Tagebuch Nr. 2 (Mai 1917-23.12.1917) von Ernst Schwalm (1854-1924), item 59

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126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immerhin noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

doch dahin festgestellt werden, daß auch die neue Kriegslage des 

Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


rechte Seite

durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

- 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

des Generalobersten v. Baroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

Zuversicht setzen, daß am ihren siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

des im Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werden. Albanien: 

der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec 

zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

schneidigen Gegenstoß östr. ung. Bataillone. Im Raume südlich v. Beret wiesen 

unsre Sicherungstruppen feindliche Steifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vajusamündung dad

alte, an geschichtlichen Erinnerungen reiche Kloster Pojani. Dieses wurde gleichzeitig

von Fliegern bombardiert, welche mehrere Einwohner töteten. Der Chef des

Generalstabes. 12.9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In mehreren Abschnitten

der flandrischen Front, im Artois u. nördlich v. St. Quentin lebte die Feuertätigkeit

in den Abendstunden beträchtlich auf. Vielfach kam es zu Zusammenstößen

der Infantrie im Vorfeld der Stellungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach

Starker Feuereinwirkung brachen französische Abteilungen zu gewltsamen Erkundungen

beiderseits er Straße Somme- Poj-Souvin in der Chambagne vor. Sie wurden d.

Feuer u. im Nahkampf zurückgetrieben. Gefangene blieben in unsrer Hand. Bei

Verdun hat die Kampftätigkeit der Artillerie nachgelassen. 19 feindl. Flieger sind abgeschossen

worden; einen davon brachte Leutnant Voß /46 Luftsieg/ zum Absturz. Oestl. Kriegssch.

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126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immerhin noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

doch dahin festgestellt werden, daß auch die neue Kriegslage des 

Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


rechte Seite

durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

- 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

des Generalobersten v. Baroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

Zuversicht setzen, daß am ihren siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

des im Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werden. Albanien: 

der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec 

zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

schneidigen Gegenstoß östr. ung. Bataillone. Im Raume südlich v. Beret wiesen 

unsre Sicherungstruppen feindliche Steifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vajusamündung dad

alte, an geschichtlichen Erinnerungen reiche Kloster Pojani. Dieses wurde gleichzeitig

von Fliegern bombardiert, welche mehrere Einwohner töteten. Der Chef des

Generalstabes. 12.9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In mehreren Abschnitten

der flandrischen Front, im Artois u. nördlich v. St. Quentin lebte die Feuertätigkeit

in den Abendstunden beträchtlich auf. Vielfach kam es zu Zusammenstößen

der Infantrie im Vorfeld der Stellungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach

Starker Feuereinwirkung brachen französische Abteilungen zu gewltsamen Erkundungen

beiderseits er Straße Somme- Poj-Souvin in der Chambagne vor. Sie wurden d.

Feuer u. im Nahkampf zurückgetrieben. Gefangene blieben in unsrer Hand. Bei

Verdun hat die Kampftätigkeit der Artillerie nachgelassen. 19 feindl. Flieger sind abgeschossen

worden; einen davon brachte Leutnant Voß /46 Luftsieg/ zum Absturz. Oestl. Kriegssch.


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  • June 21, 2019 13:30:51 Gabriele Kister-Schuler

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    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immerhin noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt werden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

    des Generalobersten v. Baroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

    Zuversicht setzen, daß am ihren siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

    des im Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werden. Albanien: 

    der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec 

    zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

    schneidigen Gegenstoß östr. ung. Bataillone. Im Raume südlich v. Beret wiesen 

    unsre Sicherungstruppen feindliche Steifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

    Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vajusamündung dad

    alte, an geschichtlichen Erinnerungen reiche Kloster Pojani. Dieses wurde gleichzeitig

    von Fliegern bombardiert, welche mehrere Einwohner töteten. Der Chef des

    Generalstabes. 12.9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In mehreren Abschnitten

    der flandrischen Front, im Artois u. nördlich v. St. Quentin lebte die Feuertätigkeit

    in den Abendstunden beträchtlich auf. Vielfach kam es zu Zusammenstößen

    der Infantrie im Vorfeld der Stellungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach

    Starker Feuereinwirkung brachen französische Abteilungen zu gewltsamen Erkundungen

    beiderseits er Straße Somme- Poj-Souvin in der Chambagne vor. Sie wurden d.

