Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 99

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und Erde. Eine Granate hatte sich auf die Grabenwand

gesetzt und hatte mich verschüttet, nur ein  Teil des Kopfes

sah noch heraus. Mein Nebenmann, der unbehelligt

geblieben war, hatte erst kaum etwas gemerkt. Mein

Rufen will er nicht gehört haben. Leicht möglich war

das schon, denn die Granaten heulten ganz fürchterlich.

Ich begann, mit Armen und Beinen mir selbst Luft

zu machen.  Vergeblich! Nicht einen Millimeter

hatte ich Spielraum. Mittlerweile hatte mein Nebenmann

gesehen, daß ich unter dem Haufen begraben

lag. Mit seinem Spaten schaufelte er mich wieder

frei. Den grausigen Platz verließ ich schleunigst und

kroch einige Schritte weiter zu R. Deinert, dem einzigen,

den ich von unserem Zug noch hier vorn sah.

Immer mehr Verwundete kamen durch den Graben

und versuchten, zurück zu kommen. Manchen hat das

tödliche Eisen noch unterwegs erreicht. Bei dem Anblick 

all der Verwundeten, die uns auch den Tod mancher

Kameraden berichteten, konnte ich mich nicht

mehr halten. Unaufhörlich rannten mir die Tränen

die Backe herunter. Bei Eintritt der Dämmerung

kam Ltn. Appel durch den Graben. Er setzte sich ein

Weilchen zu uns. Es war ungefähr 7 Uhr. Von ihm  erfuhren

wir die Verluste des heutigen Tages, soweit sie

schon  bekannt waren. Nur ein kläglicher Rest von

der Kompagnie war noch unverwundet. Und was das




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und Erde. Eine Granate hatte sich auf die Grabenwand

gesetzt und hatte mich verschüttet, nur ein  Teil des Kopfes

sah noch heraus. Mein Nebenmann, der unbehelligt

geblieben war, hatte erst kaum etwas gemerkt. Mein

Rufen will er nicht gehört haben. Leicht möglich war

das schon, denn die Granaten heulten ganz fürchterlich.

Ich begann, mit Armen und Beinen mir selbst Luft

zu machen.  Vergeblich! Nicht einen Millimeter

hatte ich Spielraum. Mittlerweile hatte mein Nebenmann

gesehen, daß ich unter dem Haufen begraben

lag. Mit seinem Spaten schaufelte er mich wieder

frei. Den grausigen Platz verließ ich schleunigst und

kroch einige Schritte weiter zu R. Deinert, dem einzigen,

den ich von unserem Zug noch hier vorn sah.

Immer mehr Verwundete kamen durch den Graben

und versuchten, zurück zu kommen. Manchen hat das

tödliche Eisen noch unterwegs erreicht. Bei dem Anblick 

all der Verwundeten, die uns auch den Tod mancher

Kameraden berichteten, konnte ich mich nicht

mehr halten. Unaufhörlich rannten mir die Tränen

die Backe herunter. Bei Eintritt der Dämmerung

kam Ltn. Appel durch den Graben. Er setzte sich ein

Weilchen zu uns. Es war ungefähr 7 Uhr. Von ihm  erfuhren

wir die Verluste des heutigen Tages, soweit sie

schon  bekannt waren. Nur ein kläglicher Rest von

der Kompagnie war noch unverwundet. Und was das





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  • May 11, 2017 22:41:56 Beate Jochem

     

     

    und Erde. Eine Granate hatte sich auf die Grabenwand

    gesetzt und hatte mich verschüttet, nur ein  Teil des Kopfes

    sah noch heraus. Mein Nebenmann, der unbehelligt

    geblieben war, hatte erst kaum etwas gemerkt. Mein

    Rufen will er nicht gehört haben. Leicht möglich war

    das schon, denn die Granaten heulten ganz fürchterlich.

    Ich begann, mit Armen und Beinen mir selbst Luft

    zu machen.  Vergeblich! Nicht einen Millimeter

    hatte ich Spielraum. Mittlerweile hatte mein Nebenmann

    gesehen, daß ich unter dem Haufen begraben

    lag. Mit seinem Spaten schaufelte er mich wieder

    frei. Den grausigen Platz verließ ich schleunigst und

    kroch einige Schritte weiter zu R. Deinert, dem einzigen,

    den ich von unserem Zug noch hier vorn sah.

