Kriegsgefangenenlager in Bödefeld (Sauerland), item 16

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                                                 § 4.

                                   Arbeitsart und Zweck;

   a.) Wachtmannschaften: Bewachung der Kriegsgefangenen

vor, während und nach der Arbeit umfaßt die ganze Tätigkeit der

Wachtmannschaften. Ihr Verhalten unterliegt nur der militärischen

Kontrolle. Der Arbeitgeber hat keinerlei Anspruch auf ihre Mithilfe

und keine Verfügung über ihre Tätigkeit.

Sofern die Wachtleute durch die mitarbeitenden Arbeitgeber

(kleinere Landwirte) genügend unterstützt werden, kann an Stelle

der Bewachung jedes einzelnen Kriegsgefangenen durch militärische

oder Hiifswachlmannschaften ein Patrouillieren dieser genügen.

   b.) Kriegsgefangene: Die Arbeit besteht in

Forst ...  Arbeiten in den in dern ...  

Waldungen von Bltdefeld.

   Vor und nach der Arbeit sind die Kriegsgefangenen-Arbeiter mit

allen Mitteln von den freien Arbeitern und von dem Publikum ge-

trennt zu halten. Während der Arbeit führen freie Vorarbeiter des

Arbeitgebers die Arbeitsaufsicht.

Freie Arbeiter fremder Nationalität (z.B. Polen, Italiener) müssen

in der Unterkunft und bei den Mahlzeiten vollkommen, bei der Arbeit

nach Möglichkeit auch örtlich getrennt werden. Sollten sich durch

das Zusammenarbeiten irgendwelche Unzuträglichkeiten ergeben, so

werden die Kriegsgefangenen sofort zurückgezogen.

   Vornehmlich an Sonn- und Feiertagen sind besondere Vor-

beugungsmaβregeln zu ergreifen, um jeglichen Verkehr zwischen

den bezeichnten fremden Arbeitern und den Kriegsgefangenen zu

unterbinden.

   Belgische Civilgefangene dürfen niemals mit Kriegsgefangene zusammen

arbeiten.

                                                                § 5.


   Arbeitszeit: Die Arbeitszeit der Kriegsgefangenen ist gleich

der ortsüblichen der freien Arbeiter.

                              Von 7 Uhr ... bio 6 Uhr abends.

Die Arbeitspausen sind die den freien Arbeitern gewährten.

Zur Sonntagsarbeit dürfen die Kriegsgefangenen überall heran-

gezogen werden, wo die betr. Betriebe dies erforderlich machen.

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                                                 § 4.

                                   Arbeitsart und Zweck;

   a.) Wachtmannschaften: Bewachung der Kriegsgefangenen

vor, während und nach der Arbeit umfaßt die ganze Tätigkeit der

Wachtmannschaften. Ihr Verhalten unterliegt nur der militärischen

Kontrolle. Der Arbeitgeber hat keinerlei Anspruch auf ihre Mithilfe

und keine Verfügung über ihre Tätigkeit.

Sofern die Wachtleute durch die mitarbeitenden Arbeitgeber

(kleinere Landwirte) genügend unterstützt werden, kann an Stelle

der Bewachung jedes einzelnen Kriegsgefangenen durch militärische

oder Hiifswachlmannschaften ein Patrouillieren dieser genügen.

   b.) Kriegsgefangene: Die Arbeit besteht in

Forst ...  Arbeiten in den in dern ...  

Waldungen von Bltdefeld.

   Vor und nach der Arbeit sind die Kriegsgefangenen-Arbeiter mit

allen Mitteln von den freien Arbeitern und von dem Publikum ge-

trennt zu halten. Während der Arbeit führen freie Vorarbeiter des

Arbeitgebers die Arbeitsaufsicht.

