Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 2, item 45

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S. 58

   Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

Unsere zurechtgelegte Einteilung wurde über den Haufen

geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

zu gehen. Bei schwachem Mondlicht wurde alles in Ordnung

gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

und so den Mannschaften das doppelte Hin und

zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

mussten die Leute ihre je 1000 Patronen schnappen und [K]asten

dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

Spaten, und noch das Gepäck. Meine 2 Begleiter und ich

erbarmten uns der kleinen Leute und halfen ihnen. Ich

vorn weg, dann der M.G. Führer und im Gänsemarsch die

Anderen hinterher, zogen wir nach vorn. Dorten aber

war es lebhafter geworden, die Ablösungen der Infanterie

war nicht ohne Geräusch abgegangen, teils lag es daran,

dass sich die neuen Leute noch nicht genügend in Acht

nahmen, teils dass sie die Verbindung verloren und riefen,

andernteils auch daran, dass die Abgelösten es an der


S. 59

   genügenden Rücksicht, ihren Kameraden in Stellung, fehlen

liessen und hastig nach hinten türmten, um möglichst

schnell aus dem Feuerbereich zu kommen. Kurz und gut

Tommy bedachte ausgiebig das Gelände mit Schrappnells

deren Feuerblitze bald hier, bald da aufleuchteten. Im

Zickzack, den schnellsten Weg nehmend führte ich meine

Leute nach vorn, und machte sie auf dies und jenes

aufmerksam, zeigte ihnen die Lücken im Verhau, und

nannte ihnen die Namen der Stellungen. Beim

Gewehrstand war schon alles aufbruchbereit. Es war ein                        3.00 nachts,

scheinbares wildes Durcheinander, denn immer kamen                           8.V.1917

Trupps von Infanteristen die gruppenweise nach hinten zogen.

Ich als Ältester und Richtschütze hatte nun dafür zu sorgen,

dass unser sämmtliches Gerät mit kam und dass unsere

Träger und Bedienung geschlossen nach hinten kam.

Einmal schon aus dem Grund, dass bei etwaiger Verwundung

des Einen dieser geborgen und auch das Gerät nicht verlustig

ging. Die Ersten jedoch eilten so schnell, dass ich, der ich nun

als Letzter ging nicht folgen konnte und auch keine Obacht

geben konnte, zumal ich mich noch um einen etwas

Langsameren zu sorgen hatte. Trotz rufen, schreien und schelten

riss die Verbindung und wir zwei eilten allein zurück.

Das Feuer der Engländer hatte noch zugenommen, so dass ich

zunächst auf die Zwischenstellung zuhielt um etwas zu

warten. Dorten war inzwischen auch schon abgelöst worden:

Konnten wir, mit unserem Gardemass, kaum über Deckung sehen.

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S. 58

   Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

Unsere zurechtgelegte Einteilung wurde über den Haufen

geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

zu gehen. Bei schwachem Mondlicht wurde alles in Ordnung

gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

und so den Mannschaften das doppelte Hin und

zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

mussten die Leute ihre je 1000 Patronen schnappen und [K]asten

dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

Spaten, und noch das Gepäck. Meine 2 Begleiter und ich

erbarmten uns der kleinen Leute und halfen ihnen. Ich

vorn weg, dann der M.G. Führer und im Gänsemarsch die

Anderen hinterher, zogen wir nach vorn. Dorten aber

war es lebhafter geworden, die Ablösungen der Infanterie

war nicht ohne Geräusch abgegangen, teils lag es daran,

dass sich die neuen Leute noch nicht genügend in Acht

nahmen, teils dass sie die Verbindung verloren und riefen,

andernteils auch daran, dass die Abgelösten es an der


S. 59

   genügenden Rücksicht, ihren Kameraden in Stellung, fehlen

liessen und hastig nach hinten türmten, um möglichst

schnell aus dem Feuerbereich zu kommen. Kurz und gut

Tommy bedachte ausgiebig das Gelände mit Schrappnells

deren Feuerblitze bald hier, bald da aufleuchteten. Im

Zickzack, den schnellsten Weg nehmend führte ich meine

Leute nach vorn, und machte sie auf dies und jenes

aufmerksam, zeigte ihnen die Lücken im Verhau, und

nannte ihnen die Namen der Stellungen. Beim

Gewehrstand war schon alles aufbruchbereit. Es war ein                        3.00 nachts,

scheinbares wildes Durcheinander, denn immer kamen                           8.V.1917

