Tagebuch Nr. 2 (Mai 1917-23.12.1917) von Ernst Schwalm (1854-1924), item 63

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Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuersteigerung örtlich 

Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

die russ. Stellungen nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrida- See 

und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an [.] Deutsche u. östr.-ung. 

Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./9. Westl. Kriegssch. 

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Monitor beschoß mit Fliegerbeobachtung 

gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


rechte Seite


Abschluß der örtlichen Frühkämpfe wechselnd stark. Gegen Abend verdichtete 

sich die feindliche Wirkung wieder nordöstl. v. Ypern zum Trommelfeuer. 

Es folgten starke Teilangriffe der Engländer südöstl. v. St. Julien. Der 

Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bs. Nachlassen des Feuers keine 

Infantrietätigkeit. Eine bs. Monchy, südöstlich v. Arras, nach heftigem Feuerstoß 

in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf 

vertrieben. Bei Vorfeldgefechten südlich der Straße Cambrai, Bageume

sowie an der Somme u Oise blieben Gefangene in unserer Hand. 

Heeresgruppe Deutsche Kronprinz: Längs der Aisne, von Bremont u. einigen 

Abschnitten der Chambagne kam es zeitweilig zu lebhafter Kampftätigkeit 

der Artillerie. Bei zahlreichen Erkundungsvorstößen, die vielfach unsere 

Sturmtrupps bis in die hintern Linien der französ. Kampfanlagen führten, konnten 

Gefangene gemacht werden, obwohl der Feind fast überall flüchtete. Unsere 

Grabenbesatzung wiesen an einigen Stellen franz. Aufklärer ab. Vor Verdun 

schwoll nachmittags das Feuer zu größerer Stärke an. Die Gegner verloren 

gestern 14 Flugzeuge u. einen Fesselballon. Oberleutnant Barthold errang 

den 23. Luftsieg. Vizfdw. Thom schoß wiederum 2 feindl. Flieger im Luftkampf 

ab. Oestl Kriegssch. Front des Generalfeldm. P.L.v.Bay. Im Brückenkopf von 

Jacobstadt wurde in den hastig verlassenen russ. Stellungen umfangreiches 

Kriegsgerät vorgefunden. Unsere Truppen haben die Düna v.  missing bis

Stock....  überall erreicht. In Peisk entstanden durch russ. Beschießung 

Brände. Mazed. Front. Bei großer Hitze - in der Sonne bis 65 Grad - fanden

Gefechtshandlungen nur westlich des Ochrida Sees statt, doch wurde den

Franzosen eine Höhe bs. Krenra durch deutsche u. östr.ung. Truppen im Strum

entrissen. D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. In der Bukowina wurden

feindliche Aufklärungsabteilungen abgewiesen; sonst nur geringe

Gefechtstätigkeit. Ital. Kriegssch. Der Südteil der Hochfläche v. Bainsippe

u. des Monte San-Gabriele standen unter lebhaftem Artilleriefeuer.

Südöstl Kriegssch. Im Scumli Gebiet haben wir die Franzosen von einer Höhe

verdrängt. Einer schneidig geführten östr.ung. Abteilung gelang es, hinter

die feindlichen Linien vorzudrängen u. dort eine starke Reserve zu

zersprengen. Der Chef des Generalstabs. 24./9. Westl. Kriegssch. Heeresgr. Kronpr. Rupprecht. In

Flandern erreichte der Artilleriekampf nachmittags an der Küste u. vom Walde

v. Hourthoulst bis Westhork wieder große Stärke. An der Schloßt.. blieb 

die Kampftätigkeit auch nachts u. am frühen Morgen gesteigert, ohne daß 

bisher neue englische Angriffe erfolgten. Gute Wirkung unserer Artilerie [sic],

                                                    nebenher ließ sich am Verhalten der von uns beschossenen


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Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuersteigerung örtlich 

Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

die russ. Stellungen nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrida- See 

und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an [.] Deutsche u. östr.-ung. 

Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./9. Westl. Kriegssch. 

