Tagebuch von Margarethe Wirringa, item 3

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sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann fix hin.
In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Hand-

besen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die Bons, die
sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit

0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
mal werden!? Man h
ört jetzt oft die Klage,
da
ß auch schon die Schulmädchen mit Mili-

tärpersonen verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
Herrn Pastor werden sie 
über solchen Unsinn
ermahnt. Die M
ütter müßten doch in erster
Linie sch
ärfere Aufsicht über die Kinder halten.
In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
ädchen
ihrem Alter entsprechend, weil zu "gro
ßmächtig",
ins Kino gehen, pousieren, Liebesbriefe schreiben,
und noch andere Dummheiten werden ausge-

führt. - Unsere Soldaten an der Front haben
solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
üß-

te. Daß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
zu besch
önigen. In einem Abschnitt des Sonn-

tagsboten vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
und Zeit") hei
ßt es:

"So erhebend die Ereignisse
sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche

auf den Kriegsschauplätzen erlebt haben,
so trostlos sieht es in der inneren Politik
aus. Ja, man mag daran gar nicht denken. 
Dieses kleinliche Parteigez
änk, wo alles für
unser Volk auf dem Spiel steht, diese Macht-

lüsternheit der Scheidemänner, diese Wichtig-

tuerei und zugleich Kleinmütigkeit der

Erzberger können einen geradezu an-

widern und einem die Freude an den gro-
ßen Taten unseres Volkes in Waffen sehr
tr
üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
politischem Gebiet bald wieder bessere Zei-
ten folgen."
L.-K.

rechte Seite
Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
der Postbote kommt, und der eine rennt noch
mehr wie der andere auf den Flur nach der
Kommode, wo er gew
öhnlich die Postsachen hin-
legt. Wir erhalten außer den Zeitungen immer
viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
anderen Morgen gebracht. - Kürzlich war eine 
Versammlung zur Besprechung über die Er-
richtung einer Volksküche. Man sollte dann
aus der Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
holen können. Weil man aber dann ein Teil 
der Lebensmittelkarten abgeben müsse, haben
sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volks-
küche darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
immer auf Bekanntmachungen der vielen
Diebstählen. Hier in N.[orderney] wird auch viel gestoh-
len. Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
den Bäckern Brot, Brotkarten u. Geld entwendet
wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die
Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

Mittwoch, den 28. Novbr.
Das Wetter ist stürmisch mit Nieder-
schlägen. Heute nachm. traf der jüngste 
Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
Lokal-Dampfer hier ein. Sie machten den Weg
nach Bruns Hotel zu Fuß, wo sie Wohnung
nahmen. Einige Jahre vor dem Kriege waren der 
Kaiser, seine Schwester u. auch seine Tochter
einmal in Norderney anwesend. - 
Man hört öfter Übungsschießen. 


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sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann fix hin.
In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Hand-

besen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die Bons, die
sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit

0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
mal werden!? Man h
ört jetzt oft die Klage,
da
ß auch schon die Schulmädchen mit Mili-

tärpersonen verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
Herrn Pastor werden sie 
über solchen Unsinn
ermahnt. Die M
ütter müßten doch in erster
Linie sch
ärfere Aufsicht über die Kinder halten.
In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
ädchen
ihrem Alter entsprechend, weil zu "gro
ßmächtig",
ins Kino gehen, pousieren, Liebesbriefe schreiben,
und noch andere Dummheiten werden ausge-

führt. - Unsere Soldaten an der Front haben
solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
üß-

te. Daß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
zu besch
önigen. In einem Abschnitt des Sonn-

tagsboten vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
und Zeit") hei
ßt es:

