Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 94

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

Seitenzählung 83R

daß Schneeschuhsport sehr interessant ist.

24. Dezember 1917.

Heute, wo St. Nikolaus überall in Deutschland seinen

Einzug hält u. viele Sachen u. den Weihnachtsbaum

jeder Familie bringt, machten wir (Vize Nauke

u. ich) uns bei einem starken kalten Winde auf,

uns unsern Weihnachtsbaum selber auf Schneeschuhen

zu holen. Wer die Wahl hat, hat die Qual, sagt ein

altes Sprichwort. Und so war's auch bei uns der Fall.

Kein Baum wollte gut genug sein u. so suchten

wir lange Zeit immer tiefer in den Wald kom-

mend. - Dann kehrten wir jeder einen Weihnachts-

baum auf dem Rücken nach Hause, wo wir mit der

Ausschmückung der Stube begonnen. Am Abend war

eine stimmungsvolle Feier, nicht wie im vergange-

nen Jahre beeinflußt von den Schrecken des Krieges.

Unsere Gedanken weilten auch sehr viel in der

Heimat, bei der trauten, gemütlichen Heilige-Abend-Feier.

26. Dezember 1917.

Stündlich warte ich auf meinen Urlaub, der am

Seitenzählung 84

29. Dezember beginnen soll.

28. Dezember 1917.

Urlaub. Mit frohem Herzen ging's durch die kalte

russ. Winterlandschaft, dem Kleinbahnhof Nowo zu,

wo ich mit Ltn. Schmidt aus Darmstadt zusammen-

traf u. mit ihm die Urlaubsreise zusammen machte.

29. Dezember 1917.

3 30 nachmittags langte ich auf dem Schlesischen Bahn-

hof in Berlin an. Besuch bei Hirschoffs.

30. Dezember 1917.

Mit August bei Wilm in Zossen, wo es sehr unge-

mütlich durch Kälte u. Kohlemangel war.

31. Dezember 1917.

Wilm auf Urlaub zu Hause. Sylvesterfeier bei

Schmidt's, wobei wir vergnügt ins neue Jahr

sprangen.

Transcription saved

Seitenzählung 83R

daß Schneeschuhsport sehr interessant ist.

24. Dezember 1917.

Heute, wo St. Nikolaus überall in Deutschland seinen

Einzug hält u. viele Sachen u. den Weihnachtsbaum

jeder Familie bringt, machten wir (Vize Nauke

u. ich) uns bei einem starken kalten Winde auf,

uns unsern Weihnachtsbaum selber auf Schneeschuhen

zu holen. Wer die Wahl hat, hat die Qual, sagt ein

altes Sprichwort. Und so war's auch bei uns der Fall.

Kein Baum wollte gut genug sein u. so suchten

wir lange Zeit immer tiefer in den Wald kom-

mend. - Dann kehrten wir jeder einen Weihnachts-

baum auf dem Rücken nach Hause, wo wir mit der

Ausschmückung der Stube begonnen. Am Abend war

eine stimmungsvolle Feier, nicht wie im vergange-

nen Jahre beeinflußt von den Schrecken des Krieges.

Unsere Gedanken weilten auch sehr viel in der

Heimat, bei der trauten, gemütlichen Heilige-Abend-Feier.

26. Dezember 1917.

Stündlich warte ich auf meinen Urlaub, der am

Seitenzählung 84

29. Dezember beginnen soll.

28. Dezember 1917.

Urlaub. Mit frohem Herzen ging's durch die kalte

russ. Winterlandschaft, dem Kleinbahnhof Nowo zu,

wo ich mit Ltn. Schmidt aus Darmstadt zusammen-

traf u. mit ihm die Urlaubsreise zusammen machte.

29. Dezember 1917.

3 30 nachmittags langte ich auf dem Schlesischen Bahn-

hof in Berlin an. Besuch bei Hirschoffs.

30. Dezember 1917.

Mit August bei Wilm in Zossen, wo es sehr unge-

mütlich durch Kälte u. Kohlemangel war.

31. Dezember 1917.

Wilm auf Urlaub zu Hause. Sylvesterfeier bei

Schmidt's, wobei wir vergnügt ins neue Jahr

sprangen.


Transcription history
  • January 1, 2020 18:24:57 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 83R

    daß Schneeschuhsport sehr interessant ist.

    24. Dezember 1917.

    Heute, wo St. Nikolaus überall in Deutschland seinen

    Einzug hält u. viele Sachen u. den Weihnachtsbaum

    jeder Familie bringt, machten wir (Vize Nauke

    u. ich) uns bei einem starken kalten Winde auf,

    uns unsern Weihnachtsbaum selber auf Schneeschuhen

    zu holen. Wer die Wahl hat, hat die Qual, sagt ein

    altes Sprichwort. Und so war's auch bei uns der Fall.

    Kein Baum wollte gut genug sein u. so suchten

    wir lange Zeit immer tiefer in den Wald kom-

    mend. - Dann kehrten wir jeder einen Weihnachts-

    baum auf dem Rücken nach Hause, wo wir mit der

    Ausschmückung der Stube begonnen. Am Abend war

    eine stimmungsvolle Feier, nicht wie im vergange-

    nen Jahre beeinflußt von den Schrecken des Krieges.

    Unsere Gedanken weilten auch sehr viel in der

    Heimat, bei der trauten, gemütlichen Heilige-Abend-Feier.

    26. Dezember 1917.

    Stündlich warte ich auf meinen Urlaub, der am

    Seitenzählung 84

    29. Dezember beginnen soll.

    28. Dezember 1917.

    Urlaub. Mit frohem Herzen ging's durch die kalte

    russ. Winterlandschaft, dem Kleinbahnhof Nowo zu,

    wo ich mit Ltn. Schmidt aus Darmstadt zusammen-

    traf u. mit ihm die Urlaubsreise zusammen machte.

    29. Dezember 1917.

    3 30 nachmittags langte ich auf dem Schlesischen Bahn-

    hof in Berlin an. Besuch bei Hirschoffs.

    30. Dezember 1917.

    Mit August bei Wilm in Zossen, wo es sehr unge-

    mütlich durch Kälte u. Kohlemangel war.

    31. Dezember 1917.

    Wilm auf Urlaub zu Hause. Sylvesterfeier bei

    Schmidt's, wobei wir vergnügt ins neue Jahr

    sprangen.


Description

Save description
  • 52.5068441||13.4247317||10||

    Berlin

  • 52.1872857||13.4372356||11||

    Zossen

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Berlin
  • Additional document location Zossen


ID
12595 / 144556
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


December 22, 1917 – December 31, 1917
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



Notes and questions

Login to leave a note