Trupps von Infanteristen die gruppenweise nach hinten zogen.

Ich als Ältester und Richtschütze hatte nun dafür zu sorgen,

dass unser sämmtliches Gerät mit kam und dass unsere

Träger und Bedienung geschlossen nach hinten kam.

Einmal schon aus dem Grund, dass bei etwaiger Verwundung

des Einen dieser geborgen und auch das Gerät nicht verlustig

ging. Die Ersten jedoch eilten so schnell, dass ich, der ich nun

als Letzter ging nicht folgen konnte und auch keine Obacht

geben konnte, zumal ich mich noch um einen etwas

Langsameren zu sorgen hatte. Trotz rufen, schreien und schelten

riss die Verbindung und wir zwei eilten allein zurück.

Das Feuer der Engländer hatte noch zugenommen, so dass ich

zunächst auf die Zwischenstellung zuhielt um etwas zu

warten. Dorten war inzwischen auch schon abgelöst worden:

Konnten wir, mit unserem Gardemass, kaum über Deckung sehen.


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  • April 5, 2017 20:27:01 Rolf Kranz

    S. 58

       Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

    ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

    Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

    unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

    als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

    und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

    Unsere zurechtgelegte Einteilung wurde über den Haufen

    geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

    und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

    und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

    zu gehen. Bei schwachem Mondlicht wurde alles in Ordnung

    gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

    leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

    welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

    und so den Mannschaften das doppelte Hin und

    zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

    mussten die Leute ihre je 1000 Patronen schnappen und [K]asten

    dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

    Spaten, und noch das Gepäck. Meine 2 Begleiter und ich

    erbarmten uns der kleinen Leute und halfen ihnen. Ich

    vorn weg, dann der M.G. Führer und im Gänsemarsch die

    Anderen hinterher, zogen wir nach vorn. Dorten aber

    war es lebhafter geworden, die Ablösungen der Infanterie

    war nicht ohne Geräusch abgegangen, teils lag es daran,

    dass sich die neuen Leute noch nicht genügend in Acht

    nahmen, teils dass sie die Verbindung verloren und riefen,

    andernteils auch daran, dass die Abgelösten es an der


    S. 59

       genügenden Rücksicht, ihren Kameraden in Stellung, fehlen

    liessen und hastig nach hinten türmten, um möglichst

    schnell aus dem Feuerbereich zu kommen. Kurz und gut

    Tommy bedachte ausgiebig das Gelände mit Schrappnells

    deren Feuerblitze bald hier, bald da aufleuchteten. Im

    Zickzack, den schnellsten Weg nehmend führte ich meine

    Leute nach vorn, und machte sie auf dies und jenes

    aufmerksam, zeigte ihnen die Lücken im Verhau, und

    nannte ihnen die Namen der Stellungen. Beim

    Gewehrstand war schon alles aufbruchbereit. Es war ein                        3.00 nachts,

    scheinbares wildes Durcheinander, denn immer kamen                           8.V.1917

    Trupps von Infanteristen die gruppenweise nach hinten zogen.

    Ich als Ältester und Richtschütze hatte nun dafür zu sorgen,

    dass unser sämmtliches Gerät mit kam und dass unsere

    Träger und Bedienung geschlossen nach hinten kam.

