Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 43

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S. 69

grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

Abschnitt.

      Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

wie der Fachausdruck für minieren heist. Mit Beilpicke wurde

Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

Die Hölzer sind Bohlen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


S. 70

So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

zu bekommen, und sicheren Schutz für die Besatzungen. D.h. sicher,

bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

natürlich auch Posten gestanden werden, denn die erste Linie

bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

      Um 3:00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

man hinaus muss und fest vorgeschriebene Wege hat. Der

Feind der Nachtsüber das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

Munitionskolonnen und Essenholern

      In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle                  28. VIII. 

wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

in ein ungeahntes Wasserloch zu quietschen. War der

Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirre hatte, die

kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Feldflaschen

heissen Kaffees.



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S. 69

grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

Abschnitt.

      Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

wie der Fachausdruck für minieren heist. Mit Beilpicke wurde

Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

Die Hölzer sind Bohlen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


S. 70

So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

zu bekommen, und sicheren Schutz für die Besatzungen. D.h. sicher,

bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

natürlich auch Posten gestanden werden, denn die erste Linie

bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

      Um 3:00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

man hinaus muss und fest vorgeschriebene Wege hat. Der

Feind der Nachtsüber das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

Munitionskolonnen und Essenholern

      In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle                  28. VIII. 

wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

in ein ungeahntes Wasserloch zu quietschen. War der

Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirre hatte, die

kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Feldflaschen

heissen Kaffees.




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  • March 26, 2017 21:19:49 Rolf Kranz

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

          Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für minieren heist. Mit Beilpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Bohlen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu bekommen, und sicheren Schutz für die Besatzungen. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich auch Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

          Um 3:00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

    man hinaus muss und fest vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachtsüber das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

    das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitionskolonnen und Essenholern

          In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle                  28. VIII. 

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quietschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirre hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Feldflaschen

    heissen Kaffees.



  • March 26, 2017 08:41:53 Rolf Kranz

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

          Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für minieren heist. Mit Beilpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Bohlen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu bekommen, und sicheren Schutz für die Besatzungen. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich auch Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

         Um 3:00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

    man hinaus muss und fest vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachtsüber das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

    das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitionskolonnen und Essenholern.

        In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle                  28. VIII. 

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quietschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirre hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Feldflaschen

    heissen Kaffees.




  • January 13, 2017 23:30:19 Rolf Kranz

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für minieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu bekommen, und sicheren Schutz für die Besatzungen. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich auch Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

    das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitionskolonnen und Essenholern.

    [28. VIII.] In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quietschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Feldflaschen

    heissen Kaffees.




  • December 26, 2016 10:27:29 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

    das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitionskolonnen und Essenholern.

    [28. VIII.] In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Feldflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:26:10 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

    das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitionskolonnen und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:25:56 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schlimmer wenn,

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim Dunkelwerden

    das Leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:24:19 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat Deckung, manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:23:26 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 Zoll Stärke breit

    cr. 20-35cm. Die Querhölzer sind cr. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:22:33 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Rahmen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:22:23 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang davon

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebuddelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:21:30 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gebuddelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit Rolpicke wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:19:15 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, heulten, gurgelten mit bald helleren bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappnells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gefuchtelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit  ... wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:17:12 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch der Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, huelten, gurgelten mit bald ... bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gefuchtelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit  ... wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:16:38 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Karnickelloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch das Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, huelten, gurgelten mit bald ... bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gefuchtelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit  ... wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:16:18 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidegrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Verrichtloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch das Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, huelten, gurgelten mit bald ... bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gefuchtelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit  ... wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:15:55 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Rahmen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidgrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Verrichtloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch das Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, huelten, gurgelten mit bald ... bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gefuchtelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit  ... wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 26, 2016 10:15:38 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein begonnener Unterstand mit erst 3-4 Bahnen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidgrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Verrichtloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch das Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, huelten, gurgelten mit bald ... bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gefuchtelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit  ... wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




  • December 19, 2016 15:55:40 Corinna Pichler (AUT)

