Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 3

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                I. In Esmery-Hallon.

                            12.7.1916 - 20.7.1916.

                                                                    12. Juli.

Die Erlebnisse an der Somme waren für jeden

von uns so gewaltig, dass während des Marsches

von Beauvois über Ham nach Esmery. Hallon

kaum ein Wort gesprochen wurde. Jeder war

mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Die

Lücken waren zu groß, die diese Schlacht gerissen

hatte. In Esmery-Hallon trafen wir nach einem

4 1/2 stündigen Marsch ein. Den Nachmittag konnte

jeder verbringen, wie er wollte. Um 7 Uhr wurde

die Kompagnie neu eingeteilt. Anschließend

verteilte ich als Unteroffizier vom Dienst Brot und

andere Sachen. Hier in Esmery-Hallon befand sich

eine gutgehende Kantine, in der man mal wirklich

etwas haben konnte. Gleich am ersten Abend holten W.

Bahnschulte und ich uns Erbsenkonserven; von irgend

einem französischen Kleinbauern konnten

wir uns einige Kartoffeln erstehen. Und nun

gab es, für damalige Begriffe, ein fürstliches Essen.

                                                                              13. Juli.

Der Nachmittag verging mit Instandsetzen der Sachen,

Gewehrreinigen, Beantwortung von Postsachen, die

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                I. In Esmery-Hallon.

                            12.7.1916 - 20.7.1916.

                                                                    12. Juli.

Die Erlebnisse an der Somme waren für jeden

von uns so gewaltig, dass während des Marsches

von Beauvois über Ham nach Esmery. Hallon

kaum ein Wort gesprochen wurde. Jeder war

mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Die

Lücken waren zu groß, die diese Schlacht gerissen

hatte. In Esmery-Hallon trafen wir nach einem

4 1/2 stündigen Marsch ein. Den Nachmittag konnte

jeder verbringen, wie er wollte. Um 7 Uhr wurde

die Kompagnie neu eingeteilt. Anschließend

verteilte ich als Unteroffizier vom Dienst Brot und

andere Sachen. Hier in Esmery-Hallon befand sich

eine gutgehende Kantine, in der man mal wirklich

etwas haben konnte. Gleich am ersten Abend holten W.

Bahnschulte und ich uns Erbsenkonserven; von irgend

einem französischen Kleinbauern konnten

wir uns einige Kartoffeln erstehen. Und nun

gab es, für damalige Begriffe, ein fürstliches Essen.

                                                                              13. Juli.

Der Nachmittag verging mit Instandsetzen der Sachen,

Gewehrreinigen, Beantwortung von Postsachen, die


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  • May 4, 2017 22:21:02 Rolf Kranz

                    I. In Esmery-Hallon.

                                12.7.1916 - 20.7.1916.

                                                                        12. Juli.

    Die Erlebnisse an der Somme waren für jeden

    von uns so gewaltig, dass während des Marsches

    von Beauvois über Ham nach Esmery. Hallon

    kaum ein Wort gesprochen wurde. Jeder war

    mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Die

    Lücken waren zu groß, die diese Schlacht gerissen

    hatte. In Esmery-Hallon trafen wir nach einem

    4 1/2 stündigen Marsch ein. Den Nachmittag konnte

    jeder verbringen, wie er wollte. Um 7 Uhr wurde

    die Kompagnie neu eingeteilt. Anschließend

    verteilte ich als Unteroffizier vom Dienst Brot und

    andere Sachen. Hier in Esmery-Hallon befand sich

    eine gutgehende Kantine, in der man mal wirklich

    etwas haben konnte. Gleich am ersten Abend holten W.

    Bahnschulte und ich uns Erbsenkonserven; von irgend

    einem französischen Kleinbauern konnten

    wir uns einige Kartoffeln erstehen. Und nun

    gab es, für damalige Begriffe, ein fürstliches Essen.

                                                                                  13. Juli.

    Der Nachmittag verging mit Instandsetzen der Sachen,

    Gewehrreinigen, Beantwortung von Postsachen, die

  • May 4, 2017 16:19:44 Maximilian Backfrieder

    I. In Esmery-Hallon

    12.7.1916 - 20.7.1916

    12. Juli

    Die Erlebnisse an der Somme waren für jeden

    von uns so gewaltig, dass während des Marsches

    von Reauvois über Hamnach Esmery. Hallon

    kaum ein Wort gesprochen wurde. Jeder war

    mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Die

    Lücken waren zu groß, die diese Schlacht gerissen

    hatte. In Esmery-Hallon trafen wir nach einem

    4 1/2 stündigen Marsch ein. Den Nachmittag konnte

    jeder verbringen, wie er wollte. Um 7 Uhr wurde

    die Kompagnie neu eingeteilt. Anschließend

    verteilte ich als Unteroffizier vom Dienst Brot und

    andere Sachen. Hier in Esmery-Hallon befand sich

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    etwas haben konnte. Gleich am ersten Abend halten missing.

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    gend einem französischen Kleinbauern konnten

    wir uns einige Kartoffeln erstehen. Und nun

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    13. Juli

    Der Nachmittag verging mit Luftmissing das Sachen,

    Gewehrreinigen, missing von Kostsachen, die


Description

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  • 49.717139||3.013129||

    Esmery-Hallon

  • 49.74845||3.072472||

    Ham

  • 51.406047|| 8.066486||

    Arnsberg

    ||1
Location(s)
  • Story location Arnsberg
  • Document location Esmery-Hallon
  • Additional document location Ham


ID
17626 / 200624
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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