    Einmal schon aus dem Grund, dass bei etwaiger Verwundung

    des Einen dieser geborgen und auch das Gerät nicht verlustig

    ging. Die Ersten jedoch eilten so schnell, dass ich, der ich nun

    als Letzter ging nicht folgen konnte und auch keine Obacht

    geben konnte, zumal ich mich noch um einen etwas

    Langsameren zu sorgen hatte. Trotz rufen, schreien und schelten

    riss die Verbindung und wir zwei eilten allein zurück.

    Das Feuer der Engländer hatte noch zugenommen, so dass ich

    zunächst auf die Zwischenstellung zuhielt um etwas zu

    warten. Dorten war inzwischen auch schon abgelöst worden:

    Konnten wir, mit unserem Gardemass, kaum über Deckung sehen.

  • February 12, 2017 07:17:33 Rolf Kranz

    S. 58

    Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

    ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

    Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

    unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

    als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

    und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

    Unsere zurechtgelegte Einteilung wurde über den Haufen

    geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

    und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

    und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

    zu gehen. Bei schwachem Mondlicht wurde alles in Ordnung

    gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

    leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

    welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

    und so den Mannschaften das doppelte Hin und

    zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

    mussten die Leute ihre je 1000 Patronen schnappen und asten...

    dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

    Spaten, und noch das Gepäck. Meine 2 Begleiter und ich

    erbarmten uns der kleinen Leute und halfen ihnen. Ich

    vorn weg, dann der M.G. Führer und im Gänsemarsch die

    Anderen hinterher, zogen wir nach vorn. Dorten aber

    war es lebhafter geworden, die Ablösungen der Infanterie

    war nicht ohne Geräusch abgegangen, teils lag es daran,

    dass sich die neuen Leute noch nicht genügend in Acht

    nahmen, teils dass sie die Verbindung verloren und riefen,

    andernteils auch daran, dass die Abgelösten es an der


    S. 59

    genügenden Rücksicht, ihrer Kameraden in Stellung, fehlen

    liessen und hastig nach hinten türmten, um möglichst

    schnell aus dem Feuerbereich zu kommen. Kurz und gut

    Tommy bedachte ausgiebig das Gelände mit Schrappnells

    deren Feuerblitze bald hier, bald da aufleuchteten. Im

    Zickzack, den schnellsten Weg nehmend führte ich meine

    Leute nach vorn, und machte sie auf dies und jenes

    aufmerksam, zeigte ihnen die Lücken im Verhau, und

    nannte ihnen die Namen der Stellungen. Beim

    Gewehrstand war schon alles aufbruchbereit.  Es war ein                        3.00 nachts,

    scheinbares wildes Durcheinander, denn immer kamen                           8.V.1917

    Trupps von Infanteristen die gruppenweise nach hinten zogen.

    Ich als Ältester und Richtschütze hatte nun dafür zu sorgen,

    dass unser sämmtliches Gerät mit kam und dass unsere

    Träger und Bedienung geschlossen nach hinten kam.

    Einmal schon aus dem Grund, dass bei etwaiger Verwundung

    des Einen dieser geborgen und auch das Gerät nicht verlustig

    ging. Die Ersten jedoch eilten so schnell, dass ich, der ich nun

    als Letzter ging nicht folgen konnte und auch keine Obacht

    geben konnte, zumal ich mich noch um einen etwas

    Langsameren zu sorgen hatte. Trotz rufen, schreien und schelten

    riss die Verbindung und wir zwei eilten allein zurück.

    Das Feuer der Engländer hatte noch zugenommen, so dass ich

    zunächst auf die Zwischenstellung zuhielt um etwas zu

    warten. Dorten war inzwischen auch schon abgelöst worden:

    Konnten wir, mit unserem Gardemass, kaum über Deckung sehen.