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Monitor beschoß mit Fliegerbeobachtung 

gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


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Abschluß der örtlichen Frühkämpfe wechselnd stark. Gegen Abend verdichtete 

sich die feindliche Wirkung wieder nordöstl. v. Ypern zum Trommelfeuer. 

Es folgten starke Teilangriffe der Engländer südöstl. v. St. Julien. Der 

Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bs. Nachlassen des Feuers keine 

Infantrietätigkeit. Eine bs. Monchy, südöstlich v. Arras, nach heftigem Feuerstoß 

in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf 

vertrieben. Bei Vorfeldgefechten südlich der Straße Cambrai, Bageume

sowie an der Somme u Oise blieben Gefangene in unserer Hand. 

Heeresgruppe Deutsche Kronprinz: Längs der Aisne, von Bremont u. einigen 

Abschnitten der Chambagne kam es zeitweilig zu lebhafter Kampftätigkeit 

der Artillerie. Bei zahlreichen Erkundungsvorstößen, die vielfach unsere 

Sturmtrupps bis in die hintern Linien der französ. Kampfanlagen führten, konnten 

Gefangene gemacht werden, obwohl der Feind fast überall flüchtete. Unsere 

Grabenbesatzung wiesen an einigen Stellen franz. Aufklärer ab. Vor Verdun 

schwoll nachmittags das Feuer zu größerer Stärke an. Die Gegner verloren 

gestern 14 Flugzeuge u. einen Fesselballon. Oberleutnant Barthold errang 

den 23. Luftsieg. Vizfdw. Thom schoß wiederum 2 feindl. Flieger im Luftkampf 

ab. Oestl Kriegssch. Front des Generalfeldm. P.L.v.Bay. Im Brückenkopf von 

Jacobstadt wurde in den hastig verlassenen russ. Stellungen umfangreiches 

Kriegsgerät vorgefunden. Unsere Truppen haben die Düna v.  missing bis

Stock....  überall erreicht. In Peisk entstanden durch russ. Beschießung 

Brände. Mazed. Front. Bei großer Hitze - in der Sonne bis 65 Grad - fanden

Gefechtshandlungen nur westlich des Ochrida Sees statt, doch wurde den

Franzosen eine Höhe bs. Krenra durch deutsche u. östr.ung. Truppen im Strum

entrissen. D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. In der Bukowina wurden

feindliche Aufklärungsabteilungen abgewiesen; sonst nur geringe

Gefechtstätigkeit. Ital. Kriegssch. Der Südteil der Hochfläche v. Bainsippe

u. des Monte San-Gabriele standen unter lebhaftem Artilleriefeuer.

Südöstl Kriegssch. Im Scumli Gebiet haben wir die Franzosen von einer Höhe

verdrängt. Einer schneidig geführten östr.ung. Abteilung gelang es, hinter

die feindlichen Linien vorzudrängen u. dort eine starke Reserve zu

zersprengen. Der Chef des Generalstabs. 24./9. Westl. Kriegssch. Heeresgr. Kronpr. Rupprecht. In

Flandern erreichte der Artilleriekampf nachmittags an der Küste u. vom Walde

v. Hourthoulst bis Westhork wieder große Stärke. An der Schloßt.. blieb 

die Kampftätigkeit auch nachts u. am frühen Morgen gesteigert, ohne daß 

bisher neue englische Angriffe erfolgten. Gute Wirkung unserer Artilerie [sic],

                                                    nebenher ließ sich am Verhalten der von uns beschossenen



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  • June 21, 2019 14:28:27 Gabriele Kister-Schuler

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    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuersteigerung örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

    der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

    Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

    u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrida- See 

    und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an [.] Deutsche u. östr.-ung. 

    Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

    Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

    Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./9. Westl. Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Monitor beschoß mit Fliegerbeobachtung 

    gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

    in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

    verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

    vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


    rechte Seite


    Abschluß der örtlichen Frühkämpfe wechselnd stark. Gegen Abend verdichtete 

    sich die feindliche Wirkung wieder nordöstl. v. Ypern zum Trommelfeuer. 

