Hans Weber nimmt an der Schlacht beim Schloss Polderhoek teil, item 4

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linke Seite macht mir immer noch Spaß. Neben Blutegel,

2 toten Käfern, mehreren Egeln u[nd] viele

merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

Dann habe ich mir ein Stück Wiese hereingeholt

mit Gänseblümchen u[nd] in eine

Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

daß man glaubte, man wäre in Johanngeorgenstadt.

 Heimweh konnte man kriegen.

Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

herzliche Grüße vom

Hans


24.1.1915

Liebe Eltern!

 Na gestern u[nd] vorgestern ist noch

viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

noch Äpfel, Tabak, Briefe und noch vielerlei

anderes, auch von Dorchen u. Tante. Vielen

Dank. Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

trübes Wetter. Sonst nichts neues.

rechte Seite Herzlichste Grüße vom Hans.

Bald mehr.

_________________________________________________

Waterdamboek, den 24. Januar 1915

Liebe Eltern!

Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

heimgekommen und erwarte in meinem

wohnlich durchwärmten Zimmer den 

Nachmittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reichlich

zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

meistens Rindfleisch mit Konserven oder

Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brauner

Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

eine allgemeine Angriffsbewegung der Franzosen

befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarmbereitschaft.

 -  Na es wird wohl nicht dazu

kommen. -  Der Koetzsch Tee ist sehr gut und

auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

versucht. Er kommt auch bald dran.

Herzliche Grüße vom Hans.

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linke Seite macht mir immer noch Spaß. Neben Blutegel,

2 toten Käfern, mehreren Egeln u[nd] viele

merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

Dann habe ich mir ein Stück Wiese hereingeholt

mit Gänseblümchen u[nd] in eine

Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

daß man glaubte, man wäre in Johanngeorgenstadt.

 Heimweh konnte man kriegen.

Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

herzliche Grüße vom

Hans


24.1.1915

Liebe Eltern!

 Na gestern u[nd] vorgestern ist noch

viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

noch Äpfel, Tabak, Briefe und noch vielerlei

anderes, auch von Dorchen u. Tante. Vielen

Dank. Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

trübes Wetter. Sonst nichts neues.

rechte Seite Herzlichste Grüße vom Hans.

Bald mehr.

_________________________________________________

Waterdamboek, den 24. Januar 1915

Liebe Eltern!

Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

heimgekommen und erwarte in meinem

wohnlich durchwärmten Zimmer den 

Nachmittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reichlich

zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

meistens Rindfleisch mit Konserven oder

Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brauner

Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

eine allgemeine Angriffsbewegung der Franzosen

befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarmbereitschaft.

 -  Na es wird wohl nicht dazu

kommen. -  Der Koetzsch Tee ist sehr gut und

auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

versucht. Er kommt auch bald dran.

Herzliche Grüße vom Hans.


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  • May 21, 2018 18:25:15 Beate Jochem

    linke Seite macht mir immer noch Spaß. Neben Blutegel,

    2 toten Käfern, mehreren Egeln u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese hereingeholt

    mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeorgenstadt.

     Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

     Na gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und noch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen u. Tante. Vielen

    Dank. Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues.

    rechte Seite Herzlichste Grüße vom Hans.

    Bald mehr.

    _________________________________________________

    Waterdamboek, den 24. Januar 1915

    Liebe Eltern!

    Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

    heimgekommen und erwarte in meinem

    wohnlich durchwärmten Zimmer den 

    Nachmittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

    der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

    schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reichlich

    zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

    meistens Rindfleisch mit Konserven oder

    Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

    noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

    Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brauner

    Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

    eine allgemeine Angriffsbewegung der Franzosen

    befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarmbereitschaft.

     -  Na es wird wohl nicht dazu

    kommen. -  Der Koetzsch Tee ist sehr gut und

    auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

    versucht. Er kommt auch bald dran.

    Herzliche Grüße vom Hans.

  • May 21, 2018 18:16:53 Beate Jochem

    linke Seite macht mir immer noch Spaß. Neben Blutegel,

    2 toten Käfern, mehreren Egeln u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese hereingeholt

    mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeorgenstadt.

     Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

     Na gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und noch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen u. Tante. Vielen

    dank. Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues.

    rechte Seite Herzlichste Grüße vom Hans.

