Kriegstagebuch mit handgefertigten Zeichnungen von Rudolf Kämmerer, SM Hilfskreuzer "Berlin", item 15

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Den 13. August richtet Deutschland nochmals
einen Antrag an freien Durchmarsch an
Belgien, erhielt abermals ablehnende Antwort.
Der Petersburger Pöbel ermordet den
deutschen Hofrat Kattner.

14. August teilt Deutschland Frankreich und
Belgien mit, daß es bei Fortdauer der Frank"
tireurüberfälle die allerschärften Maßregeln
ergreifen wird. Belgische Dörfer, in denen
aus dem Hinterhalt auf deutsche Truppen
geschossen wurde, werden niedergebrannt.
In einem Gefecht, im Schirmeckpass in den
Vogesen verliert eine deutsche zu weit
vorgehende Abteilung einige Geschütze.

Am 17. August werden 3000 Russen gefangen
genommen. Die Russen drängen mit großen
Heeresmassen gegen Ostpreussen vor. Die
d. Regierung erhebt Einspruch gegen die russ.
Mordbrennerei.

18. August wird die russ. Stadt Ablawa
von Generaloberst d. Hindenburg besetzt.

Das deutsche Unterseeboot 15 wird von engl.
Kreuzern vernichtet und seine gesamte
Mannschaft ertrank.

Die Japaner erklommen die Höhe der
Frechheit in diesem gewaltigen Kriege. Sie
halten es für ihre Pflicht, der Kaiserl. Deutschen
Regierung den Rat zu erteilen, die
nachstehenden beiden Vorschläge auszuführen:

1. Unverzüglich aus den jap. und chines.
Gewässern die deutschen Kriegsschiffe und
bewaffenen Fahrzeuge jeder Art zurückzuziehen
und diejenigen die nicht zurückgezogen
werden konnen, alsbald abzurüsten.

2. Bis spätestens 15. Sept. 1914 das gesamte
Pachtgebiet von Kiautschou bedingungslos und
ohne Entschädigung den Kaiserl. Jap. Behörden zu
dem Zweck auszuantworten, es evtl. an
China zurückzugeben. Auf die Foderung
hat die unsre Regierung keinerlei Antwort
zu geben, sondern sie sich veranlaßt, ihren
Botschaft in Tokio abzuberufen und dem


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Den 13. August richtet Deutschland nochmals
einen Antrag an freien Durchmarsch an
Belgien, erhielt abermals ablehnende Antwort.
Der Petersburger Pöbel ermordet den
deutschen Hofrat Kattner.

14. August teilt Deutschland Frankreich und
Belgien mit, daß es bei Fortdauer der Frank"
tireurüberfälle die allerschärften Maßregeln
ergreifen wird. Belgische Dörfer, in denen
aus dem Hinterhalt auf deutsche Truppen
geschossen wurde, werden niedergebrannt.
In einem Gefecht, im Schirmeckpass in den
Vogesen verliert eine deutsche zu weit
vorgehende Abteilung einige Geschütze.

Am 17. August werden 3000 Russen gefangen
genommen. Die Russen drängen mit großen
Heeresmassen gegen Ostpreussen vor. Die
d. Regierung erhebt Einspruch gegen die russ.
Mordbrennerei.

18. August wird die russ. Stadt Ablawa
von Generaloberst d. Hindenburg besetzt.

Das deutsche Unterseeboot 15 wird von engl.
Kreuzern vernichtet und seine gesamte
Mannschaft ertrank.

Die Japaner erklommen die Höhe der
Frechheit in diesem gewaltigen Kriege. Sie
halten es für ihre Pflicht, der Kaiserl. Deutschen
Regierung den Rat zu erteilen, die
nachstehenden beiden Vorschläge auszuführen:

1. Unverzüglich aus den jap. und chines.
Gewässern die deutschen Kriegsschiffe und
bewaffenen Fahrzeuge jeder Art zurückzuziehen
und diejenigen die nicht zurückgezogen
werden konnen, alsbald abzurüsten.

2. Bis spätestens 15. Sept. 1914 das gesamte
Pachtgebiet von Kiautschou bedingungslos und
ohne Entschädigung den Kaiserl. Jap. Behörden zu
dem Zweck auszuantworten, es evtl. an
China zurückzugeben. Auf die Foderung
hat die unsre Regierung keinerlei Antwort
zu geben, sondern sie sich veranlaßt, ihren
Botschaft in Tokio abzuberufen und dem



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  • March 10, 2017 21:04:47 Rolf Kranz

    Den 13. August richtet Deutschland nochmals
    einen Antrag an freien Durchmarsch an
    Belgien, erhielt abermals ablehnende Antwort.
    Der Petersburger Pöbel ermordet den
    deutschen Hofrat Kattner.

    14. August teilt Deutschland Frankreich und
    Belgien mit, daß es bei Fortdauer der Frank"
    tireurüberfälle die allerschärften Maßregeln
    ergreifen wird. Belgische Dörfer, in denen
    aus dem Hinterhalt auf deutsche Truppen
    geschossen wurde, werden niedergebrannt.
    In einem Gefecht, im Schirmeckpass in den
    Vogesen verliert eine deutsche zu weit
    vorgehende Abteilung einige Geschütze.

    Am 17. August werden 3000 Russen gefangen
    genommen. Die Russen drängen mit großen
    Heeresmassen gegen Ostpreussen vor. Die
    d. Regierung erhebt Einspruch gegen die russ.
    Mordbrennerei.

    18. August wird die russ. Stadt Ablawa
    von Generaloberst d. Hindenburg besetzt.

    Das deutsche Unterseeboot 15 wird von engl.
    Kreuzern vernichtet und seine gesamte
    Mannschaft ertrank.

