Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 147

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dem Bitten meiner Leute nach und wir gingen wieder zurück.

Dem Unteroffizier des Maschinengewehrs machte ich Mitteilung

davon und der schloß sich uns an.

8. Juli.

Müde zum Umfallen kamen wir in dem Hohlweg an und

setzten uns dort in die Löcher, um Weiteres abzuwarten. Erst

jetzt merkten wir, wie naß wir waren. Kein Faden war

mehr trocken. Von oben bis unten waren wir mit einer

dicken Lehmschicht überzogen. Jetzt, da wir einige Zeit still

gesessen hatten, fingen wir an zu frieren. Nach einiger

Zeit fand uns ein Essenholer, der uns in einen kleinen

Unterstand führte. Ich schlief auf einer Pritsche bis gegen

Mittag. Den Nachmittag verbrachten wir in purem Stumpfsinn.

Gegen 8 Uhr schickte ich einige Leute zum Essenholen

für die ganze Kompagnie fort.  Mit diesen und den Resten

der Kompagnie wollte ich noch mal nach vorn, denn Teile

des 1. und 3 Zuges mußten noch vorn sein. Die Essenholer 

kamen leer zurück und brachten die Meldung von

dem Feldwebel mit, daß wir in dieser Nacht zurückgezogen

würden. Wir warteten deshalb bis zum Morgen.

9. Juli.

Ich mochte eine Zeitlang geschlafen haben, als mich ein Kamerad

weckte und mir mitteilte, daß das Bataillon nicht

abgelöst würde. Der 3. Zug sollte abgeschnappt worden

sein, der 1. Zug zählte nur noch 8 - 10 Mann, der 2. Zug

sei vollends aufgerieben und die wenig übrig gebliebenen

seien zerstreut. Ferner, Ltn. Scharffe habe sich krank gemeldet.


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dem Bitten meiner Leute nach und wir gingen wieder zurück.

Dem Unteroffizier des Maschinengewehrs machte ich Mitteilung

davon und der schloß sich uns an.

8. Juli.

Müde zum Umfallen kamen wir in dem Hohlweg an und

setzten uns dort in die Löcher, um Weiteres abzuwarten. Erst

jetzt merkten wir, wie naß wir waren. Kein Faden war

mehr trocken. Von oben bis unten waren wir mit einer

dicken Lehmschicht überzogen. Jetzt, da wir einige Zeit still

gesessen hatten, fingen wir an zu frieren. Nach einiger

Zeit fand uns ein Essenholer, der uns in einen kleinen

Unterstand führte. Ich schlief auf einer Pritsche bis gegen

Mittag. Den Nachmittag verbrachten wir in purem Stumpfsinn.

Gegen 8 Uhr schickte ich einige Leute zum Essenholen

für die ganze Kompagnie fort.  Mit diesen und den Resten

der Kompagnie wollte ich noch mal nach vorn, denn Teile

des 1. und 3 Zuges mußten noch vorn sein. Die Essenholer 

kamen leer zurück und brachten die Meldung von

dem Feldwebel mit, daß wir in dieser Nacht zurückgezogen

würden. Wir warteten deshalb bis zum Morgen.

9. Juli.

Ich mochte eine Zeitlang geschlafen haben, als mich ein Kamerad

weckte und mir mitteilte, daß das Bataillon nicht

abgelöst würde. Der 3. Zug sollte abgeschnappt worden

sein, der 1. Zug zählte nur noch 8 - 10 Mann, der 2. Zug

sei vollends aufgerieben und die wenig übrig gebliebenen

seien zerstreut. Ferner, Ltn. Scharffe habe sich krank gemeldet.



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  • May 16, 2017 22:19:19 Beate Jochem

    dem Bitten meiner Leute nach und wir gingen wieder zurück.

    Dem Unteroffizier des Maschinengewehrs machte ich Mitteilung

    davon und der schloß sich uns an.

    8. Juli.

    Müde zum Umfallen kamen wir in dem Hohlweg an und

    setzten uns dort in die Löcher, um Weiteres abzuwarten. Erst

    jetzt merkten wir, wie naß wir waren. Kein Faden war

    mehr trocken. Von oben bis unten waren wir mit einer

    dicken Lehmschicht überzogen. Jetzt, da wir einige Zeit still

    gesessen hatten, fingen wir an zu frieren. Nach einiger

    Zeit fand uns ein Essenholer, der uns in einen kleinen

    Unterstand führte. Ich schlief auf einer Pritsche bis gegen

    Mittag. Den Nachmittag verbrachten wir in purem Stumpfsinn.

