Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 45

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Arnsberger Verhältnisse. Um ½10 Uhr ritten die

beiden Namensvettern wieder von Longwé ab. Wir

hatten verabredet, daß wir am 6. April nach Mouron

kommen sollten.

5. April.

          Den Nachmittag verbrachten wir wieder auf dem

großen Übungsplatze bei Boult aux bois. Den

ganzen Tag war es am regnen. Auf dem Platze

angekommen, mußten wir zunächst vom Pionierdepot

große Spaten, Hacken und dergleichen holen.

Dann bauten wir beim Bataillonskommandeur, für

den ein großes Zelt aufgeschlagen worden war, einen

Tisch und eine Bank. Nach dem Mittagessen trafen

wir dort einen Arnsberger Lehrer, namens Heumer,

z. Zt. Vizefeldwebel bei den 16. Jägern. Um

½7 Uhr waren wir erst zu Hause. Wir stülpten uns sofort

unsere „Dunsthaube“ auf den Kopf und gingen

zum Kompagnieführer, um uns für den morgigen

Tag Urlaub zu holen. Der Urlaub wurde uns ohne

weiteres gewährt. Wir sollten aber am andern Tage

vorsichtshalber mit der Kompagnie antreten. Es könnte

möglich sein, daß bis dahin Marschbefehle eingetroffen

sein könnten. Wir rechneten nicht mit der Möglichkeit

eines plötzlichen Abmarsches. Jetzt hieß es natürlich,

den Anzug und die anderen Sachen piekfein

in Ordnung zu bringen. Daß das nach der Schmierarbeit

am Tage nicht so einfach war, läßt sich leicht denken.

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Arnsberger Verhältnisse. Um ½10 Uhr ritten die

beiden Namensvettern wieder von Longwé ab. Wir

hatten verabredet, daß wir am 6. April nach Mouron

kommen sollten.

5. April.

          Den Nachmittag verbrachten wir wieder auf dem

großen Übungsplatze bei Boult aux bois. Den

ganzen Tag war es am regnen. Auf dem Platze

angekommen, mußten wir zunächst vom Pionierdepot

große Spaten, Hacken und dergleichen holen.

Dann bauten wir beim Bataillonskommandeur, für

den ein großes Zelt aufgeschlagen worden war, einen

Tisch und eine Bank. Nach dem Mittagessen trafen

wir dort einen Arnsberger Lehrer, namens Heumer,

z. Zt. Vizefeldwebel bei den 16. Jägern. Um

½7 Uhr waren wir erst zu Hause. Wir stülpten uns sofort

unsere „Dunsthaube“ auf den Kopf und gingen

zum Kompagnieführer, um uns für den morgigen

Tag Urlaub zu holen. Der Urlaub wurde uns ohne

weiteres gewährt. Wir sollten aber am andern Tage

vorsichtshalber mit der Kompagnie antreten. Es könnte

möglich sein, daß bis dahin Marschbefehle eingetroffen

sein könnten. Wir rechneten nicht mit der Möglichkeit

eines plötzlichen Abmarsches. Jetzt hieß es natürlich,

den Anzug und die anderen Sachen piekfein

in Ordnung zu bringen. Daß das nach der Schmierarbeit

am Tage nicht so einfach war, läßt sich leicht denken.


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  • May 18, 2017 23:41:32 Beate Jochem

    Arnsberger Verhältnisse. Um ½10 Uhr ritten die

    beiden Namensvettern wieder von Longwé ab. Wir

    hatten verabredet, daß wir am 6. April nach Mouron

    kommen sollten.

    5. April.

              Den Nachmittag verbrachten wir wieder auf dem

    großen Übungsplatze bei Boult aux bois. Den

    ganzen Tag war es am regnen. Auf dem Platze

    angekommen, mußten wir zunächst vom Pionierdepot

    große Spaten, Hacken und dergleichen holen.

    Dann bauten wir beim Bataillonskommandeur, für

    den ein großes Zelt aufgeschlagen worden war, einen

    Tisch und eine Bank. Nach dem Mittagessen trafen

    wir dort einen Arnsberger Lehrer, namens Heumer,

    z. Zt. Vizefeldwebel bei den 16. Jägern. Um

    ½7 Uhr waren wir erst zu Hause. Wir stülpten uns sofort

    unsere „Dunsthaube“ auf den Kopf und gingen

    zum Kompagnieführer, um uns für den morgigen

    Tag Urlaub zu holen. Der Urlaub wurde uns ohne

    weiteres gewährt. Wir sollten aber am andern Tage

    vorsichtshalber mit der Kompagnie antreten. Es könnte

    möglich sein, daß bis dahin Marschbefehle eingetroffen

    sein könnten. Wir rechneten nicht mit der Möglichkeit

    eines plötzlichen Abmarsches. Jetzt hieß es natürlich,

    den Anzug und die anderen Sachen piekfein

    in Ordnung zu bringen. Daß das nach der Schmierarbeit

    am Tage nicht so einfach war, läßt sich leicht denken.

  • February 26, 2017 13:43:26 Erich St

    Arnsberger Verhältnisse. Um ½10 Uhr ritten die

    beiden Namensvettern wieder von Longwé ab. Wir

    hatten verabredet, daß wir am 6. April nach Mouron

    kommen sollten.

    5. April.

              Den Nachmittag verbrachten wir wieder auf dem

    großen Übungsplatze bei Boult aux bois. Den

    ganzen Tag war es am regnen. Auf dem Platze

    angekommen, mußten wir zunächst vom Pionier-

    depot große Spaten, Hacken und dergleichen holen.

    Dann bauten wir beim Bataillonskommandeur, für

    den ein großes Zelt aufgeschlagen worden war, einen

    einen Tisch und eine Bank. Nach dem Mittagessen trafen

    wir dort einen Arnsberger Lehrer, namens Heu-

    mer, z. Zt. Vizefeldwebel bei den 16. Jägern. Um

    ½7 Uhr waren wir erst zu Hause. Wir stülpten uns so-

    fort unsere „Dunsthaube“ auf den Kopf und gingen

    zum Kompagnieführer, um uns für den morgigen

    Tag Urlaub zu holen. Der Urlaub wurde uns ohne

    weiteres gewährt. Wir sollten aber am andern Tage

    vorsichtshalber mit der Kompagnie antreten. Es könn-

    te möglich sein, daß bis dahin Marschbefehle eingetrof-

    fen sein könnten. Wir versuchten nicht mit der Mög-

    lichkeit eines plötzlichen Abmarsches. Jetzt hieß es natür-

    lich, den Anzug und die anderen Sachen piekfein

    in Ordnung zu bringen. Daß das nach der Seminarar-

    beit am Tage nicht so einfach war, läßt sich leicht denken.


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    Somme

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17625 / 200512
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Alexandra Bloch Pfister
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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