"So erhebend die Ereignisse
sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche

auf den Kriegsschauplätzen erlebt haben,
so trostlos sieht es in der inneren Politik
aus. Ja, man mag daran gar nicht denken. 
Dieses kleinliche Parteigez
änk, wo alles für
unser Volk auf dem Spiel steht, diese Macht-

lüsternheit der Scheidemänner, diese Wichtig-

tuerei und zugleich Kleinmütigkeit der

Erzberger können einen geradezu an-

widern und einem die Freude an den gro-
ßen Taten unseres Volkes in Waffen sehr
tr
üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
politischem Gebiet bald wieder bessere Zei-
ten folgen."
L.-K.

rechte Seite
Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
der Postbote kommt, und der eine rennt noch
mehr wie der andere auf den Flur nach der
Kommode, wo er gew
öhnlich die Postsachen hin-
legt. Wir erhalten außer den Zeitungen immer
viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
anderen Morgen gebracht. - Kürzlich war eine 
Versammlung zur Besprechung über die Er-
richtung einer Volksküche. Man sollte dann
aus der Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
holen können. Weil man aber dann ein Teil 
der Lebensmittelkarten abgeben müsse, haben
sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volks-
küche darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
immer auf Bekanntmachungen der vielen
Diebstählen. Hier in N.[orderney] wird auch viel gestoh-
len. Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
den Bäckern Brot, Brotkarten u. Geld entwendet
wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die
Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

Mittwoch, den 28. Novbr.
Das Wetter ist stürmisch mit Nieder-
schlägen. Heute nachm. traf der jüngste 
Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
Lokal-Dampfer hier ein. Sie machten den Weg
nach Bruns Hotel zu Fuß, wo sie Wohnung
nahmen. Einige Jahre vor dem Kriege waren der 
Kaiser, seine Schwester u. auch seine Tochter
einmal in Norderney anwesend. - 
Man hört öfter Übungsschießen. 



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  • January 15, 2017 15:48:48 Rolf Kranz

    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann fix hin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Hand-

    besen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die Bons, die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit

    0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Mili-

    tärpersonen verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfere Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu "gro
    ßmächtig",
    ins Kino gehen, pousieren, Liebesbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausge-

    führt. - Unsere Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üß-

    te. Daß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonn-

    tagsboten vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es:

    "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche

    auf den Kriegsschauplätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man mag daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Macht-

    lüsternheit der Scheidemänner, diese Wichtig-

    tuerei und zugleich Kleinmütigkeit der

    Erzberger können einen geradezu an-

    widern und einem die Freude an den gro-
    ßen Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zei-
    ten folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hin-
    legt. Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht. - Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Er-
    richtung einer Volksküche. Man sollte dann
    aus der Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsse, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volks-
    küche darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in N.[orderney] wird auch viel gestoh-
    len. Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkarten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die
    Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Nieder-
    schlägen. Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-Dampfer hier ein. Sie machten den Weg
    nach Bruns Hotel zu Fuß, wo sie Wohnung
    nahmen. Einige Jahre vor dem Kriege waren der 
    Kaiser, seine Schwester u. auch seine Tochter
    einmal in Norderney anwesend. - 
    Man hört öfter Übungsschießen. 


  • January 8, 2017 15:19:26 Kappandra

    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann sie hin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Hand-

    besen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit

    0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Mili-

    tärpersonen verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfere Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, pousieren, Liebesbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausge-

    führt. - Unsere Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üß-

    te. Daß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonn-

    tagsboten vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Wo-

    che auf den Kriegsschauplätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man mag daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Macht-

    lüsternheit der Scheidemänner, diese Wichtig-

    tuerei und zugleich Kleinmütigkeit der

    Erzberger  können einen geradezu an-
    widern und einem die Freude an den gro-
    ßen Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zei-
    ten folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hin-
    legt. Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht. - Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Er-
    richtung einer Volksküche. Man sollte dann
    aus der Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
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    küche darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in N. wird auch viel gestoh-
    len. Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkarten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die
    Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Nieder-
    schlägen. Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-Dampfer hier ein. Sie machten den Weg
    nach Bruns Hotel zu Fuß, wo sie Wohnung
    nahmen. Einige Jahre vor dem Kriege waren der 
    Kaiser, seine Schwester u. auch seine Tochter
    einmal in Norderney anwesend. - 
    Man hört öfter Übungsschießen. 



