Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 78

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

ein wenig auf der Hut war, konnte er uns

leicht abschnappen. Plötzlich hörte ich auf meinem

linken Flügel jemand um Hilfe rufen. Franzmann ist

schon da, dachte ich und laut "Alarm" rufend lief ich,

mit dem Revolver in der Hand, dort hin. Umsonst!

Dem linken Flügelmann war die Angst überkommen

und er hatte Gespenster gesehen. Er behauptete, 

während er im Loch gesessen habe, wäre jemand

von vorn gekommen und hätte an seiner Zeltbahn

gerissen. - Hier liegen bleiben ohne Anschluß

nach rechts und links war zu gewagt. Mit Ltn.

Metzger, dem Führer des 3. Zuges nahm ich Rücksprache.

Wir zogen dann einige 100 m hinter die Höhe zurück

in eine Schlucht und schickten eine Gruppe zur

Bewachung auf die Höhe. Dem Kompagnie-Führer schickten

wir sofort Meldung darüber. Wütend kam er

an und befahl, sofort in unsere alte Stellung

zurück zukehren, denn er behauptete, rechts und links

von uns seien Radfahrer und auch Kavallerie.

Fluchend und schimpfend trotteten wir von dannen

in unsere alten Löcher zurück. Eine Verbindung 

war weder nach rechts, noch nach links festzustellen.

Nach kurzer Zeit, es mochte 1/2 Stunde vergangen

sein, wurden wir zurückgezogen. Wir marschierten 

Transcription saved

ein wenig auf der Hut war, konnte er uns

leicht abschnappen. Plötzlich hörte ich auf meinem

linken Flügel jemand um Hilfe rufen. Franzmann ist

schon da, dachte ich und laut "Alarm" rufend lief ich,

mit dem Revolver in der Hand, dort hin. Umsonst!

Dem linken Flügelmann war die Angst überkommen

und er hatte Gespenster gesehen. Er behauptete, 

während er im Loch gesessen habe, wäre jemand

von vorn gekommen und hätte an seiner Zeltbahn

gerissen. - Hier liegen bleiben ohne Anschluß

nach rechts und links war zu gewagt. Mit Ltn.

Metzger, dem Führer des 3. Zuges nahm ich Rücksprache.

Wir zogen dann einige 100 m hinter die Höhe zurück

in eine Schlucht und schickten eine Gruppe zur

Bewachung auf die Höhe. Dem Kompagnie-Führer schickten

wir sofort Meldung darüber. Wütend kam er

an und befahl, sofort in unsere alte Stellung

zurück zukehren, denn er behauptete, rechts und links

von uns seien Radfahrer und auch Kavallerie.

Fluchend und schimpfend trotteten wir von dannen

in unsere alten Löcher zurück. Eine Verbindung 

war weder nach rechts, noch nach links festzustellen.

Nach kurzer Zeit, es mochte 1/2 Stunde vergangen

sein, wurden wir zurückgezogen. Wir marschierten 


Transcription history
  • June 17, 2017 15:17:39 Rolf Kranz

    ein wenig auf der Hut war, konnte er uns

    leicht abschnappen. Plötzlich hörte ich auf meinem

    linken Flügel jemand um Hilfe rufen. Franzmann ist

    schon da, dachte ich und laut "Alarm" rufend lief ich,

    mit dem Revolver in der Hand, dort hin. Umsonst!

    Dem linken Flügelmann war die Angst überkommen

    und er hatte Gespenster gesehen. Er behauptete, 

    während er im Loch gesessen habe, wäre jemand

    von vorn gekommen und hätte an seiner Zeltbahn

    gerissen. - Hier liegen bleiben ohne Anschluß

    nach rechts und links war zu gewagt. Mit Ltn.

    Metzger, dem Führer des 3. Zuges nahm ich Rücksprache.

    Wir zogen dann einige 100 m hinter die Höhe zurück

    in eine Schlucht und schickten eine Gruppe zur

    Bewachung auf die Höhe. Dem Kompagnie-Führer schickten

    wir sofort Meldung darüber. Wütend kam er

    an und befahl, sofort in unsere alte Stellung

    zurück zukehren, denn er behauptete, rechts und links

    von uns seien Radfahrer und auch Kavallerie.

    Fluchend und schimpfend trotteten wir von dannen

    in unsere alten Löcher zurück. Eine Verbindung 

    war weder nach rechts, noch nach links festzustellen.

    Nach kurzer Zeit, es mochte 1/2 Stunde vergangen

    sein, wurden wir zurückgezogen. Wir marschierten 

  • May 15, 2017 23:54:57 Eva Bammer

    ein wenig auf der Hut war, konnte er uns

    leicht abschnappen. Plötzlich hörte ich auf meinem lin=

    ken Flügel jemand um Hilfe rufen. Franzmann ist

    schon, dachte ich und laut "Alarm" rufen, lief ich,

    mit dem Rewolver in der Hand, dort hin. Umsonst!

    Dem linken Flügelmann war die Angst überkom=

    men und er hatte Gespenster gesehen. Er behauptete, 

    währen er im Loch gesessen habe, wäre jemand

    von vorn gekommen und hätte an seiner Zelt=

    bahn gerissen. - Hier liegen bleiben ohne Anschluß

    nach rechts und links war zu gewagt. Mit Ltn.

    Metzger, dem Führer des 3. Zuges nahm ich Rücksprache.

    Wir zogen dann einige 100 m hinter die Höhe zurück

    in eine Schlucht und schickten eine Gruppe zur Be=

    wachung auf die Höhe. Dem Kompagnie-Führer schick=

    ten wir sofort Meldung darüber. Wütend kam er

    an und befahl, sofort in unsere alte Stellung zu=

    rück zukehren, denn er behauptete, rechts und links

    von uns seien Radfahrer und auch Kawallerie.

    Fluchend und Schimpfend trotteten wir von dannen

    in unsere alten Löcher zurück. Eine Verbindung 

    war weder nach rechts, noch nach links festzustellen.

    Nach kurzer Zeit, es mochte 1/2 Stunde vergangen

    sein, wurden wir zurückgezogen. Wir marschierten 


Description

Save description
  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
Login and add location


ID
17626 / 200699
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


Login to edit the languages

Login to edit the fronts
  • Balkans
  • Eastern Front

Login to add keywords
  • Trench Life

Login and add links

Notes and questions

Login to leave a note