Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 17

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gabs die letzte Verpflegung auf österreichischem Boden, Kaffee und Käse.

2. Februar.

Kurz vor Mittag kamen wir in Salzburg an. Langsam fuhr der

Zug in die weiten Hallen des Bahnhofs. Um 11.30 Uhr stand er.

Gestern hatte es geheißen, die erste Verpflegung sollten wir erst

wieder auf deutschem Boden erhalten. Gottlob kam es anders.

Zum Abschied bekamen wir von den Österreichern in Salzburg

Morgenkaffee und Mittagessen zusammen.

Da ein dichter Nebel auf der Erde lagerte, konnte man von

der landschaftlichen Schönheit der Salzburger Umgebung, 

vornehmlich von den Salzburger Alpen, fast nichts sehen.

Kurz darauf fuhren wir über die bayerische Grenze. Links

sah man herrliche Landschaftsbilder, allerdings immer noch

etwas vom Nebel verhüllt. Überall in den bayerischen Dörfern

standen am Bahndamm Mädel, Frauen , Kinder und alte Leute,

die begeistert winkten. Daß sämtliche Türen an den Wagen

offen standen, ist selbstverständlich. Wer freute sich nicht beim

Anblick der herrlichen Landschaft und der winkenden Mädel?

Sehr oft wurden Liebesgaben in die offenstehenden Türen 

hereingeworfen, bei denen meistens die Adressen der Absenderinnen

lagen. Ich erwischte einen Beutel mit Backpflaumen.

Um 5 Uhr waren wir in Rosenheim am Inn. Mit Sack und

Pack verließen wir unsern Viehwagen mit dem seit gestern

pensionierten Kanonenofen. In einer sehr großen Waffenhalle

legten wir unsere Sachen nieder. Dann wurde gebadet.

Welch eine Wohltat! Aller ausländerische Dreck blieb hier

zurück. Zum Essen gab es 3 Pellkartoffeln, Sauerkraut und

2 Frankfurter Würste. Auch Bier konnte man haben, gutes, echtes

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gabs die letzte Verpflegung auf österreichischem Boden, Kaffee und Käse.

2. Februar.

Kurz vor Mittag kamen wir in Salzburg an. Langsam fuhr der

Zug in die weiten Hallen des Bahnhofs. Um 11.30 Uhr stand er.

Gestern hatte es geheißen, die erste Verpflegung sollten wir erst

wieder auf deutschem Boden erhalten. Gottlob kam es anders.

Zum Abschied bekamen wir von den Österreichern in Salzburg

Morgenkaffee und Mittagessen zusammen.

Da ein dichter Nebel auf der Erde lagerte, konnte man von

der landschaftlichen Schönheit der Salzburger Umgebung, 

vornehmlich von den Salzburger Alpen, fast nichts sehen.

Kurz darauf fuhren wir über die bayerische Grenze. Links

sah man herrliche Landschaftsbilder, allerdings immer noch

etwas vom Nebel verhüllt. Überall in den bayerischen Dörfern

standen am Bahndamm Mädel, Frauen , Kinder und alte Leute,

die begeistert winkten. Daß sämtliche Türen an den Wagen

offen standen, ist selbstverständlich. Wer freute sich nicht beim

Anblick der herrlichen Landschaft und der winkenden Mädel?

Sehr oft wurden Liebesgaben in die offenstehenden Türen 

hereingeworfen, bei denen meistens die Adressen der Absenderinnen

lagen. Ich erwischte einen Beutel mit Backpflaumen.

Um 5 Uhr waren wir in Rosenheim am Inn. Mit Sack und

Pack verließen wir unsern Viehwagen mit dem seit gestern

pensionierten Kanonenofen. In einer sehr großen Waffenhalle

legten wir unsere Sachen nieder. Dann wurde gebadet.

Welch eine Wohltat! Aller ausländerische Dreck blieb hier

zurück. Zum Essen gab es 3 Pellkartoffeln, Sauerkraut und

2 Frankfurter Würste. Auch Bier konnte man haben, gutes, echtes


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  • May 18, 2017 21:23:50 Beate Jochem

    gabs die letzte Verpflegung auf österreichischem Boden, Kaffee und Käse.

