Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 2, item 67

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S. 98

abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

Grabenkrümmung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

Graben zu vertiefen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

Durch Hecken und Gesträuch gedeckt waren die feindlichen Kolonnen

stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

      Gefr. Zech, warf das M.G. auf Deckung, zuckte aber im gleichen

Augenblick von einer Schrappnell Kugel ins Schienbein getroffen zusammen.

Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schmerz verursacht

als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

abermals ein Schrappnell über uns, eine Kugel traf mich über dem


S. 99

rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

durchzuckte, beim Nachsehen quoll Blut aus dem Stiefel, also

hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

über dem Knöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


      Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir noch, dass ich

ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verringert

so entschloss ich mich schnell abzuhauen. "Grüss die Heimat" und

"Machts gut" meinerseits waren die Abschiedsgrüsse - dabei erhielt Schütze

Plaumann einen Granatsplitter in den Kopf der den Schädel spaltete


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S. 98

abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

Grabenkrümmung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

Graben zu vertiefen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

Durch Hecken und Gesträuch gedeckt waren die feindlichen Kolonnen

stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

      Gefr. Zech, warf das M.G. auf Deckung, zuckte aber im gleichen

Augenblick von einer Schrappnell Kugel ins Schienbein getroffen zusammen.

Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schmerz verursacht

als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

abermals ein Schrappnell über uns, eine Kugel traf mich über dem


S. 99

rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

durchzuckte, beim Nachsehen quoll Blut aus dem Stiefel, also

hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

über dem Knöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


      Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir noch, dass ich

ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verringert

so entschloss ich mich schnell abzuhauen. "Grüss die Heimat" und

"Machts gut" meinerseits waren die Abschiedsgrüsse - dabei erhielt Schütze

Plaumann einen Granatsplitter in den Kopf der den Schädel spaltete



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  • April 7, 2017 21:38:27 Rolf Kranz

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenkrümmung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiefen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gesträuch gedeckt waren die feindlichen Kolonnen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

          Gefr. Zech, warf das M.G. auf Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell Kugel ins Schienbein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schmerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kugel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quoll Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem Knöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


    Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


          Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

    Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

    gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

    möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

    noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir noch, dass ich

    ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

    könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

    denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verringert

    so entschloss ich mich schnell abzuhauen. "Grüss die Heimat" und

    "Machts gut" meinerseits waren die Abschiedsgrüsse - dabei erhielt Schütze

    Plaumann einen Granatsplitter in den Kopf der den Schädel spaltete


  • February 20, 2017 21:37:45 Rolf Kranz

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenkrümmung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiefen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gesträuch gedeckt waren die feindlichen Kolonnen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. auf Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell Kugel ins Schienbein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schmerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kugel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quoll Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem Knöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


    Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


    Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

    Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

    gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

    möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

    noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir noch, dass ich

    ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

    könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

    denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verringert

    so entschloss ich mich schnell abzuhauen. "Grüss die Heimat" und

    "Machts gut" meinerseits waren die Abschiedsgrüsse - dabei erhielt Schütze

    Plaumann einen Granatsplitter in den Kopf der den Schädel spaltete



  • January 4, 2017 12:29:38 Corinna Pichler (AUT)

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gel im Schienbein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schwerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kufel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quall Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem KNöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


    Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


    Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

    Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

    gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

    möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

    noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir nich, dass ich

    ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

    könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

    denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verringt

    so entschloss ich mich schnell abzuhauen. "Grüss die Heimat" und

    "Machts gut" meinerseits waren die Abschiedsgrüsse - dabei erhielt Schütze

    Plaumann einen Granatsplitter in den Kopf der den Schädel spaltete



  • January 4, 2017 12:28:10 Corinna Pichler (AUT)

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gek im ...bein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schwerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kufel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quall Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem KNöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


    Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


    Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

    Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

    gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

    möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

    noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir nich, dass ich

    ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

    könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

    denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verringt

    so entschloss ich mich schnell abzuhauen. "Grüss die Heimat" und

    "Machts gut" meinerseits waren die Abschiedsgrüsse - dabei erhielt Schütze

    Plaumann einen Granatsplitter in den Kopf der den Schädel spaltete



  • January 4, 2017 12:28:02 Corinna Pichler (AUT)

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gek im ...bein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schwerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kufel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quall Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem KNöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


    Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


    Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

    Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

    gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

    möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

    noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir nich, dass ich

    ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

    könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

    denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verringt

    so entschloss ich mich schnell abzuhauen. "Grüss die Heimat" und

    "Machts gut" meinerseits waren die Abschiedsgrüsse - dabei erhielt Schütze

    Plaumann einen Granatsplitter in den Kopf der den Schädel spaltete


  • January 4, 2017 12:26:35 Corinna Pichler (AUT)

