Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 31

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

                              III. In der Heimat.

                                     21.8.1916 - 29.1.1917.


     Die Fahrt nach der Heimat bereitete uns viel Freude.

Unsere einzige Sorge war nur, vor Beginn des Kursus ein 

paar Tage Urlaug zu bekommen. Immerhin waren wir

für wenigstens 1/4 Jahr der Hölle in Frankreich entronnen.

Am 23. August, morgens gegen 1/2 10 Uhr langten

wir in Guben an. Meine Uniform sah noch ganz

nach dem Graben aus. Das Blut von Daukwarth war

noch an Rock und Hose. Wir wurden zunächst mal

vollständig neu eingekleidet. Nachmittags wurden wir, 

es waren im ganzen vom Regiment 205  7 Anwärter

zur Stelle, dem Bataillonskommandeur Oberstleutnant

von Mühlmann vorgestellt. Wir erhielten sofort Urlaub 

bis zum 31. August. Seit fast 13 Monaten war ich mal

wieder zu Hause, zum erstenmal als Soldat. Bruder

Heinrich war auch noch da, leider war sein Urlaub nach 

einigen Tagen zu Ende.

Vom 1. - 11. September wurden wir Anwärter in einem

Vorkursus tüchtig gedrillt. 

Am 2. September 1916 wurde mir durch den Bataillons=

kommandeur für meine Tätigkeit an der Somme

das Eiserne Kreuz II. Kl. überreicht.

Am 12. September fuhren wir zum Fahnenjunkerkursus

nach Döberitz, der ursprünglich bis zum 9. Dezember dauern 

Transcription saved

                              III. In der Heimat.

                                     21.8.1916 - 29.1.1917.


     Die Fahrt nach der Heimat bereitete uns viel Freude.

Unsere einzige Sorge war nur, vor Beginn des Kursus ein 

paar Tage Urlaug zu bekommen. Immerhin waren wir

für wenigstens 1/4 Jahr der Hölle in Frankreich entronnen.

Am 23. August, morgens gegen 1/2 10 Uhr langten

wir in Guben an. Meine Uniform sah noch ganz

nach dem Graben aus. Das Blut von Daukwarth war

noch an Rock und Hose. Wir wurden zunächst mal

vollständig neu eingekleidet. Nachmittags wurden wir, 

es waren im ganzen vom Regiment 205  7 Anwärter

zur Stelle, dem Bataillonskommandeur Oberstleutnant

von Mühlmann vorgestellt. Wir erhielten sofort Urlaub 

bis zum 31. August. Seit fast 13 Monaten war ich mal

wieder zu Hause, zum erstenmal als Soldat. Bruder

Heinrich war auch noch da, leider war sein Urlaub nach 

einigen Tagen zu Ende.

Vom 1. - 11. September wurden wir Anwärter in einem

Vorkursus tüchtig gedrillt. 

Am 2. September 1916 wurde mir durch den Bataillons=

kommandeur für meine Tätigkeit an der Somme

das Eiserne Kreuz II. Kl. überreicht.

Am 12. September fuhren wir zum Fahnenjunkerkursus

nach Döberitz, der ursprünglich bis zum 9. Dezember dauern 


Transcription history
  • May 31, 2017 21:14:51 Rolf Kranz

                                  III. In der Heimat.

                                         21.8.1916 - 29.1.1917.


         Die Fahrt nach der Heimat bereitete uns viel Freude.

    Unsere einzige Sorge war nur, vor Beginn des Kursus ein 

    paar Tage Urlaug zu bekommen. Immerhin waren wir

    für wenigstens 1/4 Jahr der Hölle in Frankreich entronnen.

    Am 23. August, morgens gegen 1/2 10 Uhr langten

    wir in Guben an. Meine Uniform sah noch ganz

    nach dem Graben aus. Das Blut von Daukwarth war

    noch an Rock und Hose. Wir wurden zunächst mal

    vollständig neu eingekleidet. Nachmittags wurden wir, 

    es waren im ganzen vom Regiment 205  7 Anwärter

    zur Stelle, dem Bataillonskommandeur Oberstleutnant

    von Mühlmann vorgestellt. Wir erhielten sofort Urlaub 

    bis zum 31. August. Seit fast 13 Monaten war ich mal

    wieder zu Hause, zum erstenmal als Soldat. Bruder

    Heinrich war auch noch da, leider war sein Urlaub nach 

    einigen Tagen zu Ende.

    Vom 1. - 11. September wurden wir Anwärter in einem

    Vorkursus tüchtig gedrillt. 

    Am 2. September 1916 wurde mir durch den Bataillons=

    kommandeur für meine Tätigkeit an der Somme

    das Eiserne Kreuz II. Kl. überreicht.

    Am 12. September fuhren wir zum Fahnenjunkerkursus

    nach Döberitz, der ursprünglich bis zum 9. Dezember dauern 

  • May 10, 2017 23:37:01 Eva Bammer

    III. In der Heimat.

    21. 8. 1916 - 29. 1. 1917

    Die Fahrt nach der Heimat bereitete uns viel Freude.

    Unsere einzige Sorge war nur, vor Beginn des Kursus ein 

    paar Tage Urlaug zu bekommen. Immerhin waren wir

    für wenigstens 1/4 Jahr der Hölle in Frankreich ent=

    ronnen. Am 23. August, morgens gegen 1/2 10 Uhr lang=

    ten wir in Guben an. Meine Uniform sah noch ganz

    nach dem Graben aus. Das Blut von Daukwartle war

    noch an Rock und Hose. Wir wurden zunächst mal voll=

    ständig neu eingekleidet. Nachmittags wurden wir, 

    es waren im ganzen vom Regiment 205  7 Anwärter

    zur Stelle, dem Bataillonskommandeur Oberstleutnant

    von Mühlmann vorgestellt. Wir erhielten sofort Urlaub 

    bis zum 31. August. Seit fast 13 Monaten war ich mal

    wieder zu Hause, zum erstenmal als Soldat. Bruder

    Heinrich war auch noch da, leider war sein Urlaub nach 

    einigen Tagen zu Ende.

    Vom 1. - 11. September wurden wir Anwerter in einem

    Vorkursus tüchtig gedrillt. 

    Am 2. September 1916 wurde mir durch den Bataillons=

    kommandeur für meine Tätigkeit an der Tomme

    das Eiserne Kreuz II. Kl. überreiche.

    Am 12. September fuhren wir zum Fahnenjunkerkursus

    nach Döberitz, der ursprünglich bis zum 9. Dezember dauern 


Description

Save description
  • 51.9514863||14.695565||

    Guben

  • 52.5420864||13.0590617||

    Döberitz

  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
  • Document location Guben
  • Additional document location Döberitz


ID
17626 / 200652
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



  • Balkans
  • Eastern Front

  • Trench Life



Notes and questions

Login to leave a note