Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 25

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Nacht sehr weit. Kein Schuß fiel. Trotzdem der Franz=

mann mich sehen mußte. Der Sappenposten sagte

mir am andern Tage, er habe während der Zeit

dauernd befürchtet, die Franzosen hätten mich abgeschossen.

Jedenfalls bekamen wir auf diese Weise unsere

Grabenwand fest, was am andern Morgen vom Komp.

Führer, Leutnant Droysen, lobend anerkannt wurde.

Dieser war bei uns sehr beliebt, einmal, weil er für

jeden ein freundliches Wort hatte und zweitens sich

um das Wohl seiner Leute bekümmerte und Erleichterungen

verschaffte, wo es möglich war.

                                                            15. August.

Am Morgen ging ich wieder hin, um Lebensmittel

und Post zu empfangen. Der Tag verging in üblicher

Weise. Zeitweise war ich mit W. Bahnschulte zusammen.

Von 11 Uhr ab (abends) wurde wieder weiter gearbeitet.

                                                               16. August.

Am Mittag hatte ich endlich mal Gelegenheit, mich gründlich

zu waschen. Von 5 - 1/2 11 schlief ich. Dann gings wieder

an die Arbeit. In dieser Nacht sauste Herr Koch wieder

im Graben herum. Mit unserer Arbeit war er nicht

zufrieden. Wir mußten manches wieder abreißen

und von vorn wieder anfangen. Ob man auch innerlich

vor Wut schäumte, es half nichts, man mußte den

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Nacht sehr weit. Kein Schuß fiel. Trotzdem der Franz=

mann mich sehen mußte. Der Sappenposten sagte

mir am andern Tage, er habe während der Zeit

dauernd befürchtet, die Franzosen hätten mich abgeschossen.

Jedenfalls bekamen wir auf diese Weise unsere

Grabenwand fest, was am andern Morgen vom Komp.

Führer, Leutnant Droysen, lobend anerkannt wurde.

Dieser war bei uns sehr beliebt, einmal, weil er für

jeden ein freundliches Wort hatte und zweitens sich

um das Wohl seiner Leute bekümmerte und Erleichterungen

verschaffte, wo es möglich war.

                                                            15. August.

Am Morgen ging ich wieder hin, um Lebensmittel

und Post zu empfangen. Der Tag verging in üblicher

Weise. Zeitweise war ich mit W. Bahnschulte zusammen.

Von 11 Uhr ab (abends) wurde wieder weiter gearbeitet.

                                                               16. August.

Am Mittag hatte ich endlich mal Gelegenheit, mich gründlich

zu waschen. Von 5 - 1/2 11 schlief ich. Dann gings wieder

an die Arbeit. In dieser Nacht sauste Herr Koch wieder

im Graben herum. Mit unserer Arbeit war er nicht

zufrieden. Wir mußten manches wieder abreißen

und von vorn wieder anfangen. Ob man auch innerlich

vor Wut schäumte, es half nichts, man mußte den


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  • May 31, 2017 20:52:54 Rolf Kranz

    Nacht sehr weit. Kein Schuß fiel. Trotzdem der Franz=

    mann mich sehen mußte. Der Sappenposten sagte

    mir am andern Tage, er habe während der Zeit

    dauernd befürchtet, die Franzosen hätten mich abgeschossen.

    Jedenfalls bekamen wir auf diese Weise unsere

    Grabenwand fest, was am andern Morgen vom Komp.

    Führer, Leutnant Droysen, lobend anerkannt wurde.

    Dieser war bei uns sehr beliebt, einmal, weil er für

    jeden ein freundliches Wort hatte und zweitens sich

    um das Wohl seiner Leute bekümmerte und Erleichterungen

    verschaffte, wo es möglich war.

                                                                15. August.

    Am Morgen ging ich wieder hin, um Lebensmittel

    und Post zu empfangen. Der Tag verging in üblicher

    Weise. Zeitweise war ich mit W. Bahnschulte zusammen.

    Von 11 Uhr ab (abends) wurde wieder weiter gearbeitet.

                                                                   16. August.

    Am Mittag hatte ich endlich mal Gelegenheit, mich gründlich

    zu waschen. Von 5 - 1/2 11 schlief ich. Dann gings wieder

    an die Arbeit. In dieser Nacht sauste Herr Koch wieder

    im Graben herum. Mit unserer Arbeit war er nicht

    zufrieden. Wir mußten manches wieder abreißen

    und von vorn wieder anfangen. Ob man auch innerlich

    vor Wut schäumte, es half nichts, man mußte den

  • May 10, 2017 22:06:45 Eva Bammer

    Nacht sehr weit. Kein Schuß fiel. Trotzdem der Franz=

    mann mich sehen mußte. Der Sappenposten sagte

    mir am andern Tage, er habe während der Zeit

    dauernd befürchtet, die Franzosen hätten mich abgeschos=

    sen. Jedenfalls bekamen wir auf diese Weise unsere

    Grabenwand gest, was am andern Waagen vom köng.

    Führer, Leutnant Droysen, lobend anerkannt wurde.

    Dieser war bei uns sehr beliebt, einmal, weil er für

    jeden ein freundliches Wort hatte und zweitens sich

    um das Wohl seiner Leute bekümmerte und Erleichterun=

    gen verschaffte, wo es möglich war.

    15. August.

    Am Morgen ging ich wieder hin, um Lebensmittel

    und Post zu empfangen. Der Tag verging in üblicher

    Weise. Zeitweise war ich mit W. Bälmschulte zusammen.

    Von 11 Uhr ab (abends) wurde wieder weiter gearbeitet.

    16. August.

    Am Mittag hatte ich endlich mal Gelegenheit, mich gründ=

    lich zu waschen. Von 5 - 1/2 11 schlief ich. Dann gings wieder

    an die Arbeit. In dieser Nacht sauste Herr Koch wieder

    im Graben herum. Mit unserer Arbeit war er nicht zu=

    frieden. Wir mußten manches wieder abreißen

    und von vorn wieder anfangen. Ob man auch inner=

    lich vor Wut schäumte, es half nichts, man mußte den


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  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

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  • Story location Arnsberg


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17626 / 200646
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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