Kriegsgefangenenlager in Bödefeld (Sauerland), item 4

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Inspektion der

Kriegsgefangenenlager

XVIII. ArmeeCorps.

----------------------------

Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

Vertrags - Nr. : 2908


Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

(Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

nachgekommen sind."

Unter C3 wird weiter bestimmt:

,, Die Zahlung des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Kalendermonats

(oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit gewerblichen 

Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben genannten

Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

der dort arbeitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando 

Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den 

betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stammlager.

Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

bei den Kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

für diesen Monat erlischt.


Verteilungsplan:

An alle Landwirtschaftlichen Arbeitgeber von

Kriegsgefangenen im Bereiche des

XVIII. A. -K.

An alle Mannschaftslager im Bereich des

XVIII. A. -K.


zur Mitkenntnis


An die Oberpräsidenten zu Münster  i. W.

Cassel, Coblenz,

An das Großherzogliche Ministerium des

Innern zu Darmstadt.

An die Regierungspräsidenten zu Arnsberg,

Coblenz, Cassel, Wiesbaden.

An die Landrats- und Kreisämter im Be-

reiches des XVIII. A. -K.

An die Landwirtschaftskammer zu Münster

i. W., Wiesbaden, Darmstadt, Cassel,

gez. Augustin

Generalleutnant und Inspekteur.

Form. 69. 7000. 2. 4. 16. H. & Co.

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Inspektion der

Kriegsgefangenenlager

XVIII. ArmeeCorps.

----------------------------

Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

Vertrags - Nr. : 2908


Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

(Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

nachgekommen sind."

Unter C3 wird weiter bestimmt:

,, Die Zahlung des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Kalendermonats

(oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit gewerblichen 

Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben genannten

Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

der dort arbeitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando 

Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den 

betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stammlager.

Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

bei den Kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

für diesen Monat erlischt.


Verteilungsplan:

An alle Landwirtschaftlichen Arbeitgeber von

Kriegsgefangenen im Bereiche des

XVIII. A. -K.

An alle Mannschaftslager im Bereich des

XVIII. A. -K.


zur Mitkenntnis


An die Oberpräsidenten zu Münster  i. W.

Cassel, Coblenz,

An das Großherzogliche Ministerium des

Innern zu Darmstadt.

An die Regierungspräsidenten zu Arnsberg,

Coblenz, Cassel, Wiesbaden.

An die Landrats- und Kreisämter im Be-

reiches des XVIII. A. -K.

An die Landwirtschaftskammer zu Münster

i. W., Wiesbaden, Darmstadt, Cassel,

gez. Augustin

Generalleutnant und Inspekteur.

Form. 69. 7000. 2. 4. 16. H. & Co.


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  • November 3, 2018 18:45:52 Gabriele Kister-Schuler

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

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    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlung des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Kalendermonats

    (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit gewerblichen 

    Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben genannten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort arbeitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando 

    Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den 

    betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stammlager.

    Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

    ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

    durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

    Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

    bei den Kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

    für diesen Monat erlischt.


    Verteilungsplan:

    An alle Landwirtschaftlichen Arbeitgeber von

    Kriegsgefangenen im Bereiche des

    XVIII. A. -K.

    An alle Mannschaftslager im Bereich des

    XVIII. A. -K.


    zur Mitkenntnis


    An die Oberpräsidenten zu Münster  i. W.

    Cassel, Coblenz,

    An das Großherzogliche Ministerium des

    Innern zu Darmstadt.

    An die Regierungspräsidenten zu Arnsberg,

    Coblenz, Cassel, Wiesbaden.

    An die Landrats- und Kreisämter im Be-

    reiches des XVIII. A. -K.

    An die Landwirtschaftskammer zu Münster

    i. W., Wiesbaden, Darmstadt, Cassel,

    gez. Augustin

    Generalleutnant und Inspekteur.

    Form. 69. 7000. 2. 4. 16. H. & Co.

  • October 27, 2018 12:42:32 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

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    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlund des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Ka=

    lendermonats (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit ge=

    werblichen Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben gennanten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort abreitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando

    Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den

    betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stamm-

    lager. Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

    ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

    durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

    Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

    bei den kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

    für diesen Monat erlischt.