  • December 29, 2016 10:03:42 Corinna Pichler (AUT)

    S. 58

    Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

    ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

    Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

    unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

    als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

    und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

    Unsere zurückgelegte Einteilung wurde über den Haufen

    geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

    und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

    und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

    zu gehen. Bei schwachen Mondlicht wurde alles in Ordnung

    gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

    leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

    welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

    und so den Mannschaften das doppelte Hin und

    zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

    mussten die Leute ihre II 1000 Patronen schnappen und asten

    dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

    Spaten, und noch das Gebäck. Meine 2 Begleiter und ich

    erbarmten uns der kleinen Leute und halfen ihnen. Ich

    vorn weg, dann der M.G. Führer und im Gänsemarsch die

    Anderen hinterher, zogen wir nach vorn. Dorten aber

    war es lebhafter geworden, die Ablösungen der Infanterie

    war nicht ohne Geräusch abgegangen, teils lag es daran,

    dass sich die neuen Leute noch nicht genügend in Acht

    nahmen, teils dass sie die Verbindung verloren und riefen,

    andernteils auch daran, dass die Abgelösten es an der


    S. 59

    genügenden Rücksicht, ihrer Kameraden in Stellung, fehlen

    liesen und hastig nach hinten türmten, um möglichst

    schnell aus dem Feuerbereich zu kommen. Kurz und gut

    Tommy bedachte ausgiebig das Gelände mit Schrappnells

    deren Feuerblitze bald hier, bald da aufleuchteten. Im

    Zickzack, den schnellsten Weg nehmend führte ich meine

    Leute nach vorn, und machte sie auf dies und jenes

    aufmerksam, zeigte ihnen die Lücken im Verhau, und

    nannte ihnen die Namen der Stellungen. Beim

    Gewehrstand war schon alles aufbruchbereit. [3.00 nachts, 8.V.1917] Es war ein

    scheinbares wildes Durcheinander, denn immer kamen

    Trupps von Infanteristen die Gruppenweise nach hinten zogen.

    Ich als Ältester und Richtschütze hatte nun dafür zu sorgen,

    dass unser sämmtliches Gerät mit kam und dass unsere

    Träger und Bedienung geschlossen nach hinten kam.

    Einmal schon aus dem Grund, dass bei etwaiger Verwundung

    des Einen dieser geborgen und auch das Gerät nicht verlustig

    ging. Die Ersten jedoch eilten so schnell, dass ich, der ich nun

    als Letzter ging nicht folgen konnte und auch keine Obacht

    geben konnte, zumal ich mich noch um einen etwas

    Langsameren zu sorgen hatte. Trotz rufen, schreien und schelten

    riss die Verbindung und wir zwei eilten allein zurück.

    Das Feuer der Engländer hatte noch zugenommen, so dass ich

    zunächst auf die Zwischenstellung zuhielt um etwas zu

    warten. Dorten war inzwischen auch schon abgelöst worden:

    Konnten wir, mit unserem Gardeman, kaum über Deckung sehen.


  • December 29, 2016 09:58:35 Corinna Pichler (AUT)

    S. 58

    Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

    ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

    Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

    unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

    als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

    und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

    Unsere zurückgelegte Einteilung wurde über den Haufen

    geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

    und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

    und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

    zu gehen. Bei schwachen Mondlicht wurde alles in Ordnung

    gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

    leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

    welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

    und so den Mannschaften das doppelte Hin und

    zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

    mussten die Leute ihre II 1000 Patronen schnappen und asten

    dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

    Spaten, und noch das Gebäck. Meine 2 Begleiter und ich

    erbarmten uns der kleinen Leute und halfen ihnen. Ich

    vorn weg, dann der M.G. Führer und im Gänsemarsch die

    Anderen hinterher, zogen wir nach vorn. Dorten aber

    war es lebhafter geworden, die Ablösungen der Infanterie

    war nicht ohne Geräusch abgegangen, teils lag es daran,

    dass sich die neuen Leute noch nicht genügend in Acht

    nahmen, teils dass sie die Verbindung verloren und riefen,

    andernteils auch daran, dass die Abgelösten es an der


    S. 59

    genügenden Rücksicht, ihrer Kameraden in Stellung, fehlen

    liesen und hastig nach hinten türmten, um möglichst

    schnell aus dem Feuerbereich zu kommen. Kurz und gut

    Tommy bedachte ausgiebig das Gelände mit Schrappnells

    deren Feuerblitze bald hier, bald da aufleuchteten. Im

    Zickzack, den schnellsten Weg nehmend führte ich meine

    Leute nach vorn, und machte sie auf dies und jenes

    aufmerksam, zeigte ihnen die Lücken im Verhau, und

    nannte ihnen die Namen der Stellungen. Beim


  • December 29, 2016 09:56:31 Corinna Pichler (AUT)

