Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 2, item 43

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S. 54

  Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

      Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den Zug, der bisher

in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

      Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Sicht geschützt zu

sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

dort ist schon alles bereit "das M.G. Gerät wird verteilt -, des

gleichen auch einige Patronenkästen, dann gehen wir alle

zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

könnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

den Graben, der auch unseren Zug birgt, aber hier hart an

der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

auseinandergezogen schwärmen wir vor. 30 Meter über

den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 60, 80 Meter,

kein Loch, der unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

immer noch nichts; Ein klein wenig leuchtet nun der

Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uns

sehen wir einige Ruinen leuchten, es mögen wohl die ersten

Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

Schritte, wir stolpern über Feldbahngeleise und sehen


S. 55

  verlassene Löcher, da erkläre ich: "Nein so weit kann es

nicht sein, ich schlage vor umzukehren, auf keinen Fall

aber weiter vor." Da der Zugführer das Gelände nicht kennt,

nimmt er meinen Vorschlag an. Wir kehren um. Von

Ferne knallt ein Schuss, ein leises Singen geht über uns

weg. "Hinlegen" lautet der gehauchte Befehl und dann

vorsichtig nach links zurück. Wir erreichen abermals

den Graben, gehen in demselben weiter nach links, und

kommen zum ersten Doppelposten, dieser weist uns den

Weg, von neuen gehen wir vor, aber nicht wie vordem

auf die Strasse zu, sondern etwas mehr nach links, und

erreichen nach wenigen Schritten, die abzulösenden Gewehre.

      Ein Glück dass wir vorhin umgekehrt waren, denn wir

waren schon weit über die Linie hinaus und konnten

nicht mehr weit von der engl. Stellung gewesen sein. In den

Erdlöchern bei der Feldbahn sind auch oft Tommys gesehen

worden, so haben diese diesmal nicht aufgepasst oder sie

hatten ihren Graben geräumt, zumindestens aber hätten

sie das Feuer eröffnen müssen. So waren wir unbewusst

dem Tommy auf den Pelz gerückt, er hat uns aber nicht

haben wollen - An der Somme sind auf diese Weise viele

Kameraden, Essenholer, Ordonnanzen, oder Ablösungen,

infolge Verlaufens direkt in die Englischen Gräben gerannt

und waren gefangen geworden. -

     In der folgenden Nacht, endlich kamen Kameraden

nach vorn um unsere 3 Gefallenen zu bergen. Aber der

Gefreite Stamm, welcher vor der 2 Stellung lag konnte nicht

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S. 54

  Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

      Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den Zug, der bisher

in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

      Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Sicht geschützt zu

sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

dort ist schon alles bereit "das M.G. Gerät wird verteilt -, des

gleichen auch einige Patronenkästen, dann gehen wir alle

zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

könnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

den Graben, der auch unseren Zug birgt, aber hier hart an

der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

auseinandergezogen schwärmen wir vor. 30 Meter über

den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 60, 80 Meter,

kein Loch, der unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

immer noch nichts; Ein klein wenig leuchtet nun der

Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uns

sehen wir einige Ruinen leuchten, es mögen wohl die ersten

Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

Schritte, wir stolpern über Feldbahngeleise und sehen


S. 55

  verlassene Löcher, da erkläre ich: "Nein so weit kann es

nicht sein, ich schlage vor umzukehren, auf keinen Fall

aber weiter vor." Da der Zugführer das Gelände nicht kennt,

nimmt er meinen Vorschlag an. Wir kehren um. Von

Ferne knallt ein Schuss, ein leises Singen geht über uns

weg. "Hinlegen" lautet der gehauchte Befehl und dann

vorsichtig nach links zurück. Wir erreichen abermals

den Graben, gehen in demselben weiter nach links, und

kommen zum ersten Doppelposten, dieser weist uns den

Weg, von neuen gehen wir vor, aber nicht wie vordem

auf die Strasse zu, sondern etwas mehr nach links, und

erreichen nach wenigen Schritten, die abzulösenden Gewehre.