    Bald mehr.

    _________________________________________________

    Waterdamboek, den 24. Januar 1915

    Liebe Eltern!

    Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

    heimgekommen und erwarte in meinem

    wohnlich durchwärmten Zimmer den 

    Nachmittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

    der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

    schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reichlich

    zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

    meistens Rindfleisch mit Konserven oder

    Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

    noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

    Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brauner

    Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

    eine allgemeine Angriffsbewegung der Franzosen

    befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarmbereitschaft.

     -  Na es wird wohl nicht dazu

    kommen. -  Der Koetzsch Tee ist sehr gut und

    auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

    versucht. Er kommt auch bald dran.

    Herzliche Grüße vom Hans.


  • September 8, 2017 19:22:00 Christian George

    linke Seite macht mir immer noch Spaß. Neben Blut-

    egel, 2 toten Käfern, mehreren A ... eln u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese herein-

    geholt mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeor-

    genstadt. Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

      ...  gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und nch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen und Tante. Vielen

    dank Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues.

    rechte Seite Herzlichste Grüße vom Hans.

    Bald mehr.


    Waterdamboek, den 24. Januar 1915

    Liebe Eltern!

    Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

    heimgekommen und erwarte in meinem

    wohnlich durchwärmten Zimmer den Nach-

    mittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

    der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

    schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reich-

    lich zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

    meistens Rindfleisch mit Konserven oder

    Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

    noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

    Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brau-

    ner Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

    eine allgemeine Angriffsbewegung der Franz-

    osen befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarm-

    bereitschaft. -  Na es wird wohl nicht dazu

    kommen. -  Der  ... oetzsch Tee ist sehr gut und

    auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

    versucht. Er kommt auch bald dran.

    Herzliche Grüße vom Hans.


  • September 7, 2017 21:12:30 Christian George

    macht mir immer noch Spaß. Neben Blut-

    egel, 2 toten Käfern, mehreren Azeln [?] u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese herein-

    geholt mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeor-

    genstadt. Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

     Na [?] gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und nch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen und Tante. Vielen

    dank Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues. [nächste Seite]

    Herzlichste Grüße vom Hans.

    Bald mehr.


    Waterdamboek, den 24. Januar 1915

    Liebe Eltern!

    Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

    heimgekommen und erwarte in meinem

    wohnlich durchwärmten Zimmer den Nach-

    mittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

    der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

    schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reich-

    lich zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

    meistens Rindfleisch mit Konserven oder

    Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

    noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

    Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brau-

    ner Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

    eine allgemeine Angriffsbewegung der Franz-

    osen befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarm-

    bereitschaft. -  Na es wird wohl nicht dazu

    kommen. -  Der Roetzsch (?) Tee ist sehr gut und

    auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

    versucht. Er kommt auch bald dran.

    Herzliche Grüße vom Hans.


  • September 6, 2017 20:22:28 Christian George

    macht mir immer noch Spaß. Neben Blut-

    egel, 2 toten Käfern, mehreren Azeln [?] u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese herein-

    geholt mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeor-

    genstadt. Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

     Na [?] gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und nch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen und Tante. Vielen

    dank Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues. [nächste Seite]

    Herzlichste Grüße vom Hans.

    Bald mehr.


    Waterdamboek, den 24. Januar 1915

    Liebe Eltern!

    Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

    heimgekommen und erwarte in meinem

    wohnlich durchwärmten Zimmer den Nach-

    mittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

    der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

    schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reich-

    lich zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

    meistens Rindfleisch mit Konserven oder

    Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

    noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

    Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brau-

    ner Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

    eine allgemeine Angriffsbewegung der Franz-

    osen befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarm-

    bereitschaft. -  Na es wird wohl nicht dazu

    kommen. -  Der Koetzsch Tee ist sehr gut und

    auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

    versucht. Er kommt auch bald dran.

    Herzliche Grüße vom Hans.


  • September 6, 2017 20:15:28 Christian George

    macht mir immer noch Spaß. Neben Blut-

    egel, 2 toten Käfern, mehreren Azeln [?] u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese herein-

    geholt mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeor-

    genstadt. Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

     ... gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und nch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen und Tante. Vielen

    dank Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues. [nächste Seite]

    Herzlichste Grüße vom Hans.

    Bald mehr.