    Es folgten starke Teilangriffe der Engländer südöstl. v. St. Julien. Der 

    Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bs. Nachlassen des Feuers keine 

    Infantrietätigkeit. Eine bs. Monchy, südöstlich v. Arras, nach heftigem Feuerstoß 

    in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf 

    vertrieben. Bei Vorfeldgefechten südlich der Straße Cambrai, Bageume

    sowie an der Somme u Oise blieben Gefangene in unserer Hand. 

    Heeresgruppe Deutsche Kronprinz: Längs der Aisne, von Bremont u. einigen 

    Abschnitten der Chambagne kam es zeitweilig zu lebhafter Kampftätigkeit 

    der Artillerie. Bei zahlreichen Erkundungsvorstößen, die vielfach unsere 

    Sturmtrupps bis in die hintern Linien der französ. Kampfanlagen führten, konnten 

    Gefangene gemacht werden, obwohl der Feind fast überall flüchtete. Unsere 

    Grabenbesatzung wiesen an einigen Stellen franz. Aufklärer ab. Vor Verdun 

    schwoll nachmittags das Feuer zu größerer Stärke an. Die Gegner verloren 

    gestern 14 Flugzeuge u. einen Fesselballon. Oberleutnant Barthold errang 

    den 23. Luftsieg. Vizfdw. Thom schoß wiederum 2 feindl. Flieger im Luftkampf 

    ab. Oestl Kriegssch. Front des Generalfeldm. P.L.v.Bay. Im Brückenkopf von 

    Jacobstadt wurde in den hastig verlassenen russ. Stellungen umfangreiches 

    Kriegsgerät vorgefunden. Unsere Truppen haben die Düna v.  missing bis

    Stock....  überall erreicht. In Peisk entstanden durch russ. Beschießung 

    Brände. Mazed. Front. Bei großer Hitze - in der Sonne bis 65 Grad - fanden

    Gefechtshandlungen nur westlich des Ochrida Sees statt, doch wurde den

    Franzosen eine Höhe bs. Krenra durch deutsche u. östr.ung. Truppen im Strum

    entrissen. D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. In der Bukowina wurden

    feindliche Aufklärungsabteilungen abgewiesen; sonst nur geringe

    Gefechtstätigkeit. Ital. Kriegssch. Der Südteil der Hochfläche v. Bainsippe

    u. des Monte San-Gabriele standen unter lebhaftem Artilleriefeuer.

    Südöstl Kriegssch. Im Scumli Gebiet haben wir die Franzosen von einer Höhe

    verdrängt. Einer schneidig geführten östr.ung. Abteilung gelang es, hinter

    die feindlichen Linien vorzudrängen u. dort eine starke Reserve zu

    zersprengen. Der Chef des Generalstabs. 24./9. Westl. Kriegssch. Heeresgr. Kronpr. Rupprecht. In

    Flandern erreichte der Artilleriekampf nachmittags an der Küste u. vom Walde

    v. Hourthoulst bis Westhork wieder große Stärke. An der Schloßt.. blieb 

    die Kampftätigkeit auch nachts u. am frühen Morgen gesteigert, ohne daß 

    bisher neue englische Angriffe erfolgten. Gute Wirkung unserer Artilerie [sic],

                                                        nebenher ließ sich am Verhalten der von uns beschossenen



  • June 21, 2019 14:28:18 Gabriele Kister-Schuler

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    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuersteigerung örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

    der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

    Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

    u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrida- See 

    und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an [.] Deutsche u. östr.-ung. 

    Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

    Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

    Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./9. Westl. Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Monitor beschoß mit Fliegerbeobachtung 

    gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

    in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

    verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

    vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


    rechte Seite


    Abschluß der örtlichen Frühkämpfe wechselnd stark. Gegen Abend verdichtete 

    sich die feindliche Wirkung wieder nordöstl. v. Ypern zum Trommelfeuer. 

    Es folgten starke Teilangriffe der Engländer südöstl. v. St. Julien. Der 

    Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bs. Nachlassen des Feuers keine 

    Infantrietätigkeit. Eine bs. Monchy, südöstlich v. Arras, nach heftigem Feuerstoß 

    in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf 

    vertrieben. Bei Vorfeldgefechten südlich der Straße Cambrai, Bageume

    sowie an der Somme u Oise blieben Gefangene in unserer Hand. 

