Tagebuch "G38" - Die Revolution 1918 in Kiel, item 3

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  item 3 

1

          Meine Erlebnisse bei der Absetzung

der Regierung und Ausbruch der

Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel,

auf G.38. 1. T.Halbflottille.


          Wir lagen in den letzten

Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Reede"

auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

war für uns eigentlich äußerst langweilig,

da er sehr lange dauerte und sich nichts

kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
einer Besprechung zurück und teilte uns

sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

"Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

endlich mal wieder nach 4 ½ jähriger
Kriegszeit, ran an den Feind. Wohl

jeder kann sich unser maßloses Glück

   

                                                              2
klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

das für uns. Wir hier bei der Marine,

die wir gerade nicht auf Uboote 
fahren, sondern auf Torpedoboote,
haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

keine größere Schlacht mehr mit dem
Feinde gehabt. Dafür können wir natürlich

nicht, daran ist ganz allein der
feige Engländer Schuld. Wie oft waren

wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
15.16.), nur war aber nie

da der Britte [sic].- Der Plan, den mir mein
damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
 Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

die politische Lage damals für uns schon

äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

und Hipper Deutschland, daß [sic] anscheinend

anfing wankelmütig zu werden, weil den

meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

zeigen, daß die tüchtige und tapfere

deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

dem Feind schwere Verluste beizufügen. 



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  item 3 

1

          Meine Erlebnisse bei der Absetzung

der Regierung und Ausbruch der

Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel,

auf G.38. 1. T.Halbflottille.


          Wir lagen in den letzten

Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Reede"

auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

war für uns eigentlich äußerst langweilig,

da er sehr lange dauerte und sich nichts

kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
einer Besprechung zurück und teilte uns

sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

"Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

endlich mal wieder nach 4 ½ jähriger
Kriegszeit, ran an den Feind. Wohl

jeder kann sich unser maßloses Glück

   

                                                              2
klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

das für uns. Wir hier bei der Marine,

die wir gerade nicht auf Uboote 
fahren, sondern auf Torpedoboote,
haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

keine größere Schlacht mehr mit dem
Feinde gehabt. Dafür können wir natürlich

nicht, daran ist ganz allein der
feige Engländer Schuld. Wie oft waren

wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
15.16.), nur war aber nie

da der Britte [sic].- Der Plan, den mir mein
damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
 Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

die politische Lage damals für uns schon

äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

und Hipper Deutschland, daß [sic] anscheinend

anfing wankelmütig zu werden, weil den

meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

zeigen, daß die tüchtige und tapfere

deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

dem Feind schwere Verluste beizufügen. 




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  • January 24, 2018 22:10:27 Beate Jochem

      item 3 

    1

              Meine Erlebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel,

    auf G.38. 1. T.Halbflottille.


              Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Reede"

    auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 ½ jähriger
    Kriegszeit, ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

       

                                                                  2
    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboote 
    fahren, sondern auf Torpedoboote,
    haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

    keine größere Schlacht mehr mit dem
    Feinde gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte [sic].- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß [sic] anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den

    meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

    zeigen, daß die tüchtige und tapfere

    deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

    dem Feind schwere Verluste beizufügen. 



  • January 24, 2018 22:01:04 Beate Jochem

      item 3 

    1

              Meine Erlebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel,

    auf G.38. 1. T.Halbflottille.


              Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Reede"

    auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 ½ jähriger
    Kriegszeit, ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück


    2
    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboote 
    fahren, sondern auf Torpedoboote,
    haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

    keine größere Schlacht mehr mit dem
    Feinde gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte [sic].- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß [sic] anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den

    meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

    zeigen, daß die tüchtige und tapfere

    deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

    dem Feind schwere Verluste beizufügen. 




  • January 24, 2018 21:33:18 Beate Jochem

    -1-

    Meine Erlebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel,

    auf G.38. 1. T.Halbflottille.


        Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Reede"

    auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 ½ jähriger
    Kriegszeit, ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboote 
    fahren, sondern auf Torpedoboote,
    haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

    keine größere Schlacht mehr mit dem
    Feinde gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte [sic].- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß [sic] anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den

    meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

    zeigen, daß die tüchtige und tapfere

    deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

    dem Feind schwere Verluste beizufügen. 




  • January 22, 2018 21:55:10 Martina Gerken

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    Meine E lebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel

    auf G38. 1. T.Halbflottille.


    Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Reede"

    auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 1/2 jähriger
    Kriegszeit ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboote
    fahren, sondern auf Torpedoboote,
    haben außer Skargerrak am 31. Mai 1916,

    keine größere Schlacht mehr mit dem
    Feind gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte.- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den

    meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

    zeigen, daß die tüchtige und tapfere

    deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

    dem Feind schwere Verluste beizufügen. 




  • January 22, 2018 21:53:34 Martina Gerken

    -1-

    Meine E lebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel

    auf G38. 1. T.Halbflottille.


    Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Rede"

    auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 1/2 jähriger
    Kriegszeit ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboote
    fahren, sondern auf Torpedoboote,
    haben außer Skargerrak am 31. Mai 1916,

    keine größere Schlacht mehr mit dem
    Feind gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte.- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den

    meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

    zeigen, daß die tüchtige und tapfere

    deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

    dem Feind schwere Verluste beizufügen. 




  • January 22, 2018 21:53:02 Martina Gerken

    -1-

    Meine E lebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel

    auf G38. 1. T.Halbflottille.


    Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1918 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Rede"

    auf Vorposten. Dieser Vorpostenturn

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    Hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 1/2 jähriger
    Kriegszeit ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboote
    fahren, sondern auf Torpedoboote,
    haben außer Skargerrak am 31. Mai 1916,

    keine größere Schlacht mehr mit dem
    Feind gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte.- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den

    meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

    zeigen, daß die tüchtige und tapfere

    deutsche Flotte noch jeder Zeit bereit ist,

    dem Feind schwere Verluste beizufügen.




  • January 22, 2018 17:44:26 Reinhold Schleifenbaum

    -1-

    Meine E lebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel

    auf G38. 1. T.Halbflottille.

    Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1981 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Rede"

    auf Vorposten. Dieser Vorposten missing

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 1/2 jähriger
    Kriegszeit ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboten
    fahren, sonder auf Torpedobotte
    haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

    keinegrößere Schlacht mehr mit dem
    Feind gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte.- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den

    meisten Leuten der Krieg zu lange dauerte,

    zeigen, daß die tüchtige und tapfere

    deutsche flotte noch jeder Zeit bereit ist,

    dem Feind schwere Verluste beizufügen.




  • January 22, 2018 17:43:12 Reinhold Schleifenbaum

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    Meine E lebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel

    auf G38. 1. T.Halbflottille.

    Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1981 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Rede"

    auf Vorposten. Dieser Vorposten missing

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 1/2 jähriger
    Kriegszeit ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboten
    fahren, sonder auf Torpedobotte
    haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

    keinegrößere Schlacht mehr mit dem
    Feind gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte.- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: - Da

    die politische Lage damals für uns schon

    äußerst ungünstig stand, wollten Scheer

    und Hipper Deutschland, daß anscheinend

    anfing wankelmütig zu werden, weil den




  • January 22, 2018 17:39:51 Reinhold Schleifenbaum

    -1-

    Meine E lebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel

    auf G38. 1. T.Halbflottille.

    Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1981 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Rede"

    auf Vorposten. Dieser Vorposten missing

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 1/2 jähriger
    Kriegszeit ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboten
    fahren, sonder auf Torpedobotte
    haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

    keinegrößere Schlacht mehr mit dem
    Feind gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte.- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: -




  • January 22, 2018 16:35:28 Reinhold Schleifenbaum

    Meine E lebnisse bei der Absetzung

    der Regierung und Ausbruch der

    Revolution am 4. Nov. 1918 in Kiel

    auf G38. 1. T.Halbflottille.

    Wir lagen in den letzten

    Tagen des Oktobers 1981 mit unserer

    Halbflottille (1. T. Halbflottille) auf "Borkum-Rede"

    auf Vorposten. Dieser Vorposten missing

    war für uns eigentlich äußerst langweilig,

    da er sehr lange dauerte und sich nichts

    kriegerisches ereignete. Eines Vormittags wurden

    wir Wachoffiziere, Leutnant z. S. Schmidt
    hans Martin und ich, zur Besprechung zum
    Kommandanten gebeten. Letzterer kam von
    einer Besprechung zurück und teilte uns

    sehr geheimnisvoll mit, daß etwas sehr

    "Dickes" für uns in Aussicht stände. Es ginge

    endlich mal wieder nach 4 1/2 jähriger
    Kriegszeit ran an den Feind. Wohl

    jeder kann sich unser maßloses Glück

    -2-


    klar vor Augen stellen. Denn was bedeutete

    das für uns. Wir hier bei der Marine,

    die wir gerade nicht auf Uboten
    fahren, sonder auf Torpedobotte
    haben außer Skagerrak am 31. Mai 1916,

    keinegrößere Schlacht mehr mit dem
    Feind gehabt. Dafür können wir natürlich

    nicht, daran ist ganz allein der
    feige Engländer Schuld. Wie oft waren

    wir draußen an Englands Küste (Küstenbeschießungen
    15.16.), nur war aber nie

    da der Britte.- Der Plan, den mir mein
    damaliger Kommandant, Kapitänleutnant
     Bucking  , mitteilte, war folgender: -




Description

Save description
  • 53.563598||6.756451||

    Borkum-Reede

  • 58.3522721||9.9315083||

    Skargarrak

  • 54.3295351||10.14960270000006||

    Kiel

    ||1
Location(s)
  • Story location Kiel
  • Document location Borkum-Reede
  • Additional document location Skargarrak


ID
21537 / 251759
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Landesbibliothek Schleswig-Holstein
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


Oct, 1918 – Oct, 1918
  • Deutsch

  • Naval Warfare




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