Gedicht "Die Helden von Passchendaele", item 2

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- 47 -

sie achten auf die Fallenden nicht,

durchdringen die eisernen Schlossen.

Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

Doch tapfer wird weitergeschossen.

Die Engländer kommen nicht näher heran,

vom Feuer niedergehalten.

Zur Linken aber stürmen sie an,

die schlammbedeckten Gestalten.

Hier hat der Tod mit eiserner Hand

eine stille Gasse geschaffen.

Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

hier braucht sich keiner zu bücken,

dicht dringen sie durch die Straßen hinein

den Deutschen in Flanke und Rücken.

Da schallt es vom linken Flügel her:

"Seht dort der Unsren Bedrängnis!

Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

Die Lücke wird wieder verriegelt,

die alte Linie wieder erreicht,

der Sieg der Deutschen besiegelt.

Die Ablösung kommt. Es geht ins Quartier.

Wie dünn sind die Reihen geworden -!

"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,

"als trüg' ich den höchsten Orden!

Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

den Helm, als ging es zum Mahle -

So zogen an ihrem Führer vorbei

die Helden von Passchendaele.


           Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.

(Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=

leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)


     Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.

zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen

Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an

der Bahn Ypern- Roulers (südwestlich Passchendaele) galt

es auszuheben. Hell schien der Mond auf das versumpfte

Trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=

zupflanzen. Trotzdem gelang es der waghalsigen Abteilung

(3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)

des Leutnants Larsen, so wie es in den letzten Nächten erkun=

det war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den

Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=


  



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sie achten auf die Fallenden nicht,

durchdringen die eisernen Schlossen.

Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

Doch tapfer wird weitergeschossen.

Die Engländer kommen nicht näher heran,

vom Feuer niedergehalten.

Zur Linken aber stürmen sie an,

die schlammbedeckten Gestalten.

Hier hat der Tod mit eiserner Hand

eine stille Gasse geschaffen.

Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

hier braucht sich keiner zu bücken,

dicht dringen sie durch die Straßen hinein

den Deutschen in Flanke und Rücken.

Da schallt es vom linken Flügel her:

"Seht dort der Unsren Bedrängnis!

Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

Die Lücke wird wieder verriegelt,

die alte Linie wieder erreicht,

der Sieg der Deutschen besiegelt.

Die Ablösung kommt. Es geht ins Quartier.

Wie dünn sind die Reihen geworden -!

"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,

"als trüg' ich den höchsten Orden!

Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

den Helm, als ging es zum Mahle -

So zogen an ihrem Führer vorbei

die Helden von Passchendaele.


           Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.

(Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=

leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)


     Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.

zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen

Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an

der Bahn Ypern- Roulers (südwestlich Passchendaele) galt

es auszuheben. Hell schien der Mond auf das versumpfte

Trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=

zupflanzen. Trotzdem gelang es der waghalsigen Abteilung

(3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)

des Leutnants Larsen, so wie es in den letzten Nächten erkun=

det war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den

Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=


  




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  • May 6, 2017 12:51:10 Rolf Kranz

    - 47 -

    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein

    den Deutschen in Flanke und Rücken.

    Da schallt es vom linken Flügel her:

    "Seht dort der Unsren Bedrängnis!

    Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

    Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

    Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

    Die Lücke wird wieder verriegelt,

    die alte Linie wieder erreicht,

    der Sieg der Deutschen besiegelt.

    Die Ablösung kommt. Es geht ins Quartier.

    Wie dünn sind die Reihen geworden -!

    "Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,

    "als trüg' ich den höchsten Orden!

    Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

    den Helm, als ging es zum Mahle -

    So zogen an ihrem Führer vorbei

    die Helden von Passchendaele.


               Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.

    (Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=

    leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)


         Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.

    zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen

    Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an

    der Bahn Ypern- Roulers (südwestlich Passchendaele) galt

    es auszuheben. Hell schien der Mond auf das versumpfte

    Trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=

    zupflanzen. Trotzdem gelang es der waghalsigen Abteilung

    (3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)

    des Leutnants Larsen, so wie es in den letzten Nächten erkun=

    det war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den

    Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=


      



  • April 30, 2017 14:55:42 Anna Conrad

    - 47 -

    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein

    den Deutschen in Flanke und Rücken.

    Da schallt es vom linken Flügel her:

    "Seht dort der Unsren Bedrängnis!

    Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

    Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

    Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

    Die Lücke wird wieder verriegelt,

    die alte Linie wieder erreicht,

    der Sieg der Deutschen besiegelt.

    Die Ablösung kommt.  Es geht  missing

    Wie dünn sind die Reihen geworden -!

    "Bin stolz  auch  Euch," spricht der Führer hier,

    "als trüg' ich den höchsten Orden!

    Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

    den Helm, als ging es zum Mahle -

    So zogen an ihrem Führer vorbei

    die Helden von Passchendaele.


               Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.

    (Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=

    leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)


         Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.

    zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen

    Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an

    der Bahn Ypern- missing (südwestlich Passchendaele) galt

    es auszuheben.  Hell schien der Mond auf das versumpfte

    Trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=

    zupflanzen. Trotzdem gellang es der waghalsigen Abteilung

    (3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)

    des Leutnants missing, so wie es in den letzten Nächten erfun=

    den war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den

    Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=


      




  • April 30, 2017 14:53:51 Anna Conrad

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    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein

    den Deutschen in Flanke und Rücken.