    Die Japaner erklommen die Höhe der
    Frechheit in diesem gewaltigen Kriege. Sie
    halten es für ihre Pflicht, der Kaiserl. Deutschen
    Regierung den Rat zu erteilen, die
    nachstehenden beiden Vorschläge auszuführen:

    1. Unverzüglich aus den jap. und chines.
    Gewässern die deutschen Kriegsschiffe und
    bewaffenen Fahrzeuge jeder Art zurückzuziehen
    und diejenigen die nicht zurückgezogen
    werden konnen, alsbald abzurüsten.

    2. Bis spätestens 15. Sept. 1914 das gesamte
    Pachtgebiet von Kiautschou bedingungslos und
    ohne Entschädigung den Kaiserl. Jap. Behörden zu
    dem Zweck auszuantworten, es evtl. an
    China zurückzugeben. Auf die Foderung
    hat die unsre Regierung keinerlei Antwort
    zu geben, sondern sie sich veranlaßt, ihren
    Botschaft in Tokio abzuberufen und dem


  • December 31, 2016 13:29:51 Eva Anna Welles (AUT)

    Den 13. August richtet Deutschland nochmals
    einen Antrag an freien Durchmarsch an
    Belgien, erhielt abermals ablehnende Ant"
    wort. Der Petersburger Pöbel ermordet den
    deutschen Hofrat Kattner.

    14. August teilt Deutschland Frankreich und
    Belgien mit, daß es bei Fortdauer der Frank"
    tirnurüberfälle die allerschärften Maßregeln
    ergreifen wird. Belgische Dörfer, in denen
    aus dem Hinterhalt auf deutsche Truppen ge"
    schossen wurde, werden niedergebrannt.
    In einem Gefecht, im Schirmeckpass in den
    Vogesen verliert eine deutsche zu weit
    vorgehende Abteilung einige Geschütze.

    Am 17. August werden 3000 Russen gefangen
    genommen. Die Russen drängen mit großen
    Heeresmassen gegen Ostpreussen vor. Die
    d. Regierung erhebt Einspruch gegen die russ.
    Mordbrennerei.

    18. August wird die russ. Stadt Ablawa
    von Generaloberst d. Hindenburg besetzt.

    Das deutsche Unterseeboot 15 wird von engl.
    Kreuzern vernichtet und seine gesamte Mann"
    schaft ertrank.

    Die Japaner erklommen die Höhe der
    Frechheit in diesem gewaltigen Kriege. Sie
    halten es für ihre Pflicht, der Kaiserl. Deut"
    schen Regierung den Rat zu erteilen, die
    nachstehenden beiden Vorschläge auszuführen:

    1. Unverzüglich aus den jap. und chines.
    Gewässern die deutschen Kriegsschiffe und be"
    waffenen Fahrzeuge jeder Art zurückzuziehen
    und diejenigen die nicht zurückgezogen wer"
    den konnen, alsbald abzurüsten.

    2. Bis spätestens 15. Sept. 1914 das gesamte
    Pachtgebiet von Kiantschou bedingungslos und
    ohne Entschädigung den Kaiserl. Jap. Behörden zu
    dem Zweck auszuantworten, es  .event..  an
    China zurückzugeben. Auf die Foderung
    hat die unsre Regierung keinerlei Antwort
    zu geben, sondern sie sich veranlaßt, ihren
    Botschaft in Tokio abzuberufen und dem



  • December 23, 2016 15:27:15 Eva Anna Welles (AUT)

    Den 13. August richtet Deutschland nochmals einen Antrag an freien Durchmarsch an Belgien, erhielt abermals ablehnende Antwort. Der Petersburger Pöbel ermordet den deutschen Hofrat Kattner.

    14. August teilt Deutschland Frankreich und Belgien mit, daß es bei Fortdauer der Franktirnurüberfälle die allerschärften Maßregeln ergreifen wird. Belgische Dörfer, in denen aus dem Hinterhalt auf deutsche Truppen geschossen wurde, werden niedergebrannt. In einem Gefecht, im Schirmeckpass in den Vogesen verliert eine deutsche zu weit vorgehende Abteilung einige Geschütze.

    Am 17. August werden 3000 Russen gefangen genommen. Die Russen drängen mit großen Heeresmassen gegen Ostpreussen vor. Die d. Regierung erhebt Einspruch gegen die russ. Mordbrennerei.

    18. August wird die russ. Stadt Ablawa von Generaloberst d. Hindenburg besetzt.

    Das deutsche Unterseeboot 15 wird von engl. Kreuzern vernichtet und seine gesamte Mannschaft ertrank.

    Die Japaner erklommen die Höhe der Frechheit in diesem gewaltigen Kriege. Sie halten es für ihre Pflicht, der Kaiserl. Deutschen Regierung den Rat zu erteilen, die nachstehenden beiden Vorschläge auszuführen:

    1. Unverzüglich aus den jap. und chines. Gewässern die deutschen Kriegsschiffe und bewaffenen Fahrzeuge jeder Art zurückzuziehen und diejenigen die nicht zurückgezogen werden konnen, alsbald abzurüsten.

    2. Bis spätestens 15. Sept. 1914 das gesamte Pachtgebiet von Kiantschou bedingungslos und ohne Entschädigung den Kaiserl. Jap. Behörden zu dem Zweck auszuantworten, es  .event..  an China zurückzugeben. Auf die Foderung hat die unsre Regierung keinerlei Antwort zu geben, sondern sie sich veranlaßt, ihren Botschaft in Tokio abzuberufen und dem



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Contributor
Bernd Rossberg
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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