      Ein Glück dass wir vorhin umgekehrt waren, denn wir

waren schon weit über die Linie hinaus und konnten

nicht mehr weit von der engl. Stellung gewesen sein. In den

Erdlöchern bei der Feldbahn sind auch oft Tommys gesehen

worden, so haben diese diesmal nicht aufgepasst oder sie

hatten ihren Graben geräumt, zumindestens aber hätten

sie das Feuer eröffnen müssen. So waren wir unbewusst

dem Tommy auf den Pelz gerückt, er hat uns aber nicht

haben wollen - An der Somme sind auf diese Weise viele

Kameraden, Essenholer, Ordonnanzen, oder Ablösungen,

infolge Verlaufens direkt in die Englischen Gräben gerannt

und waren gefangen geworden. -

     In der folgenden Nacht, endlich kamen Kameraden

nach vorn um unsere 3 Gefallenen zu bergen. Aber der

Gefreite Stamm, welcher vor der 2 Stellung lag konnte nicht


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  • April 5, 2017 19:55:17 Rolf Kranz

    S. 54

      Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

          Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den Zug, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

          Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Sicht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Gerät wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann gehen wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    könnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der auch unseren Zug birgt, aber hier hart an

    der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

    auseinandergezogen schwärmen wir vor. 30 Meter über

    den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 60, 80 Meter,

    kein Loch, der unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

    immer noch nichts; Ein klein wenig leuchtet nun der

    Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uns

    sehen wir einige Ruinen leuchten, es mögen wohl die ersten

    Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

    dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

    ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

    Schritte, wir stolpern über Feldbahngeleise und sehen


    S. 55

      verlassene Löcher, da erkläre ich: "Nein so weit kann es

    nicht sein, ich schlage vor umzukehren, auf keinen Fall

    aber weiter vor." Da der Zugführer das Gelände nicht kennt,

    nimmt er meinen Vorschlag an. Wir kehren um. Von

    Ferne knallt ein Schuss, ein leises Singen geht über uns

    weg. "Hinlegen" lautet der gehauchte Befehl und dann

    vorsichtig nach links zurück. Wir erreichen abermals

    den Graben, gehen in demselben weiter nach links, und

    kommen zum ersten Doppelposten, dieser weist uns den

    Weg, von neuen gehen wir vor, aber nicht wie vordem

    auf die Strasse zu, sondern etwas mehr nach links, und

    erreichen nach wenigen Schritten, die abzulösenden Gewehre.

          Ein Glück dass wir vorhin umgekehrt waren, denn wir

    waren schon weit über die Linie hinaus und konnten

    nicht mehr weit von der engl. Stellung gewesen sein. In den

    Erdlöchern bei der Feldbahn sind auch oft Tommys gesehen

    worden, so haben diese diesmal nicht aufgepasst oder sie

    hatten ihren Graben geräumt, zumindestens aber hätten

    sie das Feuer eröffnen müssen. So waren wir unbewusst

    dem Tommy auf den Pelz gerückt, er hat uns aber nicht

    haben wollen - An der Somme sind auf diese Weise viele

    Kameraden, Essenholer, Ordonnanzen, oder Ablösungen,

    infolge Verlaufens direkt in die Englischen Gräben gerannt

    und waren gefangen geworden. -

         In der folgenden Nacht, endlich kamen Kameraden

    nach vorn um unsere 3 Gefallenen zu bergen. Aber der

    Gefreite Stamm, welcher vor der 2 Stellung lag konnte nicht

  • February 12, 2017 07:00:53 Rolf Kranz

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den Zug, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Sicht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Gerät wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann gehen wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    könnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der auch unseren Zug birgt, aber hier hart an

    der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

    auseinandergezogen schwärmen wir vor. 30 Meter über

    den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 60, 80 Meter,

    kein Loch, der unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

    immer noch nichts; Ein klein wenig leuchtet nun der

    Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uns

    sehen wir einige Ruinen leuchten, es mögen wohl die ersten

    Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

    dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

    ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

    Schritte, wir stolpern über Feldbahngeleise und sehen


    S. 55

    verlassene Löcher, da erkläre ich: "Nein so weit kann es

    nicht sein, ich schlage vor umzukehren, auf keinen Fall

    aber weiter vor." Da der Zugführer das Gelände nicht kennt,

    nimmt er meinen Vorschlag an. Wir kehren um. Von

    Forne knallt ein Schuss, ein leises Singen geht über uns

    weg. "Hinlegen" lautet der gehauchte Befehl und dann

    vorsichtig nach links zurück. Wir erreichen abermals

    den Graben, gehen in demselben weiter nach links, und

    kommen zum ersten Doppelposten, dieser weist und den

    Weg, von neuen gehen wir vor, aber nicht wie vordem

    auf die Strasse zu, sondern etwas mehr nach links, und

    erreichen nach wenigen Schritten, die abzulösenden Gewehre.