    Feuer u. im Nahkampf zurückgetrieben. Gefangene blieben in unsrer Hand. Bei

    Verdun hat die Kampftätigkeit der Artillerie nachgelassen. 19 feindl. Flieger sind abgeschossen

    worden; einen davon brachte Leutnant Voß /46 Luftsieg/ zum Absturz. Oestl. Kriegssch.

  • June 21, 2019 13:30:44 Gabriele Kister-Schuler

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    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immerhin noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt werden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


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    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

    des Generalobersten v. Baroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

    Zuversicht setzen, daß am ihren siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

    des im Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werden. Albanien: 

    der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec 

    zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

    schneidigen Gegenstoß östr. ung. Bataillone. Im Raume südlich v. Beret wiesen 

    unsre Sicherungstruppen feindliche Steifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

    Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vajusamündung dad

    alte, an geschichtlichen Erinnerungen reiche Kloster Pojani. Dieses wurde gleichzeitig

    von Fliegern bombardiert, welche mehrere Einwohner töteten. Der Chef des

    Generalstabes. 12.9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In mehreren Abschnitten

    der flandrischen Front, im Artois u. nördlich v. St. Quentin lebte die Feuertätigkeit

    in den Abendstunden beträchtlich auf. Vielfach kam es zu Zusammenstößen

    der Infantrie im Vorfeld der Stellungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach

    Starker Feuereinwirkung brachen französische Abteilungen zu gewltsamen Erkundungen

    beiderseits er Straße Somme- Poj-Souvin in der Chambagne vor. Sie wurden d.

    Feuer u. im Nahkampf zurückgetrieben. Gefangene blieben n unsrer Hand. Bei

    Verdun hat die Kampftätigkeit der Artillerie nachgelassen. 19 feindl. Flieger sind abgeschossen

    worden; einen davon brachte Leutnant Voß /46 Luftsieg/ zum Absturz. Oestl. Kriegssch.


  • June 21, 2019 13:21:25 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immerhin noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt werden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

    des Generalobersten v. Baroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

    Zuversicht setzen, daß am ihren siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

    des im Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werden. Albanien: 

    der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec 

    zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

    schneidigen Gegenstoß östr. ung. Bataillone. Im Raume südlich v. Beret wiesen 

    unsre Sicherungstruppen feindliche Steifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

    Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vajusa



  • April 12, 2019 16:39:44 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt werden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

    des Generalobersten v. Baroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

    Zuversicht setzen, daß am ihren siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

    des im Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werden. Albanien: 

    der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec 

    zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

    schneidigen Gegenstoß östr. ung. Bataillone. Im Raume südlich v. Beret wiesen 

    unsre Sicherungstruppen feindliche Steifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

    Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vajusa






















  • April 7, 2019 10:09:14 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt weerden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

    des Generalobersten v. Boroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

    Zuversicht setzen, daß an ihrem siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

    des um Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werde. Albanien: 

    Der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec

    zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

    schneidigen Gegenstoß östr.ung. Bataillone. Im Raum südlich v. Berat wiesen 

    unsre Sicherungstruppen feindliche Streifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

    Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vojusennsmündung das 

    alte, an geschichtlichen Erinnerungen reiche Kloster Pojani. Dieses wurde gleichzeitig 

    von Fliegern bombardiert, welche mehrere Einwohner töteten. Der Chef des 

    Generalstabes. 12.9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In mehreren Abschnitten 

    der flandrischen Front, im Artois u. nördlich v. St. Quentin lebte die Feuertätigkeit 

    in den Abendstunden beträchtlich auf. Vielfach kam es zu Zusammenstößen 

    der Infantrie im Vorfeld der Stellungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach 

    starker Feuerwirkung brachen französische Abteilungen zu gewltsamen Erkundungen 

    beiderseits der Straße Somme - missing - Sousin in der Cambagne vor. Sie wurden d. 

