Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 122

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

Schnürschuhen. Dann ging es los. Von Presles fuhren

wir mit einem Postwagen bis Laon. Dort suchte ich

vergeblich nach einem Militärwarengeschäft. In Laon hielten

wir uns nicht lange auf. Wir marschierten weiter

zur Verwundeten- Sammelstelle, die sich in Chambry

befand. Gegen 11 Uhr kamen wir dort an. Ich bekam

einen neuen Verband über den alten. Als Mittag-

essen bekamen wir ein Stück Braten und ein 

Stück Brot. Bis abends 10 Uhr mußten wir warten; eine

fürchterliche Geduldsprobe! Wir marschierten bis zur

nächsten Bahnstation. Von dort fuhren wir zum Kriegs=

lazarett Fourmies an der belgischen Grenze, wo wir 

am anderen Tag ankamen.

                                                                   7. Mai.

In Fourmies kam ich in die Abteilung "Kirchplatz".

Ich erhielt ein kleines gemütliches Zimmer, das ich 

mit einem Offizier-Stellvertreter teilte. Eine ältere

liebenswürdige Schwester war unsere Pflegerin. Ich hatte

mich in der Nacht des 5. zum 6. Mai stark erkältet. Das

zeigte sich jetzt. Ich war so heiser, daß ich kaum sprechen

konnte.

                                                                      8. Mai.

Am Vormittag wurde meine Wunde untersucht und

gereinigt. Splitterchen vom Stahlhelm, Haare und Schmutz

wurden herausgeholt. Ein angenehmes Gefühl!!

Vom Arzt erhielt ich das Versprechen, daß ich mit dem 

nächsten Zug nach Deutschland kam. 

Transcription saved

Schnürschuhen. Dann ging es los. Von Presles fuhren

wir mit einem Postwagen bis Laon. Dort suchte ich

vergeblich nach einem Militärwarengeschäft. In Laon hielten

wir uns nicht lange auf. Wir marschierten weiter

zur Verwundeten- Sammelstelle, die sich in Chambry

befand. Gegen 11 Uhr kamen wir dort an. Ich bekam

einen neuen Verband über den alten. Als Mittag-

essen bekamen wir ein Stück Braten und ein 

Stück Brot. Bis abends 10 Uhr mußten wir warten; eine

fürchterliche Geduldsprobe! Wir marschierten bis zur

nächsten Bahnstation. Von dort fuhren wir zum Kriegs=

lazarett Fourmies an der belgischen Grenze, wo wir 

am anderen Tag ankamen.

                                                                   7. Mai.

In Fourmies kam ich in die Abteilung "Kirchplatz".

Ich erhielt ein kleines gemütliches Zimmer, das ich 

mit einem Offizier-Stellvertreter teilte. Eine ältere

liebenswürdige Schwester war unsere Pflegerin. Ich hatte

mich in der Nacht des 5. zum 6. Mai stark erkältet. Das

zeigte sich jetzt. Ich war so heiser, daß ich kaum sprechen

konnte.

                                                                      8. Mai.

Am Vormittag wurde meine Wunde untersucht und

gereinigt. Splitterchen vom Stahlhelm, Haare und Schmutz

wurden herausgeholt. Ein angenehmes Gefühl!!

Vom Arzt erhielt ich das Versprechen, daß ich mit dem 

nächsten Zug nach Deutschland kam. 


Transcription history
  • June 18, 2017 11:41:00 Rolf Kranz

    Schnürschuhen. Dann ging es los. Von Presles fuhren

    wir mit einem Postwagen bis Laon. Dort suchte ich

    vergeblich nach einem Militärwarengeschäft. In Laon hielten

    wir uns nicht lange auf. Wir marschierten weiter

    zur Verwundeten- Sammelstelle, die sich in Chambry

    befand. Gegen 11 Uhr kamen wir dort an. Ich bekam

    einen neuen Verband über den alten. Als Mittag-

    essen bekamen wir ein Stück Braten und ein 

    Stück Brot. Bis abends 10 Uhr mußten wir warten; eine

    fürchterliche Geduldsprobe! Wir marschierten bis zur

    nächsten Bahnstation. Von dort fuhren wir zum Kriegs=

    lazarett Fourmies an der belgischen Grenze, wo wir 

    am anderen Tag ankamen.

                                                                       7. Mai.

    In Fourmies kam ich in die Abteilung "Kirchplatz".

    Ich erhielt ein kleines gemütliches Zimmer, das ich 

    mit einem Offizier-Stellvertreter teilte. Eine ältere

    liebenswürdige Schwester war unsere Pflegerin. Ich hatte

    mich in der Nacht des 5. zum 6. Mai stark erkältet. Das

    zeigte sich jetzt. Ich war so heiser, daß ich kaum sprechen

    konnte.

                                                                          8. Mai.

    Am Vormittag wurde meine Wunde untersucht und

    gereinigt. Splitterchen vom Stahlhelm, Haare und Schmutz

    wurden herausgeholt. Ein angenehmes Gefühl!!

    Vom Arzt erhielt ich das Versprechen, daß ich mit dem 

    nächsten Zug nach Deutschland kam. 

  • May 17, 2017 23:48:15 Eva Bammer

    Schnürschuhen. Dann ging es los. Von Presles fuhren

    wir mit einem Postwagen bis Laon. Dort suchte ich ver=

    geblich nach einem Militärwarengeschäft. In Laon hielten

    wir uns nicht lange auf. Wir marschierten weiter

    zur Verwundeten- Sammelstelle, die sich in Chambry

    befand. Gegen 11 Uhr kamen wir dort an. Ich bekam

    einen neuen Verband über den alten. Als Mittag-

    essen bekamen wir ein Stück Braten und ein 

    Stück Brot. Bis abends 10 Uhr mußten wir warten; eine

    fürchterliche Geduldsprobe! Wir marschierten bis zur

    nächsten Bahnstation. Von dort fuhren wir zum Kriegs=

    lazarett Fourmies an der belgischen Grenze, wo wir 

    am anderen Tag ankamen.

    7. Mai.

    In Fourmies kam ich in die Abteilung "Kirchplatz".

    Ich erhielt ein kleines gemütliches Zimmer, das ich 

    mit einem Offizier-Stellvertreter teilte. Eine ältere

    liebenswürdige Schwester war unsere Pflegerin. Ich hatte

    mich in der Nacht des 5. zum 6. Mai stark erkältet. Das

    zeigte sich jetzt. Ich war so heiser, daß ich kaum sprechen

    konnte.

    8. Mai.

    Am Vormittag wurde meine Wunde untersucht und

    gereinigt. Splitterchen vom Stahlhelm, Haare und Schmutz

    wurden herausgeholt. Ein angenehmes Gefühl!!

    Vom Arzt erhielt ich das Versprechen, daß ich mit dem 

    nächsten Zug nach Deutschland kam. 


Description

Save description
  • 49.564133||3.61989||

    Laon

  • 49.59082||3.654869||

    Chambry

  • 50.018301||4.046972||

    Fourmies

  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
  • Document location Laon
  • Additional document location Chambry
  • Additional document location Fourmies
Login and add location


ID
17626 / 200743
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


Login to edit the languages

Login to edit the fronts

Login to add keywords
  • Trench Life

Login and add links

Notes and questions

Login to leave a note