Kriegstagebuch 4 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 33

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15. März (Donnerstag)

Da ich abends zuvor vom Kompagnieführer erfuhr, daß wir heute Abend  höchst wahrscheinlich zurückgehen würden, ließ ich heute nicht am Graben arbeiten. Ich schlief fast den ganzen Tag, am Nachmittag spielten wir Karten, bei dem ich die Hälfte der Dekadenlöhnung verlor. Post: 1 Brief von Angela, 1 Karte von Anna, 1 Brief von  Hemann, 2 Zeitungen. In unserer Hoffnung, bezüglich des Zurückgehens sahen wir uns getäuscht, also noch einen Tag länger aushalten. Abends wurde alles Schanzzeug, Leuchtsignalmittel und alles über 120 Patronen pro Mann abgegeben.

 

16. März (Freitag)

Heute morgen war es sehr neblig, man konnte nicht 30 m weit sehen. Infolge Nebelbereitschaft ließ ich die Posten verdoppeln. Am Vormittag ging ich etwas spazieren im Walde. Nach dem Mittagessen spielten wir, um die Langeweile zu vertreiben, Karten. Es war ½ 5 Uhr. Heulend kam eine Granate herangesaust. Alle horchten gespannt auf. Nach dem Geräusch zu rechnen mußte sie in unserer unmittelbaren Nähe einschlagen. Der Gedanke durchzuckte mit Blitzesschnelle alle in der Sekunde. Achtung - bum !

 

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15. März (Donnerstag)

Da ich abends zuvor vom Kompagnieführer erfuhr, daß wir heute Abend  höchst wahrscheinlich zurückgehen würden, ließ ich heute nicht am Graben arbeiten. Ich schlief fast den ganzen Tag, am Nachmittag spielten wir Karten, bei dem ich die Hälfte der Dekadenlöhnung verlor. Post: 1 Brief von Angela, 1 Karte von Anna, 1 Brief von  Hemann, 2 Zeitungen. In unserer Hoffnung, bezüglich des Zurückgehens sahen wir uns getäuscht, also noch einen Tag länger aushalten. Abends wurde alles Schanzzeug, Leuchtsignalmittel und alles über 120 Patronen pro Mann abgegeben.

 

16. März (Freitag)

Heute morgen war es sehr neblig, man konnte nicht 30 m weit sehen. Infolge Nebelbereitschaft ließ ich die Posten verdoppeln. Am Vormittag ging ich etwas spazieren im Walde. Nach dem Mittagessen spielten wir, um die Langeweile zu vertreiben, Karten. Es war ½ 5 Uhr. Heulend kam eine Granate herangesaust. Alle horchten gespannt auf. Nach dem Geräusch zu rechnen mußte sie in unserer unmittelbaren Nähe einschlagen. Der Gedanke durchzuckte mit Blitzesschnelle alle in der Sekunde. Achtung - bum !

 


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  • May 4, 2017 22:37:47 Rolf Kranz

    15. März (Donnerstag)

    Da ich abends zuvor vom Kompagnieführer erfuhr, daß wir heute Abend  höchst wahrscheinlich zurückgehen würden, ließ ich heute nicht am Graben arbeiten. Ich schlief fast den ganzen Tag, am Nachmittag spielten wir Karten, bei dem ich die Hälfte der Dekadenlöhnung verlor. Post: 1 Brief von Angela, 1 Karte von Anna, 1 Brief von  Hemann, 2 Zeitungen. In unserer Hoffnung, bezüglich des Zurückgehens sahen wir uns getäuscht, also noch einen Tag länger aushalten. Abends wurde alles Schanzzeug, Leuchtsignalmittel und alles über 120 Patronen pro Mann abgegeben.

     

    16. März (Freitag)

    Heute morgen war es sehr neblig, man konnte nicht 30 m weit sehen. Infolge Nebelbereitschaft ließ ich die Posten verdoppeln. Am Vormittag ging ich etwas spazieren im Walde. Nach dem Mittagessen spielten wir, um die Langeweile zu vertreiben, Karten. Es war ½ 5 Uhr. Heulend kam eine Granate herangesaust. Alle horchten gespannt auf. Nach dem Geräusch zu rechnen mußte sie in unserer unmittelbaren Nähe einschlagen. Der Gedanke durchzuckte mit Blitzesschnelle alle in der Sekunde. Achtung - bum !

     

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    ID
    17632 / 201151
    Source
    http://europeana1914-1918.eu/...
    Contributor
    Alexandra Bloch Pfister
    License
    http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/




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