    Verteilungsplan:

    An alle Landwirtschaftlicehn Arbeitgeber von

    Kriegsgefangenen im Bereiche des

    XVIII. A. -K.

    An alle Mannschaftslager im Bereich des

    XVIII. A. -K.


    zur Mitkenntnis


    An die Oberpräsidenten zu Münster  i. W.

    Cassel, Coblenz,

    An das Großherzogliche Mininsterium des

    Innern zu Darmstadt.

    An die Regierungspräsidenten zu Arnsberg,

    Coblenz, Cassel, Wiesbaden.

    An die Landrats- und Kreisämter im Be-

    reiches des XVIII. A. -K.

    An die Landwirstchaftskammer zu Münster

    i. W., Wiesbaden, Darmstadt, Cassel,

    gez. Augustin

    Generalleutnant und Inspekteur.

    Form. 69. 7000. 2. 4. 16. H. & Co.


  • October 27, 2018 12:42:09 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

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    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlund des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Ka=

    lendermonats (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit ge=

    werblichen Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben gennanten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort abreitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando

    Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den

    betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stamm-

    lager. Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

    ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

    durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

    Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

    bei den kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

    für diesen Monat erlischt.


    Verteilungsplan:

    An alle Landwirtschaftlicehn Arbeitgeber von

    Kriegsgefangenen im Bereiche des

    XVIII. A. -K.

    An alle Mannschaftslager im Bereich des

    XVIII. A. -K.


    zur Mitkenntnis


    An die Oberpräsidenten zu Münster  i. W.

    Cassel, Coblenz,

    An das Großherzogliche Mininsterium des

    Innern zu Darmstadt.

    An die Regierungspräsidenten zu Arnsberg,

    Coblenz, Cassel, Wiesbaden.

    An die Landrats- und Kreisämter im Be-

    reiches des XVIII. A. -K.

    An die Landwirstchaftskammer zu Münster

    i. W., Wiesbaden, Darmstadt, Cassel,

    gez. Augustin

    Generalleutnant und Inspekteur.


    Form. 69. 7000. 2. 4. 16. H. & Co.




  • October 27, 2018 12:40:38 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

    ----------------------------

    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlund des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Ka=

    lendermonats (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit ge=

    werblichen Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben gennanten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort abreitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando

    Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den

    betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stamm-

    lager. Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

    ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

    durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

    Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

    bei den kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

    für diesen Monat erlischt.


    Verteilungsplan:

    An alle Landwirtschaftlicehn Arbeitgeber von

    Kriegsgefangenen im Bereiche des

    XVIII. A. -K.

    An alle Mannschaftslager im Bereich des

    XVIII. A. -K.


    zur Mitkenntnis


    An die Oberpräsidenten zu Münster  i. W.

    Cassel, Coblenz,

    An das Großherzogliche Mininsterium des

    Innern zu Darmstadt.

    An die Regierungspräsidenten zu Arnsberg,

    Coblenz, Cassel, Wiesbaden.

    An die Landrats- und Kreisämter im Be-

    reiches des XVIII. A. -K.

    An die Landwirstchaftskammer zu Münster

    i. W., Wiesbaden, Darmstadt, Cassel,

    gez. Augustin

    Generalleutnant und Inspekteur.


  • October 27, 2018 12:31:29 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

    ----------------------------

    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlund des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Ka=

    lendermonats (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit ge=

    werblichen Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben gennanten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort abreitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando

    Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den

    betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stamm-

    lager. Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

    ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

    durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

    Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

    bei den kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

    für diesen Monat erlischt.


    Verteilungsplan:

    An alle Landrats - und Kreisämter im

    Bereich des XVIII. A. - K. zur Verteilung

    an alle Gemeinden.


    zur Mitkenntnis

    An alle Mannschaftslager im Bereich des 18. A. - K.

    An die Herren Oberpräsidenten zu Cassel, Coblenz,

    Münster i. W.

    An das Großh. Mininsterium des Innern, Darmstadt.

    An das Großh. Mininsterium der Finanzen, Darmstadt.

    An die Herren Regierungspräsidenten zu Arnsberg,

    Coblenz, Cassel, Wiesbaden.