    Ein Glück dass wir vorhin umgekehrt waren, denn wir

    waren schon weit über die Linie hinaus und konnten

    nicht mehr weit von der engl. Stellung gewesen sein. In den

    Erdlöchern bei der Feldbahn sind auch oft Tommys gesehen

    worden, so haben diese diesmal nicht aufgepasst oder sie

    hatten ihren Graben geräumt, zumindestens aber hätten

    sie das Feuer eröffnen müssen. So waren wir unbewusst

    dem Tommy auf den Pelz gerückt, er hat uns aber nicht

    haben wollen - An der Somme sind auf diese Weise viele

    Kameraden, Essenholer, Ordonnanzen, oder Ablösungen,

    infolge Verlaufens direkt in die Englischen Gräben gerannt

    und waren gefangen geworden. -

    In der folgenden Nacht, endlich kamen Kameraden

    nach vorn um unsere 3 Gefallenen zu bergen. Aber der

    Gefreite Stamm, welcher vor der 2 Stellung lag konnte nicht


  • December 29, 2016 09:33:09 Corinna Pichler (AUT)

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den tag, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Recht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Geröt wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann geben wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    konnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der auch unseren Zug bergt, aber hier hart an

    der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

    auseinandergezogen schrammen wir vor. 30 Meter über

    den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 40, 80 Meter,

    kein Loch, der unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

    immer noch nichts; Ein klein wenig beleuchtet nun der

    Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uns

    sehen wir einige Ruinen leuchten, es mögen wohl die ersten

    Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

    dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

    ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

    Schritte, wir stolpern über Feldbahngehü[l]se und sehen


    S. 55

    verlassene Löcher, da erkläre ich: "Nein so weit kann es

    nicht sein, ich schlage vor umzukehren, auf keinen Fall

    aber weiter vor." Da der Zugführer das Gelände nicht kennt,

    nimmt er meinen Vorschlag an. Wir kehren um. Von

    Forn knallt ein Schuss, ein leises Singen geht über uns

    weg. "Hinlegen" lautet der gehauchte Befehl und dann

    vorsichtig nach links zurück. Wir erreichen abermals

    den Graben, gehen in demselben weiter nach links, und

    kommen zum ersten Doppelposten, dieser weist und den

    Weg, von neuen gehen wir vor, aber nicht wie vordern

    auf die Strasse zu, sondern etwas mehr nach links, und

    erreichen nach wenigen Schritten, die abzulösenden Gewehr.

    Ein Glück dass wir vorhin umgekehrt waren, denn wir

    waren schon weit über die Linie hinaus und konnten

    nicht mehr weit von der engl. Stellung gewesen sein. In den

    Erdlöchern bei der Feldbahn sind auch oft Tommys gesehen

    worden, so haben diese diesmal nicht aufgepasst oder sie

    hatten ihren Graben geräumt, zumindestens aber hätten

    sie das Feuer eröffnen müssen. So waren wir unbewusst

    dem Tommy auf den Pelz gerückt, er hat uns aber nicht

    haben wollen - An der Somme sind auf diese Weise viele

    Kameraden, Essenholer, Ordennanzen, oder Ablösungen,

    infolge Verlaufens direkt in die Englischen Gräben gerannt

    und waren gefangen geworden. -

    In der folgenden Nacht, endlich kamen Kameraden

    nach vorn um unsere 3 Gefallenen zu bergen. Aber der

    Gefreite Stamm, welcher vor der 2 Stellung lag konnte nicht


  • December 29, 2016 09:31:50 Corinna Pichler (AUT)

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den tag, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Recht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Geröt wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann geben wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    konnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der auch unseren Zug bergt, aber hier hart an

    der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

    auseinandergezogen schrammen wir vor. 30 Meter über

    den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 40, 80 Meter,

    kein Loch, der unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

    immer noch nichts; Ein klein wenig beleuchtet nun der

    Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uns

    sehen wir einige Ruinen leuchten, es mögen wohl die ersten

    Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

    dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

    ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

    Schritte, wir stolpern über Feldbahngehü[l]se und sehen


    S. 55

    verlassene Löcher, da erkläre ich: "Nein so weit kann es

    nicht sein, ich schlage vor umzukehren, auf keinen Fall

    aber weiter vor." Da der Zugführer das Gelände nicht kennt,

    nimmt er meinen Vorschlag an. Wir kehren um. Von

    Forn knallt ein Schuss, ein leises Singen geht über uns

    weg. "Hinlegen" lautet der gehauchte Befehl und dann

    vorsichtig nach links zurück. Wir erreichen abermals

    den Graben, gehen in demselben weiter nach links, und

    kommen zum ersten Doppelposten, dieser weist und den

    Weg, von neuen gehen wir vor, aber nicht wie vordern

    auf die Strasse zu, sondern etwas mehr nach links, und

    erreichen nach wenigen Schritten, die abzulösenden Gewehr.

