Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 134

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

Paderborn ab. Am Bahnhof merkte ich, daß ich mein

silbernes Medaillon mit Miekes Bild verloren hatte.

Alle Nachforschungen der Familie Wibbeke, auch beim

Fundbüro, blieben ohne Erfolg. Am Vormittag des

18. März kam ich in Frankfurt an. Holz war schon

da. Er wäre so gern mitgefahren, aber ich erhielt nicht

die Erlaubnis, ihn mitnehmen zu dürfen.

Vom stellvertretenden Generalkommando erhielt ich

nun meine Versetzung zum Generalgouvernement

Warschau zwecks Verwendung als Ortskommandant

in einem polnischen Ort. Zu 4 Mann fuhren wir abends

um 1/4 vor 12 Uhr von Frankfurt ab. Der Zug brachte uns

während der Nacht durch Ostdeutschland über Thorn zur

polnischen Grenze. Nur in größeren Stationen hatten

wir kurzen Aufenthalt. So ging es bis Warschau.

Beim Generalgouvernement wurden wir 4 Mann

eingeteilt. Ich kam zum Gouvernement Wloclawek,

durch das ich schon am Morgen gefahren war.

Am andern Morgen sollten wir von Warschau

abfahren. Ich benutze die Gelegenheit, um mir die Stadt

anzusehen. Schön war es im Sachsengarten, einem

großen Park mit allerlei Standbildern, der wohl von

den sächsisch- polnischen Königen angelegt worden

war. Am Abend besuchte ich das Theater. "Einsame Menschen

Transcription saved

Paderborn ab. Am Bahnhof merkte ich, daß ich mein

silbernes Medaillon mit Miekes Bild verloren hatte.

Alle Nachforschungen der Familie Wibbeke, auch beim

Fundbüro, blieben ohne Erfolg. Am Vormittag des

18. März kam ich in Frankfurt an. Holz war schon

da. Er wäre so gern mitgefahren, aber ich erhielt nicht

die Erlaubnis, ihn mitnehmen zu dürfen.

Vom stellvertretenden Generalkommando erhielt ich

nun meine Versetzung zum Generalgouvernement

Warschau zwecks Verwendung als Ortskommandant

in einem polnischen Ort. Zu 4 Mann fuhren wir abends

um 1/4 vor 12 Uhr von Frankfurt ab. Der Zug brachte uns

während der Nacht durch Ostdeutschland über Thorn zur

polnischen Grenze. Nur in größeren Stationen hatten

wir kurzen Aufenthalt. So ging es bis Warschau.

Beim Generalgouvernement wurden wir 4 Mann

eingeteilt. Ich kam zum Gouvernement Wloclawek,

durch das ich schon am Morgen gefahren war.

Am andern Morgen sollten wir von Warschau

abfahren. Ich benutze die Gelegenheit, um mir die Stadt

anzusehen. Schön war es im Sachsengarten, einem

großen Park mit allerlei Standbildern, der wohl von

den sächsisch- polnischen Königen angelegt worden

war. Am Abend besuchte ich das Theater. "Einsame Menschen


Transcription history
  • July 1, 2017 18:19:53 Rolf Kranz

    Paderborn ab. Am Bahnhof merkte ich, daß ich mein

    silbernes Medaillon mit Miekes Bild verloren hatte.

    Alle Nachforschungen der Familie Wibbeke, auch beim

    Fundbüro, blieben ohne Erfolg. Am Vormittag des

    18. März kam ich in Frankfurt an. Holz war schon

    da. Er wäre so gern mitgefahren, aber ich erhielt nicht

    die Erlaubnis, ihn mitnehmen zu dürfen.

    Vom stellvertretenden Generalkommando erhielt ich

    nun meine Versetzung zum Generalgouvernement

    Warschau zwecks Verwendung als Ortskommandant

    in einem polnischen Ort. Zu 4 Mann fuhren wir abends

    um 1/4 vor 12 Uhr von Frankfurt ab. Der Zug brachte uns

    während der Nacht durch Ostdeutschland über Thorn zur

    polnischen Grenze. Nur in größeren Stationen hatten

    wir kurzen Aufenthalt. So ging es bis Warschau.

    Beim Generalgouvernement wurden wir 4 Mann

    eingeteilt. Ich kam zum Gouvernement Wloclawek,

    durch das ich schon am Morgen gefahren war.

    Am andern Morgen sollten wir von Warschau

    abfahren. Ich benutze die Gelegenheit, um mir die Stadt

    anzusehen. Schön war es im Sachsengarten, einem

    großen Park mit allerlei Standbildern, der wohl von

    den sächsisch- polnischen Königen angelegt worden

    war. Am Abend besuchte ich das Theater. "Einsame Menschen

  • May 21, 2017 19:59:37 Eva Bammer

    Paderborn ab. Am Bahnhof merkte ich, daß ich mein

    silbernes Medaillon mit Miekes Bild verloren hatte.

    Alle Nachforschungen der Familie Wibbeke, auch beim

    Fundbüro, blieben ohne Erfolg. Am Vormittag des

    18. März kam ich in Frankfurt an. Holz war schon

    da. Er wäre so gern mitgefahren, aber ich erhielt nicht

    die Erlaubnis, ihn mitnehmen zu dürfen.

    Vom stellvertretenden Generalkommando erhielt ich

    nun meine Versetzung zum Generalgouvernement

    Warschau zwecks Verwundung als Ortskommandant

    in einem polnischen Ort. Zu 4 Mann fuhren wir abends

    um 1/4 vor 12 Uhr von Frankfurt ab. Der Zug brachte uns

    während der Nacht durch Ostdeutschland über Thorn zur

    polnischen Grenze. Nur in größeren Stationen hatten

    wir kurzen Aufenthalt. So ging es bis Warschau.

    Beim Generalgouvernement wurden wir 4 Mann

    eingeteilt. Ich kam zum Gouvernement Wlocla=

    wek, durch das ich schon am Morgen gefahren war.

    Am andern Morgen sollten wir von Warschau ab=

    fahren. Ich benütze die Gelegenheit, um mir die Stadt

    anzusehen. Schön war es im Sachsengarten, einem

    großen Park mit allerlei Standbildern, der wohl von

    den sächsisch- polnischen Königen angelegt worden

    war. Am Abend besuchte ich das Theater. "Einsame Men=


Description

Save description
  • 52.2296756||21.0122287||

    Warschau

  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
  • Document location Warschau


ID
17626 / 200755
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


March 18, 1918 – March 19, 1918

  • Balkans
  • Eastern Front

  • Trench Life



Notes and questions

Login to leave a note