Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (4), item 46

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köstlicher Sonnenschein. Zum

Frühstück ein Ei gegessen, das

mir ein Kamerad abgetreten,

dann in einem Schlosspark

beim Halten köstliche Äpfel

erbeutet, dabei zweimal durch

einen grimmigen Major grimmig

hinausgeworfen. Das Land

verliert seine ungewöhnlich

starke Hügelbildung, bleibt aber

wellig. Viel Kiefern, viel

Land. Ein Hammel, der einsam

am Wege steht, wird - zum

ersten Male unter meine Bei-

hilfe - requiriert und schmeckt

am Abend köstlich (Bellchen!!).

Frühes Quartier im Scheunenstroh

in                             nach verhältnismässig

kurzem Marsche.


.rechte Seite:


Eingeschaltet:  e. neul. d. Brief v. 5-11.IX

abgesandter Brief v. 13.IX (H).

 

                                                 13. IX 15

Du einzig lieber Helenemensch,

gestern habe ich, um eine sich

plötzlich bietende Gelegenheit

benutzen zu können, den Brief

ohne ein paar arme, liebe Worte

abgeschickt. Bei kurzem Halt

möchte ich es heute nachholen.

Aber was könnte ich dir wohl

schreiben? Jeder Schritt, von dem

ich erzähle, ist ja in dem Gedanken

an dich, an euch gemacht,

in der steten Vorstellung,

dass der Tag der Rückkehr nicht

zu fern sein kann, der alle un-

menschliche Sehnsucht erfüllt

und befreit. Stets fühle ich dich

bei mir! Selbst das Fehlen jeder 

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köstlicher Sonnenschein. Zum

Frühstück ein Ei gegessen, das

mir ein Kamerad abgetreten,

dann in einem Schlosspark

beim Halten köstliche Äpfel

erbeutet, dabei zweimal durch

einen grimmigen Major grimmig

hinausgeworfen. Das Land

verliert seine ungewöhnlich

starke Hügelbildung, bleibt aber

wellig. Viel Kiefern, viel

Land. Ein Hammel, der einsam

am Wege steht, wird - zum

ersten Male unter meine Bei-

hilfe - requiriert und schmeckt

am Abend köstlich (Bellchen!!).

Frühes Quartier im Scheunenstroh

in                             nach verhältnismässig

kurzem Marsche.


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Eingeschaltet:  e. neul. d. Brief v. 5-11.IX

abgesandter Brief v. 13.IX (H).

 

                                                 13. IX 15

Du einzig lieber Helenemensch,

gestern habe ich, um eine sich

plötzlich bietende Gelegenheit

benutzen zu können, den Brief

ohne ein paar arme, liebe Worte

abgeschickt. Bei kurzem Halt

möchte ich es heute nachholen.

Aber was könnte ich dir wohl

schreiben? Jeder Schritt, von dem

ich erzähle, ist ja in dem Gedanken

an dich, an euch gemacht,

in der steten Vorstellung,

dass der Tag der Rückkehr nicht

zu fern sein kann, der alle un-

menschliche Sehnsucht erfüllt

und befreit. Stets fühle ich dich

bei mir! Selbst das Fehlen jeder 


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  • August 12, 2018 14:29:17 Eva Anna Welles (AUT)

    köstlicher Sonnenschein. Zum

    Frühstück ein Ei gegessen, das

    mir ein Kamerad abgetreten,

    dann in einem Schlosspark

    beim Halten köstliche Äpfel

    erbeutet, dabei zweimal durch

    einen grimmigen Major grimmig

    hinausgeworfen. Das Land

    verliert seine ungewöhnlich

    starke Hügelbildung, bleibt aber

    wellig. Viel Kiefern, viel

    Land. Ein Hammel, der einsam

    am Wege steht, wird - zum

    ersten Male unter meine Bei-

    hilfe - requiriert und schmeckt

    am Abend köstlich (Bellchen!!).

    Frühes Quartier im Scheunenstroh

    in                             nach verhältnismässig

    kurzem Marsche.


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    Du einzig lieber Helenemensch,

    gestern habe ich, um eine sich

    plötzlich bietende Gelegenheit

    benutzen zu können, den Brief

    ohne ein paar arme, liebe Worte

    abgeschickt. Bei kurzem Halt

    möchte ich es heute nachholen.

