Foto von Franz Kux und Feldpost von den Brüdern Kux, item 58

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 [linke Seite:] Sonntag nicht zur Kirche fahren. Elise,

die in der Frühmesse war, holte uns

Dispens beim Pastor. Trotzdem sind Tante

Gretchen und ich zum Hochamt gegangen,

es war prachtvoll, nur wurde T. Gret.

sehr müde. Der kleine Junge hat sich sehr

gut gemacht, er ist Kreuzfidel und

wird wohl früh laufen lernen. –

Schiffer’s Heinrich, ein Freund von Paul,

hat in den Akademischen Blättern ein

Gedicht Paul gewidmet und uns eingeschickt,

sehr schön. – Deine Jacke habe ich in

Augenschein genommen, ich weiß noch

nicht, wann du die brauchen willst. –

Soeben kam auch dein Paket mit Hemd

an, es ist richtig schmutzig. – Elis. hält

jetzt mit der Laterne magica Wandervorstellungen,

zuerst auf Wunsch der Schweser

wie früher im Knabenhort St. Adalbert

dann meldet sich ein Hort nach dem anderen.

Mädchenhort St. Adalbert, dem Burtscheid


 [rechte Seite:] beim Pfarrar, dann St. Jakob u St. Maria

da würde Paul noch Freude haben, wenn

er sieht, daß durch seine Sachen anderen

Freude gemacht wird. Auch den Waisenkindern

im Junghingsheim ist eine Vorstellung

zugedacht, dabei aber noch eine

Verpflegung mit Pudding, den das Haus

auf Kosten der bezahlten Pflegerinnen herstellen

soll. – Neuss habe ich nur von Weitem

gesehen. Elise wollte Nauer’s u. Onkel

Franz einladen, aber wir haben es nicht

gewollt. Es war auch gut so, denn am Sonntag

war ohnedem genügend Besuch da, ein

Rechtsanwalt aus Neuss, der sie vertritt mit

Frau u. Sohn u. Paul Stepprath mit Frau

u. 2 Söhnen. So wäre es für uns doch nicht

gemütlich gewesen. –  [ab hier mit Bleistift markiert:]  Franz ist noch immer

im Lazarett. Seine Adresse Fr. Kux F. A. R.

I/22 3. Zt bayr. Feld. Lazarett 1. Deutsche

Feldpost 799. Sein Knie wird täglich in

einen Schwitzkasten gelegt u. nachher

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 [linke Seite:] Sonntag nicht zur Kirche fahren. Elise,

die in der Frühmesse war, holte uns

Dispens beim Pastor. Trotzdem sind Tante

Gretchen und ich zum Hochamt gegangen,

es war prachtvoll, nur wurde T. Gret.

sehr müde. Der kleine Junge hat sich sehr

gut gemacht, er ist Kreuzfidel und

wird wohl früh laufen lernen. –

Schiffer’s Heinrich, ein Freund von Paul,

hat in den Akademischen Blättern ein

Gedicht Paul gewidmet und uns eingeschickt,

sehr schön. – Deine Jacke habe ich in

Augenschein genommen, ich weiß noch

nicht, wann du die brauchen willst. –

Soeben kam auch dein Paket mit Hemd

an, es ist richtig schmutzig. – Elis. hält

jetzt mit der Laterne magica Wandervorstellungen,

zuerst auf Wunsch der Schweser

wie früher im Knabenhort St. Adalbert

dann meldet sich ein Hort nach dem anderen.

Mädchenhort St. Adalbert, dem Burtscheid


 [rechte Seite:] beim Pfarrar, dann St. Jakob u St. Maria

da würde Paul noch Freude haben, wenn

er sieht, daß durch seine Sachen anderen

Freude gemacht wird. Auch den Waisenkindern

im Junghingsheim ist eine Vorstellung

zugedacht, dabei aber noch eine

Verpflegung mit Pudding, den das Haus

auf Kosten der bezahlten Pflegerinnen herstellen

soll. – Neuss habe ich nur von Weitem

gesehen. Elise wollte Nauer’s u. Onkel

Franz einladen, aber wir haben es nicht

gewollt. Es war auch gut so, denn am Sonntag

war ohnedem genügend Besuch da, ein

Rechtsanwalt aus Neuss, der sie vertritt mit

Frau u. Sohn u. Paul Stepprath mit Frau

u. 2 Söhnen. So wäre es für uns doch nicht

gemütlich gewesen. –  [ab hier mit Bleistift markiert:]  Franz ist noch immer

im Lazarett. Seine Adresse Fr. Kux F. A. R.

I/22 3. Zt bayr. Feld. Lazarett 1. Deutsche

Feldpost 799. Sein Knie wird täglich in

einen Schwitzkasten gelegt u. nachher


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  • August 1, 2018 01:52:55 Kristina Krämer

     [linke Seite:] Sonntag nicht zur Kirche fahren. Elise,

    die in der Frühmesse war, holte uns

    Dispens beim Pastor. Trotzdem sind Tante

    Gretchen und ich zum Hochamt gegangen,

    es war prachtvoll, nur wurde T. Gret.

    sehr müde. Der kleine Junge hat sich sehr

    gut gemacht, er ist Kreuzfidel und

    wird wohl früh laufen lernen. –

    Schiffer’s Heinrich, ein Freund von Paul,

    hat in den Akademischen Blättern ein

    Gedicht Paul gewidmet und uns eingeschickt,

    sehr schön. – Deine Jacke habe ich in

    Augenschein genommen, ich weiß noch

    nicht, wann du die brauchen willst. –

    Soeben kam auch dein Paket mit Hemd

    an, es ist richtig schmutzig. – Elis. hält

    jetzt mit der Laterne magica Wandervorstellungen,

    zuerst auf Wunsch der Schweser

    wie früher im Knabenhort St. Adalbert

    dann meldet sich ein Hort nach dem anderen.

    Mädchenhort St. Adalbert, dem Burtscheid


     [rechte Seite:] beim Pfarrar, dann St. Jakob u St. Maria

    da würde Paul noch Freude haben, wenn

    er sieht, daß durch seine Sachen anderen

    Freude gemacht wird. Auch den Waisenkindern

    im Junghingsheim ist eine Vorstellung

    zugedacht, dabei aber noch eine

    Verpflegung mit Pudding, den das Haus

    auf Kosten der bezahlten Pflegerinnen herstellen

    soll. – Neuss habe ich nur von Weitem

    gesehen. Elise wollte Nauer’s u. Onkel

    Franz einladen, aber wir haben es nicht

    gewollt. Es war auch gut so, denn am Sonntag

    war ohnedem genügend Besuch da, ein

    Rechtsanwalt aus Neuss, der sie vertritt mit

    Frau u. Sohn u. Paul Stepprath mit Frau

    u. 2 Söhnen. So wäre es für uns doch nicht

    gemütlich gewesen. –  [ab hier mit Bleistift markiert:]  Franz ist noch immer

    im Lazarett. Seine Adresse Fr. Kux F. A. R.

    I/22 3. Zt bayr. Feld. Lazarett 1. Deutsche

    Feldpost 799. Sein Knie wird täglich in

    einen Schwitzkasten gelegt u. nachher


Description

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  • 50.7753455||6.0838868||

    Aachen

  • 49.5043586||3.451584799999978||

    Anizy-le-Château, Frankreich

    ||1
Location(s)
  • Story location Anizy-le-Château, Frankreich
  • Document location Aachen


ID
6521 / 75331
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Paul Kux
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


January 24, 1918 – January 24, 1918
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Trench Life



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