    Da schallt es vom linken Flügel her:

    "Seht dort der Unsren Bedrängnis!

    Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

    Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

    Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

    Die Lücke wird wieder verriegelt,

    die alte Linie wieder erreicht,

    der Sieg der Deutschen besiegelt.

    Die Ablösung kommt.  Es geht  missing

    Wie dünn sind die Reihen geworden -!

    "Bin stolz  auch  Euch," spricht der Führer hier,

    "als trüg' ich den höchsten Orden!

    Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

    den Helm, als ging es zum Mahle -

    So zogen an ihrem Führer vorbei

    die Helden von Passchendaele.


               Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.

    Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=

    leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)


         Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.

    zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen

    Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an

    der Bahn Ypern- missing (südwestlich Passchendaele) galt

    es auszuheben.  Hell schien der Mond auf das versumpfte

    trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=

    zupflanzen. Trotzdem gellang es der waghalsigen Abteilung

    (3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)

    des Leutnants missing, so wie es in den letzten Nächten erfun=

    den war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den

    Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=


      




  • April 30, 2017 14:53:46 Anna Conrad

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    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein

    den Deutschen in Flanke und Rücken.

    Da schallt es vom linken Flügel her:

    "Seht dort der Unsren Bedrängnis!

    Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

    Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

    Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

    Die Lücke wird wieder verriegelt,

    die alte Linie wieder erreicht,

    der Sieg der Deutschen besiegelt.

    Die Ablösung kommt.  Es geht  missing

    Wie dünn sind die Reihen geworden -!

    "Bin stolz  auch  Euch," spricht der Führer hier,

    "als trüg' ich den höchsten Orden!

    Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

    den Helm, als ging es zum Mahle -

    So zogen an ihrem Führer vorbei

    die Helden von Passchendaele.


               Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.

    Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=

    leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)


         Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.

    zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen

    Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an

    der Bahn Ypern- missing (südwestlich Passchendaele) galt

    es auszuheben.  Hell schien der Mond auf das versumpfte

    trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=

    zupflanzen. Trotzdem gellang es der waghalsigen Abteilung

    (3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)

    des Leutnants missing, so wie es in den letzten Nächten erfun=

    den war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den

    Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche


      




  • April 30, 2017 14:49:33 Anna Conrad

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    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein

    den Deutschen in Flanke und Rücken.

    Da schallt es vom linken Flügel her:

    "Seht dort der Unsren Bedrängnis!

    Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

    Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

    Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

    Die Lücke wird wieder verriegelt,

    die alte Linie wieder erreicht,

    der Sieg der Deutschen besiegelt.

    Die Ablösung kommt.  Es geht  missing

    Wie dünn sind die Reihen geworden -!

    "Bin stolz  auch  Euch," spricht der Führer hier,

    "als trüg' ich den höchsten Orden!

    Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

    den Helm, als ging es zum Mahle -

    So zogen an ihrem Führer vorbei

    die Helden von Passchendaele.


               Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.

    Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=

    leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)


         Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.

    zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen

    Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an

    der Bahn Ypern- missing (südwestlich Passchendaele) galt

    es auszuheben.

      




  • April 30, 2017 14:40:23 Anna Conrad

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    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein

    den Deutschen in Flanke und Rücken.

    Da schallt es vom linken Flügel her:

    "Seht dort der Unsren Bedrängnis!

    Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

    Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

    Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

    Die Lücke wird wieder verriegelt,

    die alte Linie wieder erreicht,

    der Sieg der Deutschen besiegelt.

    Die Ablösung kommt.  Es geht  missing

    Wie dünn sind die Reihen geworden -!

    "Bin stolz  auch  Euch," spricht der Führer hier,

    "als trüg' ich den höchsten Orden!

    Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei

    den Helm, als ging es zum Mahle -

    So zogen an ihrem Führer vorbei

    die Helden von Passchendaele.




  • April 30, 2017 14:37:40 Anna Conrad

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    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein

    den Deutschen in Flanke und Rücken.

    Da schallt es vom linken Flügel her:

    "Seht dort der Unsren Bedrängnis!

    Rechts um, Bataillon!  Gefällt das Gewehr!

    Wir wenden, es droht das Verhängnis!"

    Sie stürmen ins Dorf.  Der Engländer weicht.

    Die Lücke wird wieder verriegelt,

    die alte Linie wieder erreicht,

    der Sieg der Deutschen besiegelt.

    Die Ablösung kommt.  Es geht  missing

    Wie dünn sind die Reihen geworden -!

    "Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,

    "als trüg' ich den höchsten Orden!




  • April 30, 2017 14:30:05 Anna Conrad

    - 47 -

    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.

    Hier hat der Tod mit eiserner Hand

    eine stille Gasse geschaffen.

    Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,

    leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.

    Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:

    hier braucht sich keiner zu bücken,

    dicht dringen sie durch die Straßen hinein




  • April 30, 2017 14:27:19 Anna Conrad

    - 47 -

    sie achten auf die Fallenden nicht,

    durchdringen die eisernen Schlossen.

    Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,

    Doch tapfer wird weitergeschossen.

    Die Engländer kommen nicht näher heran,

    vom Feuer niedergehalten.

    Zur Linken aber stürmen sie an,

    die schlammbedeckten Gestalten.




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  • 50.899689||3.020941099999959||

    Passchendaele

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Location(s)
  • Story location Passchendaele


ID
20197 / 228964
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Gerd Schäfer
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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