Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 14

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führung auf. Um 3/4 11 Uhr bekam ich noch den

Befehl, mit 2 Gruppen ein totes Pferd, das vor

einigen Tagen gefallen war und direkt am

Verbindungsgraben im Dorf lag, zu begraben.

Infolge des warmen Wetters stank es schon

stark. Sofort an dem Rücken des Pferdes

entlang, schaufelten wir ein tiefes Grab. Dann

faßten wir an die Beine, um es herüber zu

wälzen. Da, ein fürchterliches Zischen, der dick

aufgequollene Bauch wurde wieder normal,

wir ließen die Beine los, hielten die Nase

zu und rannten weg. Diese fürchterlich stinkenden

Gase waren selbst für unsere abgehärteten

Nasen nicht zu ertragen. Nachdem die Gase sich

einigermaßen verzogen hatten, setzten wir

unsere Arbeit fort. Das Pferd wurde herüber=

gewälzt. Ein Granatsplitter hatte den Bauch

aufgeschlitzt. Um 2 Uhr nachts waren wir mit

dem Zuschaufeln fertig. Kurz darauf rückten

wir dann in den 3. Graben zwischen "Bismarck"=

und "Graf Bose"- Weg.  

                                                       30. Juli.

Um 1/2 6 Uhr rückten wir wieder aus dem Graben

zurück. Um 8 Uhr begann ich mit der 1. Truppe schon

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führung auf. Um 3/4 11 Uhr bekam ich noch den

Befehl, mit 2 Gruppen ein totes Pferd, das vor

einigen Tagen gefallen war und direkt am

Verbindungsgraben im Dorf lag, zu begraben.

Infolge des warmen Wetters stank es schon

stark. Sofort an dem Rücken des Pferdes

entlang, schaufelten wir ein tiefes Grab. Dann

faßten wir an die Beine, um es herüber zu

wälzen. Da, ein fürchterliches Zischen, der dick

aufgequollene Bauch wurde wieder normal,

wir ließen die Beine los, hielten die Nase

zu und rannten weg. Diese fürchterlich stinkenden

Gase waren selbst für unsere abgehärteten

Nasen nicht zu ertragen. Nachdem die Gase sich

einigermaßen verzogen hatten, setzten wir

unsere Arbeit fort. Das Pferd wurde herüber=

gewälzt. Ein Granatsplitter hatte den Bauch

aufgeschlitzt. Um 2 Uhr nachts waren wir mit

dem Zuschaufeln fertig. Kurz darauf rückten

wir dann in den 3. Graben zwischen "Bismarck"=

und "Graf Bose"- Weg.  

                                                       30. Juli.

Um 1/2 6 Uhr rückten wir wieder aus dem Graben

zurück. Um 8 Uhr begann ich mit der 1. Truppe schon


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  • May 7, 2017 19:53:31 Rolf Kranz

    führung auf. Um 3/4 11 Uhr bekam ich noch den

    Befehl, mit 2 Gruppen ein totes Pferd, das vor

    einigen Tagen gefallen war und direkt am

    Verbindungsgraben im Dorf lag, zu begraben.

    Infolge des warmen Wetters stank es schon

    stark. Sofort an dem Rücken des Pferdes

    entlang, schaufelten wir ein tiefes Grab. Dann

    faßten wir an die Beine, um es herüber zu

    wälzen. Da, ein fürchterliches Zischen, der dick

    aufgequollene Bauch wurde wieder normal,

    wir ließen die Beine los, hielten die Nase

    zu und rannten weg. Diese fürchterlich stinkenden

    Gase waren selbst für unsere abgehärteten

    Nasen nicht zu ertragen. Nachdem die Gase sich

    einigermaßen verzogen hatten, setzten wir

    unsere Arbeit fort. Das Pferd wurde herüber=

    gewälzt. Ein Granatsplitter hatte den Bauch

    aufgeschlitzt. Um 2 Uhr nachts waren wir mit

    dem Zuschaufeln fertig. Kurz darauf rückten

    wir dann in den 3. Graben zwischen "Bismarck"=

    und "Graf Bose"- Weg.  

                                                           30. Juli.

    Um 1/2 6 Uhr rückten wir wieder aus dem Graben

    zurück. Um 8 Uhr begann ich mit der 1. Truppe schon

  • May 7, 2017 19:24:07 Eva Bammer

    führung auf. Um 3/4 11 Uhr bekam ich noch den Be=

    fehl, mit 2 Truppen ein totes Pferd, das vor

    einigen Tagen gefallen war und direkt am

    Verbindungsgraben im Dorf lag, zu begraben.

    Infolge des warmen Wetters stank es schon

    stark. Sofort an dem Rücken des Pferdes ent=

    lang, schaufelten wir ein tiefes Grab. Dann

    faßten wir an die Beine, um es herüber zu

    wälzen. Da, ein fürchterliches Zischen, der dick

    aufgequollene Bauch wurde wieder normal,

    wir ließen die Beine los, hielten die Nase

    zu und rannten weg. Diese fürchterlich stinken=

    den Gase waren selbst für unsere abgehärteten

    Nasen nicht zu ertragen. Nachdem die Gase sich

    einigermaßen verzogen hatten, setzten wir

    unsere Arbeit fort. Das Pferd wurde herüber=

    gewälzt. Ein Granatsplitter hatte den Bauch

    aufgeschlitze. Um 2 Uhr nachts waren wir mit

    dem Zuschaufeln fertig. Kurz darauf rückten

    wir dann in den 3. Graben zwischen "Bismarck"=

    und "Graf Bose"- Weg.  

    30. Juli.

    Um 1/2 6 Uhr rückten wir wieder aus dem Graben

    zurück. Um 8 Uhr begann ich mit der 1. Truppe schon


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    Arnsberg

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17626 / 200635
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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