Tagebuch Nr. 2 (Mai 1917-23.12.1917) von Ernst Schwalm (1854-1924), item 49

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Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es vielfach zu erhöhter 

Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeldeten Unternehmen nordwestlich 

von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unsrer Hand. Westlich 

des Gardasees überwältigten unsre Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

Stützpunkt. Der Chef des Generalstabs. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach [?] zahlreichen Panzerkraftwagen,

die dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens heute früh vorstoßende feindliche 

Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

nur westlich des Weges auf schmaler Front in unsern vordersten Gräben Fuß zu

fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

Pr. L. v. Bay. Die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

Mazed. Front. Bs. fast 60 % 60 °Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

Ital. Kriegssch. In unsern Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                     Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


rechte Seite

Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

Infantrieangriffen Platz zu machen .  Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Lansturm Landsturm -Inf Rgt 25

warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gabriele lag gestern

ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die 

italienische Infantrie dort nicht mehr an. Am Karstplateau dauerten gestern die 

wütenden Kämpfe bis Mitternacht an. Welle um Welle der feindlichen Infantrie zerschellte

in unserm Abwehrfeuer. In kühnem Gegenangriff warfen unsre Helden den 

Feind, wo er eindrang, zurück. Heute beim Morgengrauen ließen unsere Seeflieger 

Bomben auf die feindlichen Batterien bs. der Sdobba Mündung mit sichtlichem 

Erfolg fallen. Oestl. Kriegssch. In vergeblichem Anstürmen versuchte der Feind, 

uns die eroberten Höhen nordöstl. v. Sewegin zu entreißen. Ueber Pintre bestanden 

Beobachter Leutnant d. Res. Rudolf Girsig u. Pilot Zugführer Gottlieb Bulwik einen 

Luftkampf mit zwei feindlichen Doppeldeckern. Leutnant Firsig schoß, obwohl d.

einen Schuß am Oberarm selbst verwundet, den einen der beiden Flieger ab u. 

zwang den anderen zur Notlandung. Der Chef des Generalstabs. 25./8. Westl Kriegssch. 

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern flammte die heftige Artillerietätigkeit 

im Kampfabschnitt zwischen Langemark u. Hollebeke nur vorübergehend ab; stellenweise 

erreichte sie wieder die Stärke von Trommelfeuer, ohne daß hierbei größere 

Angriffe folgten. Nur bs. Westhoeck führten die Engländer einen Teilvorstoß, der 

erfolglos blieb. Heute, am frühen Morgen entrissen wir dem Feind südlich 

der Straße Wynra - Menin die von ihm in den letzten Kämpfen errungenen

Gewinne. Der verlorene Graben wurde zurückerobert u. behauptet. Bei dem ergebnislosen 

Angriffen am 22/8. verloren die Engländer 21 Panzerkraftwagen, die zerschossenen 

vor unserer Front liegen. Ein Teil der am Leben gebliebenen Besatzungen 

wurde gefangen genommen. Kanadische Truppen versuchten erneut in Lans und 

unsre anschließenden Stellungen einzudringen. Im hartnäckigen Nahkämpfen 

hielten wir restlos die bisherigen Linien. Auch auf der Bahn Arres - Drum scheiterte 

ein feindlicher Angriff. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Beiderseits der 

Maas steigerte sich der Artilleriekampf im Wald v. Avrecourt, auf Höhe 304, bs. 

Bunremont, im Fosses-Walde zu einigen Tagesstunden weiter zu beträchtlicher 

Stärke. Gegen Höhe 304, die wir in der Nacht v. 21. z. 22.8. planmäßig unter Zurücklassung 

einer schwachen Besatzung geräumt hatten, führten die Franzosen heute einen starken 

Angriff. Sie wurden von unserm Artilleriefeuer empfangen. Nördlich von 


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Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es vielfach zu erhöhter 

Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeldeten Unternehmen nordwestlich 

von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unsrer Hand. Westlich 

des Gardasees überwältigten unsre Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

Stützpunkt. Der Chef des Generalstabs. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach [?] zahlreichen Panzerkraftwagen,

die dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens heute früh vorstoßende feindliche 

Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

nur westlich des Weges auf schmaler Front in unsern vordersten Gräben Fuß zu

fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

Pr. L. v. Bay. Die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

Mazed. Front. Bs. fast 60 % 60 °Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

Ital. Kriegssch. In unsern Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                     Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


rechte Seite

Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

Infantrieangriffen Platz zu machen .  Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Lansturm Landsturm -Inf Rgt 25

warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gabriele lag gestern

ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die 

italienische Infantrie dort nicht mehr an. Am Karstplateau dauerten gestern die 

wütenden Kämpfe bis Mitternacht an. Welle um Welle der feindlichen Infantrie zerschellte

in unserm Abwehrfeuer. In kühnem Gegenangriff warfen unsre Helden den 

Feind, wo er eindrang, zurück. Heute beim Morgengrauen ließen unsere Seeflieger 

Bomben auf die feindlichen Batterien bs. der Sdobba Mündung mit sichtlichem 

Erfolg fallen. Oestl. Kriegssch. In vergeblichem Anstürmen versuchte der Feind, 

uns die eroberten Höhen nordöstl. v. Sewegin zu entreißen. Ueber Pintre bestanden 

Beobachter Leutnant d. Res. Rudolf Girsig u. Pilot Zugführer Gottlieb Bulwik einen 

Luftkampf mit zwei feindlichen Doppeldeckern. Leutnant Firsig schoß, obwohl d.

einen Schuß am Oberarm selbst verwundet, den einen der beiden Flieger ab u. 

zwang den anderen zur Notlandung. Der Chef des Generalstabs. 25./8. Westl Kriegssch. 

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern flammte die heftige Artillerietätigkeit 

im Kampfabschnitt zwischen Langemark u. Hollebeke nur vorübergehend ab; stellenweise 

erreichte sie wieder die Stärke von Trommelfeuer, ohne daß hierbei größere 

Angriffe folgten. Nur bs. Westhoeck führten die Engländer einen Teilvorstoß, der 

erfolglos blieb. Heute, am frühen Morgen entrissen wir dem Feind südlich 

der Straße Wynra - Menin die von ihm in den letzten Kämpfen errungenen

Gewinne. Der verlorene Graben wurde zurückerobert u. behauptet. Bei dem ergebnislosen 

Angriffen am 22/8. verloren die Engländer 21 Panzerkraftwagen, die zerschossenen 

vor unserer Front liegen. Ein Teil der am Leben gebliebenen Besatzungen 

wurde gefangen genommen. Kanadische Truppen versuchten erneut in Lans und 

unsre anschließenden Stellungen einzudringen. Im hartnäckigen Nahkämpfen 

hielten wir restlos die bisherigen Linien. Auch auf der Bahn Arres - Drum scheiterte 

ein feindlicher Angriff. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Beiderseits der 

Maas steigerte sich der Artilleriekampf im Wald v. Avrecourt, auf Höhe 304, bs. 

Bunremont, im Fosses-Walde zu einigen Tagesstunden weiter zu beträchtlicher 

Stärke. Gegen Höhe 304, die wir in der Nacht v. 21. z. 22.8. planmäßig unter Zurücklassung 

einer schwachen Besatzung geräumt hatten, führten die Franzosen heute einen starken 

Angriff. Sie wurden von unserm Artilleriefeuer empfangen. Nördlich von 



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  • March 9, 2019 15:16:03 Gabriele Kister-Schuler

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    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es vielfach zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeldeten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unsrer Hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsre Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabs. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach [?] zahlreichen Panzerkraftwagen,

    die dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens heute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unsern vordersten Gräben Fuß zu

    fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

    unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

    englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

    erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

    verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

    Pr. L. v. Bay. Die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

    der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

    uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

    war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

    Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

    einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

    Mazed. Front. Bs. fast 60 % 60 °Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

    nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Ital. Kriegssch. In unsern Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                         Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


    rechte Seite

    Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

    solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

    im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

    Infantrieangriffen Platz zu machen .  Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

    Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Lansturm Landsturm -Inf Rgt 25

    warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gabriele lag gestern

    ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

    hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

    sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

    Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

    Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

    Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die 

    italienische Infantrie dort nicht mehr an. Am Karstplateau dauerten gestern die 

    wütenden Kämpfe bis Mitternacht an. Welle um Welle der feindlichen Infantrie zerschellte

    in unserm Abwehrfeuer. In kühnem Gegenangriff warfen unsre Helden den 

    Feind, wo er eindrang, zurück. Heute beim Morgengrauen ließen unsere Seeflieger 

    Bomben auf die feindlichen Batterien bs. der Sdobba Mündung mit sichtlichem 

    Erfolg fallen. Oestl. Kriegssch. In vergeblichem Anstürmen versuchte der Feind, 

    uns die eroberten Höhen nordöstl. v. Sewegin zu entreißen. Ueber Pintre bestanden 

    Beobachter Leutnant d. Res. Rudolf Girsig u. Pilot Zugführer Gottlieb Bulwik einen 

    Luftkampf mit zwei feindlichen Doppeldeckern. Leutnant Firsig schoß, obwohl d.

    einen Schuß am Oberarm selbst verwundet, den einen der beiden Flieger ab u. 

    zwang den anderen zur Notlandung. Der Chef des Generalstabs. 25./8. Westl Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern flammte die heftige Artillerietätigkeit 

    im Kampfabschnitt zwischen Langemark u. Hollebeke nur vorübergehend ab; stellenweise 

    erreichte sie wieder die Stärke von Trommelfeuer, ohne daß hierbei größere 

    Angriffe folgten. Nur bs. Westhoeck führten die Engländer einen Teilvorstoß, der 

    erfolglos blieb. Heute, am frühen Morgen entrissen wir dem Feind südlich 

    der Straße Wynra - Menin die von ihm in den letzten Kämpfen errungenen

    Gewinne. Der verlorene Graben wurde zurückerobert u. behauptet. Bei dem ergebnislosen 

    Angriffen am 22/8. verloren die Engländer 21 Panzerkraftwagen, die zerschossenen 

    vor unserer Front liegen. Ein Teil der am Leben gebliebenen Besatzungen 

    wurde gefangen genommen. Kanadische Truppen versuchten erneut in Lans und 

    unsre anschließenden Stellungen einzudringen. Im hartnäckigen Nahkämpfen 

    hielten wir restlos die bisherigen Linien. Auch auf der Bahn Arres - Drum scheiterte 

    ein feindlicher Angriff. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Beiderseits der 

    Maas steigerte sich der Artilleriekampf im Wald v. Avrecourt, auf Höhe 304, bs. 

    Bunremont, im Fosses-Walde zu einigen Tagesstunden weiter zu beträchtlicher 

    Stärke. Gegen Höhe 304, die wir in der Nacht v. 21. z. 22.8. planmäßig unter Zurücklassung 

    einer schwachen Besatzung geräumt hatten, führten die Franzosen heute einen starken 

    Angriff. Sie wurden von unserm Artilleriefeuer empfangen. Nördlich von 



  • March 9, 2019 14:02:00 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es vielfach zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeldeten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unsrer Hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsre Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabs. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach [?] zahlreichen Panzerkraftwagen,

    die dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens heute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unsern vordersten Gräben Fuß zu

    fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

    unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

    englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

    erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

    verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

    Pr. L. v. Bay. Die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

    der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

    uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

    war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

    Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

    einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

    Mazed. Front. Bs. fast 60 % 60 °Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

    nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Ital. Kriegssch. In unsern Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                         Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


    rechte Seite

    Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

    solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

    im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

    Infantrieangriffen Platz zu machen [.] Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

    Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Land[d]sturm-Inf Rgt 25

    warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gaberle lag gestern

    ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

    hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

    sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

    Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

    Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

    Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die 

    italienische Infantrie dort nicht mehr an. Am Karstplateau dauerten gestern die 

    wütenden Kämpfe bis Mitternacht an. Welle um Welle der feindlichen Infantrie zerschellte

    in unserm Abwehrfeuer. In kühnem Gegenangriff warfen unsre Helden den 

    Feind, wo er eindrang, zurück. Heute beim Morgengrauen ließen unsere Seeflieger 

    Bomben auf die feindlichen Batterien bs. der Sdobba Mündung mit sichtlichem 

    Erfolg fallen. Oestl. Kriegssch. In vergeblichem Anstürmen versuchte der Feind, 

    uns die eroberten Höhen nordöstl. v. Sewegin zu entreißen. Ueber Pintre bestanden 

    Beobachter Leutnant d. Res. Rudolf Girsig u. Pilot Zugführer Gottlieb Bulwik einen 

    Luftkampf mit zwei feindlichen Doppeldeckern. Leutnant Firsig schoß, obwohl d.

    einen Schuß am Oberarm selbst verwundet, den einen der beiden Flieger ab u. 

    zwang den anderen zur Notlandung. Der Chef des Generalstabs. 25./8. Westl Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern flammte die heftige Artillerietätigkeit 

    im Kampfabschnitt zwischen Langemark u. Hollebeke nur vorübergehend ab; stellenweise 

    erreichte sie wieder die Stärke von Trommelfeuer, ohne daß hierbei größere 

    Angriffe folgten. Nur bs. Westhoeck führten die Engländer einen Teilvorstoß, der 

    erfolglos blieb. Heute, am frühen Morgen entrissen wir dem Feind südlich 

    der Straße Wynra - Menin die von ihm in den letzten Kämpfen errungenen

    Gewinne. Der verlorene Graben wurde zurückerobert u. behauptet. Bei dem ergebnislosen 

    Angriffen am 22/8. verloren die Engländer 21 Panzerkraftwagen, die zerschossenen 

    vor unserer Front liegen. Ein Teil der am Leben gebliebenen Besatzungen 

    wurde gefangen genommen. Kanadische Truppen versuchten erneut in Lans und 

    unsre anschließenden Stellungen einzudringen. Im hartnäckigen Nahkämpfen 

    hielten wir restlos die bisherigen Linien. Auch auf der Bahn Arres - Drum scheiterte 

    ein feindlicher Angriff. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Beiderseits der 

    Maas steigerte sich der Artilleriekampf im Wald v. Avrecourt, auf Höhe 304, bs. 

    Bunremont, im Fosses-Walde zu einigen Tagesstunden weiter zu beträchtlicher 

    Stärke. Gegen Höhe 304, die wir in der Nacht v. 21. z. 22.8. planmäßig unter Zurücklassung 

    einer schwachen Besatzung geräumt hatten, führten die Franzosen heute einen starken 

    Angriff. Sie wurden von unserm Artilleriefeuer empfangen. Nördlich von 



  • December 19, 2018 09:52:49 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es wie missing zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeleten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unserer Hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabe. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach zahlreichen missing

    dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens haute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unserm vordersten Gräben Fuß zu

    fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

    unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

    englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

    erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

    verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

    Pr. L. v.Bay. die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

    der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

    uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

    war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

    Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

    einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

    Mazed. Front. Bs. fast 60 % Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

    nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Ital. Kriegssch. In unseren Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                         Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


    rechte Seite

    Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

    solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

    im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

    Infantrieangriffen Platz zu machen [.] Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

    Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Land[d]sturm-Inf Rgt 25

    warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gaberle lag gestern

    ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

    hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

    sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

    Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

    Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

    Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die 

    italienische Infantrie dort nicht mehr an. Am Karstplateau dauerten gestern die 

    wütenden Kämpfe bis Mitternacht an. Welle um Welle der feindlichen Infantrie zerschellte

    in unserm Abwehrfeuer. In kühnem Gegenangriff warfen unsre Helden den 

    Feind, wo er eindrang, zurück. Heute beim Morgengrauen ließen unsere Seeflieger 

    Bomben auf die feindlichen Batterien bs. der Sdobba Mündung mit sichtlichem 

    Erfolg fallen. Oestl. Kriegssch. In vergeblichem Anstürmen versuchte der Feind, 

    uns die eroberten Höhen nordöstl. v. Sewegin zu entreißen. Ueber Pintre bestanden 