    Heeresgruppe Deutsche Kronprinz: Längs der Aisne, von Bremont u. einigen 

    Abschnitten der Chambagne kam es zeitweilig zu lebhafter Kampftätigkeit 

    der Artillerie. Bei zahlreichen Erkundungsvorstößen, die vielfach unsere 

    Sturmtrupps bis in die hintern Linien der französ. Kampfanlagen führten, konnten 

    Gefangene gemacht werden, obwohl der Feind fast überall flüchtete. Unsere 

    Grabenbesatzung wiesen an einigen Stellen franz. Aufklärer ab. Vor Verdun 

    schwoll nachmittags das Feuer zu größerer Stärke an. Die Gegner verloren 

    gestern 14 Flugzeuge u. einen Fesselballon. Oberleutnant Barthold errang 

    den 23. Luftsieg. Vizfdw. Thom schoß wiederum 2 feindl. Flieger im Luftkampf 

    ab. Oestl Kriegssch. Front des Generalfeldm. P.L.v.Bay. Im Brückenkopf von 

    Jacobstadt wurde in den hastig verlassenen russ. Stellungen umfangreiches 

    Kriegsgerät vorgefunden. Unsere Truppen haben die Düna v.  missing bis

    Stock....  überall erreicht. In Peisk entstanden durch russ. Beschießung 

    Brände. Mazed. Front. Bei großer Hitze - in der Sonne bis 65 Grad - fanden

    Gefechtshandlungen nur westlich des Ochrida Sees statt, doch wurde den

    Franzosen eine Höhe bs. Krenra durch deutsche u. östr.ung. Truppen im Strum

    entrissen. D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. In der Bukowina wurden

    feindliche Aufklärungsabteilungen abgewiesen; sonst nur geringe

    Gefechtstätigkeit. Ital. Kriegssch. Der Südteil der Hochfläche v. Bainsippe

    u. des Monte San-Gabriele standen unter lebhaftem Artilleriefeuer.

    Südöstl Kriegssch. Im Scumli Gebiet haben wir die Franzosen von einer Höhe

    verdrängt. Einer schneidig geführten östr.ung. Abteilung gelang es, hinter

    die feindlichen Linien vorzudrängen u. dort eine starke Reserve zu

    zersprengen. Der Chef des Generalstabs. 24./9. Westl. Kriegssch. Heeresgr. Kronpr. Rupprecht. In

    Flandern erreichte der Artilleriekampf nachmittags an der Küste u. vom Walde

    v. Hourthoulst bis Westhork wieder große Stärke. An der Schloßt.. blieb 

    die Kampftätigkeit auch nachts u. am frühen Morgen gesteigert, ohne daß 

    bisher neue englische Angriffe erfolgten. Gute Wirkung unserer Artilerie,

                                                        nebenher ließ sich am Verhalten der von uns beschossenen



  • June 19, 2019 19:54:25 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuertstos...  örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen  nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

    der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

    Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

    u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrica- See 

    und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an Deutsche u. ostr.-ung. 

    Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

    Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

    Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./9. Westl. Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Moniter beschoß mit Fliegerbeobachtung 

    gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

    in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

    verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

    vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


    rechte Seite


    Abschluß der örtlichen Frühkämpfe wechselnd stark. Gegen Abend verdichtete 

    sich die feindliche Wirkung wieder nordöstl. v. Ypern zum Trommelfeuer. 

    Es folgten starke Teilangriffe der Engländer südöstl. v. St. Julien. Der 

    Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bs. Nachlassen des Feuers keine 

    Infantrietätigkeit. Eine bs. Monchy, südöstlich v. Arras, nach heftigem Feuerstoß 

    in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf 

    vertrieben. Bei Vorfeldgefechten südlich der Straße Cambrai, Bageume

    sowie an der Somme u Oise blieben Gefangene in unserer Hand. 

