselbe Biwak.   

                                                                      22. IX

    Immer noch die gleichen Stellungen.

     

     


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Jörn Sieglerschmidt
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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