  • November 12, 2016 14:58:34 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
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    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
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    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.
    Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-Dampfer hier ein. Sie mußten den Weg
    nach Bruns Hotel zu Fuß, wo sie Wohnung
    nahmen. Einige Jahre vor dem Kriege waren der 
    Kaiser, seine Schwester u. auch seine Tochter
    einmal in Norderney anwesend. - 
    Man hört öfter Übungsschießen. 



  • November 10, 2016 12:34:39 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
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    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
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    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
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    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
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    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.
    Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-Dampfer hier ein. Sie mußten den Weg
    nach Bruns Hotel zu Fuß, wo sie



  • November 10, 2016 12:33:55 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
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    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.
    Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-Dampfer hier ein. Sie mußten den Weg
    nach Bruns Hotel, 


  • November 10, 2016 12:32:46 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.
    Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-Dampfer hier ein. Sie mußten den Weg


  • November 10, 2016 12:31:44 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.
    Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-Dampfer hier ein. 


  • November 9, 2016 12:56:51 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.
    Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal-


  • November 9, 2016 10:25:15 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden.

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.
    Heute nachm. traf der jüngste 
    Sohn unseres Kaiserpaares, Prinz Eitel
    Friedrich, mit seinem Stabe hier mit dem 
    Lokal


  • November 9, 2016 10:22:41 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden. 

    Mittwoch, den 28. Novbr.
    Das Wetter ist stürmisch mit Niederschlägen.



  • November 9, 2016 10:21:56 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe brachen des Nachts ein. Die Täter konnten nicht namhaft gemacht werden. 

    Mittwoch, den 28. Novbr.



  • November 9, 2016 10:20:52 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so fällt der Blick
    immer auf Bekanntmachungen der vielen
    Diebstählen. Hier in missingwird auch viel gestohlen.
    Neulich kam es zweimal vor, daß bei 
    den Bäckern Brot, Brotkanten u. Geld entwendet
    wurden. Die Diebe 


  • November 9, 2016 10:17:01 Sabine Altmann (F&F)
    linke Seite 
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

    rechte Seite
    Es ist jeden Abend eine Freude für uns, wenn
    der Postbote kommt, und der eine rennt noch
    mehr wie der andere auf den Flur nach der
    Kommode, wo er gew
    öhnlich die Postsachen hinlegt.
    Wir erhalten außer den Zeitungen immer
    viele Briefsachen. Sonntags müssen die Sachen von
    der Post abgeholt werden, oder sie werden erst am 
    anderen Morgen gebracht.- Kürzlich war eine 
    Versammlung zur Besprechung über die Errichtung 
    einer Volksküche. Man sollte missing
    missingder Küche für wenig Geld ein Mittagessen 
    holen können. Weil man aber dann ein Teil 
    der Lebensmittelkarten abgeben müsste, haben
    sich zu wenige Familien gemeldet, das Essen
    daraus zu nehmen, daß deshalb keine Volksküche 
    darauf bestehen kann. - In diesen Tagen
    gibt's noch wieder pro Kopf 25 Pfd. Kartoffeln. 
    Es kamen nach hier noch viele junge Mariner.
    Wenn man in der Zeitung liest, so f


  • November 8, 2016 13:23:55 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf immer 
    politischem Gebiet bald wieder bessere Zeiten
    folgen."
    L.-K.