    Waterdamboek, den 24. Januar 1915

    Liebe Eltern!

    Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

    heimgekommen und erwarte in meinem

    wohnlich durchwärmten Zimmer den Nach-

    mittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

    der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

    schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reich-

    lich zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

    meistens Rindfleisch mit Konserven oder

    Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

    noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

    Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brau-

    ner Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

    eine allgemeine Angriffsbewegung der Franz-

    osen befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarm-

    bereitschaft. -  ... es wird wohl nicht dazu

    kommen. -  Der Koetzsch Tee ist sehr gut und

    auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

    versucht. Er kommt auch bald dran.

    Herzliche Grüße vom Hans.


  • September 6, 2017 20:05:21 Christian George

    macht mir immer noch Spaß. Neben Blut-

    egel, 2 toten Käfern, mehreren  ... eln u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese herein-

    geholt mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeor-

    genstadt. Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

     ... gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und nch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen und Tante. Vielen

    dank Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues. [nächste Seite]

    Herzlichste Grüße vom Hans.

    Bald mehr.


    Waterdamboek, den 24. Januar 1915

    Liebe Eltern!

    Eben bin ich vom Nachmittagsausritt

    heimgekommen und erwarte in meinem

    wohnlich durchwärmten Zimmer den Nach-

    mittagskaffee. Dazu esse ich den Kuchen von

    der Frau Leistner Lorenz. Dein Sandkuchen ist

    schon alle. - Nun habe ich dank der Feldpost reich-

    lich zu essen. Auch unser Mittagessen für alle

    meistens Rindfleisch mit Konserven oder

    Möhren schmeckt trefflich. Not leiden wir also

    noch nicht. Heute war ich bei den Stabsärzten zu

    Tisch zu Milchreis mit Zucker und Zimmt, brau-

    ner Butter und Apfelmus. - Hier wird alle Tage

    eine allgemeine Angriffsbewegung der Franz-

    osen befürchtet. Meist ist alles nachts in Alarm-

    bereitschaft. -  ... es wird wohl nicht dazu

    kommen. -  Der Koetzsch Tee ist sehr gut und

    auch bald alle. Den Kaffee habe ich noch nicht

    versucht. Er kommt auch bald dran.

    Herzliche Grüße vom Hans.


  • September 6, 2017 19:54:36 Christian George

    macht mir immer noch Spaß. Neben Blut-

    egel, 2 toten Käfern, mehreren  ... eln u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese herein-

    geholt mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeor-

    genstadt. Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


    24.1.1915

    Liebe Eltern!

     ... gestern u[nd] vorgestern ist noch

    viel mit der Feldpost gekommen, Zuletzt

    noch Äpfel, Tabak, Briefe und nch vielerlei

    anderes, auch von Dorchen und Tante. Vielen

    dank Heute nach 2 herrlichen Frosttagen wieder

    trübes Wetter. Sonst nichts neues.



  • September 4, 2017 22:33:23 Christian George

    macht mir immer noch Spaß. Neben Blut-

    egel, 2 toten Käfern, mehreren  ... eln u[nd] viele

    merkwürdige Fadenwürmer u[nd] ungezählte

    Wasserflöhe auf die die Käfer Jagd machen.

    Dann habe ich mir ein Stück Wiese herein-

    geholt mit Gänseblümchen u[nd] in eine

    Schüssel gesetzt. Vorgestern früh war alles

    weiß u[nd] dann schneite es in so dicken Flocken,

    daß man glaubte, man wäre in Johanngeor-

    genstadt. Heimweh konnte man kriegen.

    Die Feldpost brachte Schinken, Wurst, Schnaps

    u[nd] Karten mit Halter. Vielen Dank und

    herzliche Grüße vom

    Hans


Description

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  • 50.87468503629378||3.065125175146477||

    Waterdamhoek

  • 50.4360485||12.7081929||

    Johanngeorgenstadt

  • 50.83964049999999||3.0112318000000187||

    Schlacht beim Schloss Polderhoek

    ||1
Location(s)
  • Story location Schlacht beim Schloss Polderhoek
  • Document location Waterdamhoek
  • Additional document location Johanngeorgenstadt
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ID
12913 / 190549
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Barbara Konrad
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


January 20, 1915 – January 24, 1915
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