    An die Landwirtschaftskammern zu Darmstadt, Cassel

    Münster i. W., Wiesbaden.

    gez. Augustin

    Generalleutnant und Inspekteur.


  • October 27, 2018 12:28:58 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

    ----------------------------

    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlund des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Ka=

    lendermonats (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit ge=

    werblichen Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben gennanten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort abreitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando

    Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den

    betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stamm-

    lager. Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

    ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

    durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.

    Die Anforderung muß zu 15. des neuen Monats für den vergangenen Monat

    bei den kommandanturen vorliegen, andernfalls der Anspruch auf die Rückvergütung

    für diesen Monat erlischt.






  • October 27, 2018 12:27:39 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

    ----------------------------

    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlund des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Ka=

    lendermonats (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit ge=

    werblichen Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben gennanten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort abreitenden Kriegsgefangenen einzureichen. Wenn sich also bei einem Arbeitskommando

    Gefangene aus mehreren Stammlagern befinden, so sind die Anforderungen getrennt bei den

    betreffenden Stammlagern einzureichen. Anforderungsformulare liefern auf Verlangen die Stamm-

    lager. Die Richtigkeit der Anforderung ist vom Kommandoführer - bei Kommandos

    ohne militärische Bewachung vom Beauftragten - zu bescheinigen. Eine Bestätigung

    durch die Landrats- bezw. Kreisämter ist nicht erforderlich.





  • October 27, 2018 12:24:53 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

    ----------------------------

    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:

    ,,Der Heeresverwaltung liegt ob:

    Die Zahlung eines täglichen Verpflegungszuschusses für jeden Soldaten

    und jeden Kriegsgefangenen in Höhe von 60 Pfg. bis auf weiteres. Die

    Auszahlung erfolgt nur dann, wenn die Einzelbesitzer und Gemeinden

    (Amtsbezirk oder Zweckverband) ihren Verpflichtungen wegen Absonderung,

    Fluchtverhinderung, Unterkunft, Verpflegung und Verlohnung gewissenhaft

    nachgekommen sind."

    Unter C3 wird weiter bestimmt:

    ,, Die Zahlund des Verpflegungszuschusses erfolgt nach Schluß jeden Ka=

    lendermonats (oder nach dem darauf folgenden Wochenschluß). Sie muß

    bis zu Ende des neuen Monats durchgeführt sein."


    Sämtliche landwirtschaftlichen Arbeitgeber haben daher für die Kriegsgefangenen, welche

    lediglich mit landwirtschaftlichen Arbeiten - nicht also, wenn auch nur teilweise, mit ge=

    werblichen Arbeiten, wie z. B. Schmiederarbeiten, Schuster- und Schneiderarbeiten und dergl. -

    beschäftigt werden, sowie für die militärischen Wachtleute die Anforderung der oben gennanten

    Rückvergütung für die Zeit vom 1. April ab bei den Kommandanturen der Stammlager

    der dort




  • October 27, 2018 12:18:19 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

    ----------------------------

    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908


    Gemäß gemeinschaftlichem Erlaß des Ministeriums f. Landwirtschaft, Domänen und Forsten

    Gesch. Nr. I. A. Ie 7289 M. f. L. D. u. F. und des Kriegsministeriums Gesch. Nr. 789/4. 16 U. K. vom

    15. 4 . 16, wird unter Aufhebung früherer Vorschriften mit Wirkung vom 1. 4. 16 ,, für die Be=

    schäftigung von Kriegsgefangenen in der Land und Forstwirtschaft" unter B. 5. bestimmt:





  • October 27, 2018 12:15:19 Sarika Jain

    Inspektion der

    Kriegsgefangenenlager

    XVIII. ArmeeCorps.

    ----------------------------

    Frankfurt a. M., den 1. Mai 1916.

    Abtl. IV. Tageb. - Nr. 7654.

    Vertrags - Nr. : 2908






Description

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  • 51.2471238||8.393267599999945||

    Bödefeld bei Meschede, Deutschland

    ||1
Location(s)
  • Story location Bödefeld bei Meschede, Deutschland


ID
14726 / 194495
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Dr. Hildegard Gierse
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


May 1, 1916 – May 1, 1916
  • Deutsch


  • Manufacture
  • Prisoners of War



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