Kriegstagebuch 2 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 6

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zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

          In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren

und Parademarsch

standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kaiser

sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt zu bringen.

Zu diesem Zweck marschierten wir täglich zum Semliner

Übungsplatz. Eine Vorbesichtigung folgte der anderen. Die erste

fand am 18. Dezember durch den Regiments-Kommandeur,

Oberstleutnant v. W. Witzlebenev. Friedrich Karl von Witzleben

statt. Um 7 Uhr marschierten wir ab, um

12h15 war der Dreh endlich zu Ende. Ganz langsam ritt der

Gestrenge vor den einzelnen Zügen her, dabei jeden von oben

bis unten scharf musternd. Bei dem entsetzlich langen Stehen

konnte man die Pimpelgicht bekommen. Es war ermüdender,

wie mancher lange Marsch durch Serbien. Mit Musik wurden

wir schließlich zu den Quartieren zurückbegleitet. Am 22.

Dezember war Besichtigung durch kommandierenden General

des 22. Reserve Armeekorps, Exzel[lenz] von Falkenhayn und den

Divisions Kommandeur (44. Res. Division), Generalleutnant von

Dörrer. Es herrschte eine fürchterliche Kälte. Bataillonsweise wurde

stillgestanden. Die Generäle ritten langsam vor jedem Zug

her. Die Finger der linken Hand waren an dem kalten

Gewehr zu Eiszapfen gefroren. Die Minuten wurden zu

Ewigkeiten. Aber endlich löste sich die Erstarrung in den

einzelnen Kompagnien. Zugweise ging es im Parademarsch


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zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

          In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren

und Parademarsch

standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kaiser

sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt zu bringen.

Zu diesem Zweck marschierten wir täglich zum Semliner

Übungsplatz. Eine Vorbesichtigung folgte der anderen. Die erste

fand am 18. Dezember durch den Regiments-Kommandeur,

Oberstleutnant v. W. Witzlebenev. Friedrich Karl von Witzleben

statt. Um 7 Uhr marschierten wir ab, um

12h15 war der Dreh endlich zu Ende. Ganz langsam ritt der

Gestrenge vor den einzelnen Zügen her, dabei jeden von oben

bis unten scharf musternd. Bei dem entsetzlich langen Stehen

konnte man die Pimpelgicht bekommen. Es war ermüdender,

wie mancher lange Marsch durch Serbien. Mit Musik wurden

wir schließlich zu den Quartieren zurückbegleitet. Am 22.

Dezember war Besichtigung durch kommandierenden General

des 22. Reserve Armeekorps, Exzel[lenz] von Falkenhayn und den

Divisions Kommandeur (44. Res. Division), Generalleutnant von

Dörrer. Es herrschte eine fürchterliche Kälte. Bataillonsweise wurde

stillgestanden. Die Generäle ritten langsam vor jedem Zug

her. Die Finger der linken Hand waren an dem kalten

Gewehr zu Eiszapfen gefroren. Die Minuten wurden zu

Ewigkeiten. Aber endlich löste sich die Erstarrung in den

einzelnen Kompagnien. Zugweise ging es im Parademarsch



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  • April 21, 2017 19:03:14 Rolf Kranz

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren

    und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kaiser

    sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

    ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

    würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt zu bringen.

    Zu diesem Zweck marschierten wir täglich zum Semliner

    Übungsplatz. Eine Vorbesichtigung folgte der anderen. Die erste

    fand am 18. Dezember durch den Regiments-Kommandeur,

    Oberstleutnant v. W. Witzlebenev. Friedrich Karl von Witzleben

    statt. Um 7 Uhr marschierten wir ab, um

    12h15 war der Dreh endlich zu Ende. Ganz langsam ritt der

    Gestrenge vor den einzelnen Zügen her, dabei jeden von oben

    bis unten scharf musternd. Bei dem entsetzlich langen Stehen

    konnte man die Pimpelgicht bekommen. Es war ermüdender,

    wie mancher lange Marsch durch Serbien. Mit Musik wurden

    wir schließlich zu den Quartieren zurückbegleitet. Am 22.

    Dezember war Besichtigung durch kommandierenden General

    des 22. Reserve Armeekorps, Exzel[lenz] von Falkenhayn und den

    Divisions Kommandeur (44. Res. Division), Generalleutnant von

    Dörrer. Es herrschte eine fürchterliche Kälte. Bataillonsweise wurde

    stillgestanden. Die Generäle ritten langsam vor jedem Zug

    her. Die Finger der linken Hand waren an dem kalten

    Gewehr zu Eiszapfen gefroren. Die Minuten wurden zu

    Ewigkeiten. Aber endlich löste sich die Erstarrung in den

    einzelnen Kompagnien. Zugweise ging es im Parademarsch


  • February 19, 2017 19:39:28 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kai-

    ser sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

    ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

    würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt zu brin-

    gen. Zu diesem Zweck marschierten wir täglich zum Semliner

    Übungsplatz. Eine Vorbesichtigung folgte der anderen. Die erste

    fand am 18. Dezember durch den Regiments-Kommandeur,

    Oberstleutnant v. W. Witzlebenev. Friedrich Karl von Witzleben, statt. Um 7 Uhr marschierten wir ab, um

