Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 37

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Stunden, die leider nur zu schnell verrannen. Leider

mußte ich schon wieder um 1:45 Uhr antreten, um die

Kompagnie zur Treibjagd zu führen. Es wurde ein zweimaliges

Kesseltreiben veranstaltet, wobei 15 Hasen

erlegt wurde. Beim 2. Trieb hatte ich nach Meinung

eines Leutnants von einer andern Kompagnie

nicht den richtigen Weg eingeschlagen, wofür er mich

dann ziemlich grob anfuhr. Mein Gesicht wird ihm

wohl meine Gedanken verraten haben. Gegen 6 Uhr

waren wir wieder zurück. Da ich ungemein müde

war und es auf meiner Bude sehr kalt war, legte

ich mich schon vor 8 Uhr hin.

                                                                         4. Februar.

Sonntag! Um 6 Uhr wurde ich dadurch geweckt, daß mein

Putzer aufstand und sich zum Abmarsch als Quartiermacher

fertig machte. Bis 1/2 9 Uhr schlief ich noch. Am

Nachmittag machten wir einen Spaziergang über

Hamégicourt in die nähere Umgebung Brissys. In

Brissy stand ein prächtiges Schloß, mit herrlichen Marmor-

kaminen und andern Kostbarkeiten, die einstigen

Wohlstand des Besitzers verrieten. Jetzt waren die Räume

leer und mit unsern Soldaten belegt. Die Oise war

sehr fischreich. Musketier Philipp versorgte alle, selbst das

Kasino mit Fischen. Seine Kunst, wie er immer soviel


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Stunden, die leider nur zu schnell verrannen. Leider

mußte ich schon wieder um 1:45 Uhr antreten, um die

Kompagnie zur Treibjagd zu führen. Es wurde ein zweimaliges

Kesseltreiben veranstaltet, wobei 15 Hasen

erlegt wurde. Beim 2. Trieb hatte ich nach Meinung

eines Leutnants von einer andern Kompagnie

nicht den richtigen Weg eingeschlagen, wofür er mich

dann ziemlich grob anfuhr. Mein Gesicht wird ihm

wohl meine Gedanken verraten haben. Gegen 6 Uhr

waren wir wieder zurück. Da ich ungemein müde

war und es auf meiner Bude sehr kalt war, legte

ich mich schon vor 8 Uhr hin.

                                                                         4. Februar.

Sonntag! Um 6 Uhr wurde ich dadurch geweckt, daß mein

Putzer aufstand und sich zum Abmarsch als Quartiermacher

fertig machte. Bis 1/2 9 Uhr schlief ich noch. Am

Nachmittag machten wir einen Spaziergang über

Hamégicourt in die nähere Umgebung Brissys. In

Brissy stand ein prächtiges Schloß, mit herrlichen Marmor-

kaminen und andern Kostbarkeiten, die einstigen

Wohlstand des Besitzers verrieten. Jetzt waren die Räume

leer und mit unsern Soldaten belegt. Die Oise war

sehr fischreich. Musketier Philipp versorgte alle, selbst das

Kasino mit Fischen. Seine Kunst, wie er immer soviel



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  • May 31, 2017 22:03:40 Rolf Kranz

    Stunden, die leider nur zu schnell verrannen. Leider

    mußte ich schon wieder um 1:45 Uhr antreten, um die

    Kompagnie zur Treibjagd zu führen. Es wurde ein zweimaliges

    Kesseltreiben veranstaltet, wobei 15 Hasen

    erlegt wurde. Beim 2. Trieb hatte ich nach Meinung

    eines Leutnants von einer andern Kompagnie

    nicht den richtigen Weg eingeschlagen, wofür er mich

    dann ziemlich grob anfuhr. Mein Gesicht wird ihm

    wohl meine Gedanken verraten haben. Gegen 6 Uhr

    waren wir wieder zurück. Da ich ungemein müde

    war und es auf meiner Bude sehr kalt war, legte

    ich mich schon vor 8 Uhr hin.

                                                                             4. Februar.

    Sonntag! Um 6 Uhr wurde ich dadurch geweckt, daß mein

    Putzer aufstand und sich zum Abmarsch als Quartiermacher

    fertig machte. Bis 1/2 9 Uhr schlief ich noch. Am

    Nachmittag machten wir einen Spaziergang über

    Hamégicourt in die nähere Umgebung Brissys. In

    Brissy stand ein prächtiges Schloß, mit herrlichen Marmor-

    kaminen und andern Kostbarkeiten, die einstigen

    Wohlstand des Besitzers verrieten. Jetzt waren die Räume

    leer und mit unsern Soldaten belegt. Die Oise war

    sehr fischreich. Musketier Philipp versorgte alle, selbst das

    Kasino mit Fischen. Seine Kunst, wie er immer soviel


  • May 11, 2017 12:26:26 Eva Bammer

    Stunden, die leider nur zu schnell verrannen. Leider

    mußte ich schon wieder um 1:45 Uhr antreten, um die

    Kopagnie zur Treibjagd zu führen. Es wurde ein zwei=

    maliges Kusseltreiben veranstaltet, wobei 15 Hafen

    erlegt wurde. Beim 2. Trieb hatte ich nach Meinung

    eines Leutnants von einer andern Kompagnie

    nicht den richtigen Weg eingeschlagen, wofür er mich

    dann ziemlich grob anfuhr. Mein Gesicht wird ihm

    wohl meine Gedanken verraten haben. Gegen 6 Uhr

    waren wir wieder zurück. Da ich ungemein müde

    war und es auf meiner Bude sehr kalt war, legte

    ich mich schon vor 8 Uhr hin.

    4. Februar.

    Sonntag! Um 6 Uhr wurde ich dadurch geweckt, daß mein

    Putzer aufstand und sich zum Abmarsch als Quartierma=

    cher fertig machte. Bis 1/2 9 Uhr schlief ich noch. Am Nach=

    mittag machten wir einen Spaziergang über Ha=

    mégicourt in die nähere Umgebung Brissys. In

    Brissy stand ein prächtiges Schloß, mit herrlichen Warme=

    karminen und andern Kostbarkeiten, die einstigen

    Wohlstand des Besitzers verrieten. Jetzt waren die Räume

    leer und mit unsern Soldaten belegt. Die Oise war

    sehr fischreich. missing Philipp versorgte alle, selbst das

    Kaserne mit Fischen. Seine Kunst, wie er immer soviel



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  • 49.742714||3.379661||

    Brissy-Hamégicourt

  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
  • Document location Brissy-Hamégicourt
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ID
17626 / 200658
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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