    S. 58

    Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

    ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

    Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

    unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

    als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

    und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

    Unsere zurückgelegte Einteilung wurde über den Haufen

    geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

    und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

    und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

    zu gehen. Bei schwachen Mondlicht wurde alles in Ordnung

    gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

    leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

    welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

    und so den Mannschaften das doppelte Hin und

    zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

    mussten die Leute ihre II 1000 Patronen schnappen und asten

    dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

    Spaten, und noch das Gebäck. Meine 2 Begleiter und ich

    erbarmten uns der kleinen Leute und halfen ihnen. Ich

    vorn weg, dann der M.G. Führer und im Gänsemarsch die

    Anderen hinterher, zogen wir nach vorn. Dorten aber

    war es lebhafter geworden, die Ablösungen der Infanterie

    war nicht ohne Geräusch abgegangen, teils lag es daran,

    dass sich die neuen Leute noch nicht genügend in Acht

    nahmen, teils dass sie die Verbindung verloren und riefen,

    andernteils auch daran, dass die Abgelösten es an der


    S. 59


  • December 29, 2016 09:54:48 Corinna Pichler (AUT)

    S. 58

    Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

    ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

    Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

    unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

    als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

    und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

    Unsere zurückgelegte Einteilung wurde über den Haufen

    geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

    und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

    und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

    zu gehen. Bei schwachen Mondlicht wurde alles in Ordnung

    gebracht und die Mannschaften beluden sich mit dem Gerät,

    leider wurde der Vorschlag unseres M.G.Offiziers, die Patronen

    welche bei jedem Gewehr in Stellung waren auszutauschen,

    und so den Mannschaften das doppelte Hin und

    zurücktragen dieser schweren Last zu ersparen, verworfen. So

    mussten die Leute ihre II 1000 Patronen schnappen und asten

    dazu das schwere MG + die Wasserkessel, Leuchtmuniton und

    Spaten, und noch das Gebäck. Meine 2 Begleiter und ich

    erbarmten uns


    S. 59


  • December 29, 2016 09:51:56 Corinna Pichler (AUT)

    S. 58

    Gerät und Fahrzeugen. Ein Hauptmann führte die Kompagn.

    ihm zur Seite standen als Zugführer 2 Leutnants und 2

    Offizierstellvertreter. Ich war über die 3 Offiziere überrascht, in

    unserem Regiment hatte keine Kompagnie noch einen Hauptmann

    als Führer, diese besetzten bei uns schon Patrouillensführerposten,

    und wohl nur einzelne Komapgnien verfügten über 2 Offiziere.

    Unsere zurückgelegte Einteilung wurde über den Haufen

    geworfen, und der Hauptmann teilte neu ein. Wir als Führer

    und je 2 Träger vom 1.G.R.R. wurden an die Züge verteilt

    und nach langem hin und her, kam der Befehl in Stellung

    zu gehen


    S. 59


  • December 29, 2016 09:49:15 Corinna Pichler (AUT)

    S. 58

    Gerät und Fahrzeugen.


    S. 59


Description

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  • 50.2912494||2.7777485000000297||

    Schlacht von Arras

    ||1
Location(s)
  • Story location Schlacht von Arras


ID
15872 / 168840
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



  • Western Front

  • Artillery
  • Prisoners of War
  • Propaganda
  • Tanks and Armoured Fighting Vehicles
  • Trench Life



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