Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 82

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aus Leibeskräften. Doch als ich sah, daß es nur eine

„Klamotte“ gewesen war, merkte ich auch von dem Schmerz

kaum noch etwas. Tagelang habe ich es allerdings noch

gespürt. Da, ein anderes Ungetüm kam jaulend heran

gesaust und krepierte nahe bei. Ein mächtiger Erdhaufen

bedeckte mich. Nach ungefähr ¾ Stunden hörte das

Feuer auf. Kurz nach 3 Uhr traten wir den Heimweg an.

Wir nahmen den Weg an der Mühle von Gercourt vorbei.

In dem Sumpf dort bekamen wir wieder Feuer, ein Granatsplitter

sauste mir dicht am Kopf vorbei. Im rasenden

Tempo ging es durch den Wald. Aber auch dort gab es

nochmal Feuer, bei dem Feldwebel Mekke verwundet

wurde. Gegen 5 Uhr kamen wir bei unsern Zelten

an. Wie tat es einem wohl, die müden Glieder im Zelt

zum Schlaf auszustrecken!

          Um 1.15 Uhr gab es Essen. Ich verspürte fast keinen Hunger.

Der Schlaf hinterher tat einem mehr wohl. Um 6 Uhr traten

wir zum Abmarsch an, der aber um 1 Stunde verschoben

wurde. Wir gingen im Mantel. Vom Pionierdepot

im Forges-Wald nahmen wir wieder Sachen mit.

Zu 8 Mann schleppten wir ein Rundholz, das ganz

erbärmlich schwer war. Da wir ungleich groß waren,

mußte die Last nur von einigen getragen werden.

Zudem drückten sich noch einige. Der Weg mit dem

Baumstamm über Granattrichter und durch Gräben

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aus Leibeskräften. Doch als ich sah, daß es nur eine

„Klamotte“ gewesen war, merkte ich auch von dem Schmerz

kaum noch etwas. Tagelang habe ich es allerdings noch

gespürt. Da, ein anderes Ungetüm kam jaulend heran

gesaust und krepierte nahe bei. Ein mächtiger Erdhaufen

bedeckte mich. Nach ungefähr ¾ Stunden hörte das

Feuer auf. Kurz nach 3 Uhr traten wir den Heimweg an.

Wir nahmen den Weg an der Mühle von Gercourt vorbei.

In dem Sumpf dort bekamen wir wieder Feuer, ein Granatsplitter

sauste mir dicht am Kopf vorbei. Im rasenden

Tempo ging es durch den Wald. Aber auch dort gab es

nochmal Feuer, bei dem Feldwebel Mekke verwundet

wurde. Gegen 5 Uhr kamen wir bei unsern Zelten

an. Wie tat es einem wohl, die müden Glieder im Zelt

zum Schlaf auszustrecken!

          Um 1.15 Uhr gab es Essen. Ich verspürte fast keinen Hunger.

Der Schlaf hinterher tat einem mehr wohl. Um 6 Uhr traten

wir zum Abmarsch an, der aber um 1 Stunde verschoben

wurde. Wir gingen im Mantel. Vom Pionierdepot

im Forges-Wald nahmen wir wieder Sachen mit.

Zu 8 Mann schleppten wir ein Rundholz, das ganz

erbärmlich schwer war. Da wir ungleich groß waren,

mußte die Last nur von einigen getragen werden.

Zudem drückten sich noch einige. Der Weg mit dem

Baumstamm über Granattrichter und durch Gräben


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  • May 19, 2017 20:46:20 Beate Jochem

    aus Leibeskräften. Doch als ich sah, daß es nur eine

    „Klamotte“ gewesen war, merkte ich auch von dem Schmerz

    kaum noch etwas. Tagelang habe ich es allerdings noch

    gespürt. Da, ein anderes Ungetüm kam jaulend heran

    gesaust und krepierte nahe bei. Ein mächtiger Erdhaufen

    bedeckte mich. Nach ungefähr ¾ Stunden hörte das

    Feuer auf. Kurz nach 3 Uhr traten wir den Heimweg an.

    Wir nahmen den Weg an der Mühle von Gercourt vorbei.

    In dem Sumpf dort bekamen wir wieder Feuer, ein Granatsplitter

    sauste mir dicht am Kopf vorbei. Im rasenden

    Tempo ging es durch den Wald. Aber auch dort gab es

    nochmal Feuer, bei dem Feldwebel Mekke verwundet

    wurde. Gegen 5 Uhr kamen wir bei unsern Zelten

    an. Wie tat es einem wohl, die müden Glieder im Zelt

    zum Schlaf auszustrecken!

              Um 1.15 Uhr gab es Essen. Ich verspürte fast keinen Hunger.

    Der Schlaf hinterher tat einem mehr wohl. Um 6 Uhr traten

    wir zum Abmarsch an, der aber um 1 Stunde verschoben

    wurde. Wir gingen im Mantel. Vom Pionierdepot

    im Forges-Wald nahmen wir wieder Sachen mit.

    Zu 8 Mann schleppten wir ein Rundholz, das ganz

    erbärmlich schwer war. Da wir ungleich groß waren,

    mußte die Last nur von einigen getragen werden.

    Zudem drückten sich noch einige. Der Weg mit dem

    Baumstamm über Granattrichter und durch Gräben

  • March 6, 2017 10:59:45 Erich St

    aus Leibeskräften. Doch als ich sah, daß es nur eine

    „Klamotte“ gewesen war, merkte ich auch von dem Schmerz

    kaum noch etwas. Tagelang habe ich es allerdings noch

    gespürt. Da ein anderes Ungetüm kam jaulend heran

    gesaust und krepierte nahe bei. Ein mächtiger Erdhaufen

    bedeckte mich. Nach ungefähr ¾ Stunden hörte das

    Feuer auf. Kurz nach 3 Uhr traten wir den Heimweg an.

    Wir nahmen den Weg an der Mühle von Gercourt vorbei.

    In dem Sumpf dort bekamen wir wieder Feuer, ein Granatsplitter

    sauste mir dicht am Kopf vorbei. Im rasenden

    Tempo ging es durch den Wald. Aber auch dort gab es

    nochmal Feuer, bei dem Feldwebel Mekke verwundet

    wurde. Gegen 5 Uhr kamen wir bei unsern Zelten

    an. Wie tat es einem wohl, die müden Glieder im Zelt

    zum Schlaf auszustrecken!

              Um 1h15 Uhr gab es Essen. Ich verspürte fast keinen Hunger.

    Der Schlaf hinterher tat einem mehr wohl. Um 6 Uhr traten

    wir zum Abmarsch an, der aber um 1 Stunde verschoben

    wurde. Wir gingen im Mantel. Vom Pionierdepot

    im Forges-Wald nahmen wir wieder Sachen mit.

    Zu 8 Mann schleppten wir ein Rundholz, das ganz

    erbärmlich schwer war. Da wir ungleich groß waren,

    mußte die Last nur von einigen getragen werden.

    Zudem drückten sich noch einige. Der Weg mit dem

    Baumstamm über Granattrichter und durch Gräben


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    Somme

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17625 / 200549
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http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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