Freie Arbeiter fremder Nationalität (z.B. Polen, Italiener) müssen

in der Unterkunft und bei den Mahlzeiten vollkommen, bei der Arbeit

nach Möglichkeit auch örtlich getrennt werden. Sollten sich durch

das Zusammenarbeiten irgendwelche Unzuträglichkeiten ergeben, so

werden die Kriegsgefangenen sofort zurückgezogen.

   Vornehmlich an Sonn- und Feiertagen sind besondere Vor-

beugungsmaβregeln zu ergreifen, um jeglichen Verkehr zwischen

den bezeichnten fremden Arbeitern und den Kriegsgefangenen zu

unterbinden.

   Belgische Civilgefangene dürfen niemals mit Kriegsgefangene zusammen

arbeiten.

                                                                § 5.


   Arbeitszeit: Die Arbeitszeit der Kriegsgefangenen ist gleich

der ortsüblichen der freien Arbeiter.

                              Von 7 Uhr ... bio 6 Uhr abends.

Die Arbeitspausen sind die den freien Arbeitern gewährten.

Zur Sonntagsarbeit dürfen die Kriegsgefangenen überall heran-

gezogen werden, wo die betr. Betriebe dies erforderlich machen.


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  • November 1, 2018 11:59:35 Anastasia Ioannou

                                                     § 4.

                                       Arbeitsart und Zweck;

       a.) Wachtmannschaften: Bewachung der Kriegsgefangenen

    vor, während und nach der Arbeit umfaßt die ganze Tätigkeit der

    Wachtmannschaften. Ihr Verhalten unterliegt nur der militärischen

    Kontrolle. Der Arbeitgeber hat keinerlei Anspruch auf ihre Mithilfe

    und keine Verfügung über ihre Tätigkeit.

    Sofern die Wachtleute durch die mitarbeitenden Arbeitgeber

    (kleinere Landwirte) genügend unterstützt werden, kann an Stelle

    der Bewachung jedes einzelnen Kriegsgefangenen durch militärische

    oder Hiifswachlmannschaften ein Patrouillieren dieser genügen.

       b.) Kriegsgefangene: Die Arbeit besteht in

    Forst ...  Arbeiten in den in dern ...  

    Waldungen von Bltdefeld.

       Vor und nach der Arbeit sind die Kriegsgefangenen-Arbeiter mit

    allen Mitteln von den freien Arbeitern und von dem Publikum ge-

    trennt zu halten. Während der Arbeit führen freie Vorarbeiter des

    Arbeitgebers die Arbeitsaufsicht.

    Freie Arbeiter fremder Nationalität (z.B. Polen, Italiener) müssen

    in der Unterkunft und bei den Mahlzeiten vollkommen, bei der Arbeit

    nach Möglichkeit auch örtlich getrennt werden. Sollten sich durch

    das Zusammenarbeiten irgendwelche Unzuträglichkeiten ergeben, so

    werden die Kriegsgefangenen sofort zurückgezogen.

       Vornehmlich an Sonn- und Feiertagen sind besondere Vor-

    beugungsmaβregeln zu ergreifen, um jeglichen Verkehr zwischen

    den bezeichnten fremden Arbeitern und den Kriegsgefangenen zu

    unterbinden.

       Belgische Civilgefangene dürfen niemals mit Kriegsgefangene zusammen

    arbeiten.

                                                                    § 5.


       Arbeitszeit: Die Arbeitszeit der Kriegsgefangenen ist gleich

    der ortsüblichen der freien Arbeiter.

                                  Von 7 Uhr ... bio 6 Uhr abends.

    Die Arbeitspausen sind die den freien Arbeitern gewährten.

    Zur Sonntagsarbeit dürfen die Kriegsgefangenen überall heran-

    gezogen werden, wo die betr. Betriebe dies erforderlich machen.


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  • 51.2471238||8.393267599999945||

    Bödefeld bei Meschede, Deutschland

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  • Story location Bödefeld bei Meschede, Deutschland


ID
14726 / 194507
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Dr. Hildegard Gierse
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/




  • Manufacture
  • Prisoners of War



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