Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 66

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abgebrannt. Frankreich wird auf diesem Gebiete

noch mal sehr empfinden, daß es das Friedens=

angebot abgelehnt hat.

Von Albrechtsburg kamen wir nach Sermaize,

dessen Häuser in hellen Flammen loderten. Wir

waren kurz vor Beaurains, als plötzlich so ein

Ungetüm, das Geschoß eines französischen Lang=

rohrgeschützes, nahe bei uns einschlug; nicht

lange darauf kam ein zweites, welches etwa

20- 30m rechts des Weges einschlug. Alle türmten

nach links, ein großer Teil lag am Boden. Im

Marschmarsch suchten wir fortzukommen. Allerdings

hatte dieses Geschoß 4 Leichtverletzte zu verzeichnen.

In Beaurains machten wir Pause. Noch mehrere

Granaten kamen uns nachgesaust, die aber weit

hinter uns sich in die Erde bohrten. Von Beaurains

marschierten wir über Genvry nach Crisolles. Dort

war die Kirche gesprengt, so daß die ganze Straße

mit einem mächtigen Haufen Schutt und Trümmer

versperrt war. Allmählich merkte ich eine große Schlapp=

heit in allen Knochen, namentlich die Schultern und

Kniegelenke schmerzten. Seit Augsut 1916 trug ich

heute zum erstenmal wieder einen vollgepackten

Affen. Über St. Martin kamen wir um 1/2 5 Uhr in

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abgebrannt. Frankreich wird auf diesem Gebiete

noch mal sehr empfinden, daß es das Friedens=

angebot abgelehnt hat.

Von Albrechtsburg kamen wir nach Sermaize,

dessen Häuser in hellen Flammen loderten. Wir

waren kurz vor Beaurains, als plötzlich so ein

Ungetüm, das Geschoß eines französischen Lang=

rohrgeschützes, nahe bei uns einschlug; nicht

lange darauf kam ein zweites, welches etwa

20- 30m rechts des Weges einschlug. Alle türmten

nach links, ein großer Teil lag am Boden. Im

Marschmarsch suchten wir fortzukommen. Allerdings

hatte dieses Geschoß 4 Leichtverletzte zu verzeichnen.

In Beaurains machten wir Pause. Noch mehrere

Granaten kamen uns nachgesaust, die aber weit

hinter uns sich in die Erde bohrten. Von Beaurains

marschierten wir über Genvry nach Crisolles. Dort

war die Kirche gesprengt, so daß die ganze Straße

mit einem mächtigen Haufen Schutt und Trümmer

versperrt war. Allmählich merkte ich eine große Schlapp=

heit in allen Knochen, namentlich die Schultern und

Kniegelenke schmerzten. Seit Augsut 1916 trug ich

heute zum erstenmal wieder einen vollgepackten

Affen. Über St. Martin kamen wir um 1/2 5 Uhr in


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  • June 17, 2017 13:36:47 Rolf Kranz

    abgebrannt. Frankreich wird auf diesem Gebiete

    noch mal sehr empfinden, daß es das Friedens=

    angebot abgelehnt hat.

    Von Albrechtsburg kamen wir nach Sermaize,

    dessen Häuser in hellen Flammen loderten. Wir

    waren kurz vor Beaurains, als plötzlich so ein

    Ungetüm, das Geschoß eines französischen Lang=

    rohrgeschützes, nahe bei uns einschlug; nicht

    lange darauf kam ein zweites, welches etwa

    20- 30m rechts des Weges einschlug. Alle türmten

    nach links, ein großer Teil lag am Boden. Im

    Marschmarsch suchten wir fortzukommen. Allerdings

    hatte dieses Geschoß 4 Leichtverletzte zu verzeichnen.

    In Beaurains machten wir Pause. Noch mehrere

    Granaten kamen uns nachgesaust, die aber weit

    hinter uns sich in die Erde bohrten. Von Beaurains

    marschierten wir über Genvry nach Crisolles. Dort

    war die Kirche gesprengt, so daß die ganze Straße

    mit einem mächtigen Haufen Schutt und Trümmer

    versperrt war. Allmählich merkte ich eine große Schlapp=

    heit in allen Knochen, namentlich die Schultern und

    Kniegelenke schmerzten. Seit Augsut 1916 trug ich

    heute zum erstenmal wieder einen vollgepackten

    Affen. Über St. Martin kamen wir um 1/2 5 Uhr in

  • May 15, 2017 22:32:40 Eva Bammer

    abgebrannt. Frankreich wird auf diesem Gebiete

    noch mal sehr empfinden, daß es das Friedens=

    angebot abgelehnt hat.

    Von Albrechtsburg kamen wir nach Hermaize,

    dessen Häuser in hellen Flammen loderten. Wir

    waren kurz vor Beaurains, als plötzlich so ein

    Ungetüm, das Geschoß eines französischen Lang=

    rohrgeweschützes, nahe bei uns einschlug; nicht

    lange darauf kam ein zweites, welches etwa

    20- 30m rechts des Weges einschlug. Alle türmten

    nach links, ein großer Teil lag am Boden. Im

    Warschmarsch suchten wir fortzukommen. Allerdings

    hatte dieses Geschoß 4 Leichtverletzte zu verzeichnen.

    In Beaurains machten wir Pause. Noch mehrere

    Granaten kamen uns nachgesaust, die aber mit

    hinter uns sich in die Erde bohrten. Von Beaurains

    marschierten wir über Genvry nach Erisolles. Dort

    war die Kirche gesprengt, so daß die ganze Straße

    mit einem mächtigen Haufen Schutt und Trümmer

    versperrt war. Allmählich merkte ich eine große Schlapp=

    heit in allen Knochen, namentlich die Schultern und

    Kniegelenke schmerzten. Seit Augsut 1916 trug ich

    heute zum erstenmal wieder einen vollgepackten

    Affen. Über St. Martin kamen wir um 1/2 5 Uhr in


Description

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  • 49.615577||2.959008||

    Sermaize

  • 49.61165953940807||2.9711901644043337||

    Beaurains-lès-Noyon

  • 49.611882||2.9905879||

    Genvry

  • 49.622359||3.0140729||

    Crisolles

  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
  • Document location Sermaize
  • Additional document location Beaurains-lès-Noyon
  • Additional document location Genvry
  • Additional document location Crisolles
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ID
17626 / 200687
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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