    Beobachter Leutnant d. Res. Rudolf Girsig u. Pilot Zugführer Gottlieb Bulwik einen 

    Luftkampf mit zwei feindlichen Doppeldeckern. Leutnant Firsig schoß, obwohl d.

    einen Schuß am Oberarm selbst verwundet, den einen der beiden Flieger ab u. 

    zwang den anderen zur Notlandung. Der Chef des Generalstabs. 25./8. Westl Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern flammte die heftige Artillerietätigkeit 

    im Kampfabschnitt zwischen Langemark u. Hollebeke nur vorübergehend ab; stellenweise 

    erreichte sie wieder die Stärke von Trommelfeuer, ohne daß hierbei größere 

    Angriffe folgten. Nur bs. Westhoeck führten die Engländer einen Teilvorstoß, der 

    erfolglos blieb. Heute, am frühen Morgen entrissen wir dem Feind südlich 

    der Straße Wynra - Menin die von ihm in den letzten Kämpfen errungenen

    Gewinne. Der verlorene Graben wurde zurückerobert u. behauptet. Bei dem ergebnislosen 

    Angriffen am 22/8. verloren die Engländer 21 Panzerkraftwagen, die zerschossenen 

    vor unserer Front liegen. Ein Teil der am Leben gebliebenen Besatzungen 

    wurde gefangen genommen. Kanadische Truppen versuchten erneut in Lans und 

    unsre anschließenden Stellungen einzudringen. Im hartnäckigen Nahkämpfen 

    hielten wir restlos die bisherigen Linien. Auch auf der Bahn Arres - Drum scheiterte 

    ein feindlicher Angriff. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Beiderseits der 

    Maas steigerte sich der Artilleriekampf im Wald v. Avrecourt, auf Höhe 304, bs. 

    Bunremont, im Fosses-Walde zu einigen Tagesstunden weiter zu beträchtlicher 

    Stärke. Gegen Höhe 304, die wir in der Nacht v. 21. z. 22.8. planmäßig unter Zurücklassung 

    einer schwachen Besatzung geräumt hatten, führten die Franzosen heute einen starken 

    Angriff. Sie wurden von unserm Artilleriefeuer empfangen. Nördlich von 



  • December 18, 2018 13:27:23 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es wie missing zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeleten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unserer Hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabe. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach zahlreichen missing

    dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens haute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unserm vordersten Gräben Fuß zu

    fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

    unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

    englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

    erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

    verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

    Pr. L. v.Bay. die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

    der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

    uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

    war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

    Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

    einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

    Mazed. Front. Bs. fast 60 % Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

    nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Ital. Kriegssch. In unseren Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                         Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


    rechte Seite

    Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

    solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

    im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

    Infantrieangriffen Platz zu machen [.] Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

    Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Land[d]sturm-Inf Rgt 25

    warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gaberle lag gestern

    ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

    hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

    sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

    Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

    Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

    Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die 

    italienische Infantrie dort nicht mehr an. Am Karstplateau dauerten gestern die 

    wütenden Kämpfe bis Mitternacht an. Welle um Welle der feindlichen Infantrie zerschellte

    in unserm Abwehrfeuer. In kühnem Gegenangriff warfen unsre Helden den 

    Feind, wo er eindrang, zurück. Heute beim Morgengrauen ließen unsere Seeflieger 

    Bomben auf die feindlichen Batterien bs. der Sdobba Mündung mit sichtlichem 

    Erfolg fallen. Oestl. Kriegssch. In vergeblichem Anstürmen versuchte der Feind, 

    uns die eroberten Höhen nordöstl. v. Sewegin zu entreißen. Ueber Pintre bestanden 

    Beobachter Leutnant d. Res. Rudolf Girsig u. Pilot Zugführer Gottlieb Bulwik einen 

    Luftkampf mit zwei feindlichen Doppeldeckern. Leutnant Firsig schoß, obwohl d.

    einen Schuß am Oberarm selbst verwundet, den einen der beiden Flieger ab u. 

