Schulaufsätze von Käte Grunewald, item 36

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sonst, dadurch wird sehr viel Gas gespart.-

Wir wollen uns freuen, daß uns die liebe Sonne ihr

Licht gibt, und uns hilft, den Krieg zu gewinnen; darum

wollen wir sie nicht vergessen, sie und den ersten

Mai 1915!-

Anmerkung des Lehrers Recht hübsch.

27.V.16. L.V.H. Rößler.


2.

Blasewitz, am 21.06.1916.

Eine Rose.

Wieder war es Frühling geworden. Alles fing an zu

grünen und zu sprießen und sich zu schmücken. All' die

tausend Blümchen steckten ihre Köpfchen aus der Erde

und freuten sich des schönen Sonnenscheins.

in einem Garten standen viele Rosenstöcke beieinander,

große und kleine, zarte und kräftige. Auch sie hatten

über und über Knospen. Einige vorwitzige hatten ihr

Köpfchen schon weit herausgesteckt und besahen sich

neugierig die reichgeschmückte Welt. Ewas abseits von

ihnen stand ein Rosenstöcklein ganz allein auf einem

rechte Seite

Beet. Es war ganz klein und hatte auch nur (einige) eine

Knospe; diese hatte sich aber schon ziemlich weit aus ihrer

Hülle herausgewagt. Es war ein herrlicher sonniger Frühlingstag,

und auch das kleine Rosenbäumchen freute sich

von Herzen darüber und hätte am liebsten laut gejubelt.

Da kam eine Schar Kinder in den Garten gesprungen, ein

Mädchen lief gerade auf das Stöckchen. Als es die Knospe

sah, rief es: "Franz, Gerda, kommt schnell! Unser Rosenstock

hat eine Knospe!" Auf diesen Ruf kamen ein

Junge und ein kleines Mädchen herbei, um sich das Wunder

anzuschauen. Aich sie waren sehr erfreut und stolz darüber,

daß das Stöckchen eine Knospe hatte. Vor zwei Jahren

hatte es ihnen der Vater geschenkt, und sie nannten

es nur noch "unser Stöckchen". Sie liebten es mehr alle die

andern großen schönen Rosenstöcke, und es machte ihnen

viel Vergnügen. Da es dieses Jahr das erste Mal eine

Knospe hatte, war die Freude der Kinder um so größer.

Sie teilten der Mutter sogleich die frohe Botschaft

mit, die sich ebenfalls herzlich darüber freute. Von nun

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sonst, dadurch wird sehr viel Gas gespart.-

Wir wollen uns freuen, daß uns die liebe Sonne ihr

Licht gibt, und uns hilft, den Krieg zu gewinnen; darum

wollen wir sie nicht vergessen, sie und den ersten

Mai 1915!-

Anmerkung des Lehrers Recht hübsch.

27.V.16. L.V.H. Rößler.


2.

Blasewitz, am 21.06.1916.

Eine Rose.

Wieder war es Frühling geworden. Alles fing an zu

grünen und zu sprießen und sich zu schmücken. All' die

tausend Blümchen steckten ihre Köpfchen aus der Erde

und freuten sich des schönen Sonnenscheins.

in einem Garten standen viele Rosenstöcke beieinander,

große und kleine, zarte und kräftige. Auch sie hatten

über und über Knospen. Einige vorwitzige hatten ihr

Köpfchen schon weit herausgesteckt und besahen sich

neugierig die reichgeschmückte Welt. Ewas abseits von

ihnen stand ein Rosenstöcklein ganz allein auf einem

rechte Seite

Beet. Es war ganz klein und hatte auch nur (einige) eine

Knospe; diese hatte sich aber schon ziemlich weit aus ihrer

Hülle herausgewagt. Es war ein herrlicher sonniger Frühlingstag,

und auch das kleine Rosenbäumchen freute sich

von Herzen darüber und hätte am liebsten laut gejubelt.

Da kam eine Schar Kinder in den Garten gesprungen, ein

Mädchen lief gerade auf das Stöckchen. Als es die Knospe

sah, rief es: "Franz, Gerda, kommt schnell! Unser Rosenstock

hat eine Knospe!" Auf diesen Ruf kamen ein

Junge und ein kleines Mädchen herbei, um sich das Wunder

anzuschauen. Aich sie waren sehr erfreut und stolz darüber,

daß das Stöckchen eine Knospe hatte. Vor zwei Jahren

hatte es ihnen der Vater geschenkt, und sie nannten

es nur noch "unser Stöckchen". Sie liebten es mehr alle die

andern großen schönen Rosenstöcke, und es machte ihnen

viel Vergnügen. Da es dieses Jahr das erste Mal eine

Knospe hatte, war die Freude der Kinder um so größer.

