Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 16

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S. 23

      Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Sieben hatte

er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

      Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt und der

Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

Wie Ausgehungerte fielen wir über Selterwasser [Mineralwasser] und Brote

her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

Von den 10 Görlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

(garnisondienstfähig).

      Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

war am Bahnhof und begrüsste uns.

      Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


S. 24

Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Teltow - Schützenhaus

Quartier der 4. E.M.G.K. d. Gdkps.

 

                       Die Ausbildung


      In den nun kommenden Tagen wurden wir

äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

"gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

Ausrüstungsgegenstände, Drilliganzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Koppel

und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

"Krätzchen" oder "Blutblase" betitelt.



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S. 23

      Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Sieben hatte

er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

      Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt und der

Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

Wie Ausgehungerte fielen wir über Selterwasser [Mineralwasser] und Brote

her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

Von den 10 Görlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

(garnisondienstfähig).

      Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

war am Bahnhof und begrüsste uns.

      Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


S. 24

Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Teltow - Schützenhaus

Quartier der 4. E.M.G.K. d. Gdkps.

 

                       Die Ausbildung


      In den nun kommenden Tagen wurden wir

äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

"gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

Ausrüstungsgegenstände, Drilliganzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Koppel

und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

"Krätzchen" oder "Blutblase" betitelt.




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  • March 26, 2017 19:31:53 Rolf Kranz

    S. 23

          Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Sieben hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

          Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Selterwasser [Mineralwasser] und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Görlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

          Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

          Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Teltow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K. d. Gdkps.

     

                           Die Ausbildung


          In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

    Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilliganzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Koppel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätzchen" oder "Blutblase" betitelt.



  • January 11, 2017 20:51:08 Rolf Kranz

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Sieben hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Selterwasser [Mineralwasser] und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Görlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Teltow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K.d.Gdkps.

     

    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

    Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilliganzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Koppel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätzchen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 21:51:06 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Telow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K.d.Gdkps.

     

    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

    Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilliganzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Koppel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 20:00:20 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Telow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K.d.Gdkps.

     

    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

    Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilliganzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:56:18 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Echelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Telow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K.d.Gdkps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

    Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilliganzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:55:06 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Echelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Telow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K.d.Gdkps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

    Grenadier Uniform, dies allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:55:00 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Echelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Telow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K.d.Gdkps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die "Klamotten"

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzen (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und rotem Namenszug. - Alexander-Garde-

    Grenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:53:57 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Echelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Teltow, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto 13: Gruß aus Trebbin, Kr. Telow - Schützenhaus

    Quartier der 4. E.M.G.K.d.Gdkps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und roten Namenszug. - Alexander-Garde-

    frenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:51:47 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Echelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Felten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schützenhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und roten Namenszug. - Alexander-Garde-

    frenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:51:06 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Echelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Felten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und roten Namenszug. - Alexander-Garde-

    frenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:50:38 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Echelt und der

    Unteroffziere Kalodzig und Zigohr von der 4. Ersatz Maschinen Gewehr

    Kompagnie des Gardekorps (4. E.M.G.K.d.G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mütterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüde, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und roten Namenszug. - Alexander-Garde-

    frenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 23, 2016 19:44:32 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Su[c]hen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und roten Namenszug. - Alexander-Garde-

    frenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 16, 2016 09:45:26 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Suchen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Seite Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und roten Namenszug. - Alexander-Garde-

    frenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschuhe, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 16, 2016 09:44:58 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Suchen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Seite Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel und Kragen, mit weissen

    Achselklappen und roten Namenszug. - Alexander-Garde-

    frenadier Uniform, das allein machte schon ein gut Teil unseres

    Stolzes aus: Dann auch bekamen wir andern

    Ausrüstungsgegenstände, Drilligernzug, Stiefel, Schnürschütze, Wäsche, Kappel

    und anderes mehr. Eine besondere Rolle spielte das Verpassen

    der Helme und Mützen, Ersterer Zylinderhut, letztere

    "Krätschen" oder "Blutblase" betitelt.




  • December 16, 2016 09:41:47 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Suchen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Seite Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel




  • December 16, 2016 09:31:09 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litzen tragen, lockte allein. Nach langem Suchen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Seite Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel




  • December 16, 2016 09:30:46 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litren tragen, lockte allein. Nach langem Suchen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Seite Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Trebbin, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Trebbin

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24

    Foto:  Quartier der 4. G.M.G.K. d. Gdkmps.


    Die Ausbildung

    In den nun kommenden Tagen wurden wir

    äusserlich recht schnell zu Soldaten. Es wurden die Klamotten

    "gefasst". Ein jeder erhielt einen blauen Uniform Rock mit

    Gardelitzer (Grenadiere) am Ärmel




  • December 16, 2016 09:27:03 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litren tragen, lockte allein. Nach langem Suchen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Seite Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Treblein, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Treblein

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

    Das neue Schutzhaus diente uns als Kasernement. Es wurde

    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben Kohlrüben

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.


    S. 24




  • December 16, 2016 09:26:24 Corinna Pichler (AUT)

    S. 23

    Infolge seines Auftretens und seiner schicken Uniform hatte er starken

    Zulauf; Ich war auch gleich mit dabei, schon das Versprechen, dass

    wir Litren tragen, lockte allein. Nach langem Suchen hatte

    er seine 100 Mann besammen, Seite Leute welche Gläser trugen,

    oder verkrüppelte Finger hatten wurden weggeschickt.

    Unter Führung des Offizierstellvertreters Eschelt ud der

    Unteroffziere Kalachig und Zigohr von der 4. Ersatz Musebinen Garde

    Kompagnie des Gardekorps (4. E, M. G. K. d. G.) marschierten wir dann

    endlich ab, wiederrum mussten wir quer durch Berlin,

    bis wir dann um 4.00 auf dem Anhalter Bahnhofe landeten.

    Wie Ausgehungerte fielen wir über Kellerwasser und Brote

    her, denn die mutterlichen Vorräte waren fast überall erschöpft.

    Von den 10 Girlitzern waren nur noch 4 beisammen, Simon,

    Stoch, Schneider und ich, und letzteren drei kamen auch

    zusammen ins Feld, Simon blieb infolge eines Herzfehlers g.v.

    (garnisondienstfähig).

    Frisch gestärkt begann dann der letzte Abschnitt des

    Weges zum Truppenteil. Die Unteroffiziere erzählten allerlei

    Aufmunterndes, denn wir waren todmüte, während der

    Fahrt nach Treblein, Kreis Telten, 40km von Berlin habe ich

    geschlafen, aber dann gabs wieder was zu sehen. Halb Treblein

    war am Bahnhof und begrüsste uns.

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    gleich Mittagsportion empfangen. Noch nie haben ...

    so gut geschmeckt, als die ersten bei den Preussen.



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  • 52.21435775608079||13.212260464556948||

    Trebbin, Schützenhaus

  • 51.14917321173399||14.993941222412104||

    Görlitz

    ||1
Location(s)
  • Story location Görlitz
  • Document location Trebbin, Schützenhaus
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ID
12796 / 168567
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Heike Knothe
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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