Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 22

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S. 33

Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


          Urlaub + weitere Ausbildung


      Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

Parole "Heimat".

      Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

zusammenfuhren.


S. 34

Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

Ausrücken? Wer weiss?

      Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch                          9.-15.VI.

die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

      Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

und minder mit Paketen bepackt. Da gabs viel zu plaudern und

zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

sonst wo her.

      Gleich und eintönig fing der Dienst wieder an und

dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

und damit brach für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammenwirken aller

Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das Gebet des M.G. Soldaten

wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in


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S. 33

Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


          Urlaub + weitere Ausbildung


      Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

Parole "Heimat".

      Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

zusammenfuhren.


S. 34

Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

Ausrücken? Wer weiss?

      Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch                          9.-15.VI.

die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

      Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

und minder mit Paketen bepackt. Da gabs viel zu plaudern und

zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

sonst wo her.

      Gleich und eintönig fing der Dienst wieder an und

dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

und damit brach für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammenwirken aller

Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das Gebet des M.G. Soldaten

wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



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  • March 26, 2017 19:41:25 Rolf Kranz

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


              Urlaub + weitere Ausbildung


          Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

          Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

          Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch                          9.-15.VI.

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

    allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

          Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Da gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

    sonst wo her.

          Gleich und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit brach für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammenwirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das Gebet des M.G. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in


  • March 25, 2017 19:18:11 Rolf Kranz

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


              Urlaub + weitere Ausbildung


    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch                              9.-15.VI

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

    allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Da gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

    sonst wo her.

    Gleich und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit brach für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammenwirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das Gebet des M.G. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • January 11, 2017 21:45:15 Rolf Kranz

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch                              9.-15.VI

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

    allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Da gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

    sonst wo her.

    Gleich und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit brach für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammenwirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das Gebet des M.G. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 24, 2016 15:28:07 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Girlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

    allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

    sonst wo her.

    Gleich und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit brach für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammenwirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das Gebet des M.G. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 24, 2016 15:26:22 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Girlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

    allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

    sonst wo her.

    Gleich und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 24, 2016 15:25:57 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Girlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

    allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom Rhein oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 24, 2016 15:25:43 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Girlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kistchen unterm Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - Aber kurz,

    allzu kurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 24, 2016 15:23:03 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schützenhaus wurde geschäuert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgeldes und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Girlitzer, die wir nun

    zusammenfuhren.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 24, 2016 15:21:07 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto 17: Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 23, 2016 22:19:16 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto 17:

    Ein M. G. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.G. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 17, 2016 21:33:53 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

    Ein M. J. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe; in



  • December 17, 2016 21:33:07 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

    Ein M. J. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fassten es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe, in



  • December 17, 2016 21:32:49 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

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    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fanden es zusammen in die

    Worte: Das M.G. ist eine Waffe, wer dahinterliegt der ist ein Affe, in



  • December 17, 2016 21:31:54 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

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    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.

    Glück und eintönig fing der Dienst wieder an und

    dennoch gab es viel Neues, das Maschienengewehrexerzieren begann,

    und damit bracht für manchen die Leidenszeit an; denn jetzt

    begann erst der Drill und das Schleppen. Auch die Unteroffiziere

    hatten ihre liebe Not, denn sie mussten uns das M.G. erklären,

    die einzelnen Teile namentlich ins Gehirn prägen, dann das

    Funktionieren der Waffe erklären: Das Zusammen wirken aller

    Teile; die Tätigkeit des Schlosses und das ... des M.J. Soldaten

    wurde uns gelehrt. Witzbolde fanden es zusammen in die

    Worte



  • December 17, 2016 21:27:03 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

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    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder vom  ... oder

    sonst wo her.



  • December 17, 2016 21:26:59 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

    Ein M. J. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, mehr

    und minder mit Paketen bepackt. Zu gabs viel zu plaudern und

    zu erzählen, aus Holstein, aus Pommern, Schlesien und Elsass,

    aus Hamburg und Köln, Reiseerlebnisse, Bilder von  ... oder

    sonst wo her.



  • December 17, 2016 21:24:17 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

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    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. - ...kurz,

    allzukurz sind schöne Tage, allzubald hies es wieder Packen und

    abreisen. Mit einem Fresspaket trat wohl jeder die Rückfahrt an.

    Am 15ten abends kamen mit jedem Zuge Urlauber heim, nicht



  • December 17, 2016 21:21:19 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

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    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte. Stolz wurde die schmucke

    Alexander-Garde Grenadier Uniform spazieren getragen. -


  • December 17, 2016 21:20:22 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

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    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?

    9.-15. VI.

    Die wenigen Urlaubstage vom 9.-15. Juni 1916, somit auch

    die Pfingstfeiertage waren alle regnerisch, so dass man nicht

    allzuviel unternehmen konnte.


  • December 17, 2016 21:19:00 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

    Ein M. J. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weiss?



  • December 17, 2016 21:18:54 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

    Ein M. J. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


    S. 34

    Mit dem Kisren untern Arm und dem Helm, traten wir die

    Reise an, glatt verlief die Fahrt. - Zu Hause natürlich grosser

    Empfang. Wiedermal daheim - im bunten Rock - allerdings der schönen

    grauen Felduniform -  ist's der Erste oder Letzte Urlaub vorm

    Ausrücken? Wer weis?



  • December 17, 2016 21:15:51 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

    Ein M. J. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Urlaub

    erhalten. Vorher natürlich noch einmal Grossreinemachen.

    Buchstäblich das ganze Schutzhaus wurde geschmiert. Am Tage der

    Abfahrt war noch einmal Apell und dann - dann gabs die

    Fahrscheine, Auszahlung des Verpflegungsgelds und Paroleausgabe

    Parole "Heimat".

    Mit Gebrüll ging es in die Freiheit: 6 Tage Urlaub, 6 Tage

    frei, keinen Dienst, keinen Unteroffizier vom Dienst der morgens

    5.00 weckt, keinen Anrauzer: ach wie wird das fein sein.

    Von den 5 Schlesiern, waren wir noch 4 Görlitzer, die wir nun

    zusammenführen.


  • December 17, 2016 11:31:53 Corinna Pichler (AUT)

    S. 33

    Foto:

    Ein M. J. in Anschlag knieend.


    Urlaub + weitere Ausbildung

    Wenige Tage nach der Vereidigung sollten wir Ulruab

    erhalten.



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    Görlitz

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Location(s)
  • Story location Görlitz
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ID
12796 / 168573
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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