  • November 8, 2016 13:21:40 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche auf den Kriegsschaupl
    ätzen erlebt haben,
    so trostlos sieht es in der inneren Politik
    aus. Ja, man maga daran gar nicht denken. 
    Dieses kleinliche Parteigez
    änk, wo alles für
    unser Volk auf dem Spiel steht, diese Machtl
    üsternheit
    der Scheidem
    änner, diese Wichtigtuerei
    und zugleich Kleinmütigkeit der
    Erzberger  k
    önnen einen geradezu anwidern
    und einem die Freude an den gro
    ßen 
    Taten unseres Volkes in Waffen sehr
    tr
    üben. Hoffen wir, daß auch auf 

  • November 8, 2016 13:10:51 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt
    und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse
    sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche
     

  • November 8, 2016 13:10:16 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster
    Linie sch
    ärfern Aufsicht über die Kinder halten.
    In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. M
    ädchen
    ihrem Alter entsprechend, weil zu gro
    ßmächtig;
    ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben,
    und noch andere Dummheiten werden ausgef
    ührt.-
    Unsern Soldaten an der Front haben
    solch' bittere Stunden durchzumachen und hier
    im Lande ist vieles, wie es nicht sein m
    üßte.
    Da
    ß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht
    zu besch
    önigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten
    vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt und Zeit") hei
    ßt es: "So erhebend die Ereignisse sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche 
  • November 8, 2016 13:04:57 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann siehin.
    In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen)
    angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur
    10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die
    sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt
    mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch
    viel teurer werden. Wie mag es wohl noch
    mal werden!? Man h
    ört jetzt oft die Klage,
    da
    ß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen
    verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem
    Herrn Pastor werden sie 
    über solchen Unsinn
    ermahnt. Die M
    ütter müßten doch in erster Linie schärfern Aufsicht über die Kinder halten. In dieser Kriegszeit sind die Knaben u. Mädchen ihrem Alter entsprechend, weil zu großmächtig; ins Kino gehen, spazieren, Liebsbriefe schreiben, und noch andere Dummheiten werden ausgeführt.- Unsern Soldaten an der Front haben solch' bittere Stunden durchzumachen und hier im Lande ist vieles, wie es nicht sein müßte. Daß auch die Einigkeit oft fehlt ist nicht zu beschönigen. In einem Abschnitt des Sonntagsboten vom 11. Novbr. 1917 (unter "Aus Welt und Zeit") heißt es: "So erhebend die Ereignisse sind, die wir in der hinter uns liegenden Woche 
  • November 8, 2016 10:40:42 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann sie[?]hin. In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur 10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch viel teurer werden. Wie mag es wohl noch mal werden!? Man hört jetzt oft die Klage, daß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem Herrn Pastor werden sie über solchen Unsinn ermahnt. Die Mütter müßten doch in erster Linie schärfern Aufsicht über die Kinder halten. 
  • November 8, 2016 10:38:41 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann sie[?]hin. In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur 10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch viel teurer werden. Wie mag es wohl noch mal werden!? Man hört jetzt oft die Klage, daß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem Herrn Pastor werden sie über solchen Unsinn ermahnt. Die M
  • November 8, 2016 10:36:49 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann sie[?]hin. In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur 10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch viel teurer werden. Wie mag es wohl noch mal werden!? Man hört jetzt oft die Klage, daß auch schon die Schulmädchen mit Militärpersonen verkehren. Vom Herrn Lehrer u. dem Herrn Pastor werden sie 
  • November 8, 2016 10:33:14 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann sie[?]hin. In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur 10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch viel teurer werden. Wie mag es wohl noch mal werden!? Man hört jetzt oft die Klage, da
  • November 8, 2016 10:32:21 Sabine Altmann (F&F)
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann sie[?]hin. In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur 10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit 0,60 Pf. bezahlen. Sie sollen demnächst noch viel teurer werden. Wie mag es wohl noch mal werden!? Man h
  • October 15, 2016 00:20:03 Christian Thomas
    sehr in die Länge. Nun schicke ich Johann hie[?]hin. In letzter Zeit haben wir uns allerlei Feger (Handbesen) angeschafft. Sie kosteten in Friedenszeit nur 10 Pfg. und jetzt schon 1 Mk. und die [Boner?], die sonst 0,5 Pfg. kosteten, muß man jetzt mit 0,60 Pf. bezahlen.

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