    zwang den anderen zur Notlandung. Der Chef des Generalstabs. 25./8. Westl Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern flammte die heftige Artillerietätigkeit 

    im Kampfabschnitt zwischen Langemark u. Hollebeke nur vorübergehend ab; stellenweise 

    erreichte sie wieder die Stärke von Trommelfeuer, ohne daß hierbei größere 

    Angriffe folgten. Nur bs. Westhorck führten die Engländer einen Teilvorstoß, der 

    erfolglos blieb. Heute, am frühen Morgen 

     

                        




















  • December 18, 2018 13:24:09 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es wie missing zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeleten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unserer Hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabe. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach zahlreichen missing

    dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens haute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unserm vordersten Gräben Fuß zu

    fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

    unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

    englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

    erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

    verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

    Pr. L. v.Bay. die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

    der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

    uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

    war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

    Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

    einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

    Mazed. Front. Bs. fast 60 % Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

    nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Ital. Kriegssch. In unseren Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                         Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


    rechte Seite

    Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

    solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

    im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

    Infantrieangriffen Platz zu machen [.] Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

    Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Land[d]sturm-Inf Rgt 25

    warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gaberle lag gestern

    ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

    hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

    sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

    Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

    Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

    Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die 

    italienische Infantrie dort nicht mehr an. Am Karstplateau dauerten gestern die 

    wütenden Kämpfe bis Mitternacht an. Welle um Welle der feindlichen Infantrie zerschellte

    in unserm Abwehrfeuer. In kühnem Gegenangriff warfen unsre Helden den 

    Feind, wo er eindrang, zurück. Heute beim Morgengrauen ließen unsere Seeflieger 

    Bomben auf die feindlichen Batterien bs. der Sdobba Mündung mit sichtlichem 

    Erfolg fallen. Oestl. Kriegssch. In vergeblichem Anstürmen versuchte der Feind, 

    uns die eroberten Höhen nordöstl. v. Sewegin zu entreißen. Ueber Pintre bestanden 

    Beobachter Leutnant d. Res. Rudolf Girsig u. Pilot Zugführer Gottlieb Bulwik einen 

    Luftkampf mit zwei feindlichen Doppeldeckern. Leutnant Firsig schoß, obwohl d.

    einen Schuß am Oberarm selbst verwundet, den einen der beiden Flieger ab u. 

    zwang den anderen zur Notlandung. Der Chef des Generalstabs. 25./8. Westl Kriegssch. 

    Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern

     

                        




















  • December 18, 2018 09:26:00 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad kam es wie missing zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeleten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unserer Hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabe. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach zahlreichen missing

    dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julian u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens haute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unserm vordersten Gräben Fuß zu

    fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

    unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

    englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

    erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

    verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

    Pr. L. v.Bay. die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

    der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

    uns kampflos besetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

    war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v. Gerzerci, in

    Susita-Tale u. bs. Serega blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung 

    einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresg. Mackensen: Lage unverändert. 

    Mazed. Front. Bs. fast 60 % Cels. in der Sonne blieb die Kampftätigkeit gering, 

    nur in Ceren-Bergen  lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. D.E.G.Q. Ludendorff. 

    Ital. Kriegssch. In unseren Linien im Gebirge, an der Isonzofront, vom Ranban-

                                                         Massiv über den Kra, Mezls. Vrs bis zum 


    rechte Seite

    Tolminer Brückenkopf, gestern kein nennenswerter Kampf. Um so heftiger waren 

    solche gestern u. heute am Plataner u. Kal. Ununterbrochen lagen die dortigen Stellungen 

    im schwersten Artillerie- und Minenfeuer. Dieses schwieg nur wenig, um italienischen

    Infantrieangriffen Platz zu machen [.] Der Feind nahm das Dörfchen Urs. Nach schwerstem