    2. Februar.

    Kurz vor Mittag kamen wir in Salzburg an. Langsam fuhr der

    Zug in die weiten Hallen des Bahnhofs. Um 11.30 Uhr stand er.

    Gestern hatte es geheißen, die erste Verpflegung sollten wir erst

    wieder auf deutschem Boden erhalten. Gottlob kam es anders.

    Zum Abschied bekamen wir von den Österreichern in Salzburg

    Morgenkaffee und Mittagessen zusammen.

    Da ein dichter Nebel auf der Erde lagerte, konnte man von

    der landschaftlichen Schönheit der Salzburger Umgebung, 

    vornehmlich von den Salzburger Alpen, fast nichts sehen.

    Kurz darauf fuhren wir über die bayerische Grenze. Links

    sah man herrliche Landschaftsbilder, allerdings immer noch

    etwas vom Nebel verhüllt. Überall in den bayerischen Dörfern

    standen am Bahndamm Mädel, Frauen , Kinder und alte Leute,

    die begeistert winkten. Daß sämtliche Türen an den Wagen

    offen standen, ist selbstverständlich. Wer freute sich nicht beim

    Anblick der herrlichen Landschaft und der winkenden Mädel?

    Sehr oft wurden Liebesgaben in die offenstehenden Türen 

    hereingeworfen, bei denen meistens die Adressen der Absenderinnen

    lagen. Ich erwischte einen Beutel mit Backpflaumen.

    Um 5 Uhr waren wir in Rosenheim am Inn. Mit Sack und

    Pack verließen wir unsern Viehwagen mit dem seit gestern

    pensionierten Kanonenofen. In einer sehr großen Waffenhalle

    legten wir unsere Sachen nieder. Dann wurde gebadet.

    Welch eine Wohltat! Aller ausländerische Dreck blieb hier

    zurück. Zum Essen gab es 3 Pellkartoffeln, Sauerkraut und

    2 Frankfurter Würste. Auch Bier konnte man haben, gutes, echtes

  • May 18, 2017 21:23:25 Beate Jochem

    gabs die letzte Verpflegung auf österreichischem Boden, Kaffee und Käse.

    2. Februar

    Kurz vor Mittag kamen wir in Salzburg an. Langsam fuhr der

    Zug in die weiten Hallen des Bahnhofs. Um 11.30 Uhr stand er.

    Gestern hatte es geheißen, die erste Verpflegung sollten wir erst

    wieder auf deutschem Boden erhalten. Gottlob kam es anders.

    Zum Abschied bekamen wir von den Österreichern in Salzburg

    Morgenkaffee und Mittagessen zusammen.

    Da ein dichter Nebel auf der Erde lagerte, konnte man von

    der landschaftlichen Schönheit der Salzburger Umgebung, 

    vornehmlich von den Salzburger Alpen, fast nichts sehen.

    Kurz darauf fuhren wir über die bayerische Grenze. Links

    sah man herrliche Landschaftsbilder, allerdings immer noch

    etwas vom Nebel verhüllt. Überall in den bayerischen Dörfern

    standen am Bahndamm Mädel, Frauen , Kinder und alte Leute,

    die begeistert winkten. Daß sämtliche Türen an den Wagen

    offen standen, ist selbstverständlich. Wer freute sich nicht beim

    Anblick der herrlichen Landschaft und der winkenden Mädel?

    Sehr oft wurden Liebesgaben in die offenstehenden Türen 

    hereingeworfen, bei denen meistens die Adressen der Absenderinnen

    lagen. Ich erwischte einen Beutel mit Backpflaumen.

    Um 5 Uhr waren wir in Rosenheim am Inn. Mit Sack und

    Pack verließen wir unsern Viehwagen mit dem seit gestern

    pensionierten Kanonenofen. In einer sehr großen Waffenhalle

    legten wir unsere Sachen nieder. Dann wurde gebadet.

    Welch eine Wohltat! Aller ausländerische Dreck blieb hier

    zurück. Zum Essen gab es 3 Pellkartoffeln, Sauerkraut und

    2 Frankfurter Würste. Auch Bier konnte man haben, gutes, echtes


  • February 21, 2017 20:06:55 Erich St

    gabs die letzte Verpflegung auf österreichischem Boden, Kaffee und Käse.