    Immer mehr Verwundete kamen durch den Graben

    und versuchten, zurück zu kommen. Manchen hat das

    tödliche Eisen noch unterwegs erreicht. Bei dem Anblick 

    all der Verwundeten, die uns auch den Tod mancher

    Kameraden berichteten, konnte ich mich nicht

    mehr halten. Unaufhörlich rannten mir die Tränen

    die Backe herunter. Bei Eintritt der Dämmerung

    kam Ltn. Appel durch den Graben. Er setzte sich ein

    Weilchen zu uns. Es war ungefähr 7 Uhr. Von ihm  erfuhren

    wir die Verluste des heutigen Tages, soweit sie

    schon  bekannt waren. Nur ein kläglicher Rest von

    der Kompagnie war noch unverwundet. Und was das




  • May 11, 2017 15:30:41 Beate Jochem

    und Erde. Eine Granate hatte sich auf die Grabenwand

    gesetzt und hatte mich verschüttet, nur ein  Teil des Kopfes

    sah noch heraus. Mein Nebenmann, der unbehelligt

    geblieben war, hatte erst kaum etwas gemerkt. Mein

    Rufen will er nicht gehört haben. Leicht möglich war

    das schon, denn die Granaten heulten ganz fürchterlich.

    Ich begann, mit Armen und Beinen mir selbst Luft

    zu machen.  Vergeblich! Nicht einen Millimeter

    hatte ich Spielraum. Mittlerweile hatte mein Nebenmann

    gesehen, daß ich unter dem Haufen begraben

    lag. Mit seinem Spaten schaufelte er mich wieder

    frei. Den grausigen Platz verließ ich schleunigst und

    kroch einige Schritte weiter zu R. Deinert, dem einzigen,

    den ich von unserem Zug noch hier vorn sah.

    Immer mehr Verwundete kamen durch den Graben

    und versuchten, zurück zu kommen. Manchen hat das

    tödliche Eisen noch unterwegs erreicht. Bei dem Anblick 

    all der Verwundeten, die uns auch den Tod mancher

    Kameraden berichteten, konnte ich mich nicht

    mehr halten. Unaufhörlich rannten mir die Tränen

    die Backe herunter. Bei Eintritt der Dämmerung

    kam Ltn. Appel durch den Graben. Er setzte sich ein

    Weilchen zu uns. Es war ungefähr 7 Uhr. Von ihm  erfuhren

    wir die Verluste des heutigen Tages, soweit sie

    schon  bekannt waren. nur ein kläglicher Rest von

    der Kompagnie war noch unverwundet. Und was das





  • May 11, 2017 15:29:14 Beate Jochem

    und Erde. Eine Granate hatte sich auf die Grabenwand

    gesetzt und hatte mich verschüttet, nur ei  Teil des Kopfes

    sah noch heraus. Mein Nebenmann, der unbehelligt

    geblieben war, hatte erst kaum etwas gemerkt. mein

    Rufen will ernicht gehört haben. Leicht möglich war

    das schon, denn die Granaten heulten ganz fürchterlich.

    Ich begann, mit Armen und Beinen mit selbst Luft

    zu machen.  Vergeblich! Nicht einen Millimeter

    hatte ich Spielraum. Mittlerweile hatte mein Nebenmann

    gesehen, daß ich unter dem Haufen begraben

    lag. Mit seinem Spaten schaufelte er mich wieder

    frei. Den grausigen Platz verließ ich schleunigst und

    kroch einige Schritte weiter zu R. Deinert, dem einzigen,

    den ich von unserem Zug noch hier vorn sah.

    Immer mehr Verwundete kamen durch den Graben

    und versuchten, zurück zu kommen. Manchen hat das

    tödliche Eisen noch unterwegs erreicht. Bei dem Anblick 

    all der Verwundeten, die uns auch den Tod mancher

    Kameraden berichteten, konnte ich mich nicht

    mehr halten. Unaufhörlich rannten mir die Tränen

    die Backen herunter. Bei Eintritt der Dämmerung

    kam Ltn. Appel durch den Graben. Er setzte sich ein

    Weilchen zu uns. Es war ungefähr 7 Uhr. Von ihm  erfuhren

    wir die Verluste des heutigen Tages, soweit sie

    schon  bekannt waren. nur ein kläglicher Rest von

    der Kompagnie war noch unverwundet. Und was das





  • May 11, 2017 15:22:47 Beate Jochem

    und Erde. Eine Granate hatte sich auf die Grabenwand

    gesetzt und hatte mich verschüttet, nur ei  Teil des Kopfes

    sah noch heraus. Mein Nebenmann, der unbehelligt

    geblieben war, hatte erst kaum etwas gemerkt. mein

    Rufen will ernicht gehört haben. Leicht möglich war

    das schon, denn die Granaten heulten ganz fürchterlich.

    Ich begann, mit Armen und Beinen mit selbst Luft

    zu machen.  Vergeblich! Nicht einen Millimeter

    hatte ich Spielraum. Mittlerweile hatte mein Nebenmann

    gesehen, daß ich unter dem Haufen begraben

    lag. Mit seinem Spaten schaufelte er mich wieder

    frei. Den grausigen Platz verließ ich schleunigst und

    kroch einige Schritte weiter zu R. Deinert, dem einzigen,

    den ich von unserem Zug noch hier vorn sah.



