Tagebuch meines Großvaters Erich Schubert, item 17

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Seite 30:

Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

fing mir immer mehr an zu schmerzen und

war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm Ferme des Chambrettes den

Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

Piere-pont Pierrepont . Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

Seite 31:

ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.

Fotopostkarte 1:Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim

Dr. Gorzelanczik. Dr. Frey. Dr. Wolf. Hauptmann Kottmeier.

Fotopostkarte 2:Krankenwagen

Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim


In der Nacht hatte ich starkes Fieber, sodaß mir der Sanitäter

noch eine Spritze geben mußte. Am anderen Tage

gegen mittag wurden wir in Mainz ausgeladen. Ich

kam in das Festungslazarett in die Stadthalle.

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Seite 30:

Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

fing mir immer mehr an zu schmerzen und

war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm Ferme des Chambrettes den

Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

Piere-pont Pierrepont . Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

Seite 31:

ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.

Fotopostkarte 1:Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim

Dr. Gorzelanczik. Dr. Frey. Dr. Wolf. Hauptmann Kottmeier.

Fotopostkarte 2:Krankenwagen

Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim


In der Nacht hatte ich starkes Fieber, sodaß mir der Sanitäter

noch eine Spritze geben mußte. Am anderen Tage

gegen mittag wurden wir in Mainz ausgeladen. Ich

kam in das Festungslazarett in die Stadthalle.


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  • November 25, 2018 20:35:48 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm Ferme des Chambrettes den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont Pierrepont . Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

    Seite 31:

    ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.

    Fotopostkarte 1:Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim

    Dr. Gorzelanczik. Dr. Frey. Dr. Wolf. Hauptmann Kottmeier.

    Fotopostkarte 2:Krankenwagen

    Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim


    In der Nacht hatte ich starkes Fieber, sodaß mir der Sanitäter

    noch eine Spritze geben mußte. Am anderen Tage

    gegen mittag wurden wir in Mainz ausgeladen. Ich

    kam in das Festungslazarett in die Stadthalle.

  • November 15, 2018 08:29:04 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont. Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

    Seite 31:

    ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.

    Fotopostkarte 1:Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim

    Dr. Gorzelanczik. Dr. Frey. Dr. Wolf. Hauptmann Kottmeier.

    Fotopostkarte 2:Krankenwagen

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    In der Nacht hatte ich starkes Fieber, sodaß mir der Sanitäter

    noch eine Spritze geben mußte. Am anderen Tage

    gegen mittag wurden wir in Mainz ausgeladen. Ich

    kam in das Festungslazarett in die Stadthalle.


  • November 15, 2018 08:21:42 Xip K

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    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont. Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

    Seite 31:

    ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.

    Fotopostkarte 1:Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim

    Dr. Gorzelanczik. Dr. Frey. Dr. Wolf. Hauptmann Kottmeier.

    Fotopostkarte 2:Krankenwagen

    Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim


    In der Nacht hatte ich starkes Fieber, sodaß mir der Sanitäter

    noch eine Spritze geben mußte. Am anderen Tage

    gegen mittage wurden wir in Mainz ausgeladen. Ich

    kam in das Festungslazarett in die Stadthalle.


  • November 15, 2018 08:20:27 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont. Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

    Seite 31:

    ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.

    Fotopostkarte 1:Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim

    Dr. Gorzelanczik. Dr. Frey. Dr. Wolf. Hauptmann Kottmeier.

    Fotopostkarte 2:Krankenwagen

    Vereins-Lazarettzug Q 3 Niederbarnim


  • November 15, 2018 08:18:40 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont. Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

    Seite 31:

    ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.

    Foto 1:


  • November 15, 2018 08:18:18 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont. Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

    Seite 31:

    ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.


  • November 15, 2018 08:18:03 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont. Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam

    ich in den Lazarettzug Q.3. Niederbarnim.


  • November 15, 2018 08:17:15 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont. Nach einigen Tagen wurden wir verladen.

    Als ich auf der Bahre vor dem Zelte lag, ging ein

    Arzt durch die Reihen. Er frug mich was für eine

    Komp. ich sei. Darauf antwortete ich ihm von der 12. Komp.

    I.R. 105. Er sagte mir, daß gestern unser Komp. Führer

    beim Abnehmen des Beines gestorben ist. So kam


  • November 15, 2018 08:15:21 Xip K

    Seite 30:

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. Gefreite und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab. Auf dem Wege

    nach Ornes begegnete uns sehr viel Infanterie und

    Artillerie. Da mich an der Hüfte etwas schmerzte

    merkte ich, daß sich in meinem Mantel noch

    die Wurstbüchse befand, welche für meine Gruppe

    bestimmt war. Ich hatte auf derselben eine ganze

    Zeit lang gelegen. In Ornes holte der Fahrer aus einem

    Sanitätsunterstand ein Brot und so wurde dasselbe

    mit der Wurst redlich geteilt. Nach 10 stündiger

    Fahrt kamen wir am anderen Tage gegen mittag

    in eine Kirche. Nachdem ich von einem Arzt vorn

    am Altar frisch verbunden worden war, trugen sie

    mich in ein Auto und kam in das Feldlazarett

    Piere-pont.


  • November 15, 2018 08:10:35 Xip K

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte. Der Sanitätsgefreite Haas

    Gustl sagte mir, daß innerhalb einer halben Stunde

    zirka 30 Kameraden mit Beinschüssen da gewesen

    seien. Da mein Verband noch gut war, und gerade

    eine Fuhrkolonne Material brachte, schleppte mich

    der Gefr. und noch einige Verwundete auf einen

    Wagen und schon ging es ab.


  • November 15, 2018 08:08:36 Xip K

    Führer sammelte die Kolonne und vor ging es wieder zur

    Komp. denn auch die Kameraden hatten Hunger. Als

    wir auf dem Höhenzug kamen setzte M.G. Feuer ein, was

    ungefähr 20cm über dem Erdboden das Gelände abstreute.

    Ich bekam ein Beinschuß und rutschte in

    ein Granatloch. Ein Kamerad schnitt gleich den Stiefel

    auf und verband meine Wunde. Mit einem ebenfalls

    verwundeten Kameraden gingen wir zurück. Auf

    dem aufgewühlten Gelände bin ich mehrere Male

    hingefallen denn es war finstere Nacht. Mein Bein

    fing mir immer mehr an zu schmerzen und

    war ich froh, daß ich in der Chambrett Ferm den

    Sanitätsunterstand erreichte.


Description

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  • 49.25337274520792||5.441103037109315||

    Ferme des Chambrettes, Ornes, France

  • 50.00182746688283||8.276177542016626||

    Mainz, Germany

  • 49.2514841||5.4655827||

    Ornes, France

  • 49.2208||5.432199999999966||

    Douaumont

    ||1
Location(s)
  • Story location Douaumont
  • Document location Ferme des Chambrettes, Ornes, France
  • Additional document location Mainz, Germany
  • Additional document location Ornes, France


ID
15519 / 164645
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Christine Geist
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


February 26, 1916 – February 28, 1916
  • Deutsch

  • Western Front

  • Essen
  • Gustl Haas
  • Lazarett
  • Lazarettzug
  • Trench Life
  • Verwundung



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