Sie teilten der Mutter sogleich die frohe Botschaft

mit, die sich ebenfalls herzlich darüber freute. Von nun


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  • January 5, 2019 12:31:07 Jan Hansen

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    sonst, dadurch wird sehr viel Gas gespart.-

    Wir wollen uns freuen, daß uns die liebe Sonne ihr

    Licht gibt, und uns hilft, den Krieg zu gewinnen; darum

    wollen wir sie nicht vergessen, sie und den ersten

    Mai 1915!-

    Anmerkung des Lehrers Recht hübsch.

    27.V.16. L.V.H. Rößler.


    2.

    Blasewitz, am 21.06.1916.

    Eine Rose.

    Wieder war es Frühling geworden. Alles fing an zu

    grünen und zu sprießen und sich zu schmücken. All' die

    tausend Blümchen steckten ihre Köpfchen aus der Erde

    und freuten sich des schönen Sonnenscheins.

    in einem Garten standen viele Rosenstöcke beieinander,

    große und kleine, zarte und kräftige. Auch sie hatten

    über und über Knospen. Einige vorwitzige hatten ihr

    Köpfchen schon weit herausgesteckt und besahen sich

    neugierig die reichgeschmückte Welt. Ewas abseits von

    ihnen stand ein Rosenstöcklein ganz allein auf einem

    rechte Seite

    Beet. Es war ganz klein und hatte auch nur (einige) eine

    Knospe; diese hatte sich aber schon ziemlich weit aus ihrer

    Hülle herausgewagt. Es war ein herrlicher sonniger Frühlingstag,

    und auch das kleine Rosenbäumchen freute sich

    von Herzen darüber und hätte am liebsten laut gejubelt.

    Da kam eine Schar Kinder in den Garten gesprungen, ein

    Mädchen lief gerade auf das Stöckchen. Als es die Knospe

    sah, rief es: "Franz, Gerda, kommt schnell! Unser Rosenstock

    hat eine Knospe!" Auf diesen Ruf kamen ein

    Junge und ein kleines Mädchen herbei, um sich das Wunder

    anzuschauen. Aich sie waren sehr erfreut und stolz darüber,

    daß das Stöckchen eine Knospe hatte. Vor zwei Jahren

    hatte es ihnen der Vater geschenkt, und sie nannten

    es nur noch "unser Stöckchen". Sie liebten es mehr alle die

    andern großen schönen Rosenstöcke, und es machte ihnen

    viel Vergnügen. Da es dieses Jahr das erste Mal eine

    Knospe hatte, war die Freude der Kinder um so größer.

    Sie teilten der Mutter sogleich die frohe Botschaft

    mit, die sich ebenfalls herzlich darüber freute. Von nun

  • January 5, 2019 12:31:01 Jan Hansen

    linke Seite

    sonst, dadurch wird sehr viel Gas gespart.-

    Wir wollen uns freuen, daß uns die liebe Sonne ihr

    Licht gibt, und uns hilft, den Krieg zu gewinnen; darum

    wollen wir sie nicht vergessen, sie und den ersten

    Mai 1915!-

    Anmerkung des Lehrers Recht hübsch.

    27.V.16. L.V.H. Rößler.


    2.

    Blasewitz, am 21.06.1916.

    Eine Rose.

    Wieder war es Frühling geworden. Alles fing an zu

    grünen und zu sprießen und sich zu schmücken. All' die

    tausend Blümchen steckten ihre Köpfchen aus der Erde

    und freuten sich des schönen Sonnenscheins.

    in einem Garten standen viele Rosenstöcke beieinander,

    große und kleine, zarte und kräftige. Auch sie hatten

    über und über Knospen. Einige vorwitzige hatten ihr

    Köpfchen schon weit herausgesteckt und besahen sich

    neugierig die reichgeschmückte Welt. Ewas abseits von

    ihnen stand ein Rosenstöcklein ganz allein auf einem

    rechte Seite

    Beet. Es war ganz klein und hatte auch nur (einige) eine

    Knospe; diese hatte sich aber schon ziemlich weit aus ihrer

    Hülle herausgewagt. Es war ein herrlicher sonniger Frühlingstag,

    und auch das kleine Rosenbäumchen freute sich

    von Herzen darüber und hätte am liebsten laut gejubelt.

    Da kam eine Schar Kinder in den Garten gesprungen, ein

    Mädchen lief gerade auf das Stöckchen. Als es die Knospe

    sah, rief es: "Franz, Gerda, kommt schnell! Unser Rosenstock

    hat eine Knospe!" Auf diesen Ruf kamen ein

    Junge und ein kleines Mädchen herbei, um sich das Wunder

    anzuschauen. Aich sie waren sehr erfreut und stolz darüber,

    daß das Stöckchen eine Knospe hatte. Vor zwei Jahren

    hatte es ihnen der Vater geschenkt, und sie nannten

    es nur noch "unser Stöckchen". Sie liebten es mehr alle die

    andern großen schönen Rosenstöcke, und es machte ihnen

    viel Vergnügen. Da es dieses Jahr das erste Mal eine

    Knospe hatte, war die Freude der Kinder um so größer.

