Paul Wahl berichtet von seinem Einsatz in Flandern und Galizien

Title in English
Paul Wahl about his mission in Flanders and Galicia

Description
Der aus Zella St. Blasii stammende Paul Wahl wurde am 26. Mai 1892 geboren und wurde mit Beginn des Krieges Anfang August 1914 eingezogen. Er schrieb sein Kriegstagebuch zwischen dem 31. Juli 1914 und dem 6. November 1916. Darüber hinaus enthält das Tagebuch zusätzliche Ergänzungen, die Paul Wahl selbst Ende der 1970er Jahre nachgetragen hat. Bereits am 4. August 1914 überschritt er mit seiner Truppe die belgische Grenze. Er diente u.a. in der 4. Kompanie, I. Bataillon des Feld-Rekruten-Depots 26. Seine Eintragungen wechseln zwischen kurzen Notizen über Abmärsche, Ruhetage, Ortsbesichtigungen und Grabenaushebungen und längeren Berichten über Belagerungen und schweren Gefechten. Neben Durchhalteparolen finden sich in seinem Tagebuch auch Eintragungen, die deutlich machen, dass Paul Wahl auf ein Kriegsende hoffte. So beschreibt er, wie am Ostersonntag 1915 an der Ostfront auf beiden Seiten eine "Feiertagsstimmung" aufkam und die deutschen und russischen Soldaten anfingen, sich gegenseitig zuzurufen und zuzuwinken. Diese Ereignis gab Paul Wahl ein bisschen "Friedenshoffnung", die aber abrupt verflog, als der Befehl zu schießen kam. Paul Wahl wurde bis zum Kriegsende zweimal an die Westfront in Flandern und einmal an die Ostfront u.a. nach Galizien beordert. Unterbrochen wurden seine Einsätze an der Front durch zwei Lazarettaufenthalte. Sein letzter Aufenthalt wurde durch eine Gewehrkugel verursacht, die ihm im August 1915 traf. Wie beschwerlich für ihn der Rücktransport nach Deutschland sein musste, wird an seinen Eintragungen deutlich. So wurde er mehrmals verladen und war insgesamt 22 Tage unterwegs bis er am 31. August im Reserve-Lazarett Kloster Offenburg in Baden ankam. Am 5. November 1916 erhielt er den Marschbefehl nach Erfurt. Es erfolgte der Marsch nach Vougieres, die Abfahrt über Charleville, Sedan und Montmedy, ehe er am Morgen des 6. November in Metz ankam. Im Anschluss ging es weiter nach Saarbrücken, mittags erreichte er Frankfurt am Main, danach Fulda, Bebra und abends um 18.00 Uhr endlich Erfurt: "Gott sei Dank!!"", wie er als letztes schrieb. Paul Wahl starb 1981 in Zella St. Blasii.

Summary description of items
Kriegstagebuch 1914-1916, 22 Seiten. Erste Seite zeigt die Konterfeis des Kaiserehepaars. Nachträgliche Ergänzungen aus den 1970er Jahren enthalten die Längenangaben der von Paul Wahl gemachten Fußmärsche an der Front in Kilometern.

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ID
12842
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Number of items
24
Person
Paul Wahl
Born: May 26, 1892 in Zella St. Bl. (Thüringen)
Origin date
1914 – November 6, 1916
Language
Deutsch
Keywords
Artillery, Medical, Trench Life
Fronts
Eastern Front, Western Front
Location
Offenburg
Contributor
Ursula Rothe
License
http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/
Collection day
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    Paul Wahl berichtet von seinem Einsatz in Flandern und Galizien, item 7

    Elbing - heute Elblag, Polen

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    Kassel

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    Offenburg

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