    Ein Glück dass wir vorhin umgekehrt waren, denn wir

    waren schon weit über die Linie hinaus und konnten

    nicht mehr weit von der engl. Stellung gewesen sein. In den

    Erdlöchern bei der Feldbahn sind auch oft Tommys gesehen

    worden, so haben diese diesmal nicht aufgepasst oder sie

    hatten ihren Graben geräumt, zumindestens aber hätten

    sie das Feuer eröffnen müssen. So waren wir unbewusst

    dem Tommy auf den Pelz gerückt, er hat uns aber nicht

    haben wollen


  • December 29, 2016 09:26:20 Corinna Pichler (AUT)

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den tag, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Recht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Geröt wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann geben wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    konnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der auch unseren Zug bergt, aber hier hart an

    der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

    auseinandergezogen schrammen wir vor. 30 Meter über

    den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 40, 80 Meter,

    kein Loch, der unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

    immer noch nichts; Ein klein wenig beleuchtet nun der

    Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uns

    sehen wir einige Ruinen leuchten, es mögen wohl die ersten

    Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

    dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

    ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

    Schritte, wir stolpern über Feldbahngehü[l]se und sehen



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  • December 29, 2016 09:24:59 Corinna Pichler (AUT)

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den tag, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Recht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Geröt wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann geben wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    konnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der auch unseren Zug bergt, aber hier hart an

    der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

    auseinandergezogen schrammen wir vor. 30 Meter über

    den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 40, 80 Meter,

    kein Loch, da unsere Vorposten beherbergt, noch 40 Meter,

    immer noch nichts; bis klein wenig beleuchtet nun der

    Mond, wir halten Ausschau und bleiben stehen, vor uuns

    sehen wir einige Ruien leuchten, es mögen wohl die ersten

    Häuser von Gavrelle gewesen sein. Leise Zwiesprache mt

    dem Zugführer -  kann es hier sein? - Ja - nein! - da dort

    ist das Wäldchen wir sind also weit vor, na noch paar

    Schritte, wir stolpern über Feldbahngehü[l]se und sehen



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  • December 29, 2016 09:21:42 Corinna Pichler (AUT)

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den tag, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Recht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Geröt wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann geben wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    konnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der auch unseren Zug bergt, aber hier hart an

    der Chaussée ist er nur wenig tief und unbesetzt, lang

    auseinandergezogen schrammen wir vor. 30 Meter über

    den Graben hinaus, dann langsamer auf cr. 40, 80 Meter,

    kein



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  • December 29, 2016 09:19:03 Corinna Pichler (AUT)

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den tag, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Recht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Geröt wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann geben wir alle

    zusammen vor. Tiefdunkel ist die Nacht, nicht einmal

    eine Leuchtkugel flammt in der Nähe oder vor uns auf, und

    konnte uns somit verraten, wir, wohl 15 Mann, überschritten

    den Graben, der



    S. 55


  • December 29, 2016 09:17:30 Corinna Pichler (AUT)

    S. 54

    Mannschaften zur Bergung, während wir des Nachts unser

    Gewehr nicht verlassen konnten, so mussten wir, wollten

    wir den Graben passieren immer über sie hinweg.

    Am Abend bzw. in der Nacht vorher, wurden die beiden

    M.Gs in der Vorstellung abgelöst, durch den tag, der bisher

    in der Zwischenstellung gelegen hatte. Um das Gerät gleich

    mit einem Male nach vorn zu bekommen waren je 2 Mann

    von unserem Zug zu Hilfeleistung kommandiert, dabei auch ich.

    Spät in der Nacht, um in der Dunkelheit vor Recht geschützt zu

    sein, laufen wir kommandierten Träger zur Zwischenstellung,

    dort ist schon alles bereit "das M.G. Geröt wird verteilt -, des

    gleichen auch einige Patronenkästen, dann geben wir alle

    zusammen vor.



    S. 55


Description

Save description
  • 50.329429||2.886405||

    Gavrelle

  • 50.2912494||2.7777485000000297||

    Schlacht von Arras

    ||1
Location(s)
  • Story location Schlacht von Arras
  • Document location Gavrelle


ID
15872 / 168838
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



  • Western Front

  • Artillery
  • Prisoners of War
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