    Heeresgruppe Deutsche Kronprinz: Längs der Aisne, von Bremont u. einigen 

    Abschnitten der Chambagne kam es zeitweilig zu lebhafter Kampftätigkeit 

    der Artillerie. Bei zahlreichen Erkundungsvorstößen, die vielfach unsere 

    Sturmtrupps bis in die hintern Linien der französ. Kampfanlagen führten, konnten 

    Gefangene gemacht werden, obwohl der Feind fast überall flüchtete. Unsere 

    Grabenbesatzung wiesen an einigen Stellen franz. Aufklärer ab. Vor Verdun 

    schwoll nachmittags das Feuer zu größerer Stärke an. Die Gegner verloren 

    gestern 14 Flugzeuge u. einen Fesselballon. Oberleutnant Barthold errang 

    den 23. Luftsieg. Vizfdw. Thom schoß wiederum 2 feindl. Flieger im Luftkampf 

    ab. Oestl Kriegssch. Front des Generalfeldm. P.L.v.Bay. Im Brückenkopf von 

    Jadelstadt wurde in den hastig verlassenen russ. Stellungen umfangreiches 

    Kriegsgerät vorgefunden. Unsere Truppen haben die düna v.  




















  • June 19, 2019 19:53:17 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuertstos...  örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen  nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

    der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

    Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

    u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrica- See 

    und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an Deutsche u. ostr.-ung. 

    Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

    Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

    Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./. Westl. Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Moniter beschoß mit Fliegerbeobachtung 

    gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

    in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

    verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

    vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


    rechte Seite


    Abschluß der örtlichen Frühkämpfe wechselnd stark. Gegen Abend verdichtete 

    sich die feindliche Wirkung wieder nordöstl. v. Ypern zum Trommelfeuer. 

    Es folgten starke Teilangriffe der Engländer südöstl. v. St. Julien. Der 

    Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bs. Nachlassen des Feuers keine 

    Infantrietätigkeit. Eine bs. Monchy, südöstlich v. Arras, nach heftigem Feuerstoß 

    in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf 

    vertrieben. Bei Vorfeldgefechten südlich der Straße Cambrai, Bageume

    sowie an der Somme u Oise blieben Gefangene in unserer Hand. 

    Heeresgruppe Deutsche Kronprinz: Längs der Aisne, von Bremont u. einigen 

    Abschnitten der Chambagne kam es zeitweilig zu lebhafter Kampftätigkeit 

    der Artillerie. Bei zahlreichen Erkundungsvorstößen, die vielfach unsere 

    Sturmtrupps bis in die hintern Linien der französ. Kampfanlagen führten, konnten 

    Gefangene gemacht werden, obwohl der Feind fast überall flüchtete. Unsere 

    Grabenbesatzung wiesen an einigen Stellen franz. Aufklärer ab. Vor Verdun 

    schwoll nachmittags das Feuer zu größerer Stärke an. Die Gegner verloren 

    gestern 14 Flugzeuge u. einen Fesselballon. Oberleutnant Barthold errang 

    den 23. Luftsieg. Vizfdw. Thom schoß wiederum 2 feindl. Flieger im Luftkampf 

    ab. Oestl Kriegssch. Front des Generalfeldm. P.L.v.Bay. Im Brückenkopf von 

    Jadelstadt wurde in den hastig verlassenen russ. Stellungen umfangreiches 

    Kriegsgerät vorgefunden. Unsere Truppen haben die düna v.  




















  • June 19, 2019 19:35:52 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuertstos...  örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen  nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

    der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

    Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

    u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrica- See 

    und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an Deutsche u. ostr.-ung. 

    Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

    Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

    Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./. Westl. Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Moniter beschoß mit Fliegerbeobachtung 

    gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

    in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

    verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

    vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


    rechte Seite


    Abschluß der örtlichen Frühkämpfe wechselnd stark. Gegen Abend verdichtete 

    sich die feindliche Wirkung wieder nordöstl. v. Ypern zum Trommelfeuer. 

    Es folgten starke Teilangriffe der Engländer südöstl. v. St. Julien. Der 

    Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bs. Nachlassen des Feuers keine 

    Infantrietätigkeit. Eine bs. Monchy, südöstlich v. Arras, nach heftigem Feuerstoß 

    in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf 

    vertrieben. Bei Vorfeldgefechten südlich der Straße Cambrai, Bageume, 

    sowie an der Somme u Oise blieben Gefangene in unserer Hand. 