  • April 6, 2017 13:16:46 Hildegard Krötzl

    und [...]. [...]n hatte sich auf der Grabe[...]r[...]

    g[...] und [...]a[...] mich [...]t, nur ein Teil des k[...]

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    zu machen. Vergelblich! [...] einen [...]

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    [...]igen, den ich [...]on un[...]m [...]u[...] [...] [...] [...].

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    und [...], zurück zu kommen. [...][...][...]

    [...][...][...] unterwegs [...]. [...] [...] [...]

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    [...] zu uns. [...] war un[...] 7 Uhr. [...] i[...]

    fuhren wir die [...]lus[...]e das heutigen Tages, [...] [...]

    [...] bekannt [...]. [...] ein [...] kläglicher [...] [...]

    der kö[...] [...] [...] [...]. [...] [...] [...]



  • March 30, 2017 18:43:41 Hildegard Krötzl

    und [...] [...] [...] sich auf der [...]

    [...] und [...] mich [...], nur ein Teil der [...]

    [...]s [...] noch [...]. [...] [...], der unbefehligt

    geblieben [...], ha[...]e [...] kaum [...] [...]. Mein

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    [...] [...], [...] die [...] [...] ganz [...].

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    [...] ich Spielraum. [...] ha[...] mein[...].

    mann [...],[...] ich unter [...]Haüf[...] begraben

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    frei. Von grausligen [...]la[...] [...]ist [...] und

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    [...]igen, den ich [...]on un[...]m [...]u[...] [...] [...] [...].

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    [...] [...]. [...] [...] mir die [...]

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    fuhren wir die [...]lus[...]e das heutigen Tages, [...] [...]

    [...] bekannt [...]. [...] ein [...] kläglicher [...] [...]

    der kö[...] [...] [...] [...]. [...] [...] [...]



  • March 30, 2017 14:56:20 Hildegard Krötzl

    und [...] [...] [...] sich der [...]

    [...] und [...] mich [...], nur ein Teil der [...]

    [...] [...] noch [...]. [...] [...], der unbefehligt

    geblieben [...], [...] [...] kaum [...] [...]. Mein

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    [...] [...], [...] die [...] [...] ganz [...].

    Ich begann mit Armen und Beinen mir [...] Luft

    zu machen. Vergelblich! [...] [...] [...]

    [...] ist Spielraum. [...][...] mein[...].

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    frei. Von grausligen [...]la[...] [...]ist [...] und

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    [...]igen, den ich [...]on un[...]m [...]u[...] [...] [...] [...].

    [...][...][...]kaum [...] [...] [...]

    und [...], zurück zu kommen. [...][...][...]

    [...][...][...] unterwegs [...]. [...] [...] [...]

    blick all der [...], die und auf den [...] [...]

    [...] [...]. [...] [...] mir die [...]

    Die La[...]kn [...]. [...][...] der [...]

    kaum [...]. Appel [...] den [...]. [...] [...] [...] [...]

    [...] zu uns. [...] war un[...] 7 Uhr. [...] i[...]

    fuhren wir die [...]lus[...]e das heutigen Tages, [...] [...]

    [...] bekannt [...]. [...] ein [...] kläglicher [...] [...]

    der kö[...] [...] [...] [...]. [...] [...] [...]



  • March 24, 2017 07:33:14 Hildegard Krötzl

    und [...]

    [...]

    [...]

    [...]

    Rufen [...][...][...] haben. [...][...][...][...]

    Ich gebann mit Armen und [...] mir [...] Luft

    zu machen. Vergelblich! [...] [...][...]

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    frei. Von grausligen [...]la[...] [...]ist [...] und

    kroch [...] Sc[...] weiter zu. K.[...], [...].

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    [...][...][...]kaum [...] [...] [...]

    und [...], zurück zu kommen. [...][...][...]

    [...][...][...] unterwegs [...]. [...] [...] [...]

    blick all der [...], die und auf den [...] [...]

    [...] [...]. [...] [...] mir die [...]

    Die La[...]kn [...]. [...][...] der [...]

    kaum [...]. Appel [...] den [...]. [...] [...] [...] [...]

    [...] zu uns. [...] war un[...] 7 Uhr. [...] i[...]

    fuhren wir die [...]lus[...]e das heutigen Tages, [...] [...]

    [...] bekannt [...]. [...] ein [...] kläglicher [...] [...]

    der kö[...] [...] [...] [...]. [...] [...] [...]



  • March 16, 2017 08:04:39 Hildegard Krötzl

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17625 / 200566
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http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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