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gek im ...bein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schwerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kufel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quall Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem KNöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


    Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)


    Ein Sanitäter verband mich sofort - und nun war mein

    Bewusstsein zurückgekommen, während ich bis dahin an nichts

    gedacht hatte, so hegte ich nunmehr den Wunsch so schnell als

    möglich fortzukommen. Meine Kamaraden beglückwünschten mich

    noch wegen des Heimatschusses, und sagten mir nich, dass ich

    ja machen sollte, dass ich fortkomme, da ich ja wohl kaum laufen

    könnte wenn es Not täte. Ich war auch überflüssig am Gewehr,

    denn der Patronenvorrat hatte sich noch mehr durch Treffer verr


  • January 4, 2017 12:24:20 Corinna Pichler (AUT)

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gek im ...bein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schwerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kufel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quall Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem KNöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


    Foto: Ein englischer Tank (bei Bapaume) (Herbst 1917)




  • January 4, 2017 12:23:58 Corinna Pichler (AUT)

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gek im ...bein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schwerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kufel traf mich über dem


    S. 99

    rechten Knöchel. Ich erhielt einen kurzen heftigen Schlag, der mich

    durchzuckte, beim Nachsehen quall Blut aus dem Stiefel, also

    hatte ich meine Verwundung weg. Ich entledigte mich meiner

    Gamasche und des Stiefels, wie des Strumpfes und sah den Einschuss

    über dem KNöchel, die Kugel war um denselben herumgefahren

    und stak im Rücken des Füsses, der schnell anschwoll.


  • January 4, 2017 12:21:19 Corinna Pichler (AUT)

    S. 98

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gek im ...bein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte

    nur ein Stück Haut abgerissen und mehr Schwerz verursacht

    als wert war. Kurz darauf ritzte ein Splitter den Schützen

    Plauman am Handrücken, noch beim Verbinden platzte

    abermals ein Schrappnell über uns, eine Kufel traf mich über dem


    S. 99



  • January 4, 2017 12:20:03 Corinna Pichler (AUT)

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr einebnend und die Kompagnie

    dezimierend. Gegen 4.00 verlegte der Engl. das Feuer nach weiter hinten,

    und zwischen den Staubwolken konnten wir seine vorgehende

    Infanterie erkennen, welche durch Tanks unterstützt wurde. Es waren

    die ersten Tanks, welche ich sah, allerdings noch weit entfernt.

    Durch Hecken und Gestrauch gedeckt waren die feindlichen Lokonen

    stellenweise weit vorgekommen, besonders rechts vor uns.

    Gefr. Zech, warf das M.G. aud Deckung, zuckte aber im gleichen

    Augenblick von einer Schrappnell K[u]gek im ...bein getroffen zusammen.

    Beim Abwickeln der Wickelgamasche rollte die Kugel heraus, sie hatte



  • January 4, 2017 12:16:07 Corinna Pichler (AUT)

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zu werden verliess mich nicht.

    Immer und immer krachten der Granat + Schrapnellhagel um

    uns her, den Graben immer mehr ein



  • January 4, 2017 12:15:10 Corinna Pichler (AUT)

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Beine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zuwerden,



  • January 4, 2017 12:15:01 Corinna Pichler (AUT)

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Ruine

    weit von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zuwerden,



  • January 4, 2017 12:14:56 Corinna Pichler (AUT)

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig

    den engl. Angriff zu erkennen. Ich lag auf dem Bauch, meine Ruine

    weite von mir, und wünschte mir nur eine leichte Verwundung,

    denn das Bewustsein verwundet zuwerden,



  • January 4, 2017 12:12:43 Corinna Pichler (AUT)

    abgegeben, 1000 waren bei Schilling geblieben, und 500 waren durch

    Granatsplitter unbrauchbar für alle M.Gs. geworden, ebenso war der Kasten

    mit den Leuchtpatronen verloren.  - Wir behielten das M.G. zunächst

    im Graben und deckten es mit einer Zeltbahn zu, um es vor Sand

    und Staub zu schützen. Wir lagen eng beieinander in einer

    Grabenbauung, trotz unserer Spaten dachten wir nicht daran, den

    Graben zu vertiegen überhaupt handelten wir nur noch instinktiv,

    indem wir von Zeit zu Zeit über Deckung sahen um rechtzeitig



Description

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  • 50.2912494||2.7777485000000297||

    Schlacht von Arras

    ||1
Location(s)
  • Story location Schlacht von Arras


ID
15872 / 168894
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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