    S. 69

    grösseres, ein bonnener Unterstand mit erst 3-4 Bahnen, die

    stufenförmig in die Erde oder Kreidgrund eingehauen waren, für

    die Mannschaft und ein sogenanntes Verrichtloch, ein in die

    Grabenwand eingebudeltes Schlupfloch, welches mir als Lagerstelle

    diente. Mit dem Hellwerden hörte auch das Verkehr im Graben

    auf, und Flieger in Menge zogen über uns weg. Vom frühen

    Morgen bis zur Dämmerung waren wohl an die 40 "Tommys"

    oben in den Lüften, zur Beobachtung, so durfte sich denn niemand

    sehen lassen, um dem Feinde zu verraten, das der Graben besetzt

    ist. Granaten, huelten, gurgelten mit bald ... bald

    dumpferen Tönen hoch über uns weg. Nur Schrappells entluden

    des Öfteren ihren Bleihagel über den Graben. Ich lang in meinem

    Loch, schlief, ass und las und ahnte noch nichts von der Sommeschlacht,

    der ruhigster Tage einer, der heutige war, wenigstens für unseren

    Abschnitt.

    Während der Nacht wurde tüchtig am Unterstand gefuchtelt,

    wie der Fachausdruck für mimieren heist. Mit  ... wurde

    Brocken um Brocken von der Kreide losgehauen und

    hinaufbefördert, eine mühselige Arbeit, da man immer tiefer gehen

    muss und dabei kauern muss. Auch kann man sich im

    engen Stollen kaum bewegen. Hier habe ich den Anfang daran

    kennengelernt, und später tüchtig mitgebudelt. Wir hatten

    die Genugtuuung in den kommenden 3 Nächten 6 Bahnen

    setzen zu können, die wir hier an unser Loch gebracht bekamen.

    Die Hölzer sind Ballen von 2 meter Höhe und 2 zoll Stärke breit

    ca 20-35cm. Die Querbalken sind ca. 90cm lang.


    S. 70

    So hiess die Hauptarbeit immer minieren, einmal um feste Stellung

    zu kennnen, und sicheren Schutz für die Besatzung. D.h. sicher,

    bombensicher sind sie alle nicht, aber man hat ..., manch

    ein Unterstand ist zusammengeschossen worden und wurde das

    Grab oft für die ganze Bemannung. Während der Arbeit musste

    natürlich ein Posten gestanden werden, denn die erste Linie

    bestand nur aus Grabenstücken, und war nur schwach besetzt.

    Um 3.00 morgens wurde Essen geholt, Eine mitunter sehr

    gefahrbringende Arbeit. Ist schon der Aufenthalt in beschossenen

    Graben nicht ungefährlich, so wirds natürlich schkimmer wenn

    man hinaus muss und fast vorgeschriebene Wege hat. Der

    Feind der Nachts über das ganze Gelände mit Streufeuer belegt,

    bedenkt natürlich die Strassen und Hohlwege besonders gerne,

    weiss er ja aus eigener Erfahrung, dass erst beim dunkelwerden

    das leben beginnt, die Zufahrtswege belebt sind mit Ablösungen,

    Munitions... und Essenholern.

    28. VIII.

    In der Nacht hatte es wieder geregnet, und die Grabensohle

    wurde immer quietschender, bei jedem Fusstritt blieb man

    im zähen Lehm stecken, und quietschend zog man die

    Stiefel wieder hoch, um von neuem in den Morast oder

    in ein ungeahntes Wasserloch zu quatschen. War der

    Weg  zum Küchenhalteplatz noch gangbar, schlimmer gings

    umgekehrt, wenn man die Hände voll Kochgeschirr hatte, die

    kostbaren Inhalt für immer hungrige Mägen bargen.

    Auf dem Rücken den Brotsack, am Koppel 8 Teleflaschen

    lauen Kaffeees.




Description

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    Courcelette

  • 51.14917321173399||14.993941222412104||

    Görlitz

    ||1
Location(s)
  • Story location Görlitz
  • Document location Courcelette


ID
12796 / 168594
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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  • Recruitment and Conscription
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