    Aber was könnte ich dir wohl

    schreiben? Jeder Schritt, von dem

    ich erzähle, ist ja in dem Gedanken

    an dich, an euch gemacht,

    in der steten Vorstellung,

    dass der Tag der Rückkehr nicht

    zu fern sein kann, der alle un-

    menschliche Sehnsucht erfüllt

    und befreit. Stets fühle ich dich

    bei mir! Selbst das Fehlen jeder 

  • June 5, 2017 10:10:42 Eva Anna Welles (AUT)

    köstlicher Sonnenschein. Zum

    Frühstück ein Ei gegessen, das

    mir ein Kamerad abgetreten,

    dann in einem Schlosspark

    beim Halten köstliche Äpfel

    erbeutet, dabei zweimal durch

    einen grimmigen Major grimmig

    hinausgeworfen. Das Land

    verliert seine ungewöhnlich

    starke Hügelbildung, bleibt aber

    wellig. Viel Kiefern, viel

    Land. Ein Hammel, der einsam

    am Wege steht, wird - zum

    ersten Male unter meine Bei-

    hilfe - requiriert und schmeckt

    am Abend köstlich (Bellchen!!).

    Frühes Quartier im Scheunenstroh

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    Du einzig lieber Helenemensch,

    gestern habe ich, um eine sich

    plötzlich bietende Gelegenheit

    benutzen zu können, den Brief

    ohne ein paar arme, liebe Worte

    abgeschickt. Bei kurzem Halt

    möchte ich es heute nachholen.

    Aber was könnte ich dir wohl

    schreiben? Jeder Schritt, von dem

    ich erzähle, ist ja in dem Gedanken

    an dich, an euch gemacht,

    in der steten Vorstellung,

    dass der Tag der Rückkehr nicht

    zu fern sein kann, der alle un-

    menschliche Sehnsucht erfüllt

    und befreit. Stets fühle ich dich

    bei mir! Selbst das Fehlen jeder 

     


  • February 22, 2017 11:33:06 Barbara Kneidinger

    köstlicher Sonnenschein. Zum

    Frühstück ein Ei gegessen, das

    mir ein Kamerad abgetreten,

    dann in einem Schlosspark

    beim Halten köstliche Äpfel

    erbeutet, dabei zweimal durch

    einen grimmigen Major grimmig

    hinausgeworfen. Das Land

    verliert seine ungewöhnlich

    starke Hügelbildung, bleibt aber

    wellig. Viel Kiefern, viel

    Land. Ein Hammel, der einsam

    am Wege steht, wird - zum

    ersten Male unter meine Beihilfe -

    requiriert und schmeckt

    am Abend köstlich (Bellchen!!).

    Frühes Quartier im Scheunenstroh

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    Du einzig lieber Helenemensch,

    gestern habe ich, um eine sich

    plötzlich bietende Gelegenheit

    benutzen zu können, den Brief

    ohne ein paar arme, liebe Worte

    abgeschickt. Bei kurzem Halt

    möchte ich es heute nachholen.

    Aber was könnte ich dir wohl

    schreiben? Jeder Schritt, von dem

    ich erzähle, ist ja in dem Gedanken

    an dich, an euch gemacht,

    in der steten Vorstellung,

    dass der Tag der Rückkehr nicht

    zu fern sein kann, der alle unmenschliche

    Sehnsucht erfüllt

    und befreit. Stets fühle ich dich

    bei mir! Selbst das Fehlen jeder

     

     


  • February 22, 2017 11:29:45 Barbara Kneidinger

    köstlicher Sonnenschein. Zum

    Frühstück ein Ei gegessen, das

    mir ein Kamerad abgetreten,

    dann in einem Schlosspark

    beim Halten köstliche Äpfel

    erbeutet, dabei zweimal durch

    einen grimmigen Major grimmig

    hinausgeworfen. Das Land

    verliert seine ungewöhnlich

    starke Hügelbildung, bleibt aber

    wellig. Viel Kiefern, viel

    Land. Ein Hammel, der einsam

    am Wege steht, wird - zum

    ersten Male unter meine Beihilfe -

    requiriert und schmeckt

    am Abend köstlich (Bellchen!!).

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Contributor
Jörn Sieglerschmidt
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


September 13, 1915
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  • Balkans
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  • Western Front




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