    12h15 war der Dreh endlich zu Ende. Ganz langsam ritt der Ge-

    strenge vor den einzelnen Zügen her, dabei jeden von oben

    bis unten scharf musternd. Bei dem entsetzlich langen Stehen

    konnte man die Pimpelgicht bekommen. Es war ermüdender,

    wie mancher lange Marsch durch Serbien. Mit Musik wurden

    wir schließlich zu den Quartieren zurückbegleitet. Am 22. De-

    zember war Besichtigung durch kommandierenden General

    des 22. Reserve Armeekorps, Exzel. von Falkenhayn und den

    Divisions Kommandeur (44. Res. Division), Generalleutnant von

    Dörrer. Es herrschte eine fürchterliche Kälte. Bataillonsweise wurde

    stillgestanden. Die Generäle ritten langsam vor jedem Zug

    her. Die Finger der linken Hand waren an dem kalten

    Gewehr zu Eiszapfen gefroren. Die Minuten wurden zu

    Ewigkeiten. Aber endlich löste sich die Erstarrung in den

    einzelnen Kompagnien. Zügeweise ging es im Parademarsch



  • February 19, 2017 16:45:25 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kai-

    ser sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

    ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

    würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt zu brin-

    gen. Zu diesem Zweck marschierten wir täglich zum Semliner

    Übungsplatz. Eine Verbesichtigung folgte der anderen. Die erste

    fand am 18. Dezember durch den Regiments-Kommandeur,

    Oberstleutnant v. W. Witzlebenev. Friedrich Karl von Witzleben, statt. Um 7 Uhr marschierten wir ab, um

    12h15 war der Dreh endlich zu Ende. Ganz langsam ritt der Ge-

    strenge vor den einzelnen Zügen her, dabei jeden von oben

    bis unten scharf musternd. Bei dem entsetzlich langen Stehen

    konnte man die Pimpelgicht bekommen. Es war ermüdender,

    wie mancher lange Marsch durch Serbien. Mit Musik wurden

    wir schließlich zu den Quartieren zurückbegleitet. Am 22. De-

    zember war Besichtigung durch kommandierenden General

    des 22. Reserve Armeekorps, E?el. von Falkenhayn und den

    Dicisions Kommandeur (44. Res. Division), Generalleutnant von

    Dörrer. Es herrschte eine fürchterliche Kälte. Bataillonsweise wurde

    stillgestanden. Die Generäle ritten langsam vor jedem Zug

    her. Die Finger der linken Hand waren an dem kalten

    Gewehr zu Eiszapfen gefroren. Die Minuten



  • February 19, 2017 16:27:56 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kai-

    ser sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

    ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

    würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt zu brin-

    gen. Zu diesem Zweck marschierten wir täglich zum Semliner

    Übungsplatz. Eine Verbesichtigung folgte der anderen. Die erste

    fand am 18. Dezember durch den Regiments-Kommandeur,

    Oberstleutnant v. W. Witzlebenev. Friedrich Karl von Witzleben, statt. Um 7 Uhr marschierten wir ab, um

    12h15 war der Dreh endlich zu Ende. Ganz langsam ritt der Ge-

    strenge vor den einzelnen Zügen her, dabei jeden von oben

    bis unten scharf musternd. Bei dem entsetzlich langen Stehen

    konnte man die Pimpelgicht bekommen. Es war ermüdender,

    wie mancher lange Marsch durch Serbien. Mit Musik wurden

    wir schließlich zu den Quartieren zurückbegleitet. Am 22. De-

    zember war Besichtigung durch kommandierenden General

    des 22. Ke??? Armeekorps


  • February 19, 2017 16:05:13 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kai-

    ser sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

    ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

    würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt zu brin-

    gen. Zu diesem Zweck marschierten wir täglich zum Semliner

    Übungsplatz. Eine Verbesichtigung folgte der anderen. Die erste

    fand am 18. Dezember durch den Regiments-Kommandeur,

    Oberstleutnant v. W. Wikleben, statt. Um 7 Uhr marschierten wir ab, um

    12h15 war der ??rch endlich zu Ende. Ganz langsam ritt der Ge-

    strenge vor den einzelnen Zügen her, dabei jeden von oben

    bis unten scharf musternd. Bei dem entschluhlangen Stehen

    konnte man die Fimpelgicht bekommen. Es war ermüdender,

    wie mancher lange Marsch durch Serbien.


  • February 19, 2017 14:56:32 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppenSoldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kai-

    ser sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

    ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimstSoldatensprache: gedrillt

    würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt


  • February 19, 2017 14:53:08 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppen“  Soldatensprache: „mit dem Gewehr exerzieren und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung. Es wurde gemunkelt, der Kai-

    ser sollte zur Besichtigung kommen. Nun, dann konnte man sich

    ja denken, daß wir bis dahin noch ganz gehörig gebimst

    würden, um die verrosteten Glieder wieder in Takt


  • February 19, 2017 14:46:17 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen. „Griffe kloppen“ und Parademarsch

    standen auf der Tagesordnung.


  • February 19, 2017 14:43:12 Erich St

    zur hl. Kommunion. Die kleine Kirche war gepreßt voll.

              In den Tagen vorher hatten wir viel Dienst. Ein Appell

    reihte sich an den anderen.


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Contributor
Alexandra Bloch Pfister
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