Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 55

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S. 92

zweier Nationen. Ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

welcher durch einen Kieferschuss in Russland D.U. [dienstunfähig] geworden war, und

nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) seit paar

Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandrische

Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen ein,

So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fähnrich im

Westen. Ein Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

als Leutnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


Bild 37:

Caudry (Nord) - Une Vente sur le Marché [Markttag]


      Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung                

von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


S. 93

eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

und Leuten in Berührung kam.

      Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Audencourt, einem

kleinen Kirchendorfe pilgern, etwa 45 Minuten von Caudry entfernt.

Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


Foto 38:

Caudry - Rue de Saint-Quentin


nach Bertry begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

auf der Strasse nach Audencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

durch, den Vormarsch stark gelitten hatte. Hier waren Württemberger

auf Schottländer gestossen, und letztere hatten nach Bajonettangriff

den Grauen weichen müssen. Manch stummes Kreuz zeigte die

letzte Ruhestätte von Freund und Feind, und manch zerstörtes Haus

die Spuren von Granaten.


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S. 92

zweier Nationen. Ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

welcher durch einen Kieferschuss in Russland D.U. [dienstunfähig] geworden war, und

nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) seit paar

Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandrische

Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen ein,

So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fähnrich im

Westen. Ein Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

als Leutnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


Bild 37:

Caudry (Nord) - Une Vente sur le Marché [Markttag]


      Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung                

von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


S. 93

eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

und Leuten in Berührung kam.

      Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Audencourt, einem

kleinen Kirchendorfe pilgern, etwa 45 Minuten von Caudry entfernt.

Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


Foto 38:

Caudry - Rue de Saint-Quentin


nach Bertry begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

auf der Strasse nach Audencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

durch, den Vormarsch stark gelitten hatte. Hier waren Württemberger

auf Schottländer gestossen, und letztere hatten nach Bajonettangriff

den Grauen weichen müssen. Manch stummes Kreuz zeigte die

letzte Ruhestätte von Freund und Feind, und manch zerstörtes Haus

die Spuren von Granaten.



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  • March 26, 2017 21:29:11 Rolf Kranz

    S. 92

    zweier Nationen. Ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland D.U. [dienstunfähig] geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) seit paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandrische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen ein,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fähnrich im

    Westen. Ein Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Leutnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Caudry (Nord) - Une Vente sur le Marché [Markttag]


          Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung                

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.

          Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Audencourt, einem

    kleinen Kirchendorfe pilgern, etwa 45 Minuten von Caudry entfernt.

    Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

    ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


    Foto 38:

    Caudry - Rue de Saint-Quentin


    nach Bertry begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

    Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

    auf der Strasse nach Audencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

    durch, den Vormarsch stark gelitten hatte. Hier waren Württemberger

    auf Schottländer gestossen, und letztere hatten nach Bajonettangriff

    den Grauen weichen müssen. Manch stummes Kreuz zeigte die

    letzte Ruhestätte von Freund und Feind, und manch zerstörtes Haus

    die Spuren von Granaten.


  • March 26, 2017 10:25:24 Rolf Kranz

    S. 92

    zweier Nationen. Ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland D.U. [dienstunfähig] geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) seit paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandrische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen ein,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fähnrich im

    Westen. Ein Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Leutnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Caudry (Nord) - Une Vente sur le Marché [Markttag]


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung                

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.

          Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Audencourt, einem

    kleinen Kirchendorfe pilgern, etwa 45 Minuten von Caudry entfernt.

    Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

    ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


    Foto 38:

    Caudry - Rue de Saint-Quentin


    nach Bertry begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

    Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

    auf der Strasse nach Audencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

    durch, den Vormarsch stark gelitten hatte. Hier waren Württemberger

    auf Schottländer gestossen, und letztere hatten nach Bajonettangriff

    den Grauen weichen müssen. Manch stummes Kreuz zeigte die

    letzte Ruhestätte von Freund und Feind, und manch zerstörtes Haus

    die Spuren von Granaten.



  • January 14, 2017 10:33:17 Rolf Kranz

    S. 92

    zweier Nationen. Ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland D.U. [dienstunfähig] geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) seit paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandrische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen ein,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fähnrich im

    Westen. Ein Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Leutnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Caudry (Nord) - Une Vente sur le Marché [Markttag]


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.

    Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Andencourt, einem

    kleinen Kirchendorfe pilgern, etwa 45 Minuten von Caudry entfernt.

    Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

    ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


    Foto 38:

    Caudry - Rue de Saint-Quentin


    nach Bertry begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

    Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

    auf der Strasse nach Andencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

    durch, den Vormarsch stark gelitten hatte. Hier waren Württemberger

    auf Schottländer gestossen, und letztere hatten nach Bajonettangriff

    den Grauen weichen müssen. Manch stummes Kreuz zeigte die

    letzte Ruhestätte von Freund und Feind, und manch zerstörtes Haus

    die Spuren von Granaten.



  • December 20, 2016 12:26:41 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen an,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fendrich im

    Westen. En Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Luitnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Gaudry (Nord) - Une Vente sur le Marché


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.

    Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Andencourt, einen

    kleinen Kirchendorfe pikgern, etwa 45 Minuten von Gaudry entfernt.

    Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

    ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


    Foto 38:

    Gaudry - Rue de Saint-Quentin


    nach Betrag begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

    Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

    auf der Strasse nach Andencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

    ddurch, den Vormarsch stark gelitten hatte. Hier waren Württenburger

    auf Schottländer gestossen, und letztere hatten nach Bajonettangriff

    den Grauen weichen müssen. Manch stummes Kreuz zeigte die

    letzte Ruhestätte von Freund und Feind, und manch zerstörtes Haus

    die Spuren von Granaten.



  • December 20, 2016 12:26:23 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen an,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fendrich im

    Westen. En Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Luitnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Gaudry (Nord) - Une Vente sur le Marché


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.

    Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Andencourt, einen

    kleinen Kirchendorfe pikgern, etwa 45 Minuten von Gaudry entfernt.

    Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

    ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


    Foto 38:

    Gaudry - Rue de Saint-Quentin


    nach Betrag begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

    Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

    auf der Strasse nach Andencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

    ddurch, den Vormarsch stark gelitten hatte. Hier waren Württenburger

    auf Schottländer gestossen, und letztere hatten nach Bajonettangriff

    den Grauen weichen müssen. Manch stummes Kreuz zeigte die

    letzte Ruhestätte von Freund und Feind, und manch zerstörtes Haus

    die Spuren von Granaten.



  • December 20, 2016 12:24:48 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen an,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fendrich im

    Westen. En Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Luitnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Gaudry (Nord) - Une Vente sur le Marché


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.

    Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Andencourt, einen

    kleinen Kirchendorfe pikgern, etwa 45 Minuten von Gaudry entfernt.

    Meine Aufgabe bestand nur darin, aufzupassen wie viel Getreide

    ausgedroschen wird, musste dies melden, und Sammelladungen


    Foto 38:

    Gaudry - Rue de Saint-Quentin


    nach Betrag begleiten. Der Weg führte mich jeden Morgen und

    Abend, durch die hügelige Landschaft, teil quer über Felder oder

    auf der Strasse nach Andencourt, dem kleinen Dörfel, welches 1914

    ddurch, den Vormarsch stark gelitten hatte.



  • December 20, 2016 12:22:22 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen an,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fendrich im

    Westen. En Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Luitnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Gaudry (Nord) - Une Vente sur le Marché


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.

    Ich musste nun jeden morgen um 7.00 nach Andencourt, einen

    kleinen Kirchendorfe pikgern, etwa 45 Minuten von Gaudry entfernt.

    Meine



  • December 20, 2016 12:21:11 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen an,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fendrich im

    Westen. En Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Luitnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Gaudry (Nord) - Une Vente sur le Marché


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird. Die Tätigkeit war

    somit nicht anstrengend, aber recht interessant, da man mit Land

    und Leuten in Berührung kam.



  • December 20, 2016 12:20:39 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen an,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fendrich im

    Westen. En Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Luitnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Gaudry (Nord) - Une Vente sur le Marché


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Erntekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Ernte


    S. 93

    eingebracht, gedroschen, und vor allem abgeliefert wird.



  • December 20, 2016 12:20:01 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war, er kam später auf eine flandische

    Kommandantur. Im Oktober trafen aber auch traurige Meldungen an,

    So war Onkel Constantin, Vaters Bruder, in Berlin verstorben, ein

    Schulfreund Erwin Tschoppe als Vizewachtmeister in Russland gefallen,

    ebenso ein Bekannter, Herr Zimmer aus Löwenberg, als Fendrich im

    Westen. En Vetter von mir Walter Jeschke, hatte bereits im Frühjahr

    als Luitnant in Russland seinen Heldentod gefunden.


    Bild 37:

    Gaudry (Nord) - Une Vente sur le Marché


    Durch die zahnärztliche  Behandlung, und noch weiterer Erholung

    von meinen Ruhranfall, bedingt war mein längeres Bleiben, so erhielt

    ich um nützlich zu sein, am 26. September ein Kommando:

    Contekommando, welches dafür zur sorgen hatte, das die Conte


    S. 93

    einge



  • December 20, 2016 12:15:17 Corinna Pichler (AUT)

    S. 92

    zweier Nationen. ich war mal zur Zeit des Hochamtes dort. -

    Am 29. September traf ich zufällig meinen Schulfreund Fritz Radisch,

    welcher durch einen Kieferschuss in Russland d.u. geworden war, und

    nun neuerdings, als g.v.f. (garnisondienstfähig fürs Feld) ist paar

    Tagen im Westen war,


    S. 93




Description

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  • 50.1186719||3.439922||

    Audencourt

  • 50.086574||3.443449||

  • 51.14917321173399||14.993941222412104||

    Görlitz

    ||1
Location(s)
  • Story location Görlitz
  • Document location Audencourt
  • Additional document location


ID
12796 / 168606
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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  • Propaganda
  • Recruitment and Conscription
  • Trench Life



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