Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 148

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Ltn. Bender führe die Kompanie. Was nun

tun? Der erste Zug jedenfalls war noch vorn und wartete

sicherlich sehnsüchtig auf Essen und Trinken. Am

Morgen kam Ltn. Bender, der bisher beim 1. Zug gewesen

war. Er schickte mich mit einer Meldung zum

Bataillon. Von ihm hörte ich, daß vom 1. Zug nur noch 8

Mann unter Führung von von W. Bahnschulte übrig

seien. Da ihm von einer einschlagenden Granate das

Trommelfell geplatzt war, mußte er sich auch zurück

begeben. Als ich vom Bataillon zurück kam, frühstückte

ich erst mal. Es war noch keine halbe Stunde vergangen,

als eine kleine Granate in der Nähe des Unterstandes

einschlug. Der Unterstand schaukelte. Jetzt war es höchste

Zeit, diese windige Waldecke zu verlassen. Die Flieger mußten

gut beobachtet haben. Wir machten uns mit möglichst

guter Fliegerdeckung davon. Zuerst lagen wir

eine Zeitlang in dem Hohlweg und beobachteten. Die

anwesenden Leute stoben beim Einschlagen der 1.Granate

nach allen Richtungen auseinander. Einige von diesen,

die ich bestimmt vorher im Unterstand gesehen habe, sind

seitdem vermißt. Wahrscheinlich sind sie in dem Walde

tödlich getroffen worden und ihre Leichen sind nie wieder

von Deutschen gefunden worden. Von dem Hohlweg

aus machte ich interessante Beobachtungen: Aus der

Richtung vom Feinde kamen Granaten in die Waldecke

geflogen, in der wir gewesen waren. Ich bemerkte da



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Ltn. Bender führe die Kompanie. Was nun

tun? Der erste Zug jedenfalls war noch vorn und wartete

sicherlich sehnsüchtig auf Essen und Trinken. Am

Morgen kam Ltn. Bender, der bisher beim 1. Zug gewesen

war. Er schickte mich mit einer Meldung zum

Bataillon. Von ihm hörte ich, daß vom 1. Zug nur noch 8

Mann unter Führung von von W. Bahnschulte übrig

seien. Da ihm von einer einschlagenden Granate das

Trommelfell geplatzt war, mußte er sich auch zurück

begeben. Als ich vom Bataillon zurück kam, frühstückte

ich erst mal. Es war noch keine halbe Stunde vergangen,

als eine kleine Granate in der Nähe des Unterstandes

einschlug. Der Unterstand schaukelte. Jetzt war es höchste

Zeit, diese windige Waldecke zu verlassen. Die Flieger mußten

gut beobachtet haben. Wir machten uns mit möglichst

guter Fliegerdeckung davon. Zuerst lagen wir

eine Zeitlang in dem Hohlweg und beobachteten. Die

anwesenden Leute stoben beim Einschlagen der 1.Granate

nach allen Richtungen auseinander. Einige von diesen,

die ich bestimmt vorher im Unterstand gesehen habe, sind

seitdem vermißt. Wahrscheinlich sind sie in dem Walde

tödlich getroffen worden und ihre Leichen sind nie wieder

von Deutschen gefunden worden. Von dem Hohlweg

aus machte ich interessante Beobachtungen: Aus der

Richtung vom Feinde kamen Granaten in die Waldecke

geflogen, in der wir gewesen waren. Ich bemerkte da




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  • May 17, 2017 20:11:13 Beate Jochem

    Ltn. Bender führe die Kompanie. Was nun

    tun? Der erste Zug jedenfalls war noch vorn und wartete

    sicherlich sehnsüchtig auf Essen und Trinken. Am

    Morgen kam Ltn. Bender, der bisher beim 1. Zug gewesen

    war. Er schickte mich mit einer Meldung zum

    Bataillon. Von ihm hörte ich, daß vom 1. Zug nur noch 8

    Mann unter Führung von von W. Bahnschulte übrig

    seien. Da ihm von einer einschlagenden Granate das

    Trommelfell geplatzt war, mußte er sich auch zurück

    begeben. Als ich vom Bataillon zurück kam, frühstückte

    ich erst mal. Es war noch keine halbe Stunde vergangen,

    als eine kleine Granate in der Nähe des Unterstandes

    einschlug. Der Unterstand schaukelte. Jetzt war es höchste

    Zeit, diese windige Waldecke zu verlassen. Die Flieger mußten

    gut beobachtet haben. Wir machten uns mit möglichst

    guter Fliegerdeckung davon. Zuerst lagen wir

    eine Zeitlang in dem Hohlweg und beobachteten. Die

    anwesenden Leute stoben beim Einschlagen der 1.Granate

    nach allen Richtungen auseinander. Einige von diesen,

    die ich bestimmt vorher im Unterstand gesehen habe, sind

    seitdem vermißt. Wahrscheinlich sind sie in dem Walde

    tödlich getroffen worden und ihre Leichen sind nie wieder

    von Deutschen gefunden worden. Von dem Hohlweg

    aus machte ich interessante Beobachtungen: Aus der

    Richtung vom Feinde kamen Granaten in die Waldecke

    geflogen, in der wir gewesen waren. Ich bemerkte da



  • May 17, 2017 19:57:46 Beate Jochem

    Ltn. Bender führe die Kompanie. Was nun

    tun? Der erste Zug jedenfalls war noch vorn und wartete

    sicherlich sehnsüchtig auf Essen und Trinken. Am

    Morgen kam Ltn. Bender, der bisher beim 1. Zug gewesen

    war. Er schickte mich mit einer Meldung zum

    Bataillon. Von ihm hörte ich, daß vom 1. Zug nur noch 8

    Mann unter Führung von von W. Bahnschulte übrig

    seien. Da ihm von einer einschlagende Granate das

    Trommelfell geplatzt war, mußte er sich auch zurück

    begeben. Als ich vom Bataillon zurück kam, frühstückte

    ich erst mal. Es war noch keine halbe Stunde vergangen,

    als


  • May 17, 2017 19:52:13 Beate Jochem

    Ltn. Bender führe die Kompanie. Was nun

    tun? Der erste Zug jedenfalls war noch vorn und wartete

    sicherlich sehnsüchtig auf Essen und Trinken. Am

    Morgen kam Ltn. Bender, der bisher beim 1. Zug gewesen

    war.


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    Somme

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17625 / 200615
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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