Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 10

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                                                                                    25. Juli.

7 Uhr Wecken. Von 9 Uhr ab Baden. Um 1 Uhr war meine

Zeit als Unteroffizier vom Dienst zu Ende. Als solcher

hatte ich mehrmals sämtliche Unterstände aufzusuchen.

Nachmittags war wieder Gewehrreinigung, um 5.30 Uhr

Appell mit weisser Wäsche am Körper. Von 6.30 - 7.30

unterrichtete der Zugführer. Am Nachmittag ließen

wir (Vizefeldwebel Backes, Truns, Weigt, Bahnschulte,

Deinert, Krämer und einige andere) uns auf

und vor den Trümmern eines zerschossenen Hauses

photographieren. In Amy standen nur noch

wenige Häuser unversehrt. Zu dem Hause des franz.

Pfarrers lagen die Bücher seiner Bibliothek z. T.

zerrissen und zerfetzt umher. Von den Einwohnern

war nur noch eine alte Frau von ck 70 Jahren

zurückgeblieben. Damit sie nun bei etwaigen

Feuerüberfällen ihrer Landsleute sicher war,

hatten ihr deutsche Soldaten in ihrem Hause einen

tiefen, bombensicheren Unterstand gemacht.

Auch ein kleiner Beweis von dem "Barbarentum"

der deutschen Truppen. Ihr Essen und Trinken

erhielt sie von der deutschen Feldküche.

                                                                      26. Juli.

7 Uhr Wecken. 11 Uhr Appell im Ausrückanzug. 


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                                                                                    25. Juli.

7 Uhr Wecken. Von 9 Uhr ab Baden. Um 1 Uhr war meine

Zeit als Unteroffizier vom Dienst zu Ende. Als solcher

hatte ich mehrmals sämtliche Unterstände aufzusuchen.

Nachmittags war wieder Gewehrreinigung, um 5.30 Uhr

Appell mit weisser Wäsche am Körper. Von 6.30 - 7.30

unterrichtete der Zugführer. Am Nachmittag ließen

wir (Vizefeldwebel Backes, Truns, Weigt, Bahnschulte,

Deinert, Krämer und einige andere) uns auf

und vor den Trümmern eines zerschossenen Hauses

photographieren. In Amy standen nur noch

wenige Häuser unversehrt. Zu dem Hause des franz.

Pfarrers lagen die Bücher seiner Bibliothek z. T.

zerrissen und zerfetzt umher. Von den Einwohnern

war nur noch eine alte Frau von ck 70 Jahren

zurückgeblieben. Damit sie nun bei etwaigen

Feuerüberfällen ihrer Landsleute sicher war,

hatten ihr deutsche Soldaten in ihrem Hause einen

tiefen, bombensicheren Unterstand gemacht.

Auch ein kleiner Beweis von dem "Barbarentum"

der deutschen Truppen. Ihr Essen und Trinken

erhielt sie von der deutschen Feldküche.

                                                                      26. Juli.

7 Uhr Wecken. 11 Uhr Appell im Ausrückanzug. 



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  • May 7, 2017 08:05:30 Rolf Kranz

                                                                                        25. Juli.

    7 Uhr Wecken. Von 9 Uhr ab Baden. Um 1 Uhr war meine

    Zeit als Unteroffizier vom Dienst zu Ende. Als solcher

    hatte ich mehrmals sämtliche Unterstände aufzusuchen.

    Nachmittags war wieder Gewehrreinigung, um 5.30 Uhr

    Appell mit weisser Wäsche am Körper. Von 6.30 - 7.30

    unterrichtete der Zugführer. Am Nachmittag ließen

    wir (Vizefeldwebel Backes, Truns, Weigt, Bahnschulte,

    Deinert, Krämer und einige andere) uns auf

    und vor den Trümmern eines zerschossenen Hauses

    photographieren. In Amy standen nur noch

    wenige Häuser unversehrt. Zu dem Hause des franz.

    Pfarrers lagen die Bücher seiner Bibliothek z. T.

    zerrissen und zerfetzt umher. Von den Einwohnern

    war nur noch eine alte Frau von ck 70 Jahren

    zurückgeblieben. Damit sie nun bei etwaigen

    Feuerüberfällen ihrer Landsleute sicher war,

    hatten ihr deutsche Soldaten in ihrem Hause einen

    tiefen, bombensicheren Unterstand gemacht.

    Auch ein kleiner Beweis von dem "Barbarentum"

    der deutschen Truppen. Ihr Essen und Trinken

    erhielt sie von der deutschen Feldküche.

                                                                          26. Juli.

    7 Uhr Wecken. 11 Uhr Appell im Ausrückanzug. 


  • May 6, 2017 17:13:11 Eva Bammer

    25. Juli.

    7 Uhr Wecken. Von 9 Uhr an baden. Um 1 Uhr war meine

    Zeit als Unteroffizier vom Dienste zu Ende. Als solcher

    hatte ich mehrmals sämtliche Unterstände aufzusuchen.

    Nachmittags war wieder Gewehrreinigung, um 5.30 Uhr

    Appell mit reiner Wäsche am Kürzer. Von 6.30 - 7.30

    unterrichtete der Zugführer. Am Nachmittag ließen

    wir Vizefeldwebel Bäckes, Truns, Weigt, missing,

    Deinert, Krämer und einige andere uns auf

    und war den Trümmern eines zerschossenen Hauses

    photographieren. Zu missing standen nur noch we-

    nige Häuser unversehrt. Zu dem Hause des franz.

    Pfarrers lagen die Bücher seiner Bibliothek z. t.

    zerrissen und zerhakt umher. Von den missing

    war nur noch eine alte Frau von ck 70 Jahren

    zurückgeblieben. Damit sie nun bei etwaigen

    missingüberfällen ihrer Landsleute sicher war,

    hatten ihr deutsche Soldaten in ihrem Hause einen

    tiefen, bombensicheren Unterstand gemacht.

    Auch ein kleiner missing von den "Barbaren-

    tum" der deutschen Truppen. Ihr Essen und Trin-

    ken erhielt sie von der deutschen Feldküche.

    26. Juli.

    7 Uhr Wecken. 11 Uhr Appell im Ausrückanzug. 



Description

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  • 49.65650224135377||2.8246864067382376||

    Amy

  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
  • Document location Amy


ID
17626 / 200631
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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