Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 27

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S. 43

Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

im neuen Schützenhause, sondern in der als Kaserne benutzten

Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie besessen

mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

Front.

     Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere              16.VIII.

schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

Ersatzforderung vollständig zu machen. Dann wurden

abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

      Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


S. 44

einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

im Flur abgehalten.

      Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,                               17.VIII.

in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf dem

leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

      Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

(1.G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nicht möglich

uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

er: "Abzählen"    "1" "2"  "3" "4" "5" "6" "7" "8" "9" "voll" erklang es.

Lächelnd meinte



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S. 43

Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

im neuen Schützenhause, sondern in der als Kaserne benutzten

Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie besessen

mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

Front.

     Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere              16.VIII.

schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

Ersatzforderung vollständig zu machen. Dann wurden

abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

      Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


S. 44

einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

im Flur abgehalten.

      Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,                               17.VIII.

in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf dem

leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

      Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

(1.G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nicht möglich

uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

er: "Abzählen"    "1" "2"  "3" "4" "5" "6" "7" "8" "9" "voll" erklang es.

Lächelnd meinte




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  • March 26, 2017 19:50:55 Rolf Kranz

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kaserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie besessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

         Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere              16.VIII.

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Ersatzforderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

          Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

          Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,                               17.VIII.

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf dem

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

          Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1.G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nicht möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen"    "1" "2"  "3" "4" "5" "6" "7" "8" "9" "voll" erklang es.

    Lächelnd meinte



  • March 25, 2017 19:47:11 Rolf Kranz

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kaserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie besessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

         Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere              16.VIII.

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Ersatzforderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,                               17.VIII.

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf dem

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nicht möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9*" erklang es. Lächelnd meinte




  • January 11, 2017 22:38:19 Rolf Kranz

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kaserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere                    16.VIII.

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzforderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,                               17.VIII.

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nicht möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9*" erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:41:54 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nicht möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9*" erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:41:46 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9*" erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:41:35 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9*" erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:41:00 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    Urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:40:14 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und so war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nunmehr gegen den

    Kommandeur vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:39:13 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:38:42 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nasseimer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:37:43 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder erschallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:37:23 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in den die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder schallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:37:05 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich. -

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in dem die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder schallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:36:24 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingekleidet, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich.

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in dem die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder schallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:36:02 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Girlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingeschickt, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich.

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in dem die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder schallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 24, 2016 16:35:37 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schützenhause, sondern in der als Kasserne benutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bekleidet, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    [16.VIII.] Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Görlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingeschickt, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich.

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in dem die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder schallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 18, 2016 10:55:30 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schutzenhause, sondern in der als Kasseriebenutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bedeckt, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    16. VIII.

    Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Görlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingeschickt, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich.

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in dem die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder schallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingekleidet und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 18, 2016 10:49:49 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schutzenhause, sondern in der als Kasseriebenutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bedeckt, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    16. VIII.

    Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Görlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingeschickt, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich.

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in dem die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten. Lustige Lieder schallen den ganzen Tag, und

    Witze genug, so vor allem einer, der bei Regenwetter immer

    aufkam: Na was wollt ihr denn Kinder, bei Regenwetter

    findet ja der Krieg im Saale statt. - Draussen war gerade

    ein Nassauer heruntergegangen, und so wurden die Übungen

    im Flur abgehalten.

    Die letzten Mannschaften unserer Inspektion zogen auf Wache

    während wir nur noch leichten Dienst mit Pistole 08 hatten,

    sowie Unterricht in Handgranaten und Schützengraben ausheben.

    17. VIII.

    Am 17. VIII. waren wir restlichen 58 Mann gerade dabei,

    in grösserer Übung gegeneinander vorzugehen, und war

    ein Teil über den oberen Rand des Exerzierplatzes hinaus

    in die Büsche gezogen, während der andere Teil weit

    über den unteren Rand hinaus in den Hecken lagen, die an

    den Bahngleisen entlang gingen. Da erschien der Major auf den

    leeren Exerzierplatz, er pfiff und winkte das Signal zum Sammeln.

    Mit mächtigen Sprüngen gingen wir nun mehr gegen den

    Kommandier vor, sammelten das Gerät, traten zum Gliede

    zusammen, und harrten der Dinge die da kommen sollten.

    Der Major liess die bereits vorgemerkten 40 Mann vortreten

    und teilte uns mit, dass wir zum 1. Garde Reserve Regiment

    (1. G.R.R.) kämen, heute noch eingetheilt und morgen in

    Marsch gesetzt würden. Leider wäre es somit nich möglich

    uns nochmals im M.G. Exerzieren zu besichtigen, auch ein zweiter

    urlaub sei somit ausgeschlossen, und sich zu dem Rest wendend sagte

    er: "Abzählen" "1,2,3,4,5,6,7,8,9er ..." erklang es. Lächelnd meinte




  • December 18, 2016 10:39:52 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (Wir lagen nicht mehr

    im neuen Schutzenhause, sondern in der als Kasseriebenutzten

    Schule -), das bedeutet Feuer. Wir eilten denn alle wie bessessen

    mit Mütze bedeckt, mit Eimern, Kannen und Schüsseln

    in den Hof; Feuer war nun freilich nicht, aber es

    brannte doch, die Geräte konnten wir somit wieder an

    Platz schaffen. Der Major hatte alarmieren lassen, denn

    er musste Mannschaften einteilen zwecks Ersatz an die

    Front.

    16. VIII.

    Ausgerichtet standen die beiden Inspektionen, die ältere

    schon stark gelichtet, auf dem Hof. Zunächst wurden der

    älteren Inspektion noch 20 von uns zugeteilt um eine

    Eratzfoderung vollständig zu machen. Dann wurden

    abermals 40 Mann ausgesucht, darunter auch wir 3 Görlitzer

    um für einen weiteren Transport bestimmt zu werden.

    Die ersten 60 wurden noch am gleichen Nachmittag

    eingeschickt, als sie am folgenden Morgen zum Bahnhof

    marschierten, sahen wir ihnen traurig nach. Über 3 Monate

    hatten wir zusammen Dienst getan, nun ging ein Teil

    von ihnen dahin, besonders ergriffen waren einige

    Unteroffiziere, die schon so manchen ausgebildet hatten und

    ins Feld ziehen sahen, und von manchen wussten:

    er ist nicht mehr - er starb für Kaiser und Reich.

    Dann kam auf einmal die Parole auf; der ganze

    Rest ginge zusammen mit dem Lehrpersonal ins Feld,

    das gab einen Jubel, in dem die Korporale freudig mit


    S. 44

    einstimmten.



  • December 18, 2016 10:32:49 Corinna Pichler (AUT)

    S. 43

    Appetit verzehrt als es Sturm läutete:  - (


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ID
12796 / 168578
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/



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