Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 33

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S. 55

Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

      Um 3:00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem                                                25.VIII.16.

Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

schon hinter uns hatten und wir uns in Lüttich befanden.

Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

von hohen Felsen seitwärts abgegrenzt, in den Ausläufern der

Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

       Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


S. 56 [s. item 35]


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S. 55

Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

      Um 3:00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem                                                25.VIII.16.

Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

schon hinter uns hatten und wir uns in Lüttich befanden.

Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

von hohen Felsen seitwärts abgegrenzt, in den Ausläufern der

Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

       Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


S. 56 [s. item 35]



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  • March 26, 2017 21:12:59 Rolf Kranz

     

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

          Um 3:00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem                                                25.VIII.16.

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Lüttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrenzt, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

           Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56 [s. item 35]


  • March 25, 2017 21:41:00 Rolf Kranz

     

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem                                                25.VIII.16.

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Lüttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrenzt, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56 [s. item 35]



  • January 21, 2017 09:37:34 Rolf Kranz

     

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Lüttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrenzt, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56 [s. item 35]



  • January 12, 2017 22:39:09 Rolf Kranz

     

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Lüttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrenzt, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Charleroi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karten, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubeuge, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächst Gras

    zwischen dem Chaos der Steine, ebenfalls war die Brücke gesprengt,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in äusserst

     

    verminderter Fahrt darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppweise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 10:12:11 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Charleroi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karten, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubeuge, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächst Gras

    zwischen dem Chaos der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppweise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 10:05:57 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Charlevoi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karten, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubeuge, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächst Gras

    zwischen dem Chaos der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppweise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 10:03:11 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Charlevoi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karten, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubeuge, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächst Gras

    zwischen dem Chaos der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 10:02:39 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Charlevoi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karten, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubeuge, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächst Gras

    zwischen dem Chaos der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin. [Der letzte Absatz ist von der Doppelseite zwei Seiten weiter übernommen]

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 10:02:05 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karten, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubeuge, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächst Gras

    zwischen dem Chaos der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin. [Der letzte Absatz ist von der Doppelseite zwei Seiten weiter übernommen]

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 10:01:39 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karten, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubeuge, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin. [Der letzte Absatz ist von der Doppelseite zwei Seiten weiter übernommen]

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 10:00:56 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Dorten kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karton, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubugie, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin. [Der letzte Absatz ist von der Doppelseite zwei Seiten weiter übernommen]

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 25, 2016 09:59:58 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    [25.VIII.16.] Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgend einem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliefen welche so fest,

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonnen

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag kämpfte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vororte von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die Sambre, um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die Sambre aufwärts, hin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    zerschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Derbei kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karton, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubugie, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin. [Der letzte Absatz ist von der Doppelseite zwei Seiten weiter übernommen]

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 19, 2016 12:04:56 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    25. VIII. 16.

    Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgendeinem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliegen welche so festm

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonien

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag tauschte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vorotre von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die ..., um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die ... aufwärts, bin und wieder tauchen die ersten


    S. 56

    erschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Derbei kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karton, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubugie, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin. [Der letzte Absatz ist von der Doppelseite zwei Seiten weiter übernommen]

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 19, 2016 12:02:44 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    25. VIII. 16.

    Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgendeinem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliegen welche so festm

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonien

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag tauschte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vorotre von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die ..., um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die ... aufwärts, bin und wieder tauchen die ersten

    S. 56

    erschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Derbei kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karton, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubugie, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin. [Der letzte Absatz ist von der Doppelseite zwei Seiten weiter übernommen]

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 19, 2016 12:02:11 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    25. VIII. 16.

    Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgendeinem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliegen welche so festm

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonien

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag tauschte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vorotre von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die ..., um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die ... aufwärts, bin und wieder tauchen die ersten

    S. 56

    erschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Derbei kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karton, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubugie, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von nun an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 19, 2016 12:02:06 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    25. VIII. 16.

    Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgendeinem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliegen welche so festm

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonien

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag tauschte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vorotre von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die ..., um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die ... aufwärts, bin und wieder tauchen die ersten

    S. 56

    erschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Derbei kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karton, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubugie, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstation, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von un an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 19, 2016 12:02:00 Corinna Pichler (AUT)

    S. 55

    Nr. 6, band seine Zeltbahn an die Gepäcknetze. Ob auch Decken und

    Mäntel staubig wurden, was tats den neuen Sachen, bald werden

    Dieselben ja noch mehr zu sehen bekommen.

    25. VIII. 16.

    Um 3.00 morgens hielt der Zug, auf irgendeinem

    Kriegsbahnhof, zwischen anderen Zügen. Aussteigen befahl das Signal,

    Mannschaften zum Kaffee empfangen heraus. Oft schliegen welche so festm

    dass sie nichts vernommen noch gemerkt hatten, und schimpften

    beim Wecken über Ruhestörung. In endlosen Kolonien

    strömten wir zu den Verpflegungstationen, und empfingen Kaffee,

    Brot und Wurst. Hier erfuhren wir dann, dass wir bereits

    die letzte deutsche Station Herbesthal passiert, auch die Grenze

    schon hinter uns hatten und wir uns in Luttich befanden.

    Schon waren wir im Feindesland, nach mehr als zweistündigen

    Aufenthalt fuhr der Zug weiter; Der Tag tauschte bereits mit der

    Nacht und ein heller Morgen brach an, wir schliefen bald

    wieder fest auf hartem Lager. Einige Stunden später

    durchfuhren wir das schöne Maasthal, welches eng eingeschlossen,

    von hohen Felsen seitwärts abgegrasst, in den Ausläufern der

    Ardennen liegt. Kurz vor 8.40 morgens kamen wir in die

    Vorotre von Namur, zwischen Fabrikanlagen hält der Zug lange.

    Hoch oben in den Lüften kreist ein Flieger, der bald darauf beschossen

    wird, also der erste Feind. Mit dumpfen Knall springen um

    ihn weisse Wölkchen auf und vertreiben den Piloten.

    Das Tal hat sich erweitert, von Süden kommt die Maas,

    von Westen die ..., um sich zu vereinigen, unser Zug folgt

    die ... aufwärts, bin und wieder tauchen die ersten

    S. 56

    erschossenen Häuser auf. Gegen mittag sind wir in Ekarlevoi.

    Derbei kurze Zeit Aufenthalt, sie genügt um sich Wasser zu holen und

    sich zu waschen, man kauft paar Karton, Kekse, Zigaretten und

    sonst noch allerhand, heut hat man ja noch Geld und man

    weiss nicht ob mann es später bald unterbringen kann. Es ist

    herrlichstes Wetter und der Transport geht weiter in Richtung

    Maubugie, kurz davor überschreiten wir die französisch-belgische Grenze.

    Hier liegt ein ganzes Dorf in Trümmern und schon wächste Gras

    zwischen dem ... der Steine, ebenfalls war die Brücke gespreng,

    und ein schweres Geschütz geht gleich uns in ausserst

    vermindester Fahrt darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstatiom, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von un an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


  • December 19, 2016 12:01:27 Corinna Pichler (AUT)

    mindester Fahr darüber hin.

    In Gaumont Verpflegungsstatiom, Truppenreise geht es in die

    Hallen und eine schöne Reissuppe labt uns. Wie hungrige Wölfe

    schlingen wir zu, denn es war bereits 3.45. Von un an war

    die Fahrt öfters durch lange Pausen unterbrochen, und auch

    in Gaumont hielten wir lange. Immer tiefer rollte der Zug ins

    Feindesland hinein, und abermals senkte sich die Nacht

    hernieder.


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  • 50.4673883||4.8719854||

    Namur

  • 51.14917321173399||14.993941222412104||

    Görlitz

    ||1
Location(s)
  • Story location Görlitz
  • Document location Namur
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ID
12796 / 168584
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
Licence
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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