    Feuer u. im Nahkampf zurückgetrieben. Gefangene blieben in unsrer Hand. Bei 

    Verdun hat die Kampftätigkeit der Artillerie nachgelassen. 19 feindl. Flieger sind abgeschossen 

    worden; einen davon brachte Leutnant Voß (46 Luftsieg) zum Absturz. Oestl. Kriegssch. 



  • April 7, 2019 10:01:32 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt weerden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

    des Generalobersten v. Boroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

    Zuversicht setzen, daß an ihrem siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

    des um Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werde. Albanien: 

    Der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec

    zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

    schneidigen Gegenstoß östr.ung. Bataillone. Im Raum südlich v. Berat wiesen 

    unsre Sicherungstruppen feindliche Streifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

    Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vojusennsmündung das 

    alte, an geschichtlichen Erinnerungen reiche Kloster Pojani. Dieses wurde gleichzeitig 

    von Fliegern bombardiert, welche mehrere Einwohner töteten. Der Chef des 

    Generalstabes. 12.9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. 






















  • April 7, 2019 09:52:51 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt weerden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 

    des Generalobersten v. Baroevic darf auf den jüngsten Erfolg die beste 

    Zuversicht setzen, daß an ihrem siegreichen Widerstand auch fernerhin alle Anstürme 

    des um Länderraub kriegführenden Feindes zerschellen werde. Albanien: 

    Der Feind ging gestern Nachmittag gegen unsre Gebirgsstellung östlich v. Pogredec

    zum Angriff vor und wurde überall abgeschlagen, an zwei Stellen durch 

    schneidigen Gegenstoß östr.ung. Bataillone. Im Raum südlich v. Berat wiesen 

    unsre Sicherungstruppen feindliche Streifabteilungen in lebhaften Kämpfen zurück. 

    Ein ital. Schiffsgeschwader beschoß aus der Gegend nördlich der Vojusennsmündung das 

    alte, an geschichtlichen Erinnerungen reiche Kloster Pojani. Dieses wurde gleichzeitig 

    von Fliegern bombardiert, welche mehrere Einwohner töteten. Der Chef des 

    Generalstabes. 12.9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. 






















  • March 30, 2019 17:36:50 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt weerden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 

    Von da an scheiterten alle Versuche des Feindes, durch mächtige Angriffe 

    auf den Monte Gabriele u gegen den Abschnitt nordwestlich davon den unter großen 

    Opfern errungenen ersten Raumgewinn - zu einem operativen Erfolg auszubauen, 

    die Kriegslage am Isonzo ist durch die Ereignisse bs. Verf. u. Batusizza in keiner 

    Weise beeinflußt worden. Das Ringen um den San Gabriele im besonderen 

    wird dann auszuführen sein, wenn es Beispiele zähen, ruhmvollen Verteidigungskampfes 

    hervorzuheben gilt. Das italienische Aufgebot in der 11. Isonzoschlacht 

    - 48 Divisionen auf kaum ebensoviel Kilometer angesetzt - sucht an Waffeneinsatz 

    in allen Angriffsschlachten des Weltkrieges seines gleichen. Die italienischen 

    Verluste entsprechen dieser Gefechtsführung. Sie betrugen: 20 000 Gefangene missing

    nach strengster Berechnung 230 000 Mann, also fast 1/4 einer Million. Die Heeresgruppe 


















  • March 30, 2019 14:36:10 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt weerden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite

    durch Gegenstoß zurückgewonnen worden. Hatten unsre Führer u. ihr Generalstab in 

    rastloser gründlicher Anwendung der Kriegserfahrungen für die siegreiche Abwehr die 

    Vorbedingung geschaffen, so errangen unsre braven Truppen - ihnen, wie immer 

    voran, die Infantrie als ruhmreichste Trägerin schwersten Kampfes - in beispielgebendem 

    Heldenmut neuerlich dauernden Ruhm. Gleich erfolgbringend verliefen 

    für unsre Tapferen [sic!] Kämpfer im Wippenschtal u. bei Görz, wo nicht ein einziger 

    schmaler Graben in Feindeshand verblieb. Auf der Hochfläche Bainsizze - Heiligegericht 

    war den Italienern ein Anfangserfolg vergönnt, der unsre Führung 

    veranlaßte, 15 Kilometer der Frontlinie auf 2 bis 7 Kilometer zurückzunehmen. 


















