Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 60

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seine Sachen. Das Fehlende wurde noch eingepackt, die Zeltbahn 

gerollt, gewaschen, Kaffee getrunken. Um 5.30 Uhr traten wir

an, die Revierkranken, die Küche und die Bagage blieb

zurück. Um 6 Uhr setzte sich die feldgraue Masse in Bewegung.

Es ging über Sachy, Carrignan nach Mouzon. (16 km)

Um 11.15 Uhr waren wir am Bahnhof. Dort angekommen,

waren wir vollständig in Schweiß gebadet. Kurz darauf

wurden wir verladen. Wir fuhren über Stenay, in dem

sich das Hauptquartier des Kronprinzen befand, bis nahe

hinter die Front. Die Station hieß Vilosnes-Sivry und

lag an der Maas. Wir befanden uns also im heißesten

Kampfabschnitt vor Verdun. Am Bahnhof in Mouzon

hatten wir unsere wollenen Decken, die bis dorthin gefahren

worden waren, zurück bekommen. Jetzt merkte man

deutlich, daß das Gepäck dadurch bedeutend schwerer geworden

war. Von der Station ging es steil bergauf, aber

nach einer kleinen Strecke wurde Pause gemacht. Durchschwitzt

waren wir alle schon. Dann gings in einem ziemlich

schnellen Tempo den Berg hinauf, daß einem fast

der Atem ausging. Am jenseitigen Abhang blieben

wir eine Zeitlang liegen. Quartiermacher wurden in

das noch vor uns liegende Dorf Dannevoux geschickt.

In der glühenden Sonnenhitze ging es ins Dorf. Alle Häuser,

Ställe und dergleichen waren schon vollgepfropft. An den

vielen und verschiedenen Truppen konnte man schon merken,

was hier los war.

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seine Sachen. Das Fehlende wurde noch eingepackt, die Zeltbahn 

gerollt, gewaschen, Kaffee getrunken. Um 5.30 Uhr traten wir

an, die Revierkranken, die Küche und die Bagage blieb

zurück. Um 6 Uhr setzte sich die feldgraue Masse in Bewegung.

Es ging über Sachy, Carrignan nach Mouzon. (16 km)

Um 11.15 Uhr waren wir am Bahnhof. Dort angekommen,

waren wir vollständig in Schweiß gebadet. Kurz darauf

wurden wir verladen. Wir fuhren über Stenay, in dem

sich das Hauptquartier des Kronprinzen befand, bis nahe

hinter die Front. Die Station hieß Vilosnes-Sivry und

lag an der Maas. Wir befanden uns also im heißesten

Kampfabschnitt vor Verdun. Am Bahnhof in Mouzon

hatten wir unsere wollenen Decken, die bis dorthin gefahren

worden waren, zurück bekommen. Jetzt merkte man

deutlich, daß das Gepäck dadurch bedeutend schwerer geworden

war. Von der Station ging es steil bergauf, aber

nach einer kleinen Strecke wurde Pause gemacht. Durchschwitzt

waren wir alle schon. Dann gings in einem ziemlich

schnellen Tempo den Berg hinauf, daß einem fast

der Atem ausging. Am jenseitigen Abhang blieben

wir eine Zeitlang liegen. Quartiermacher wurden in

das noch vor uns liegende Dorf Dannevoux geschickt.

In der glühenden Sonnenhitze ging es ins Dorf. Alle Häuser,

Ställe und dergleichen waren schon vollgepfropft. An den

vielen und verschiedenen Truppen konnte man schon merken,

was hier los war.


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  • May 19, 2017 19:41:05 Beate Jochem

    seine Sachen. Das Fehlende wurde noch eingepackt, die Zeltbahn 

    gerollt, gewaschen, Kaffee getrunken. Um 5.30 Uhr traten wir

    an, die Revierkranken, die Küche und die Bagage blieb

    zurück. Um 6 Uhr setzte sich die feldgraue Masse in Bewegung.

    Es ging über Sachy, Carrignan nach Mouzon. (16 km)

    Um 11.15 Uhr waren wir am Bahnhof. Dort angekommen,

    waren wir vollständig in Schweiß gebadet. Kurz darauf

    wurden wir verladen. Wir fuhren über Stenay, in dem

    sich das Hauptquartier des Kronprinzen befand, bis nahe

    hinter die Front. Die Station hieß Vilosnes-Sivry und

    lag an der Maas. Wir befanden uns also im heißesten

    Kampfabschnitt vor Verdun. Am Bahnhof in Mouzon

    hatten wir unsere wollenen Decken, die bis dorthin gefahren

    worden waren, zurück bekommen. Jetzt merkte man

    deutlich, daß das Gepäck dadurch bedeutend schwerer geworden

    war. Von der Station ging es steil bergauf, aber

    nach einer kleinen Strecke wurde Pause gemacht. Durchschwitzt

    waren wir alle schon. Dann gings in einem ziemlich

    schnellen Tempo den Berg hinauf, daß einem fast

    der Atem ausging. Am jenseitigen Abhang blieben

    wir eine Zeitlang liegen. Quartiermacher wurden in

    das noch vor uns liegende Dorf Dannevoux geschickt.

