Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 26

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Schnabel halten. Um 6 Uhr morgens legte ich mich

schlafen.

                                                                          17. August.

Nach 2 Stunden wurde ich schon wieder geweckt, da

ich als Unteroffizier vom Dienst die Lebensmittel

und Post zu verteilen hatte. Von Hause bekam ich

wieder ein Paket und von Heinrich eine Karte

aus Berlin von der Fahrt in die Heimat. Um 1/2 11

Uhr war ich mit diesem Dienst fertig. Um 11 Uhr hatten

wir eine kleine Moralpredigt von Feldwebelleutnant

Koch anzuhören. Nach dem Mittagessen mußten

wir sämtliche Geräte und Gegenstände feststellen.

Um 2 1/4 Uhr legte ich mich zum Schlafen hin, um 4 Uhr

mußte ich schon wieder zum Zugführer. Als ich mich darauf

wieder hinlegte, wurde ich nach einigen Minuten

schon wieder zu dem Plagegeist befohlen.

Es hatte mächtig geregnet, der Graben stand voll

Wasser. "Unteroffizier Altrogge, nehmen Sie sich ein 

paar Leute und scheppen Sie daß Wasser aus dem

Graben!" Der Befehl wurde ausgeführt; kurz vor 8 Uhr

waren wir damit fertig. Dann legte ich mich wieder

hin, aber nach kurzer Zeit wurde ich wieder 

geweckt. Wir mußten den Schlamm aus dem 

Graben machen. Das war der vielgenannte 17.


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Schnabel halten. Um 6 Uhr morgens legte ich mich

schlafen.

                                                                          17. August.

Nach 2 Stunden wurde ich schon wieder geweckt, da

ich als Unteroffizier vom Dienst die Lebensmittel

und Post zu verteilen hatte. Von Hause bekam ich

wieder ein Paket und von Heinrich eine Karte

aus Berlin von der Fahrt in die Heimat. Um 1/2 11

Uhr war ich mit diesem Dienst fertig. Um 11 Uhr hatten

wir eine kleine Moralpredigt von Feldwebelleutnant

Koch anzuhören. Nach dem Mittagessen mußten

wir sämtliche Geräte und Gegenstände feststellen.

Um 2 1/4 Uhr legte ich mich zum Schlafen hin, um 4 Uhr

mußte ich schon wieder zum Zugführer. Als ich mich darauf

wieder hinlegte, wurde ich nach einigen Minuten

schon wieder zu dem Plagegeist befohlen.

Es hatte mächtig geregnet, der Graben stand voll

Wasser. "Unteroffizier Altrogge, nehmen Sie sich ein 

paar Leute und scheppen Sie daß Wasser aus dem

Graben!" Der Befehl wurde ausgeführt; kurz vor 8 Uhr

waren wir damit fertig. Dann legte ich mich wieder

hin, aber nach kurzer Zeit wurde ich wieder 

geweckt. Wir mußten den Schlamm aus dem 

Graben machen. Das war der vielgenannte 17.



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  • May 31, 2017 20:56:29 Rolf Kranz

    Schnabel halten. Um 6 Uhr morgens legte ich mich

    schlafen.

                                                                              17. August.

    Nach 2 Stunden wurde ich schon wieder geweckt, da

    ich als Unteroffizier vom Dienst die Lebensmittel

    und Post zu verteilen hatte. Von Hause bekam ich

    wieder ein Paket und von Heinrich eine Karte

    aus Berlin von der Fahrt in die Heimat. Um 1/2 11

    Uhr war ich mit diesem Dienst fertig. Um 11 Uhr hatten

    wir eine kleine Moralpredigt von Feldwebelleutnant

    Koch anzuhören. Nach dem Mittagessen mußten

    wir sämtliche Geräte und Gegenstände feststellen.

    Um 2 1/4 Uhr legte ich mich zum Schlafen hin, um 4 Uhr

    mußte ich schon wieder zum Zugführer. Als ich mich darauf

    wieder hinlegte, wurde ich nach einigen Minuten

    schon wieder zu dem Plagegeist befohlen.

    Es hatte mächtig geregnet, der Graben stand voll

    Wasser. "Unteroffizier Altrogge, nehmen Sie sich ein 

    paar Leute und scheppen Sie daß Wasser aus dem

    Graben!" Der Befehl wurde ausgeführt; kurz vor 8 Uhr

    waren wir damit fertig. Dann legte ich mich wieder

    hin, aber nach kurzer Zeit wurde ich wieder 

    geweckt. Wir mußten den Schlamm aus dem 

    Graben machen. Das war der vielgenannte 17.


  • May 10, 2017 22:24:44 Eva Bammer

    Schnabel halten. Um 6 Uhr morgens legte ich mich

    schlafen.

    17. August.

    Nach 2 Stunden wurde ich schon wieder geweckt, da

    ich als Unteroffizier vom Dienst die Lebensmittel

    und Post zu verteilen hatte. Von Hause bekam ich

    wieder ein Paket und von Heinrich eine Karte

    aus Berlin von der Fahrt in die Heimat. Um 1/2 11

    Uhr war ich mit diesem Dienst fertig. Um 11 Uhr hatten

    wir eine kleine Moralpredigt von Feldwebelleut=

    nant Koch anzuhören. Nach dem Mittagessen muß=

    ten wir sämtliche Geräte und Gegenstände feststellen.

    Um 2 1/4 Uhr legte ich mich zum Schlafen hin, um 4 Uhr

    mußte ich schon wieder zum Zugführer. Als ich mich dar=

    auf wieder hinlegte, wurde ich nach einigen Mi=

    nuten schon wieder zu dem Plagegeist befohlen.

    Es hatte mächtig geregnet, der Graben stand voll

    Wasser. "Unteroffizier Altrogge, nehmen Sie sich ein 

    paar Leute und scheppen Sie daß Wasser aus dem

    Graben!" Der Befehl wurde ausgeführt; kurz vor 8 Uhr

    waren wir damit fertig. Dann legte ich mich wie=

    der hin, aber nach kurzer Zeit wurde ich wieder 

    geweckt. Wir mußten den Schlamm aus dem 

    Graben machen. Das war der vielgenannte 17.



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    Arnsberg

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17626 / 200647
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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