Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 118

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S. 200

war völlig gescheitert.

      Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter der Monate

Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

an Stelle des nicht erzwingbaren Durchbruchs die allmähliche

Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

Roye eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

Ancre die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

befindliche Gebiet vor, und die Verteidiger dieser Zacke sahen sich

beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

Teilrotationen des Feindes wirksam vorarbeitete. Ein stückweises

Aufgeben dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Verteidiger den Zwang

zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

erst ungünstig, dann nachgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberläufe des Ancre

Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstigere

Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


S. 201

grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

      Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte in zwei

Abschnitten. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

erkannt und deshalb nicht gestört worden.

      Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandcourt. Der Feind beschoss

diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gräben an den

nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

Unternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Februar durchgeführt

wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

genommen hat. Alles, was dem Feinde hätte von Nutzen sein

können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

Arbeiten und Bewegungen wurden durch unstetiges Wetter

unterstützt und blieben so dem Feinde völlig verborgen.

      Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

nunmehr von den Hauptkräften bezogenen neuen Verteidigungslinien

gelegene Gelände waren nach vorher festgelegtem Plane mit

Postenzügen und Nachhuten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

Abteilungen haben ihre Aufgabe, die Zurückverlegung unserer Front

zu verschleiern und das feindliche Nachdrängen aufzuhalten, so

glänzend gelöst, dass es dem Feind länger als eine Woche unmöglich

geworden ist, die beabsichtigte Linie unsereres Widerstandes zu erkennen.

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war völlig gescheitert.

      Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter der Monate

Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

an Stelle des nicht erzwingbaren Durchbruchs die allmähliche

Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

Roye eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

Ancre die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

befindliche Gebiet vor, und die Verteidiger dieser Zacke sahen sich

beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

Teilrotationen des Feindes wirksam vorarbeitete. Ein stückweises

Aufgeben dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Verteidiger den Zwang

zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

erst ungünstig, dann nachgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberläufe des Ancre

Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstigere

Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


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grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

      Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte in zwei

Abschnitten. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

erkannt und deshalb nicht gestört worden.

      Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandcourt. Der Feind beschoss

diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gräben an den

nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

Unternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Februar durchgeführt

wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

genommen hat. Alles, was dem Feinde hätte von Nutzen sein

können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

Arbeiten und Bewegungen wurden durch unstetiges Wetter

unterstützt und blieben so dem Feinde völlig verborgen.

      Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

nunmehr von den Hauptkräften bezogenen neuen Verteidigungslinien

gelegene Gelände waren nach vorher festgelegtem Plane mit

Postenzügen und Nachhuten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

Abteilungen haben ihre Aufgabe, die Zurückverlegung unserer Front

zu verschleiern und das feindliche Nachdrängen aufzuhalten, so

glänzend gelöst, dass es dem Feind länger als eine Woche unmöglich

geworden ist, die beabsichtigte Linie unsereres Widerstandes zu erkennen.


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  • April 2, 2017 20:27:02 Rolf Kranz

    S. 200

    war völlig gescheitert.

          Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter der Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    an Stelle des nicht erzwingbaren Durchbruchs die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Roye eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Ancre die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidiger dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam vorarbeitete. Ein stückweises

    Aufgeben dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Verteidiger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nachgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberläufe des Ancre

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstigere

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


    S. 201

    grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

          Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

    nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte in zwei

    Abschnitten. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

    erkannt und deshalb nicht gestört worden.

          Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

    4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandcourt. Der Feind beschoss

    diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

    verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gräben an den

    nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

    Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

    Unternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

    durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Februar durchgeführt

    wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

    genommen hat. Alles, was dem Feinde hätte von Nutzen sein

    können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

    Arbeiten und Bewegungen wurden durch unstetiges Wetter

    unterstützt und blieben so dem Feinde völlig verborgen.

          Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

    nunmehr von den Hauptkräften bezogenen neuen Verteidigungslinien

    gelegene Gelände waren nach vorher festgelegtem Plane mit

    Postenzügen und Nachhuten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

    Abteilungen haben ihre Aufgabe, die Zurückverlegung unserer Front

    zu verschleiern und das feindliche Nachdrängen aufzuhalten, so

    glänzend gelöst, dass es dem Feind länger als eine Woche unmöglich

    geworden ist, die beabsichtigte Linie unsereres Widerstandes zu erkennen.

  • April 2, 2017 20:18:42 Rolf Kranz

    S. 200

    war völlig gescheitert.

          Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter der Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    an Stelle des nicht erzwingbaren Durchbruchs die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Reye eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Ancre die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidiger dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam vorarbeitete. Ein stückweises

    Aufgeben dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Verteidiger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nachgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberläufe des Ancre

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstigere

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


    S. 201

    grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

          Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

    nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte in zwei

    Abschnitten. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

    erkannt und deshalb nicht gestört worden.

          Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

    4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandcourt. Der Feind beschoss

    diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

    verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gräben an den

    nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

    Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

    Unternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

    durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Februar durchgeführt

    wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

    genommen hat. Alles, was dem Feinde hätte von Nutzen sein

    können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

    Arbeiten und Bewegungen wurden durch unstetiges Wetter

    unterstützt und blieben so dem Feinde völlig verborgen.

          Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

    nunmehr von den Hauptkräften bezogenen neuen Verteidigungslinien

    gelegene Gelände waren nach vorher festgelegtem Plane mit

    Postenzügen und Nachhuten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

    Abteilungen haben ihre Aufgabe, die Zurückverlegung unserer Front

    zu verschleiern und das feindliche Nachdrängen aufzuhalten, so

    glänzend gelöst, dass es dem Feind länger als eine Woche unmöglich

    geworden ist, die beabsichtigte Linie unsereres Widerstandes zu erkennen.


  • January 27, 2017 22:53:22 Rolf Kranz

    S. 200

    war völlig gescheitert.

    Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter der Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    an Stelle des nicht erzwingbaren Durchbruchs die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Reye eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Ancre die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidigen dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam vorarbeitete. Ein stückweises

    Aufgeben dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Verteidiger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nachgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberläufe des Ancre

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstigere

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


    S. 201

    grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

    Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

    nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte in zwei

    Abschnitten. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

    erkannt und deshalb nicht gestört worden.

    Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

    4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandcourt. Der Feind beschoss

    diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

    verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gräben an den

    nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

    Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

    Unternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

    durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Februar durchgeführt

    wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

    genommen hat. Alles, was dem Feinde hätte von Nutzen sein

    können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

    Arbeiten und Bewegungen wurden durch unstetiges Wetter

    unterstützt und blieben so dem Feinde völlig verborgen.

    Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

    nunmehr von den Hauptkräften bezogenen neuen Verteidigungslinien

    gelegene Gelände waren nach vorher festgelegtem Plane mit

    Postenzügen und Nachhuten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

    Abteilungen haben ihre Aufgabe, die Zurückverlegung unserer Front

    zu verschleiern und das feindliche Nachdrängen aufzuhalten, so

    glänzend gelöst, dass es dem Feind länger als eine Woche unmöglich

    geworden ist, die beabsichtigte Linie unsereres Widerstandes zu erkennen.


  • December 24, 2016 14:49:12 Corinna Pichler (AUT)

    S. 200

    war völlig gescheitert.

    Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    am Stelle des nicht erzwingbaren Durchbrucks die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Rege eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Aneve die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidigen dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam verarbeitete. Ein stückweises

    Aufgehen dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Vertediger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nochgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberlaufe des Anove

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstger

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


    S. 201

    grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

    Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

    nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte zwei

    Abschnitte. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

    erkannt und deshalb nicht gestört worden.

    Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

    4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandecourt. Der Fein beschoss

    diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

    verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gruben an den

    nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

    Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

    UNternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

    durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Feruar durchgeführt

    wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

    genommen hat. Alles, was dem Feine hätte von Nutzen sein

    können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

    Arbeiten und Bewegungen wurden durch umsichtiges Wetter

    unterstützt und blieben so dem Feine völlig verborgenn.

    Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

    nunmehr von den Hauptkräften berogenen neuen Verteidigungslinien

    gelegene Gelände waren noch vorher festgelegtem Plane mit

    Postenzügen und Nachhüten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

    Abteilungen haben ihre Aufgabe, die Zurückverlegung unserer Front

    zu verschleiern und das feindliche Nachdrängen aufzuhalten, so

    glänzend gelöst, dass es dem Feind länger als eine Woche unmöglich

    geworden ist, die beabsichtigte Linie unsereres Widerstandes zu erkennen.


  • December 24, 2016 14:49:00 Corinna Pichler (AUT)

    S. 200

    war völlig gescheitert.

    Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    am Stelle des nicht erzwingbaren Durchbrucks die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Rege eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Aneve die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidigen dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam verarbeitete. Ein stückweises

    Aufgehen dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Vertediger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nochgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberlaufe des Anove

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstger

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


    S. 201

    grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

    Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

    nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte zwei

    Abschnitte. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

    erkannt und deshalb nicht gestört worden.

    Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

    4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandecourt. Der Fein beschoss

    diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

    verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gruben an den

    nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

    Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

    UNternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

    durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Feruar durchgeführt

    wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

    genommen hat. Alles, was dem Feine hätte von Nutzen sein

    können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

    Arbeiten und Bewegungen wurden durch umsichtiges Wetter

    unterstützt und blieben so dem Feine völlig verborgenn.

    Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

    nunmehr von den Hauptkräften berogenen neuen Verteidigungslinien

    gelegene Gelände waren noch vorher festgelegtem Plane mit

    Postenzügen und Nachhüten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

    Abteilungen haben ihre Aufgabe, die Zurückverlegung unserer Front

    zu verschleiern und das feindliche Nachdrängen aufzuhalten, so

    glänzend gelöst, dass es dem Feind länger als eine Woche unmöglich

    geworden ist, die beabsichtigte Linie unserers Widerstandes zu erkennen.


  • December 24, 2016 14:47:55 Corinna Pichler (AUT)

    S. 200

    war völlig gescheitert.

    Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    am Stelle des nicht erzwingbaren Durchbrucks die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Rege eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Aneve die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidigen dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam verarbeitete. Ein stückweises

    Aufgehen dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Vertediger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nochgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberlaufe des Anove

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstger

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


    S. 201

    grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

    Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

    nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte zwei

    Abschnitte. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

    erkannt und deshalb nicht gestört worden.

    Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

    4. zum 5. Februar erfolgte Aufgabe von Grandecourt. Der Fein beschoss

    diesen Ort noch mehrere Tage, nachdem unsere Truppen ihn

    verlassen hatten, und verlegte erst 10 Tage später seine Gruben an den

    nordöstlichen Rand der Dorfstätte in der Richtung auf Miraumont.

    Den zweiten Teil unserer Frontverlegung bildete eine einheitliche

    UNternehmung, die nach einem bis in alle Einzelheiten

    durchgehaltenen Plan in den Tagen von 10. bis 23. Feruar durchgeführt

    wurde, und in jeder Hinsicht den planmässig festgelegten Verlauf

    genommen hat. Alles, was dem Feine hätte von Nutzen sein

    können, war vorher zurückgeschafft oder zerstört worden. Alle diese

    Arbeiten und Bewegungen wurden durch umsichtiges Wetter

    unterstützt und blieben so dem Feine völlig verborgenn.

    Die verlassenen Stellungen und das zwischen ihr und der

    nunmehr von den Hauptkräften berogenen neuen Verteidigungslinien

    gelegene Gelände waren noch vorher festgelegtem Plane mit

    Postenzügen und Nachhüten besetzt worden. Diese zurückgelassenen

    Abteilungen haben ihre Aufgab, die


  • December 24, 2016 14:43:11 Corinna Pichler (AUT)

    S. 200

    war völlig gescheitert.

    Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    am Stelle des nicht erzwingbaren Durchbrucks die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Rege eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Aneve die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidigen dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam verarbeitete. Ein stückweises

    Aufgehen dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Vertediger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nochgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberlaufe des Anove

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstger

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschiessung völlig


    S. 201

    grundlos gewordene Gelände des Bachgrundes.

    Die Zurückverlegung unserer Verteidigung in die Reservestellung ist

    nunmehr zum erwünschten Abschluss gekommen. Sie erfolgte zwei

    Abschnitte. Beide Male ist unser Zurückgehen vom Feinde nicht

    erkannt und deshalb nicht gestört worden.

    Der erste Schritt in dieser Richtung war die in der Nacht vom

    4. zum 5.


  • December 24, 2016 14:38:27 Corinna Pichler (AUT)

    S. 200

    war völlig gescheitert.

    Trotzdem war man sich auf deutscher Seite darüber völlig klar,

    dass der Feind die Kampfhandlungen an der Somme keineswegs als

    aufgegeben betrachtete. Lediglich das ungünstige Wetter Monate

    Dezember und Januar hatten seinen Anstrengungen ein vorläufiges Ende

    bereitet. Immerhin hatten die zähen Bemühungen des Feindes,

    am Stelle des nicht erzwingbaren Durchbrucks die allmähliche

    Zurückdrängung unserer Front zu erzielen, die Folge gehabt, dass unser

    zum Beginn des Stellungskrieges entstandene Linie zwischen Arras und

    Rege eine starke Einbuchtung erlitten hatte. Besonders empfindlich

    machte sich das an jener Ecke geltend, wo nördlich Albert der Lauf der

    Aneve die beiderseitigen Stellungen durchschnitt. Hier sprang die

    deutsche Linie mit einer scharfen Zacke in das in Feindeshand

    befindliche Gebiet vor, und die Verteidigen dieser Zacke sahen sich

    beim Wiederaufleben der Kämpfe einem von drei Seiten

    umschliessenden Feuer ausgesetzt, das den Mitte Januar einsetzenden

    Teilrotationen des Feindes wirksam verarbeitete. Ein stückweises

    Aufgehen dieser Ecke schien zweckmässig, um dem Vertediger den Zwang

    zu ersparen, unverhältnismässig hohe Opfer an die Behauptung einer

    erst ungünstig, dann nochgerade unhaltbar gewordenen Stellung zu

    setzen. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass sich hinter

    der vordesten von uns gehaltenen Linie ein wohlausgebaute

    Reservestellung befand, welche die beiden sumpfigen Oberlaufe des Anove

    Baches vor unserer Front lässt und dadurch wesentlich günstger

    Geländeverhältnisse für Ausbau und Festhaltung der Stellungen

    bietet, als das verschlammte und durch monatelange Beschussung völlig


    S. 201


  • December 24, 2016 14:30:31 Corinna Pichler (AUT)

    S. 200

    war völlig gescheitert.


    S. 201


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  • 50.080847||2.709039||

    Grandcourt

  • 50.092719||2.730405||

    Miraumont

  • 50.291002||2.777535||

    Arras

  • 49.697797||2.788831||

    Roye

  • 51.14917321173399||14.993941222412104||

    Görlitz

    ||1
Location(s)
  • Story location Görlitz
  • Document location Grandcourt
  • Additional document location Miraumont
  • Additional document location Arras
  • Additional document location Roye
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12796 / 168669
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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