    In der glühenden Sonnenhitze ging es ins Dorf. Alle Häuser,

    Ställe und dergleichen waren schon vollgepfropft. An den

    vielen und verschiedenen Truppen konnte man schon merken,

    was hier los war.

  • March 3, 2017 15:32:36 Erich St

    seine Sachen. Das Fehlende wurde noch eingepackt, die Zeltbahn ge-

    rollt, gewaschen, Kaffee getrunken. Um 5h30 Uhr traten wir

    an, die Revierkranken, die Küche und die Bagage blieb

    zurück. Um 6 Uhr setzte sich die feldgraue Masse in Bewegung.

    Es ging über Sachy, Carrignan nach Mouzon. (16 km)

    Um 11h15 Uhr waren wir am Bahnhof. Dort angekommen,

    waren wir vollständig in Schweiß gebadet. Kurz darauf

    wurden wir verladen. Wir fuhren über Stenay, in dem

    sich das Hauptquartier des Kronprinzen befand, bis nach

    hinter die Front. Die Station hieß Vilosnes-Sivry und

    lag an der Maas. Wir befanden uns also im heißesten

    Kampfabschnitt vor Verdun. Am Bahnhof in Mouzon

    hatten wir unsere wollenen Decken, die bis dorthin gefah-

    ren worden waren, zurück bekommen. Jetzt merkte man

    deutlich, daß das Gepäck dadurch bedeutend schwerer ge-

    worden war. Von der Station ging es steil bergauf, aber

    nach einer kleinen Strecke wurde Pause gemacht. Durch-

    schwitzt waren wir alle schon. Dann gings in einem ziem-

    lich schnellen Tempo den Berg hinauf, daß einem fast

    der Atem ausging. Am jenseitigen Abhang blieben

    wir eine Zeitlang liegen. Quartiermacher wurden in

    das noch vor uns liegende Dorf Dannevoux geschickt.

    In der glühenden Sonnenhitze ging es ins Dorf. Alle Häuser,

    Ställe und dergleichen waren schon vollgepfropft. An den

    vielen und verschiedenen Truppen konnte man schon mer-

    ken, was hier los war.


  • March 3, 2017 15:29:51 Erich St

    seine Sachen. Das Fehlende wurde noch eingepackt, die Zeltbahn ge-

    rollt, gewaschen, Kaffee getrunken. Um 5h30 Uhr traten wir

    an, die Revierkranken, die Küche und die Bagage blieb

    zurück. Um 6 Uhr setzte sich die feldgraue Masse in Bewegung.

    Es ging über Sachy, Carrignan nach Mouzon. (16 km)

    Um 11h15 Uhr waren wir am Bahnhof. Dort angekommen,

    waren wir vollständig in Schweiß gebadet. Kurz darauf

    wurden wir verladen. Wir fuhren über Stenay, in dem

    sich das Hauptquartier des Kronprinzen befand, bis nach

    hinter die Front. Die Station hieß Vilosnes-Sivry und

    lag an der Maas. Wir befanden uns also im heißesten

    Kampfabschnitt vor Verdun. Am Bahnhof in Mouzon

    hatten wir unsere wollenen Decken, die bis dorthin gefah-

    ren worden waren, zurück bekommen. Jetzt merkte man

    deutlich, daß das Gepäck dadurch bedeutend schwerer ge-

    worden war. Von der Station ging es steil bergauf, aber

    nach einer kleinen Strecke wurde Pause gemacht. Durch-

    schwitzt waren wir alle schon. Dann gings in einem ziem-

    lich schnellen Tempo den Berg hinauf, daß einem fast

    der Atem ausging. Am jenseitigen Abhang blieben

    wir eine Zeitlang liegen. Quartiermacher wurden in

    das noch vor uns liegende Dorf Dannevouse geschickt.

    In der glühenden Sonnenhitze ging es ins Dorf. Alle Häuser,

    Ställe und dergleichen waren schon vollgepfropft. An den

    vielen und verschiedenen Truppen konnte man schon mer-

    ken, was hier los war.


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17625 / 200527
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Alexandra Bloch Pfister
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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