    Sie teilten der Mutter sogleich die frohe Botschaft

    mit, die sich ebenfalls herzlich darüber freute. Vor nun


  • January 5, 2019 12:29:11 Jan Hansen

    linke Seite

    sonst, dadurch wird sehr viel Gas gespart.-

    Wir wollen uns freuen, daß uns die liebe Sonne ihr

    Licht gibt, und uns hilft, den Krieg zu gewinnen; darum

    wollen wir sie nicht vergessen, sie und den ersten

    Mai 1915!-

    Anmerkung des Lehrers Recht hübsch.

    27.V.16. L.V.H. Rößler.


    2.

    Blasewitz, am 21.06.1916.

    Eine Rose.

    Wieder war es Frühling geworden. Alles fing an zu

    grünen und zu sprießen und sich zu schmücken. All' die

    tausend Blümchen steckten ihre Köpfchen aus der Erde

    und freuten sich des schönen Sonnenscheins.

    in einem Garten standen viele Rosenstöcke beieinander,

    große und kleine, zarte und kräftige. Auch sie hatten

    über und über Knospen. Einige vorwitzige hatten ihr

    Köpfchen schon weit herausgesteckt und besahen sich

    neugierig die reichgeschmückte Welt. Ewas abseits von

    ihnen stand ein Rosenstöcklein ganz allein auf einem

    rechte Seite

    Beet. Es war ganz klein und hatte auch nur (einige) eine

    Knospe; diese hatte sich aber schon ziemlich weit aus ihrer

    Hülle herausgewagt. Es war ein herrlicher sonniger Frühlingstag,

    und auch das kleine Rosenbäumchen freute sich

    von Herzen darüber und hätte am liebsten laut gejubelt.

    Da kam eine Schar Kinder in den Garten gesprungen, ein

    Mädchen lief gerade auf das Stöckchen. Als es die Knospe

    sah, rief es: "Franz, Gerda, kommt schnell! Unser Rosenstock

    hat eine Knospe!" Auf diesen Ruf kamen ein

    Junge und ein kleines Mädchen herbei, um sich das Wunder

    anzuschauen. Aich sie waren sehr erfreut und stolz darüber,

    daß das Stöckchen eine Knospe hatte. Vor zwei Jahren

    hatte es ihnen der Vater geschenkt, und sie nannten

    es nur noch "unser Stöckchen". Sie liebten es mehr alle die

    andern großen schönen Rosenstöcke, und es machte ihnen

    viel Vergnügen. Da es dieses Jahr das erste Mal eine

    Knospe hatte, war die Freude der Kinder um so größer.

    Sie teilten der Mutter sogleich die frohe Botschaft

    mit, die sich ebenfalls herzlich darüber freute. Vor nur


  • January 5, 2019 10:48:47 Jan Hansen

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    sonst, dadurch wird sehr viel Gas gespart.-

    Wir wollen uns freuen, daß uns die liebe Sonne ihr

    Licht gibt, und uns hilft, den Krieg zu gewinnen; darum

    wollen wir sie nicht vergessen, sie und den ersten

    Mai 1915!-

    Anmerkung des Lehrers Recht hübsch.

    27.V.16. L.V.H. Rößler.


    2.

    Blasewitz, am 21.06.1916.

    Eine Rose.

    Wieder war es Frühling geworden. Alles fing an zu

    grünen und zu sprießen und sich zu schmücken. All' die

    tausend Blümchen steckten ihre Köpfchen aus der Erde

    und freuten sich des schönen Sonnenscheins.

    in einem Garten standen viele Rosenstöcke beieinander,

    große und kleine, zarte und kräftige. Auch sie hatten

    über und über Knospen. Einige vorwitzige hatten ihr

    Köpfchen schon weit herausgesteckt und besahen sich

    neugierig die reichgeschmückte Welt. Ewas abseits von

    ihnen stand ein Rosenstöcklein ganz allein auf einem

    rechte Seite

    Beet. Es war ganz klein und hatte auch nur (einige) eine

    Knospe; diese hatte sich aber schon ziemlich weit aus ihrer

    Hülle herausgewagt. Es war ein herrlicher sonniger Frühlingstag,

    und auch das kleine Rosenbäumchen freute sich


  • January 4, 2019 21:13:40 Jan Hansen

    linke Seite

    sonst, dadurch wird sehr viel Gas gespart.-

    Wir wollen uns freuen, daß uns die liebe Sonne ihr

    Licht gibt, und uns hilft, den Krieg zu gewinnen; darum

    wollen wir sie nicht vergessen, sie und den ersten

    Mai 1915!-

    Anmerkung des Lehrers Recht hübsch.

    27.V.16. L.V.H. Rößler.


    2.


Description

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  • 51.05179889999999||13.794567899999947||

    Blasewitz, Dresden

    ||1
Location(s)
  • Story location Blasewitz, Dresden
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ID
12965 / 198471
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Sabine Schmaling
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


May 19, 1916 – June 21, 1916
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  • Deutsch

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