    Trommelfeuer griffen Italiener auch südl. v. Descla an. Das Land[d]sturm-Inf Rgt 25

    warf ihn im Gegenstoß zurück. Zwischen Urds u. dem Monte San Gaberle lag gestern

    ein schwaches Artilleriefeuer. Infantrieangriffe ereigneten sich dort nicht, dagegen

    hatte wieder der Raum zwischen Saland u. Wippech schwerstes Feuer, dem mehrere 

    sehr heftige feindliche Anstürme folgten. Die größten Anstrengungen machte der

    Feind zwischen St. Peter u. Baglein. Bis gestern mittag waren die sich immer wiederholenden

    Angriffe unter schwersten feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die dichten feindlichen

    Massen brachen sich an unsern zäh verteidigten Stellungen. Nachmittags griff die

                        

















  • December 16, 2018 18:45:15 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad Kam es wie missing zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeleten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unserer hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabe. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach zahlreichen missing

    dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julan u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens haute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unserm vordersten Gräben Fuß zu

    fassen, sonst wurden sie überall blutig abgewiesen. Mehrfach kamen ihre Vorstöße in

    unserm Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Bei dem Luftangriff auf die

    englische Küste sind die militärischen Anlagen von Wargate, Rensgate u. Dover

    erfolgreich mit Bomben belegt worden. Der Feind

    verlor drei Flugzeuge, zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestl. Kriegssch. Heeresfront

    Pr. L. v.Bay. die Russen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich

    der An bis zur Linie Odsing - Ligena geräumt. Das aufgegebene Gebiet ist von

    uns kampflos gesetzt worden. Front Erhz. Josef: Zwischen dem Pruth u. der Moldawa

    war die Gefechtstägigkeit stellenweise lebhafter. Nördlich v.  










  • December 16, 2018 18:38:35 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad Kam es wie missing zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeleten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unserer hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabe. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach zahlreichen missing

    dem Feind der Durchbruch durch die Stellungen ermöglichen sollten, wurde die 

    Mehrzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östl. v. St. Julan u. an der Straße 

    Ypern - Menin, ist unser vorderster Graben auf der 15 Kilometer breiten Kampffront 

    voll gehalten. Nach kurzem Trommelfeuer gegen Lens haute früh vorstoßende feindliche 

    Abteilungen wurden abgeschlagen, weitere Kämpfe sind dort im Gange. Die 

    lebhafte Beschießung des Stadtinnern v. St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher 

    Kronprinz: In dem erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im Laufe des Tages eine 

    Pause ein. Erst gegen Abend erreichte die Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern wieder 

    beträchtliche Stärke, Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung beiderseits der 

    Straße Vecherauville - Beaumont. In schwerem Ringen gelang es den Franzosen,

    nur westlich des Weges auf schmaler Front in unserm vordersten Gräben Fuß zu

    fassen,  










  • December 16, 2018 18:05:56 Gabriele Kister-Schuler

    linke Seite

    Bs der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr v. Conrad Kam es wie missing zu erhöhter 

    Gefechtstätigkeit. Im Sugane-Tal wurden von unsern Erkundungsabteilungen 70 

    Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeleten Unternehmen nordwestlich 

    von Arsinro blieben 2 Offiziere, 140 Mann u. 3 Masch Gew. in unserer hand. Westlich 

    des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen 

    Stützpunkt. Der Chef des Generalstabe. 23./8. Westl. Kriegsschaupl. Heeresgruppe 

    Kronprinz Rupprecht. Nach den ergebnislosen Teilvorstößen der letzten Tage gingen 

    die Engländer gestern zwischen Langenmark u. Hollebeke wieder zu einheitlichen großen 

    Angriffen über, die den ganzen Tag über bis tief in die Nacht hinein anhielten u. zu 

    schweren Kämpfen führten. An vielen Stellen stießen sie unter Einsatz neuer Kräfte 

    bis zu sechsmal gegen unsre Linie vor, immer wieder wurden sie durch unsere 

    Truppen in zähem Nahkampf zurückgeworfen. Nach zahlreichen 











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  • 51.21199||10.820339999999987||

    Hornsömmern bei Bad Langensalza

    ||1
Location(s)
  • Story location Hornsömmern bei Bad Langensalza


ID
1851 / 21845
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Urte Bünning
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


August 23, 1917
  • Deutsch

  • Western Front




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