    2. Februar

    Kurz vor Mittag kamen wir in Salzburg an. Langsam fuhr der

    Zug in die weiten Hallen des Bahnhofs. Um 11h30 stand er.

    Gestern hatte es geheißen, die erste Verpflegung sollten wir erst

    wieder auf deutschem Boden erhalten. Gottlob kam es anders.

    Zum Abschied bekamen wir von den Österreichern in Salzburg

    Morgenkaffee und Mittagessen zusammen.

    Da ein dichter Nebel auf der Erde lagerte, konnte man von

    der landschaftlichen Schönheit der Salzburger Umgebung, vor-

    nehmlich von den Salzburger Alpen, fast nichts sehen.

    Kurz darauf fuhren wir über die bayerische Grenze. Links

    sah man herrliche Landschaftsbilder, allerdings immer noch

    etwas vom Nebel verhüllt. Überall in den bayerischen Dörfern

    standen am Bahndamm Mädel, Frauen , Kinder und alte Leu-

    te, die begeistert winkten. Daß sämtliche Türen an den Wagen

    offen standen, ist selbstverständlich. Wer freute sich nicht beim

    Anblick der herrlichen Landschaft und der winkenden Mädel?

    Sehr oft wurden Liebesgaben in die offenstehenden Türen her-

    eingeworfen, bei denen meistens die Adressen der Absenderinnen

    lagen. Ich erwischte einen Beutel mit Backpflaumen.

    Um 5 Uhr waren wir in Rosenheim am Inn. Mit Sack und

    Pack verließen wir unsern Viehwagen mit dem seit gestern

    pensionierten Kanonenofen. In einer sehr großen Waffen-

    halle legten wir unsere Sachen nieder. Dann wurde gebadet.

    Welch eine Wohltat! Aller ausländerische Dreck blieb hier

    zurück. Zum Essen gab es 3 Pellkartoffeln, Sauerkraut und

    2 Frankfurter Würste. Auch Bier konnte man haben, gutes, echtes


  • February 21, 2017 20:05:05 Erich St

    gabs die letzte Verpflegung auf österreichischem Boden, Kaffee und Käse.

    2. Februar

    Kurz vor Mittag kamen wir in Salzburg an. Langsam fuhr der

    Zug in die weiten Hallen des Bahnhofs. Um 11h30 stand er.

    Gestern hatte es geheißen, die erste Verpflegung sollten wir erst

    wieder auf deutschem Boden erhalten. Gottlob kam es anders.

    Zum Abschied bekamen wir von den Österreichern in Salzburg

    Morgenkaffee und Mittagessen zusammen.

    Da ein dichter Nebel auf der Erde lagerte, konnte man von

    der landschaftlichen Schönheit der Salzburger Umgebung, vor-

    nehmlich von den Salzburger Alpen, fast nichts sehen.

    Kurz darauf fuhren wir über die bayerische Grenze. Links

    sah man herrliche Landschaftsbilder, allerdings immer noch

    etwas vom Nebel verhüllt. Überall in den bayerischen Dörfern

    standen am Bahndamm Mädel, Frauen , Kinder und alte Leu-

    te, die begeistert winkten. Daß sämtliche Türen an den Wagen

    offen standen, ist selbstverständlich. Wer freute sich nicht bem

    Anblick der herrlichen Landschaft und der winkenden Mädel?

    Sehr oft wurden Liebesgaben in die offenstehenden Türen her-

    eingeworfen, bei denen meistens die Adressen der Absenderinnen

    lagen. Ich erwischte einen Beutel mit Backpflaumen.

    Um 5 Uhr waren wir in Rosenheim am Inn. Mit Sack und

    Pack verließen wir unsern Viehwagen mit dem seit gestern

    pensionierten Kanonenofen. In einer sehr großen Waffen-

    halle legten wir unsere Sachen nieder. Dann wurde gebadet.

    Welch eine Wohltat! Aller ausländerische Dreck blieb hier

    zurück. Zum Essen gab es 3 Pellkartoffeln, Sauerkraut und

    2 Frankfurter Würste. Auch Bier konnte man haben, gutes, ??htes


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Contributor
Alexandra Bloch Pfister
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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