    Gegen 8 Uhr schickte ich einige Leute zum Essenholen

    für die ganze Kompagnie fort.  Mit diesen und den Resten

    der Kompagnie wollte ich noch mal nach vorn, denn Teile

    des 1. und 3 Zuges mußten noch vorn sein. Die Essenholer 

    kamen leer zurück und brachten die Meldung von

    dem Feldwebel mit, daß wir in dieser Nacht zurückgezogen

    würden. Wir warteten deshalb bis zum Morgen.

    9. Juli.

    Ich mochte eine Zeitlang geschlafen haben, als mich ein Kamerad

    weckte und mir mitteilte, daß das Bataillon nicht

    abgelöst würde. Der 3. Zug sollte abgeschnappt worden

    sein, der 1. Zug zählte nur noch 8 - 10 Mann, der 2. Zug

    sei vollends aufgerieben und die wenig übrig gebliebenen

    seien zerstreut. Ferner, Ltn. Scharffe habe sich krank gemeldet.


  • May 16, 2017 22:15:41 Beate Jochem

    dem Bitten meiner Leute nach und wir gingen wieder zurück.

    Dem Unteroffizier des Maschinengewehrs machte ich Mitteilung

    davon und der schloß sich uns an.

    8. Juli.

    Müde zum Umfallen kamen wir in dem Hohlweg an und

    setzten uns dort in die Löcher, um Weiteres abzuwarten. Erst

    jetzt merkten wir, wie naß wir waren. kein faden war

    mehr trocken. Von oben bis unten waren wir mit einer

    dicken Lehmschicht überzogen. Jetzt, da wir einige Zeit still

    gesessen hatten, fingen wir an zu frieren. Nach einiger

    Zeit fand uns ein Essenholer, der uns in einen kleinen

    Unterstand führte. Ich schlief auf einer Pritsche bis gegen

    Mittag. Den Nachmittag verbrachten wir in purem Stumpfsinn.

    Gegen 8 Uhr schickte ich einige Leute zum Essenholen

    für die ganze Kompagnie fort.  Mit diesen und den Resten

    der Kompagnie wollte ich noch mal nach vorn, denn Teile

    des 1. und 3 Zuges mußten noch vorn sein. Die Essenholer 

    kamen leer zurück und brachten die Meldung von

    dem Feldwebel,mit, daß wir in dieser Nacht zurückgezogrn

    würden. Wir warteten deshalb bis zum Morgen.

    9. Juli.

    Ich mochte eine Zeitlang geschlafen haben, als mich ein Kamerad

    weckte und mir mitteilte, daß das Bataillon nicht

    abgelöst würde. De 3. Zug sollte abgeschnappt worden

    sein, der 1. Zug zählte nur noch 8 - 10 Mann, der 2. Zug

    sei vollends aufgerieben und die wenig übrig gebliebenen

    seien zerstreut. Ferner, Ltn. Scharffe habe sich krank gemeldet.



  • May 16, 2017 22:06:44 Beate Jochem

    dem Bitten meiner Leute nach und wir gingen wieder zurück.

    Dem Unteroffizier des Maschinengewehrs machte ich Mitteilung

    davon und der schloß sich uns an.

    8. Juli.

    Müde zum Umfallen kamen wir in dem Hohlweg an und

    setzten uns dort in die Löcher, um Weiteres abzuwarten. Erst

    jetzt merkten wir, wie naß wir waren. kein faden war

    mehr trocken. Von oben bis unten waren wir mit einer

    dicken Lehmschicht überzogen. Jetzt, da wir einige Zeit still

    gesessen hatten, fingen wir an zu frieren. Nach einiger

    Zeit fand uns ein Essenholer, der uns in einen kleinen

    Unterstand führte. Ich schlief auf einer Pritsche bis gegen

    Mittag. Den Nachmittag verbrachten wir in purem Stumpfsinn.


  • May 16, 2017 22:01:20 Beate Jochem

    dem Bitten meiner Leute nach und wir gingen wieder zurück.

    Dem Unteroffizier des Maschinengewehrs machte ich Mitteilung

    davon und der schloß sich uns an.


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17625 / 200614
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Alexandra Bloch Pfister
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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