  • March 30, 2019 14:07:00 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannen 

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt weerden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite












  • March 24, 2019 14:06:57 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannten

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. Im Berglande südlich des Ochrida- Sees 

    verwehrten deutsche u. östr.ung. Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. 

    D.E.G.Q. Ludendorff. Oestr.ung. Ber. - Ital. Kriegssch. Die Kampfpause 

    am Isonzo dauert an. Mögen die Italiener immer  hie noch weitere Angriffe beabsichtigen, 

    so kann das bisherige Ergebnis der am 7. u. 8. entbrannten 11. Isonzoschlacht 

    doch dahin festgestellt weerden, daß auch die neue Kriegslage des 

    Feindes keinerlei Aenderung in der Kriegslage im Südosten herbeizuführen 

    vermochte u. daß die Schlacht bis zur Stunde zweifellos einen neuen Mißerfolg 

    der Italiener bedeutet. Auf der Karsthochfläche bildet die Einnahme des 

    Dorfes Salo, das zu Beginn der Kämpfe in unserer vordersten Linie 

    lag, den einzigen Vorteil, der dem Gegner zufiel. Was wir am Südflügel 

    der Karststellung an einzelnen Gräben vorübergehend verloren hatten, ist 


    rechte Seite



     









  • March 24, 2019 13:58:12 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite


    126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Absturz gebracht wurden. 

    D.E.G.Q. Ludendorff 11./9. Westl. Kriegssch. Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht der Artilleriekampf 

    erreichte an der Küste u. im Bogen von Ypern zeitweilig große Stärke, Vorstöße 

    der Engländer südöstl. v. Langemark u. nördlich v. Franzenberg wurden 

    zurückgewiesen. Bei Villeret, nordwestl. v. St. Quentin, entspannten

    sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe 

    Deutscher Kronprinz. Unternehmungen französ. Erkundungstrupps, meist durch 

    heftiges Feuer vorbereitet, wurden nordwestl. v. Reims u. in unseren 

    Abschnitten der Chambagne zum Scheitern gebracht. Auf den östlichen Maas-
    Ufern griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses- bis 

    zum Chaume-Wald in 3 1/2 Kilometer an. Südlich des Marville-Waldes 

    in unsre Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. 

    An der übrigen Front brachten die französischen Sturmwellen in unserm 

    Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende

    Angriffsversuche des Gegners schlugen stets fehl. Im Nachdrängen 

    schoben wir an einigen Punkten unsre Linie vor. Leutnant Voß schoß gestern 

    drei feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die zahl seiner Luftsiege auf 95. 

    Oest. Kriegssch. Front des P.L.v.Bay. Zwischen den russischen u. unsern Stellungen 

    vom Maas bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der 

    Feind büßte Gefangene ein. Vorläufer russ. Streifabteilungen im Waldgebiet 

    nördlich von Husintyn u. am untern Zbrucz wurden abgewiesen.  - 

    Front des Erzherz. Josef: Im Südzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff 

    übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bs. Salka. Zwischen 

    Trotus- u. Oztuz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht 

    wiederholt. Mazedonische Front. 









Description

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  • 51.21199||10.820339999999987||

    Hornsömmern bei Bad Langensalza

    ||1
Location(s)
  • Story location Hornsömmern bei Bad Langensalza


ID
1851 / 21875
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Urte Bünning
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


September 11, 1917 – September 12, 1917
  • Deutsch

  • Western Front




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