    Heeresgruppe Deutsche Kronprinz: Längs der Aisne, von Bremont u. einigen 

    Abschnitten der Chambagne kam es zeitweilig zu lebhafter Kampftätigkeit 

    der Artillerie. 




















  • June 18, 2019 16:28:19 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuertstos...  örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen  nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

    der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

    Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

    u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrica- See 

    und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an Deutsche u. ostr.-ung. 

    Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

    Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

    Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./. Westl. Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Moniter beschoß mit Fliegerbeobachtung 

    gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathe...  [Kathedrale]

    in der die Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 21 schwer 

    verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterien 

    vertrieben: An der flandrischen Landfront blieb das Artilleriefeuer nach 


    rechte Seite


     




  • June 18, 2019 16:24:56 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuertstos...  örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen  nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden. In ungestümen Stoß wurde 

    der Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 

    Tacolstadt ist in unserer Hand! Herbei sind mehr als 4000 Russen gefangen 

    u. 50 Geschütze als Beute gemeldet. Maz. Front. Im Berggelände zwischen Ochrica- See 

    und Skunnli- Tal griffen starke französ. Kräfte an Deutsche u. ostr.-ung. 

    Truppen warfen in hartem Kampf den Feind zurück. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Oestr.ung. Ber: Südöstlich Kriegssch. Westlich v. Ochrida See haben östr.ung. u. deutsche 

    Truppen einen starken französ. Angriff in schwerem Kampf abgewiesen.

    Ital. Kriegssch. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. 23./. Westl. Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Ein englischer Moniter beschoß mit Fliegerbeobachtung 





  • June 18, 2019 16:06:32 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuertstos...  örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen; 

    drei unserer Flieger sind abgestürzt. Oberleutnant Schleich errang seinen 

    21. u. 22. Luftsieg. Leutnant v. Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüsthof 

    u. Leutnant Adam schoßen je zwei feindliche Flieger ab. Oestl. Kriegssch. 

    Front des Gen.feldm. P.L.v.Bay: Auf dem Westufer der Duna gelang es den 

    unter Befehl des Generalleutnants Graf v. Schmettow (Egon) fechtenden 

    Divisionen durch recht vorbereitete u. kräftig durchgeführte Angriffe 

    die russ. Stellungen  nordwestlich v. missing zu durchbrechen. Ausgezeichnete 

    Artillerie u. Minenwerfer- Wirkung bahnten den Weg für die Infantrie unter 

    Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Siegismund v. Preußen trotz ungünstiger 

    Witterung sehr gut unterstützt wurden; er gab unter dem Druck unserer 

    Truppen den 40 Kilometer breiten u. etwa 10 Kilometer tiefen Brückenkopf 

    auf dem Westufer der Duna auf u. flüchtete eiligst auf das östl. Ufer. 






  • June 18, 2019 14:54:40 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    Bresing.. - Staden u. Ypern - Prulers der feindliche Ansturm in der verheerenden 

    Abwehrwirkung unserer Artillerie zur Durchführung kam, wurde er im Nahkampf 

    zurückgeschlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bs. Hollebeke brach 

    die Wucht unseres Vernichtungsfeuer den feindlichen Angriffswillen. Nur 

    vereinzelt kamen englische Sturmtrupps aus ihren Trichterstellungen heraus, sie 

    wurden abgewiesen. Heute früh entspannen sich nach unserer Feuertstos...  örtlich 

    Infantriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. Bei den andern Armeen 

    der Westfront herrschte fast überall geringe Gefechtstätigkeit. An den Kämpfen 

    in Flandern hatten die Flieger hervorragenden Anteil. In den beiden letzten 

    Tagen wurden 39 feindliche Flugzeuge u. zwei Fesselballone abgeschossen;  






Description

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  • 51.21199||10.820339999999987||

    Hornsömmern bei Bad Langensalza

    ||1
Location(s)
  • Story location Hornsömmern bei Bad Langensalza


ID
1851 / 21886
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Urte Bünning
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


September 23, 1917 – September 24, 1917
  • Deutsch

  • Western Front




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